
Abarth
Abarth 600e
Foto: Alexander Migl / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0
Der Abarth 600e ist seit 2024 das erste rein elektrische SUV der italienischen Sportmarke. Mit 240 PS ist er der leistungsstärkste Serien-Abarth der Geschichte und vereint Elektromobilität mit charakteristischer Abarth-Performance. In 5,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
Ideal für: Sportlich orientierte Fahrer, die einen emotionalen Elektro-SUV mit italienischem Charakter für Stadt und Landstraße suchen
Foto: Alexander Migl / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0
Technische Daten
Abarth 600e Eckdaten
Der Abarth 600e markiert seit 2024 einen historischen Wendepunkt für die italienische Sportmarke: Erstmals in ihrer Geschichte bringt Abarth ein rein elektrisches Fahrzeug auf den Markt. Der kompakte Performance-SUV basiert auf dem Fiat 600e und verwandelt die gutmütige Elektro-Crossover-Basis in ein charakterstarkes Sportgerät mit 240 PS Leistung. Mit 0-100 km/h in 5,9 Sekunden positioniert sich der Abarth 600e als leistungsstärkster Serien-Abarth aller Zeiten und unterstreicht den Anspruch der Marke, auch im Elektrozeitalter für Fahrspaß und Performance zu stehen.
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Abarth 600e (2024–heute): Die elektrische Revolution
Der Abarth 600e wurde im Februar 2024 offiziell vorgestellt und kam im Frühjahr 2024 auf den deutschen Markt. Die Basis bildet die e-CMP2-Plattform des Stellantis-Konzerns, die auch im Fiat 600e, Jeep Avenger und Opel Mokka Electric zum Einsatz kommt. Abarth hat jedoch massiv in die Technik eingegriffen: Der Elektromotor leistet 175 kW (240 PS) und entwickelt ein maximales Drehmoment von 345 Nm. Die 54-kWh-Batterie ermöglicht eine WLTP-Reichweite von bis zu 334 Kilometern. Besonders bemerkenswert ist das Soundsystem, das einen charakteristischen Abarth-Sound künstlich erzeugt – ein bewusster Versuch, die emotionale Komponente klassischer Verbrenner-Sportwagen ins E-Zeitalter zu überführen.
Optisch unterscheidet sich der 600e deutlich vom Fiat-Pendant: Die Front zeigt die typische Abarth-Designsprache mit breitem Kühlergrill und Scorpion-Emblem, die Kotflügel sind verbreitert, und am Heck findet sich ein markanter Diffusor. Serienmäßig rollt der 600e auf 20-Zoll-Rädern, das Fahrwerk wurde um 25 Millimeter tiefergelegt. Im Innenraum dominieren Alcantara-Bezüge, Schalensitze von Sabelt und ein flachbottiges Lenkrad. Das Michelin Pilot Sport EV-Bereifung sorgt für sportliche Traktion. Der deutsche Einstiegspreis liegt bei 42.990 Euro für die Basisversion, die Top-Ausstattung Scorpionissima mit exklusivem Acid Green-Lack und zusätzlichen Performance-Features kostet ab 48.990 Euro.
Technische Besonderheiten und Fahrwerk
Abarth hat dem 600e ein spezifisches Fahrwerks-Setup spendiert: Die Torque Transfer Control optimiert die Traktion beim Herausbeschleunigen aus Kurven, während das überarbeitete ESP sportlichere Grenzwerte zulässt. Die Brembo-Bremsanlage mit 380-mm-Scheiben vorne stammt direkt aus dem Motorsport-Programm. Drei Fahrmodi (Turismo, Scorpion Street, Scorpion Track) passen Gasannahme, Lenkung und ESP-Eingriffe an. Der DC-Schnellladevorgang von 20 auf 80 Prozent dauert etwa 27 Minuten bei maximal 100 kW Ladeleistung. Das Leergewicht beträgt 1590 kg, was für ein Elektro-SUV dieser Größe vergleichsweise moderat ist.
Historischer Kontext: Abarths Weg zur Elektromobilität
Um die Bedeutung des 600e zu verstehen, lohnt ein Blick auf die Abarth-Geschichte: Die Marke wurde 1949 von Carlo Abarth gegründet und machte sich zunächst mit Tuning-Kits für Fiat-Modelle einen Namen. Der legendäre Abarth 595 und 695 auf Basis des Fiat 500 wurden in den 1960er Jahren zu Ikonen. Nach wechselhaften Jahrzehnten übernahm Fiat die Marke 1971 komplett, ließ sie aber bis 2007 weitgehend ruhen. Die Wiederbelebung erfolgte mit dem modernen Abarth 500 (2008), der auf dem Fiat 500 (Typ 312) basierte und mit aufgeladenen Vierzylinder-Benzinern bis zu 190 PS bot.
Der Abarth 500e, der 2023 als erstes elektrisches Modell der Marke debütierte, bereitete den Boden für den 600e. Mit 155 PS blieb der 500e jedoch deutlich unter den Erwartungen sportlicher Fahrer. Der 600e sollte diese Lücke schließen und beweisen, dass Abarth auch mit Elektromotoren echte Performance bieten kann. Die Entscheidung für ein SUV-Format statt eines klassischen Kleinwagens reflektiert die veränderten Marktpräferenzen, bleibt in der Abarth-Community aber nicht unumstritten.
Vorgängermodelle und Namensgebung
Interessanterweise ist der Abarth 600e nicht das erste Modell mit dieser Nummer im Abarth-Kosmos: In den 1950er und 1960er Jahren gab es bereits den Abarth 600 basierend auf dem Fiat 600. Diese Modelle waren jedoch reine Rennwagen oder stark modifizierte Straßenversionen mit Heckmotor und Hinterradantrieb. Der historische Abarth 750 GT und 850 TC Corsa basierten ebenfalls auf Fiat-600-Technik. Der moderne 600e teilt mit diesen Vorgängern nur den Namen und die Philosophie, aus einer Fiat-Basis ein Performance-Fahrzeug zu schaffen – technisch und konzeptionell gibt es keine Kontinuität.
Marktpositionierung und Konkurrenz
Der Abarth 600e tritt in einem wachsenden Segment kompakter Elektro-SUVs mit Sportambitionen an. Direkte Konkurrenten sind der Cupra Born in VZ-Ausstattung (231 PS), der elektrische Mini Countryman in sportlichen Versionen sowie perspektivisch sportliche Varianten des Renault Scenic E-Tech. Mit seiner spezifischen italienischen Sportwagencharakteristik und dem vergleichsweise zugänglichen Preis positioniert sich der 600e als emotionale Alternative zu technisch nüchterneren deutschen oder französischen Wettbewerbern. Die Limitierung auf 240 PS zeigt allerdings, dass Abarth bewusst unterhalb der echten Performance-SUVs wie dem Tesla Model Y Performance (450 PS) bleibt.
Produktionsstätte und Zukunftsaussichten
Produziert wird der Abarth 600e im polnischen Stellantis-Werk Tychy, wo auch die Fiat-Basismodelle vom Band laufen. Für den deutschen Markt ist der 600e strategisch wichtig: Er soll jüngere Käufer ansprechen und die Marke für die Zeit nach dem Verbrenner-Aus positionieren. Abarth hat angekündigt, bis 2030 vollständig auf Elektroantriebe umzustellen. Der 600e ist damit nicht nur das leistungsstärkste, sondern auch das zukunftsweisendste Modell der Marke. Ob die charakteristische Abarth-DNA aus Sound, Agilität und italienischem Flair auch elektrisch funktioniert, wird letztlich der Markt entscheiden. Erste Fahrtests bescheinigen dem 600e jedenfalls überraschend viel Fahrspaß und eine eigenständige Persönlichkeit im zunehmend austauschbaren E-SUV-Segment.
Ausstattungsvarianten und Sondermodelle
Zum Marktstart bot Abarth zwei Ausstattungslinien an: Die Basisversion und die Scorpionissima-Edition. Letztere ist auf 1949 Exemplare limitiert (Jahreszahl der Markengründung) und bietet exklusiven Acid Green-Lack, nummerierte Plakette, Sabelt-Schalensitze mit grünen Akzenten und ein Bilstein-Fahrwerk mit zusätzlich optimierten Dämpfern. Zur Serienausstattung gehören LED-Matrix-Scheinwerfer, ein 10,25-Zoll-Touchscreen mit Uconnect-System, induktives Laden, Klimaautomatik und umfangreiche Assistenzsysteme. Optional sind unter anderem ein Harman-Kardon-Soundsystem und adaptive Dämpfer verfügbar. Die Scorpionissima war innerhalb weniger Wochen ausverkauft, was das Interesse an exklusiven Abarth-Modellen unterstreicht.
Häufige Fragen
Was kostet der Abarth 600e in Deutschland?
Der Abarth 600e startet bei 42.990 Euro. Die limitierte Scorpionissima-Edition kostet ab 48.990 Euro und bietet exklusive Ausstattungsmerkmale wie Bilstein-Fahrwerk und Acid Green-Lack.
Wie viel PS hat der Abarth 600e?
Der Abarth 600e leistet 175 kW, was 240 PS entspricht. Damit ist er der leistungsstärkste Serien-Abarth aller Zeiten und beschleunigt in 5,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
Welche Reichweite hat der Abarth 600e?
Die WLTP-Reichweite des Abarth 600e liegt bei bis zu 334 Kilometern. Die 54-kWh-Batterie lässt sich in 27 Minuten von 20 auf 80 Prozent laden (DC-Schnellladen mit 100 kW).
Ist der Abarth 600e ein SUV?
Ja, der Abarth 600e ist ein kompakter Performance-SUV auf Basis des Fiat 600e. Er kombiniert erhöhte Sitzposition und Alltagstauglichkeit mit sportlicher Abstimmung und 240 PS Leistung.
Hat der Abarth 600e einen künstlichen Sound?
Ja, der Abarth 600e verfügt über ein spezielles Soundsystem, das einen charakteristischen Abarth-Motorsound künstlich erzeugt. Dies soll die emotionale Komponente klassischer Sportwagen erhalten.