
Abarth
Abarth Punto Supersport
Foto: Vauxford / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0
Der Abarth Punto Supersport ist eine ultra-limitierte Sonderedition aus dem Jahr 2012, von der weltweit nur 199 Exemplare gebaut wurden. Basierend auf dem Grande Punto kombiniert der Supersport 180 PS Leistung mit exklusiven Karbon-Karosserieteilen, Brembo-Bremsen und einem speziell abgestimmten Sportfahrwerk. Heute gilt er als begehrtes Sammlerstück unter Abarth-Enthusiasten.
Ideal für: Abarth-Sammler und Enthusiasten, die ein seltenes, sportliches Kleinwagen-Sondermodell mit Wertsteigerungspotenzial suchen.
Foto: Vauxford / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0
Technische Daten
Abarth Punto Supersport Eckdaten
Der Abarth Punto Supersport ist ein besonderes Kapitel in der Geschichte der italienischen Tuning-Marke Abarth. Als limitierte Sonderedition des Fiat Grande Punto wurde der Supersport ab 2012 exklusiv für ausgewählte Märkte produziert und kombinierte die Sportlichkeit der Abarth-DNA mit moderaten Alltagsqualitäten. Mit einer Produktion von lediglich 199 Einheiten weltweit handelt es sich um eines der seltensten Modelle aus dem Hause Abarth. Der Supersport basierte auf dem Grande Punto Abarth und sollte die Lücke zwischen dem regulären Punto Evo Abarth und echten Rennfahrzeugen schließen.
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Technische Basis und Motorisierung
Unter der Haube des Abarth Punto Supersport arbeitete der bekannte 1.4-Liter-T-Jet-Vierzylinder-Turbomotor, der von Abarth-Ingenieuren auf 180 PS (132 kW) bei 5500 U/min getunt wurde. Das maximale Drehmoment lag bei 270 Nm zwischen 3000 und 4500 U/min. Diese Leistungswerte wurden durch einen speziellen Garrett-Turbolader, ein optimiertes Motormanagement sowie ein modifiziertes Auspuffsystem mit Sportendschalldämpfer erreicht. Die Kraftübertragung erfolgte über ein manuelles 6-Gang-Schaltgetriebe auf die Vorderachse. Von 0 auf 100 km/h beschleunigte der Supersport in 7,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit lag bei 215 km/h.
Fahrwerk und Bremsen
Um die gesteigerte Motorleistung sicher auf die Straße zu bringen, erhielt der Punto Supersport ein komplett überarbeitetes Sportfahrwerk. Die Tieferlegung betrug gegenüber dem Serienmodell 30 Millimeter. Darüber hinaus verbaute Abarth spezielle Stoßdämpfer und härtere Stabilisatoren. Die Bremsanlage stammte von Brembo und umfasste vorn 305 Millimeter große belüftete Scheiben mit Vierkolben-Festsätteln sowie hinten 251 Millimeter große Scheiben. Die 17-Zoll-Leichtmetallfelgen im exklusiven Supersport-Design waren mit Hochleistungsreifen der Dimension 215/45 R17 bestückt.
Exterieur und Aerodynamik
Optisch unterschied sich der Punto Supersport deutlich von den regulären Grande Punto Modellen. Die Frontpartie zierte eine spezielle Stoßstange mit vergrößerten Lufteinlässen und einem markanten Abarth-Scorpion-Logo. Die Motorhaube erhielt zwei funktionale Luftauslässe zur besseren Motorkühlung. An den Seiten fielen die breiten Schwellerverkleidungen und die exklusiven Seitenschweller auf. Das Heck wurde von einem großen Dachkantenspoiler und einem Diffusor-Einsatz in der hinteren Stoßstange dominiert. Zwei zentrale Doppelendrohre unterstrichen den sportlichen Charakter. Alle aerodynamischen Komponenten waren aus Kohlefaser gefertigt und trugen zur verbesserten Straßenlage bei hohen Geschwindigkeiten bei.
Interieur und Ausstattung
Im Innenraum setzte Abarth auf eine Mischung aus Sportlichkeit und Exklusivität. Die vorderen Schalensitze von Sabelt boten hervorragenden Seitenhalt und waren mit Alcantara und Leder bezogen. Das Lenkrad war ebenfalls mit Leder und Alcantara ummantelt und verfügte über die charakteristische gelbe 12-Uhr-Markierung. Die Armaturentafel erhielt Karbonapplikationen und spezielle Supersport-Logos. Ein zusätzliches Instrumentendisplay auf der Mittelkonsole zeigte Turboladedruck, Öltemperatur und Boost-Pressure an. Jedes Fahrzeug war mit einer individuellen Plakette versehen, die die Produktionsnummer von 1 bis 199 auswies. Serienmäßig gehörten Klimaanlage, elektrische Fensterheber und ein Premium-Audiosystem zur Ausstattung.
Entwicklungsgeschichte und Markteinführung
Die Entwicklung des Punto Supersport begann 2011, als Abarth nach Wegen suchte, die Markenpräsenz im hochpreisigen Kleinwagensegment zu stärken. Ziel war es, ein straßenzugelassenes Fahrzeug zu schaffen, das motorsportliche Gene in sich trägt, aber dennoch alltagstauglich bleibt. Als Basis diente der bereits erfolgreiche Grande Punto Abarth, der seit 2007 produziert wurde. Die Ingenieure in Turin nahmen umfassende Modifikationen am Motor, Fahrwerk und der Karosserie vor. Im Frühjahr 2012 wurde der Supersport auf dem Genfer Autosalon präsentiert und stieß sofort auf großes Interesse bei Sammlern und Abarth-Enthusiasten.
Limitierung und Exklusivität
Die bewusste Limitierung auf 199 Exemplare war eine strategische Entscheidung von Abarth. Die Zahl sollte die Exklusivität unterstreichen und den Wert für Sammler langfristig sichern. Der Großteil der produzierten Fahrzeuge ging nach Italien, Deutschland, Frankreich und die Schweiz. In Deutschland wurden schätzungsweise 25 bis 30 Einheiten verkauft. Der Neupreis lag bei etwa 32.000 Euro und damit deutlich über dem regulären Punto Evo Abarth, der ab circa 19.000 Euro erhältlich war. Die Auslieferungen begannen im Sommer 2012 und waren bereits Ende desselben Jahres abgeschlossen. Heute gelten gut erhaltene Exemplare als begehrte Sammlerstücke.
Motorsportliche Erfolge und Rennsport-DNA
Obwohl der Punto Supersport primär als straßenzugelassenes Sportfahrzeug konzipiert wurde, nutzen einige private Teams das Modell für Motorsport-Events und Trackdays. Besonders in Italien kam der Supersport bei verschiedenen Gleichmäßigkeitsrallyes und Bergrennen zum Einsatz. Die robuste Technik und das ausgewogene Fahrwerk erwiesen sich als ideal für den ambitionierten Einsatz. Abarth selbst bot für den Supersport ein umfangreiches Tuning-Programm an, das Leistungssteigerungen bis 200 PS ermöglichte. Weiterhin waren Komponenten wie ein sequenzielles Getriebe, Überrollkäfige und Rennsitze über das Abarth-Corse-Programm verfügbar.
Technische Weiterentwicklungen
Im Vergleich zum Basis-Grande Punto Abarth erhielt der Supersport zahlreiche technische Verbesserungen. Das Motormanagement wurde mit einer speziellen Mapping-Software optimiert, die aggressivere Kennlinien für Zündung und Einspritzung bot. Der Turbolader verfügte über ein optimiertes Verdichterrad und reduzierte Ansprechzeiten. Die Abgasanlage mit Klappensteuerung ermöglichte es dem Fahrer, zwischen einem moderaten Alltagsmodus und einem sportlichen Sound zu wechseln. Das elektronische Stabilitätsprogramm ESP konnte vollständig deaktiviert werden, um maximale Kontrolle auf der Rennstrecke zu gewährleisten. Die Lenkung wurde direkter ausgelegt und bot präziseres Feedback.
Vergleich mit Konkurrenzmodellen
Im direkten Vergleich mit Wettbewerbern wie dem Renault Clio RS, dem Peugeot 207 GTi oder dem Mini Cooper S JCW positionierte sich der Punto Supersport als exklusivste und limitierteste Alternative. Während die genannten Konkurrenten in deutlich höheren Stückzahlen produziert wurden, setzte Abarth auf absolute Exklusivität. Leistungsmäßig bewegte sich der Supersport auf Augenhöhe mit diesen Modellen, konnte aber durch sein geringeres Gewicht von etwa 1185 Kilogramm punkten. Das Leistungsgewicht von 6,6 Kilogramm pro PS sorgte für beeindruckende Fahrleistungen und agiles Handling.
Marktposition und Zielgruppe
Der Abarth Punto Supersport richtete sich an eine sehr spezifische Käuferschicht: Enthusiasten, die ein seltenes, sportliches Fahrzeug mit italienischem Flair suchten und bereit waren, einen deutlichen Aufpreis gegenüber den Serienmodellen zu zahlen. Die begrenzte Stückzahl machte den Supersport zum begehrten Sammlerobjekt. Viele Käufer waren bereits Abarth-Fans und wollten ihre Sammlung um ein besonders rares Modell erweitern. Aufgrund der geringen Produktion entwickelte sich bereits kurz nach Markteinführung ein lebhafter Handel mit teils deutlichen Preisaufschlägen. Heute werden gut erhaltene Exemplare mit niedriger Laufleistung zu Preisen zwischen 20.000 und 28.000 Euro gehandelt.
Technische Daten im Detail
Der 1368 cm³ große Vierzylindermotor mit Turboaufladung und Benzindirekteinspritzung erreichte eine spezifische Leistung von 131,6 PS pro Liter Hubraum. Der kombinierte Normverbrauch lag bei 6,5 Litern Super Plus auf 100 Kilometer, was CO₂-Emissionen von 151 g/km entsprach. Der Tank fasste 45 Liter. Das Leergewicht betrug je nach Ausstattung zwischen 1185 und 1210 Kilogramm. Die Abmessungen lagen bei 4.045 mm Länge, 1.687 mm Breite und 1.485 mm Höhe. Der Radstand maß 2.510 mm. Der Kofferraum bot ein Volumen von 275 Litern, was für die Fahrzeugklasse durchschnittlich war. Bei umgeklappter Rücksitzbank erweiterte sich das Ladevolumen auf 1.030 Liter.
Wartung und Alltagstauglichkeit
Trotz seiner sportlichen Ausrichtung erwies sich der Punto Supersport als relativ alltagstauglich. Die Wartungsintervalle entsprachen mit 15.000 Kilometern oder einem Jahr den üblichen Fiat-Vorgaben. Die Ersatzteilversorgung ist über das Fiat- und Abarth-Netzwerk gesichert, wobei spezifische Supersport-Komponenten teilweise schwerer zu beschaffen sind. Die Bremsen und das Fahrwerk benötigen aufgrund der sportlichen Auslegung häufigere Inspektionen. Der Kraftstoffverbrauch im Alltagsbetrieb liegt realistisch bei 7,5 bis 9 Litern, bei sportlicher Fahrweise auch deutlich höher. Die Versicherungseinstufung fällt aufgrund der hohen Leistung in höhere Typklassen.
Häufige Fragen
Wie viele Abarth Punto Supersport wurden produziert?
Der Abarth Punto Supersport wurde weltweit in einer streng limitierten Auflage von nur 199 Exemplaren produziert. In Deutschland wurden schätzungsweise 25 bis 30 Fahrzeuge ausgeliefert, was den Supersport zu einem seltenen Sammlerstück macht.
Wie viel Leistung hat der Abarth Punto Supersport?
Der Abarth Punto Supersport leistet 180 PS (132 kW) bei 5500 U/min aus einem 1,4-Liter-Turbomotor. Das maximale Drehmoment beträgt 270 Nm. Damit beschleunigt er in 7,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h.
Was kostet ein Abarth Punto Supersport heute?
Der Neupreis des Abarth Punto Supersport lag 2012 bei etwa 32.000 Euro. Heute werden gut erhaltene Exemplare mit niedriger Laufleistung am Gebrauchtwagenmarkt zwischen 20.000 und 28.000 Euro gehandelt, abhängig von Zustand und Kilometerstand.
Was unterscheidet den Supersport vom normalen Punto Abarth?
Der Supersport hat 180 statt 165 PS, eine tiefergelegte Sportfahrwerk-Abstimmung, Brembo-Bremsen, Karbon-Karosserieteile, exklusive Sabelt-Schalensitze, spezielle Aerodynamik-Komponenten und ist auf 199 Exemplare limitiert. Außerdem verfügt er über zusätzliche Instrumente und individuelle Nummerierung.
Ist der Abarth Punto Supersport alltagstauglich?
Ja, trotz seiner sportlichen Ausrichtung ist der Punto Supersport alltagstauglich. Er bietet Klimaanlage, ausreichend Kofferraum (275 Liter) und fünf Sitze. Der Verbrauch liegt realistisch bei 7,5-9 Litern, die Wartungsintervalle bei 15.000 km. Das straffe Fahrwerk und die sportliche Abstimmung sind jedoch spürbar.