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AC Ace

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Foto: Mr.choppers / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0

Der AC Ace ist ein britischer Sportwagen-Klassiker, der von 1953 bis 1963 produziert wurde. Mit Aluminium-Karosserie auf Gitterrohrrahmen, verschiedenen Sechszylinder-Motoren und puristischem Design verkörpert er die goldene Ära des britischen Roadster-Baus und gilt als direkter Vorläufer der legendären AC Cobra.

Ideal für: Oldtimer-Sammler und Enthusiasten klassischer britischer Sportwagen mit Faible für Rennsporthistorie

Technische Daten

AC Ace Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
63–125 kW (85–170 PS)
Kraftstoff
Benzin
Verbrauch (komb.)
12–16 l/100km
Getriebe
4-Gang manuell
Antriebsart
Hinterradantrieb
Zylinder
6 (Reihenmotor)
Höchstgeschwindigkeit
160–200 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Roadster (zweisitzig)
Maße (L/B/H)
3810 x 1575 x 1245 mm
Kofferraum
Gewicht
800–850 kg
Sitze
2
Türen
2
Neupreis

Der AC Ace ist ein legendärer britischer Sportwagen, der von 1953 bis 1963 produziert wurde und als einer der elegantesten Roadster seiner Ära gilt. Mit seiner aluminiumbeplankten Karosserie auf einem Gitterrohrrahmen setzte der Ace Maßstäbe in Sachen Leichtbau und Performance. Das zeitlose Design von John Tojeiro kombinierte italienische Eleganz mit britischer Ingenieurskunst und schuf damit ein Fahrzeug, das heute zu den begehrtesten Klassikern überhaupt zählt. Der AC Ace wurde nie offiziell für den deutschen Markt homologiert, einige Exemplare fanden jedoch über private Importe ihren Weg nach Deutschland und werden heute von Sammlern hoch geschätzt.

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Die Anfänge: AC Ace (1953-1963)

Im Jahr 1953 stellte AC Cars den Ace vor, einen zweisitzigen Roadster, der auf einem Entwurf von John Tojeiro basierte. Die Karosserie bestand aus handgeformten Aluminiumpaneelen, die auf einem innovativen Gitterrohrrahmen montiert waren – eine Konstruktion, die dem Fahrzeug ein außergewöhnlich niedriges Gewicht von nur rund 800 Kilogramm verlieh. Anfangs wurde der Ace von einem 2,0-Liter-Reihensechszylinder mit obenliegender Nockenwelle angetrieben, der aus der Vorkriegszeit stammte und etwa 85 PS leistete. Dieser AC-eigene Motor ermöglichte Höchstgeschwindigkeiten von rund 160 km/h, was für die frühen 1950er Jahre beachtlich war.

Das Design des Ace zeichnete sich durch fließende Linien, einen langen Vorderwagen und ein kurzes Heck aus. Die charakteristischen vorderen Kotflügel waren elegant in die Karosserieform integriert, während das große, verchromte Kühlergrill dem Wagen sein unverwechselbares Gesicht verlieh. Das Interieur war puristisch gehalten, mit Lederausstattung und einem klassischen Instrumentenaufbau, der sich ganz auf das Wesentliche konzentrierte. Die unabhängige Radaufhängung mit Querblattfedern vorne und hinten sowie das präzise Lenkverhalten machten den Ace zu einem geschätzten Sportwagen für Clubrennen und Straßeneinsatz gleichermaßen.

Bristol-Motor-Ära (1956-1963)

Ab 1956 wurde der AC Ace mit einem deutlich leistungsstärkeren Motor angeboten: dem 2,0-Liter-Reihensechszylinder von Bristol, der auf BMW-Technologie aus der Vorkriegszeit basierte. Der Bristol-Motor leistete zunächst 105 PS und später in aufgebohrten Versionen bis zu 128 PS. Diese Variante, oft als AC Ace-Bristol bezeichnet, bot wesentlich bessere Fahrleistungen mit Höchstgeschwindigkeiten von über 185 km/h. Der Bristol-Motor war bekannt für seine Robustheit und sein hohes Drehmoment, was den Ace zu einem noch überzeugenderen Sportwagen machte. Diese Version wurde besonders erfolgreich im Motorsport eingesetzt und erzielte zahlreiche Klassensiege bei britischen und europäischen Rennen.

Die AC Ace-Bristol-Modelle waren äußerlich kaum von den Vorgängern zu unterscheiden, trugen jedoch oft dezente Hinweise auf die stärkere Motorisierung. Die Produktionszahlen blieben überschaubar, was den Ace zu einem exklusiven Fahrzeug für Enthusiasten machte. Die Fertigung erfolgte weitgehend in Handarbeit bei AC Cars in Thames Ditton, Surrey. Jedes Fahrzeug wurde nach individuellen Kundenwünschen konfiguriert, wobei verschiedene Achsübersetzungen, Vergasereinstellungen und Innenausstattungen zur Wahl standen.

Ford-Zephyr-Motor (1961-1963)

Als Bristol 1961 die Motorenlieferungen einstellte, griff AC auf den 2,6-Liter-Reihensechszylinder des Ford Zephyr zurück. Dieser robuste und günstige Motor leistete rund 170 PS und verlieh dem Ace erstmals echte Beschleunigungswerte, die mit italienischen Sportwagen mithalten konnten. Die Ford-motorisierten Versionen waren die letzten reinen Ace-Modelle, bevor die Plattform zur Basis für die legendäre AC Cobra wurde. Der Ford-Motor war schwerer als seine Vorgänger, was die Gewichtsverteilung leicht veränderte, aber die deutlich höhere Leistung kompensierte diesen Nachteil mehr als ausreichend.

AC Ace und die Cobra-Verbindung

Die Entwicklung des AC Ace führte direkt zur Entstehung der AC Cobra. Carroll Shelby erkannte das Potenzial des leichten Ace-Chassis und überzeugte AC Cars 1962, den Rahmen für amerikanische V8-Motoren zu verstärken. Die ersten Cobra-Prototypen basierten unmittelbar auf der Ace-Konstruktion, und viele technische Merkmale – insbesondere der Gitterrohrrahmen und die grundlegende Karosserieform – wurden übernommen. Der ursprüngliche AC Ace wurde bis 1963 parallel zur frühen Cobra produziert, bevor die Produktion zugunsten des leistungsstärkeren Nachfolgers eingestellt wurde.

Technische Details und Konstruktion

Der AC Ace basierte auf einem Gitterrohrrahmen aus Stahlrohren, der für außergewöhnliche Steifigkeit bei minimalem Gewicht sorgte. Die Karosserie aus handgetriebenem Aluminium wurde auf diesen Rahmen aufgesetzt, wobei jedes Paneel individuell angepasst wurde. Die unabhängige Radaufhängung mit Querblattfedern war für die damalige Zeit fortschrittlich und ermöglichte ein Handling, das viele Zeitgenossen überragte. Die Scheibenbremsen an allen vier Rädern (ab 1957 als Option erhältlich) waren ebenfalls eine moderne Entwicklung, die dem Ace überlegene Verzögerungswerte verlieh.

Das Getriebe war zunächst ein Vierganggetriebe von Moss, später kamen auch andere Hersteller zum Einsatz. Die Kraftübertragung erfolgte über eine Kardanwelle auf ein konventionelles Hinterachsdifferential. Die Lenkung war eine präzise Zahnstangenlenkung ohne Servounterstützung, die direktes Feedback von der Straße vermittelte. Das geringe Gewicht und die ausgewogene Gewichtsverteilung machten den Ace zu einem äußerst agilen Fahrzeug, das besonders auf kurvenreichen Strecken brillierte.

Motorsporterfolge

Der AC Ace war in den 1950er und frühen 1960er Jahren ein häufiger Teilnehmer bei Sportwagenrennen in Großbritannien und Europa. Besonders die Bristol-motorisierten Versionen erzielten zahlreiche Klassensiege bei Veranstaltungen wie dem BRDC Empire Trophy, den RAC Tourist Trophy Races und verschiedenen Clubrennen. Privatfahrer schätzten die Zuverlässigkeit und das gute Handling des Ace, der sich auch für längere Distanzrennen eignete. Bei den 24 Stunden von Le Mans nahmen mehrere Ace-Varianten teil, wobei die Fahrzeuge zwar selten Gesamtsiege erreichten, aber in ihren Klassen regelmäßig vordere Platzierungen erzielten.

Produktion und Stückzahlen

Während der gesamten Produktionszeit von 1953 bis 1963 wurden insgesamt etwa 720 AC Ace gebaut, wobei die genauen Zahlen je nach Quelle leicht variieren. Davon waren etwa 460 Exemplare mit dem originalen AC-Motor ausgestattet, rund 170 mit dem Bristol-Motor und etwa 90 mit dem Ford-Zephyr-Aggregat. Die geringe Stückzahl und die handwerkliche Fertigung machen den AC Ace heute zu einem äußerst gesuchten Sammlerobjekt. Gut erhaltene oder restaurierte Exemplare erzielen auf Auktionen regelmäßig sechsstellige Beträge, wobei Bristol-motorisierte Versionen besonders begehrt sind.

Der AC Ace auf dem deutschen Markt

Auf dem deutschen Markt war der AC Ace nie offiziell vertreten. Die kleine britische Manufaktur AC Cars hatte weder die Kapazitäten noch das Vertriebsnetz, um den deutschen Markt systematisch zu beliefern. Dennoch fanden einige Exemplare über Privatimporte und amerikanische Stationierungsstreitkräfte ihren Weg nach Deutschland. Heute sind schätzungsweise 10 bis 15 AC Ace in Deutschland registriert, die meisten davon in den Händen von Sammlern und Enthusiasten britischer Klassiker. Die Fahrzeuge sind H-Kennzeichen-berechtigt und genießen Oldtimer-Status.

Wartung und Ersatzteilversorgung

Die Wartung eines AC Ace erfordert spezialisiertes Wissen und Zugang zu seltenen Ersatzteilen. In Großbritannien existieren mehrere Spezialisten, die sich auf AC-Fahrzeuge konzentrieren und sowohl Originalteile als auch hochwertige Reproduktionen anbieten. Der mechanische Aufbau ist relativ einfach und robust, allerdings sind einige Komponenten wie die Aluminium-Karosserieteile und bestimmte Fahrwerkselemente schwer zu beschaffen. Die verschiedenen Motorisierungen erfordern unterschiedliche Expertise: Während der Ford-Motor relativ einfach zu warten ist, benötigen die AC- und Bristol-Motoren spezialisierte Kenntnisse. In Deutschland gibt es einige wenige Werkstätten, die Erfahrung mit britischen Klassikern dieser Ära haben und auch AC Ace betreuen können.

Vermächtnis und Bedeutung

Der AC Ace gilt heute als einer der schönsten britischen Sportwagen der 1950er Jahre und als wichtiges Bindeglied in der Entwicklung des Leichtbau-Sportwagens. Seine Bedeutung liegt nicht nur in seinen eigenen Qualitäten, sondern auch darin, dass er die Grundlage für die legendäre AC Cobra schuf. Das zeitlose Design hat nichts von seiner Faszination verloren, und gut erhaltene Exemplare werden bei Concours d'Elegance-Veranstaltungen weltweit gezeigt. Für Sammler repräsentiert der AC Ace eine Ära des Automobilbaus, in der Handwerkskunst, pures Fahrerlebnis und elegantes Design im Vordergrund standen – lange bevor Elektronik und Assistenzsysteme Einzug in den Automobilbau hielten.

AC Ace leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des AC Ace.

AC Ace-Bristol (1956-1961)

19561961 · Roadster

AC Ace AC Ace-Bristol (1956-1961)
Foto: MrWalkr / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0
AC Ace AC Ace-Bristol (1956-1961)
Foto: Calreyn88 / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Ab 1956 wurde der AC Ace mit dem leistungsstarken Bristol-Motor angeboten, der auf BMW-Vorkriegstechnologie basierte. Mit zunächst 105 PS und später bis zu 128 PS in aufgebohrten Versionen bot der Ace-Bristol deutlich bessere Fahrleistungen und Höchstgeschwindigkeiten über 185 km/h. Diese Variante wurde besonders im Motorsport geschätzt und erzielte zahlreiche Klassensiege bei britischen und europäischen Rennen. Der Bristol-Motor war für seine Robustheit und sein hohes Drehmoment bekannt. Äußerlich unterschied sich der Ace-Bristol kaum vom Vorgänger, war aber mechanisch überlegen und gilt heute als begehrteste Ace-Version bei Sammlern.

antrieb
Hinterradantrieb, 4-Gang manuell
leistung
77–94 kW (105–128 PS)
besonderheiten
Motorsport-erfolgreichste Version, robuster Bristol-Motor, über 185 km/h Spitze
motorisierungen
2,0-Liter-Reihensechszylinder Bristol (BMW-Basis)

AC Ace (1953-1956)

19531956 · Roadster

Der ursprüngliche AC Ace wurde 1953 mit dem hauseigenen 2,0-Liter-Reihensechszylinder eingeführt, einem Motor mit obenliegender Nockenwelle aus der Vorkriegszeit. Mit 85 PS und einem Gewicht von nur 800 kg erreichte der Ace etwa 160 km/h. Die handgeformte Aluminium-Karosserie auf dem innovativen Gitterrohrrahmen und die unabhängige Radaufhängung machten ihn zu einem der fortschrittlichsten Sportwagen seiner Zeit. Das elegante Design von John Tojeiro mit seinen fließenden Linien und dem charakteristischen Kühlergrill prägte die Identität des Ace.

antrieb
Hinterradantrieb, 4-Gang manuell
leistung
63 kW (85 PS)
besonderheiten
Aluminium-Karosserie auf Gitterrohrrahmen, Querblattfeder-Aufhängung, Tojeiro-Design
motorisierungen
2,0-Liter-Reihensechszylinder AC-Motor

Häufige Fragen

Wie viele AC Ace wurden insgesamt gebaut?

Zwischen 1953 und 1963 wurden etwa 720 AC Ace produziert, darunter circa 460 mit AC-Motor, 170 mit Bristol-Motor und 90 mit Ford-Zephyr-Motor. Die geringe Stückzahl macht den Ace heute zu einem begehrten Sammlerobjekt.

Was ist der Unterschied zwischen AC Ace und AC Cobra?

Der AC Ace (1953-1963) war der Vorgänger der AC Cobra. Die Cobra basiert auf dem verstärkten Ace-Chassis, erhielt aber amerikanische V8-Motoren von Ford. Der Ace hatte Sechszylinder-Motoren mit maximal 170 PS, während die Cobra mit bis zu 485 PS deutlich leistungsstärker war.

Welche Motorisierungen gab es beim AC Ace?

Der AC Ace wurde mit drei verschiedenen Motorisierungen angeboten: dem 2,0-Liter-AC-Sechszylinder (85 PS), dem 2,0-Liter-Bristol-Motor (105-128 PS) und ab 1961 dem 2,6-Liter-Ford-Zephyr-Motor (170 PS). Die Bristol-Version gilt als besonders begehrt.

Was kostet ein AC Ace heute?

Gut erhaltene AC Ace erzielen heute Preise zwischen 200.000 und 400.000 Euro, je nach Zustand, Motorisierung und Provenienz. Bristol-motorisierte Exemplare sind besonders wertvoll. Restaurierungsbedürftige Fahrzeuge beginnen bei etwa 100.000 Euro.

Ist der AC Ace in Deutschland zugelassen?

Der AC Ace wurde nie offiziell für Deutschland homologiert, kann aber als Oldtimer mit H-Kennzeichen zugelassen werden. Schätzungsweise 10 bis 15 Exemplare sind derzeit in Deutschland registriert, die meisten über Privatimporte.