Acura Logo

Acura

Acura NSX

1/10

Foto: Iamjosemom / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Der Acura NSX der zweiten Generation (2016-2022) ist ein japanischer Hybrid-Supersportwagen mit V6-Biturbo-Mittelmotor und drei Elektromotoren. Die Systemleistung von 581 PS und der Sport-Hybrid-Allradantrieb ermöglichen Sportwagen-Performance mit modernster Technologie.

Neupreis
ab ca. 145.000 € (Import, offiziell nicht in DE verkauft)

Ideal für: Technik-Enthusiasten und Sammler, die einen seltenen japanischen Hybrid-Supersportwagen mit Allradantrieb suchen.

Technische Daten

Acura NSX Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
427 kW (581 PS)
Kraftstoff
Plug-in-Hybrid (Benzin + Elektromotoren)
Verbrauch (komb.)
10,2 l/100km (NEFZ kombiniert)
Getriebe
9-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
Antriebsart
Sport-Hybrid-Allradantrieb (SH-AWD)
Zylinder
6 (V6)
Höchstgeschwindigkeit
308 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Coupé
Maße (L/B/H)
4470 x 1940 x 1215 mm
Kofferraum
122 l
Gewicht
1725 kg
Sitze
2
Türen
2
Neupreis
ab ca. 145.000 € (Import, offiziell nicht in DE verkauft)

Der Acura NSX ist ein Supersportwagen des japanischen Herstellers Honda, der unter der Premiummarke Acura vertrieben wird. Die aktuelle, zweite Generation (NC1) wurde von 2016 bis 2022 produziert und vereint einen V6-Mittelmotor mit drei Elektromotoren zu einem Hybrid-Supersportwagen mit Allradantrieb. Mit einer Systemleistung von 427 kW (581 PS) beschleunigt der NSX in 2,9 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 308 km/h. Das in Ohio, USA, gefertigte Fahrzeug wurde in Deutschland offiziell nie über Acura vertrieben, da die Marke hierzulande nicht präsent ist. Einzelne Importfahrzeuge gelangten jedoch über Umwege auf den europäischen Markt.

Mehr lesen

Die erste Generation: NA1/NA2 (1990–2005)

Der ursprüngliche Acura NSX (in Japan und Europa als Honda NSX vermarktet) debütierte 1990 und revolutionierte das Segment der Supersportwagen. Entwickelt mit maßgeblicher Beteiligung der Formel-1-Legende Ayrton Senna, war der NSX der erste Seriensportwagen mit einer Karosserie komplett aus Aluminium. Diese Leichtbauweise reduzierte das Gewicht auf rund 1.370 kg und sorgte für herausragende Fahrdynamik. Der längs hinter den Sitzen platzierte V6-Motor mit 3,0 Litern Hubraum und VTEC-Technologie leistete zunächst 201 kW (273 PS). Das Design stammte von Pininfarina-Inspiration und japanischer Ingenieurskunst – flach, breit und mit charakteristischer Glashaube über dem Motor.

1995 erhielt der NSX ein erstes Facelift mit größerem 3,2-Liter-Motor für die Variante mit manuellem Sechsganggetriebe, der nun 206 kW (280 PS) leistete. Zeitgleich wurde eine offene Targa-Version (NSX-T) eingeführt, bei der das Dach-Mittelteil herausnehmbar war. Die Automatikversion behielt den 3,0-Liter-Motor. 1997 folgte eine Modellpflege mit überarbeiteter Front, neuen Scheinwerfern und verbesserten Bremsen. Der NSX war seiner Zeit technisch weit voraus: Titan-Pleuel, eine steife Aluminium-Space-Frame-Konstruktion und eine für damalige Verhältnisse außergewöhnliche Alltagstauglichkeit zeichneten ihn aus. Die Produktion endete 2005 nach 18.685 gebauten Einheiten. In Deutschland wurde das Fahrzeug als Honda NSX verkauft und entwickelte sich zum Sammlerstück.

Die zweite Generation: NC1 (2016–2022)

Nach über einem Jahrzehnt Pause präsentierte Acura 2016 den NSX der zweiten Generation auf dem Detroiter Autosalon. Das Konzept unterschied sich grundlegend vom Vorgänger: Statt puristischer Leichtbauweise setzte Honda nun auf einen komplexen Hybrid-Allradantrieb. Der 3,5-Liter-V6-Biturbo-Motor mit 373 kW (507 PS) sitzt längs hinter der Kabine und treibt die Hinterräder an. Drei Elektromotoren ergänzen das System: Zwei an der Vorderachse ermöglichen Torque Vectoring und realisieren den Allradantrieb, ein dritter sitzt zwischen Motor und Neungang-Doppelkupplungsgetriebe. Die Systemleistung beträgt 427 kW (581 PS), das Drehmoment 646 Nm.

Die Karosserie kombiniert Aluminium, hochfesten Stahl und Verbundwerkstoffe. Mit 1.725 kg Leergewicht ist der neue NSX deutlich schwerer als sein Vorgänger, bietet aber auch wesentlich mehr Leistung und Traktion. Das Design mit tief liegender Frontpartie, großen Lufteinlässen und fliegenden Streben, die das Heck optisch schweben lassen, stammt von Michelle Christensen. Charakteristisch sind die LED-Scheinwerfer und die zentrale Doppelauspuffanlage. Im Sport-Hybrid-SH-AWD-System arbeiten die drei E-Motoren mit einer Lithium-Ionen-Batterie (1,3 kWh) zusammen. Rein elektrisches Fahren ist für etwa zwei Kilometer möglich.

2019 erhielt der NSX ein Facelift mit verstärktem Chassis, schnelleren Getriebewechseln, größeren Turboladern und optimierter Aerodynamik. Die Hinterachse bekam steifere Buchsen, die Lenkung wurde direkter abgestimmt. Optisch fielen neue Felgendesigns und zusätzliche Lackfarben auf. Die Leistungsdaten blieben unverändert, aber die Rundenzeiten auf der Nordschleife verbesserten sich merklich. 2022 lief die Produktion nach nur sechs Jahren aus – Honda begründete dies mit strategischer Neuausrichtung. Insgesamt entstanden etwa 2.900 Einheiten der zweiten Generation in der eigens dafür errichteten Performance Manufacturing Center in Marysville, Ohio.

Positionierung und Marktpräsenz

Der Acura NSX der zweiten Generation konkurrierte direkt mit etablierten europäischen Supersportwagen wie dem Porsche 911 Turbo, McLaren 570S oder Audi R8. Mit einem US-Listenpreis von etwa 157.000 Dollar positionierte sich das Modell im oberen Mittelfeld. Die technische Komplexität des Hybrid-Systems wurde von Kritikern als Ingenieursleistung gelobt, gleichzeitig bemängelten viele das hohe Gewicht und die vergleichsweise gedämpfte Soundkulisse des V6-Turbos. In Europa war der Verkauf offiziell limitiert, da Acura als Marke nicht präsent ist. In Deutschland waren nur wenige Importfahrzeuge verfügbar, meist über spezialisierte Händler oder Privatimporte.

Technische Besonderheiten und Innovationen

Beide NSX-Generationen zeichneten sich durch wegweisende Technologien aus. Der erste NSX etablierte Aluminium-Monocoque-Bauweise im Sportwagensegment und bewies, dass japanische Hersteller exotische Supersportwagen bauen können. Die VTEC-Technologie ermöglichte hohe Drehzahlen bei gleichzeitiger Alltagstauglichkeit. Der zweite NSX ging mit seinem Sport-Hybrid-System neue Wege: Die beiden vorderen E-Motoren erlauben präzises Torque Vectoring, jedes Vorderrad kann individuell mit bis zu 27 kW (37 PS) unterstützt werden. Dies ermöglicht extrem agile Kurvenlinie und reduziert Untersteuern nahezu vollständig.

Das Neungang-Doppelkupplungsgetriebe arbeitet mit vier verschiedenen Fahrmodi: Quiet (rein elektrisch im Stadtverkehr), Sport, Sport+ und Track. Im Track-Modus werden Dämpfer, Lenkung, Motormanagement und Hybrid-System auf maximale Performance getrimmt. Die aktive Aerodynamik mit variablem Heckdiffusor optimiert Abtrieb und Luftwiderstand je nach Geschwindigkeit. Brembo-Bremsen mit 390 mm Scheiben vorne und 350 mm hinten sowie Pirelli-Reifen der Dimension 245/35 R19 vorne und 295/30 R20 hinten gehören zur Serienausstattung.

Fazit und Bedeutung

Der Acura NSX bleibt ein faszinierendes Kapitel japanischer Sportwagen-Geschichte. Die erste Generation bewies, dass Zuverlässigkeit und Alltagstauglichkeit nicht im Widerspruch zu Supersportwagen-Performance stehen müssen. Die zweite Generation wagte mit ihrem komplexen Hybrid-Antrieb ein technisches Experiment, das polarisierte: Enthusiasten schätzten die Präzision und Traktion, vermissten aber die Purität des Vorgängers. In Deutschland bleibt der NSX ein seltener Exot, der vorwiegend als Honda-Klassiker (erste Generation) oder als technologisches Statement (zweite Generation) wahrgenommen wird. Die limitierte Stückzahl beider Generationen sichert dem NSX langfristig Sammlerstatus.

Acura NSX leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Acura NSX.

NC1 (2016-2019)

20162019 · Coupé

Acura NSX NC1 (2016-2019)
Foto: Matthew Lamb / Wikimedia Commons / CC BY-SA 2.0
Acura NSX NC1 (2016-2019)
Foto: Tokumeigakarinoaoshima / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Die zweite NSX-Generation debütierte 2016 als technologisches Statement: Ein 3,5-Liter-V6-Biturbo mit 507 PS wird von drei Elektromotoren unterstützt, zwei davon an der Vorderachse für präzises Torque Vectoring. Die Systemleistung beträgt 581 PS bei 646 Nm Drehmoment. Das Neungang-Doppelkupplungsgetriebe und die Hybrid-Technologie ermöglichen 2,9 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 308 km/h. Die komplexe Aluminium-Stahl-Verbundkarosserie wiegt 1.725 kg.

antrieb
Sport-Hybrid-Allradantrieb (SH-AWD)
leistung
427 kW (581 PS) Systemleistung
besonderheiten
Hybrid-Supersportwagen mit Torque-Vectoring-Allrad, in Ohio gefertigt
motorisierungen
3,5-Liter-V6-Biturbo + 3 Elektromotoren

NA2 Facelift (1997-2005)Facelift

19972005 · Coupé, Targa

Die Modellpflege 1997 brachte eine überarbeitete Frontpartie mit neuen Scheinwerfern und optimierter Aerodynamik. Die Bremsanlage wurde verstärkt, das Fahrwerk weiter verfeinert. Diese Version blieb bis zum Produktionsende 2005 weitgehend unverändert und entwickelte sich zum gesuchten Klassiker. Insgesamt entstanden 18.685 Einheiten der ersten NSX-Generation.

antrieb
Hinterradantrieb
leistung
206 kW (280 PS) / 201 kW (273 PS)
besonderheiten
Überarbeitete Front, neue Scheinwerfer, verbesserte Bremsanlage
motorisierungen
3,2-Liter-V6 VTEC / 3,0-Liter-V6

NA2 (1995-1997)Facelift

19951997 · Coupé, Targa

Das erste Facelift 1995 brachte einen vergrößerten 3,2-Liter-Motor mit 280 PS für Fahrzeuge mit manuellem Sechsganggetriebe. Neu war auch die Targa-Version mit herausnehmbarem Dach-Mittelteil. Automatikversionen behielten den 3,0-Liter-Motor. Die Fahrwerksabstimmung wurde verfeinert und die Steifigkeit der Karosserie erhöht.

antrieb
Hinterradantrieb
leistung
206 kW (280 PS) / 201 kW (273 PS)
besonderheiten
Größerer Motor für manuelle Getriebe, Einführung der Targa-Version NSX-T
motorisierungen
3,2-Liter-V6 VTEC (manuell) / 3,0-Liter-V6 (Automatik)

NA1 (1990-1995)

19901995 · Coupé

Acura NSX NA1 (1990-1995)
Foto: 先従隗始 / Wikimedia Commons / CC0
Acura NSX NA1 (1990-1995)
Foto: OWS Photography / Wikimedia Commons / CC BY 4.0

Die erste Generation des NSX revolutionierte 1990 den Supersportwagen-Markt mit vollständiger Aluminium-Bauweise und VTEC-Technologie. Der 3,0-Liter-V6 mit 273 PS bot exotisches Performance bei japanischer Zuverlässigkeit. Das Design stammte von Pininfarina-inspirierten Linien, die Technik setzte neue Maßstäbe in Sachen Alltagstauglichkeit für Supersportwagen.

antrieb
Hinterradantrieb
leistung
201 kW (273 PS)
besonderheiten
Erste Aluminium-Monocoque-Karosserie im Seriensportwagen, entwickelt mit Ayroth Senna
motorisierungen
3,0-Liter-V6 VTEC

Häufige Fragen

Wird der Acura NSX in Deutschland offiziell verkauft?

Nein, der Acura NSX wird in Deutschland nicht offiziell vertrieben, da die Marke Acura hierzulande nicht präsent ist. Die erste Generation war als Honda NSX erhältlich, einzelne Exemplare der zweiten Generation gelangen nur als Privatimporte oder über Spezialhändler nach Deutschland.

Wie viel PS hat der aktuelle Acura NSX?

Der Acura NSX der zweiten Generation (2016-2022) leistet mit seinem Hybrid-System aus 3,5-Liter-V6-Biturbo und drei Elektromotoren insgesamt 427 kW (581 PS). Der Verbrennungsmotor allein liefert 373 kW (507 PS).

Was kostet ein Acura NSX?

Der Acura NSX der zweiten Generation kostete in den USA ab etwa 157.000 Dollar (ca. 145.000 Euro). In Deutschland sind nur Importfahrzeuge verfügbar, deren Preise je nach Zustand, Laufleistung und Ausstattung variieren. Gut erhaltene Exemplare beginnen bei etwa 140.000 Euro.

Ist der Acura NSX ein Hybrid?

Ja, die zweite Generation des Acura NSX (2016-2022) ist ein Plug-in-Hybrid-Supersportwagen. Das Sport-Hybrid-SH-AWD-System kombiniert einen V6-Biturbo mit drei Elektromotoren. Die erste Generation (1990-2005) war ein reiner Benziner ohne Elektrifizierung.

Wie schnell ist der Acura NSX?

Der Acura NSX der zweiten Generation erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 308 km/h und beschleunigt in 2,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die erste Generation schaffte je nach Variante zwischen 270 und 280 km/h Höchstgeschwindigkeit.