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Abarth 500

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Foto: Matti Blume / Wikimedia Commons / CC BY-SA

Der Abarth 500e ist die vollelektrische Neuauflage des legendären italienischen Sportkleinwagens. Seit 2023 kombiniert er kompakte Abmessungen mit elektrischem Antrieb, sportlicher Fahrwerksabstimmung und charakteristischem Abarth-Design. Als erstes rein elektrisches Modell der Marke markiert er den Übergang in eine neue Ära.

Neupreis
ab 42.490 €

Ideal für: Enthusiasten kompakter Sportwagen, die elektrisches Fahren mit italienischem Temperament und agiler Stadtmobilität verbinden möchten

Technische Daten

Abarth 500 Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
113 kW (154 PS)
Kraftstoff
Elektro
Verbrauch (komb.)
14,0–14,5 kWh/100km
Getriebe
1-Gang-Automatik
Antriebsart
Frontantrieb
Zylinder
Höchstgeschwindigkeit
155 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Dreitürer, Cabrio
Maße (L/B/H)
3631 x 1683 x 1527 mm
Kofferraum
185 l
Gewicht
1415 kg
Sitze
4
Türen
3
Neupreis
ab 42.490 €

Der Abarth 500 ist die sportliche Variante des Fiat 500 und seit 2008 ein fester Bestandteil der wiederbelebten Marke Abarth. Als kompakter Kleinwagen mit beeindruckender Leistung und charakteristischem Sound vereint er italienisches Design mit Rennsport-DNA. Die aktuelle Generation des Abarth 500e, die seit 2023 ausgeliefert wird, markiert einen radikalen Wandel: Erstmals verzichtet Abarth auf den charakteristischen Verbrennungsmotor und setzt vollständig auf elektrischen Antrieb. Mit 113 kW (154 PS) bietet der Abarth 500e eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 7,0 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 155 km/h. Die 42-kWh-Batterie ermöglicht eine Reichweite von bis zu 260 Kilometern nach WLTP. Um den fehlenden Motorsound zu kompensieren, hat Abarth einen Sound-Generator entwickelt, der an den klassischen Abarth-Klang erinnern soll.

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Die erste Generation (2008–2016): Wiedergeburt einer Legende

Mit der Einführung des Abarth 500 im Jahr 2008 knüpfte Abarth an seine große Tradition an, aus Fiat-Kleinwagen echte Sportgeräte zu machen. Basierend auf dem 2007 neu aufgelegten Fiat 500 entwickelte Abarth eine Version mit 1,4-Liter-T-Jet-Motor, der zunächst 99 kW (135 PS) leistete. Das Fahrzeug war sofort an seiner aggressiven Front mit größeren Lufteinlässen, breiteren Radhäusern, dem charakteristischen Skorpion-Logo und dem markanten Auspuffendrohren zu erkennen. Die sportliche Abstimmung des Fahrwerks und die straffere Lenkung machten den kleinen Italiener zu einem echten Fahrspaß-Garant auf kurvigen Landstraßen. 2009 folgte der Abarth 500 esseesse mit gesteigerter Leistung von 118 kW (160 PS) durch ein Tuning-Kit, das ab Werk erhältlich war. Die Cabrio-Variante erweiterte 2010 das Angebot und bot offenen Fahrspaß mit mediterranem Flair.

Entwicklung und Sondermodelle der ersten Generation

Im Laufe der Jahre erschienen zahlreiche Sondermodelle, die den Abarth 500 zu einem begehrten Sammlerobjekt machten. Der Abarth 695 Tributo Ferrari aus dem Jahr 2011 würdigte die historische Verbindung zwischen Abarth und Ferrari mit exklusivem Design und 132 kW (180 PS) Leistung. 2012 präsentierte Abarth den 695 Biposto – eine auf 133 Exemplare limitierte Rennversion ohne Rücksitze, mit Überrollkäfig und einer Leistung von 140 kW (190 PS). Dieses Modell war mit einem Gewicht von nur 997 kg das leichteste Serienfahrzeug der Marke. Weitere Sondermodelle wie der Abarth 500 Competizione, der Abarth 595 Turismo und der Abarth 595 Competizione brachten unterschiedliche Ausstattungsvarianten und Leistungsstufen auf den Markt. 2015 erfolgte eine umfassende Modellpflege mit überarbeiteter Front, neuem Armaturenbrett und modernisierter Technik.

Zweite Generation (2016–2023): Verfeinerte Performance

Ab 2016 wurde die Baureihe grundlegend überarbeitet und in die Modelle Abarth 595 und Abarth 695 aufgeteilt. Der Abarth 595 ersetzte den bisherigen Abarth 500 und bot drei Leistungsstufen: Die Basisversion mit 107 kW (145 PS), die Turismo-Variante mit 121 kW (165 PS) und die Competizione-Version mit 132 kW (180 PS). Der Abarth 695 bildete die Spitze des Angebots mit verschiedenen Sondermodellen. Technisch erhielt die zweite Generation ein überarbeitetes Fahrwerk mit Koni-Stoßdämpfern in den höheren Ausstattungslinien, verbesserte Bremsen und ein optionales mechanisches Differenzial für die stärkeren Versionen. Das Infotainmentsystem wurde auf den neuesten Stand gebracht und bot nun einen 7-Zoll-Touchscreen mit Apple CarPlay und Android Auto. Die charakteristische Record-Monza-Auspuffanlage sorgte weiterhin für den unverwechselbaren Sound.

Sondermodelle und Performance-Varianten ab 2016

Zwischen 2016 und 2023 erschienen zahlreiche limitierte Editionen. Der Abarth 695 Rivale (2016) mit 132 kW (180 PS) war auf 1.499 Einheiten limitiert und würdigte den Sieg beim Mille Miglia 1956. Der Abarth 695 XSR Yamaha (2017) kombinierte italienisches Automobildesign mit japanischer Motorradkultur und bot exklusives Design in Kooperation mit Yamaha. 2018 folgte der Abarth 595 Pista mit 121 kW (165 PS) und spezieller Rennstrecken-Ausrichtung. Der Abarth 695 70° Anniversario feierte 2019 das 70-jährige Bestehen der Marke mit 132 kW (180 PS) und exklusiver Ausstattung. Als Höhepunkt präsentierte Abarth 2020 den 695 Esseesse mit 132 kW (180 PS) und mechanischem Sperrdifferenzial. 2021 erschien der Abarth 595 Scorpioneoro (Goldener Skorpion) in limitierter Auflage.

Technische Weiterentwicklung und Facelift

Im Jahr 2019 erhielt die Baureihe ein dezentes Facelift mit überarbeiteten LED-Tagfahrlichtern, neuem Frontspoiler und frischen Farboptionen. Die Motorenpalette wurde um eine Variante mit 121 kW (165 PS) für den Abarth 595 Turismo erweitert. Das optionale Akrapovič-Auspuffsystem bot noch mehr Sound und eine Gewichtsersparnis von 4,5 kg. Die stärkste Serienversion blieb der Abarth 695 mit 132 kW (180 PS), der in 6,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigte und eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h erreichte. Das Fünfgang-Schaltgetriebe wurde für präzisere Schaltvorgänge optimiert, während ein automatisiertes Fünfgang-Roboter-Getriebe als Option verfügbar blieb, allerdings von Enthusiasten kritisch betrachtet wurde.

Der Übergang zur Elektromobilität

Mit der Einstellung der Verbrenner-Versionen Ende 2022 und der parallelen Entwicklung des elektrischen Nachfolgers vollzog Abarth einen historischen Wandel. Die Entwicklung des Abarth 500e war eine technische Herausforderung: Wie könnte ein Elektroauto die Emotionen und den Charakter eines Abarth transportieren? Die Ingenieure arbeiteten intensiv an der Fahrwerkabstimmung, um trotz des höheren Gewichts durch die Batterie (1415 kg Leergewicht) ein agiles Fahrverhalten zu gewährleisten. Der Schwerpunkt liegt tiefer als beim Verbrenner-Vorgänger, was die Kurvenstabilität verbessert. Die Bremsanlage wurde verstärkt dimensioniert, um der höheren Masse und dem elektrischen Drehmoment von 235 Nm gerecht zu werden, das ab der ersten Umdrehung anliegt.

Der elektrische Abarth 500e (ab 2023): Neue Ära

Der seit 2023 erhältliche Abarth 500e bietet drei Fahrmodi: Turismo für entspanntes Fahren mit bis zu 260 km Reichweite, Scorpion Street für sportlichere Fahrweise und Scorpion Track für maximale Performance auf der Rennstrecke. Im schärfsten Modus werden ESP und Traktionskontrolle gelockert, um kontrollierte Drifts zu ermöglichen. Das Sound-Generator-System spielt einen synthetischen Gitarren-Sound ab, der von ehemaligen Abarth-Ingenieuren zusammen mit Musikproduzenten entwickelt wurde. An Gleichstrom-Schnellladestationen lädt die Batterie in 35 Minuten von 20 auf 80 Prozent. Optisch unterscheidet sich der elektrische Abarth durch eine geschlossene Front mit kleinen Lufteinlässen, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen und die charakteristischen Skorpion-Embleme. Das Interieur bietet Sportsitze von Sabelt, ein sportliches Lenkrad mit flachem Untergrund und digitale Instrumente mit speziellen Abarth-Grafiken.

Abarth 500 leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Abarth 500.

Abarth 595/695 Facelift (2019–2023)Facelift

20192023 · Dreitürer, Cabrio

Das 2019er Facelift brachte dezente optische Aktualisierungen mit LED-Tagfahrlichtern und einem neuen Frontspoiler. Die Motorenpalette blieb unverändert bei 145, 165 und 180 PS. Als besonderes Highlight wurde ein Akrapovič-Auspuffsystem angeboten, das für noch authentischeren Sound und Gewichtsersparnis sorgte. Diese Generation lief bis Ende 2022 und markierte das Ende der Verbrenner-Ära bei Abarth.

antrieb
Frontantrieb, 5-Gang-Schaltgetriebe / 5-Gang-Roboter
leistung
107–132 kW (145–180 PS)
besonderheiten
LED-Tagfahrlichter, überarbeiteter Frontspoiler, optional Akrapovič-Auspuff, finale Verbrenner-Version
motorisierungen
1.4 T-Jet 16V

Abarth 595/695 (2016–2023)

20162023 · Dreitürer, Cabrio

Ab 2016 wurde die Modellpalette in Abarth 595 (drei Leistungsstufen: 145, 165, 180 PS) und Abarth 695 (exklusive Sondermodelle) aufgeteilt. Technisch gab es Verbesserungen beim Fahrwerk (Koni-Stoßdämpfer), optional ein mechanisches Sperrdifferenzial und moderne Infotainment-Systeme. Zahlreiche Sondermodelle wie der 695 Rivale, 695 XSR Yamaha, 695 70° Anniversario und 595 Pista sorgten für Sammler-Interesse. Diese Generation war bis Ende 2022 die letzte Verbrenner-Version des Abarth 500.

antrieb
Frontantrieb, 5-Gang-Schaltgetriebe / 5-Gang-Roboter, optional mechanisches Sperrdifferenzial
leistung
107–132 kW (145–180 PS)
besonderheiten
Aufteilung in 595 (Basis, Turismo, Competizione) und 695 (Sondermodelle), Koni-Fahrwerk, Record-Monza-Auspuff, Apple CarPlay/Android Auto
motorisierungen
1.4 T-Jet 16V

Typ 312 Facelift (2015–2016)Facelift

20152016 · Dreitürer, Cabrio

Das 2015er Facelift brachte eine überarbeitete Frontpartie mit neuen Scheinwerfern, ein komplett neues Armaturenbrett mit 5-Zoll-Display und modernisierte Technik. Die Leistungsstufen wurden angepasst und das Modell auf die 2016 folgende Umbenennung in Abarth 595 und 695 vorbereitet. Optisch wirkte der Abarth 500 nach dem Facelift zeitgemäßer und hochwertiger.

antrieb
Frontantrieb, 5-Gang-Schaltgetriebe / 5-Gang-Roboter
leistung
107–140 kW (145–190 PS)
besonderheiten
Überarbeitete Front, neues Armaturenbrett, modernisiertes Infotainment, Vorbereitung auf Modellwechsel zu 595/695
motorisierungen
1.4 T-Jet 16V

Typ 312 (2008–2016)

20082016 · Dreitürer, Cabrio

Die erste Generation des modernen Abarth 500 basierte auf dem 2007 eingeführten Fiat 500 und brachte 2008 die Tradition sportlicher Kleinwagen von Abarth zurück. Mit dem 1,4-Liter-Turbomotor, aggressivem Design und charakteristischem Auspuffsound wurde der kleine Italiener zum Kultauto. Zahlreiche Sondermodelle wie der 695 Tributo Ferrari (180 PS) und der extreme 695 Biposto (190 PS, ohne Rücksitze) festigten den legendären Ruf.

antrieb
Frontantrieb, 5-Gang-Schaltgetriebe / 5-Gang-Roboter
leistung
99–140 kW (135–190 PS)
besonderheiten
Erste Generation nach Wiederbelebung der Marke Abarth, esseesse-Tuning-Kit, Sondermodell 695 Tributo Ferrari, 695 Biposto mit 997 kg Gewicht
motorisierungen
1.4 T-Jet 16V

Häufige Fragen

Wie viel PS hat der aktuelle Abarth 500e?

Der aktuelle Abarth 500e leistet 113 kW, was 154 PS entspricht. Er beschleunigt in 7,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 155 km/h.

Gibt es den Abarth 500 noch als Benziner?

Nein, seit Ende 2022 wird der Abarth 500 nur noch als vollelektrischer Abarth 500e angeboten. Die Verbrenner-Versionen (Abarth 595 und 695) wurden eingestellt.

Wie groß ist die Reichweite des Abarth 500e?

Der Abarth 500e erreicht mit seiner 42-kWh-Batterie eine Reichweite von bis zu 260 Kilometern nach WLTP-Norm. Im sportlichen Scorpion-Track-Modus verringert sich die Reichweite entsprechend.

Was kostet ein neuer Abarth 500e?

Der Abarth 500e startet in Deutschland bei einem Listenpreis von ca. 42.490 Euro. Sondermodelle wie der Abarth 500e Scorpionissima liegen preislich darüber.

Wie schnell lädt der Abarth 500e?

An einer Gleichstrom-Schnellladestation mit bis zu 85 kW Ladeleistung lädt der Abarth 500e in 35 Minuten von 20 auf 80 Prozent Batteriekapazität.

Welche war die stärkste Verbrenner-Version des Abarth 500?

Die stärkste Serienversion war der Abarth 695 Biposto mit 140 kW (190 PS). Die regulären Topmodelle Abarth 695 leisteten 132 kW (180 PS).