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Aston Martin DB10

Foto: KeithJustKeith / Wikimedia Commons / CC BY 2.0

Der Aston Martin DB10 ist ein exklusives Konzeptfahrzeug, das 2015 speziell für den James-Bond-Film "Spectre" entwickelt wurde. Mit nur zehn produzierten Exemplaren zählt er zu den seltensten Aston-Martin-Modellen und wurde nie regulär verkauft. Er diente als Designstudie für nachfolgende Serienmodelle wie DB11 und Vantage.

Neupreis
Nicht regulär verkauft (Auktionspreis 2016: ca. 3,2 Mio. €)

Ideal für: Ausschließlich für Film-Produktion und Sammler – keine reguläre Nutzung möglich

Technische Daten

Aston Martin DB10 Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
ca. 310 kW (420 PS)
Kraftstoff
Benzin
Verbrauch (komb.)
Getriebe
6-Gang sequenziell
Antriebsart
Hinterradantrieb
Zylinder
8 (V8)
Höchstgeschwindigkeit
ca. 300 km/h (geschätzt)
Maße & Karosserie
Karosserie
Coupé (Konzeptfahrzeug)
Maße (L/B/H)
4550 x 1950 x 1270 mm (ca.)
Kofferraum
Gewicht
ca. 1600 kg
Sitze
2
Türen
2
Neupreis
Nicht regulär verkauft (Auktionspreis 2016: ca. 3,2 Mio. €)

Der Aston Martin DB10 ist kein reguläres Serienfahrzeug, sondern ein exklusives Konzeptauto, das 2015 ausschließlich für den James-Bond-Film "Spectre" entwickelt wurde. Mit einer Produktionsstückzahl von nur zehn Exemplaren zählt der DB10 zu den seltensten und begehrtesten Aston-Martin-Modellen aller Zeiten. Das Fahrzeug wurde niemals offiziell für den deutschen oder internationalen Markt zum Verkauf angeboten und existiert ausschließlich als Film-Requisite und Showcar. Dennoch gewährt der DB10 einen faszinierenden Einblick in die Designsprache, die Aston Martin für seine nachfolgenden Serienmodelle wie den DB11 und Vantage entwickelte.

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Entwicklung und Hintergrund des DB10

Die Entwicklung des DB10 begann 2014 unter strengster Geheimhaltung in den Designstudios von Aston Martin in Gaydon, Großbritannien. Chefdesigner Marek Reichman und sein Team erhielten von den Bond-Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson den Auftrag, ein Fahrzeug zu schaffen, das die Zukunft der Marke verkörpern und gleichzeitig die ikonische Verbindung zwischen Aston Martin und James Bond fortsetzen sollte. Anders als bei früheren Bond-Filmen, in denen meist modifizierte Serienfahrzeuge zum Einsatz kamen, sollte der DB10 ein vollständig eigenständiges Design erhalten, das nirgendwo anders zu sehen war.

Der Name DB10 folgt der traditionsreichen DB-Nomenklatur von Aston Martin, die auf den Firmengründer David Brown zurückgeht. Die Zahl 10 steht symbolisch für das zehnte Mal, dass ein Aston Martin in einem offiziellen James-Bond-Film eine zentrale Rolle spielte. Die Entwicklung dauerte nur acht Monate von den ersten Skizzen bis zum fahrbereiten Prototyp – eine außergewöhnlich kurze Zeit für ein derart komplexes Projekt. Von den zehn produzierten Fahrzeugen waren acht für die Filmaufnahmen bestimmt, während zwei als Display-Modelle für Ausstellungen und Promotionzwecke reserviert wurden.

Design und Karosserie

Das Design des DB10 präsentiert sich als aggressive Weiterentwicklung der klassischen Aston-Martin-Formensprache. Die langgestreckte Motorhaube, die tief angesetzte Kabine und das fließende Fastback-Heck ergeben Proportionen, die an legendäre Modelle wie den DB5 erinnern, aber mit deutlich moderneren und kantigen Linien interpretiert wurden. Der charakteristische Kühlergrill in Trapezform wurde breiter und flacher gestaltet als bei den Vorgängermodellen, was dem Fahrzeug eine aggressive Straßenpräsenz verleiht. Die schmalen LED-Scheinwerfer und die ausgeprägte Powerdome auf der Motorhaube unterstreichen den sportlichen Charakter.

Die Seitenansicht wird von einer stark ausgeprägten Schulterlinie dominiert, die von den vorderen Kotflügeln bis zu den hinteren Leuchten verläuft. Große Lufteinlässe hinter den Vorderrädern und vor den Hinterrädern dienen der Kühlung und Aerodynamik. Das Heck zeichnet sich durch schmale, waagerecht angeordnete LED-Rückleuchten aus, die später auch beim DB11 zum Einsatz kamen. Ein integrierter Diffusor und ein dezenter Heckspoiler optimieren die Aerodynamik bei hohen Geschwindigkeiten. Die gesamte Karosserie wurde aus Aluminium und kohlefaserverstärktem Kunststoff gefertigt, um das Gewicht niedrig zu halten.

Technik und Antrieb

Technisch basiert der DB10 auf einer modifizierten Plattform des Aston Martin V8 Vantage der damaligen Generation. Unter der Motorhaube arbeitet ein 4,7-Liter-V8-Saugmotor, der im Serientrimm rund 420 PS leistet. Für die Filmaufnahmen wurden die Motoren jedoch unterschiedlich abgestimmt – einige Fahrzeuge erhielten mehr Leistung für Hochgeschwindigkeitsszenen, während andere für präzise Fahrmanöver optimiert wurden. Die Kraftübertragung erfolgt über ein Sechsgang-Schaltgetriebe mit sequenzieller Schaltmöglichkeit, das Hinterradantrieb ermöglicht.

Das Fahrwerk wurde speziell für die Anforderungen der Stuntszenen entwickelt und verfügt über eine adaptive Dämpfung sowie verstärkte Querlenker und Stabilisatoren. Die Bremsanlage stammt von Brembo und umfasst großdimensionierte, gelochte Bremsscheiben an allen vier Rädern. Für die spektakuläre Verfolgungsjagd durch Rom wurden spezielle Reifen entwickelt, die sowohl hohe Geschwindigkeiten als auch extreme Driftmanöver ermöglichten. Die maximale Geschwindigkeit wurde werksseitig nie offiziell kommuniziert, dürfte aber bei etwa 300 km/h liegen.

Innenraum und Ausstattung

Der Innenraum des DB10 wurde minimalistisch und fahrerzentriert gestaltet. Hochwertige Materialien wie handgenähtes Leder, Aluminium und Kohlefaser dominieren das Cockpit. Das Armaturenbrett ist auf den Fahrer ausgerichtet und verzichtet weitgehend auf Bildschirme und elektronische Spielereien zugunsten klassischer analoger Instrumente. Ein kleiner zentraler Monitor dient der Navigation und grundlegenden Fahrzeuginformationen. Die Sitze sind sportlich konturiert und bieten trotz des niedrigen Dachprofils ausreichend Kopffreiheit.

Da der DB10 ausschließlich für Filmzwecke konzipiert wurde, fehlen viele Komfortfeatures, die in Serienfahrzeugen Standard wären. Es gibt keine Klimaautomatik im herkömmlichen Sinne, keine umfangreichen Assistenzsysteme und auch kein Infotainmentsystem mit Smartphone-Integration. Der Fokus lag eindeutig auf dem visuellen Eindruck und der Fahrperformance für die Kameraaufnahmen. Für die Stuntszenen wurden zudem spezielle Sicherheitskäfige und Feuerlöschsysteme installiert.

Der DB10 im Film Spectre

In "Spectre" spielt der DB10 eine zentrale Rolle in einer der spektakulärsten Verfolgungsjagden der Bond-Geschichte. Die Sequenz führt durch die nächtlichen Straßen Roms, entlang des Tibers und durch enge Gassen. Bond, gespielt von Daniel Craig, jagt darin den Antagonisten Mr. Hinx in einem Jaguar C-X75. Während der Dreharbeiten wurden mehrere DB10-Exemplare beschädigt oder zerstört, was den außerordentlichen Aufwand der Produktion unterstreicht. Die Verfolgungsjagd dauerte mehrere Wochen und erforderte komplexe Choreografien sowie zahlreiche Kameraeinstellungen.

Interessanterweise wurde der DB10 von Q (gespielt von Ben Whishaw) im Film ausdrücklich als "nicht für Sie bestimmt" bezeichnet, was die Exklusivität des Fahrzeugs auch innerhalb der Filmhandlung betont. Trotz dieser Warnung entwendet Bond den Wagen für seine Mission. Zu den im Film gezeigten Gadgets gehören unter anderem ein Flammenwerfer im Heck und ein Schleudersitz – klassische Bond-Elemente, die in den realen DB10-Exemplaren natürlich nicht funktionsfähig waren.

Auktionen und Sammlerwert

Im Februar 2016 versteigerte Aston Martin eines der beiden Display-Exemplare bei Christie's in London zugunsten von "Ärzte ohne Grenzen". Das Fahrzeug erzielte einen Preis von 2,4 Millionen Pfund (umgerechnet etwa 3,2 Millionen Euro), was es zu einem der teuersten Aston-Martin-Modelle aller Zeiten macht – bemerkenswert für ein Fahrzeug, das nie für den Straßenverkehr zugelassen war. Der Käufer erhielt ein nicht fahrbereites Showcar ohne Straßenzulassung, was den reinen Sammlerwert unterstreicht.

Die verbleibenden DB10-Exemplare befinden sich entweder im Besitz von Aston Martin selbst oder wurden bei den Dreharbeiten so stark beschädigt, dass sie nicht mehr existieren. Gelegentlich werden einzelne DB10 bei Ausstellungen, Automobilmessen oder in Museen gezeigt. Die extreme Seltenheit und die direkte Verbindung zur Bond-Franchise machen den DB10 zu einem der begehrtesten Sammlerstücke für Autoliebhaber und Film-Enthusiasten gleichermaßen.

Einfluss auf die Serienmodelle

Obwohl der DB10 nie in Serie produziert wurde, hatte er erheblichen Einfluss auf die nachfolgenden Aston-Martin-Modelle. Viele Designelemente flossen direkt in den 2016 vorgestellten DB11 ein, darunter die Scheinwerferform, die Proportionen und die Heckpartie mit den charakteristischen Rückleuchten. Auch der 2017 präsentierte Vantage übernahm Designmerkmale vom DB10, insbesondere die breite, aggressive Frontpartie und die muskulösen Kotflügel. Marek Reichman bestätigte in Interviews, dass der DB10 als Designstudie diente, um die neue Formensprache der Marke zu testen, bevor sie in Serienfahrzeuge übertragen wurde.

Die Entwicklung des DB10 ermöglichte es Aston Martin, ohne den Druck eines kommerziellen Projekts kreativ zu arbeiten und neue Ansätze zu erproben. Diese Freiheit führte zu einer mutigen, zukunftsweisenden Designsprache, die die Marke für die kommenden Jahre prägen sollte. Der DB10 markiert damit einen wichtigen Wendepunkt in der Geschichte von Aston Martin – den Übergang von der klassischen, eher konservativen Formensprache hin zu einem moderneren, aggressiveren Auftritt.

Verfügbarkeit und Marktposition

Für den deutschen Markt oder irgendeinen anderen regulären Automobilmarkt wurde der DB10 niemals angeboten. Es existiert keine offizielle Preisliste, keine Händlerzulassung und keine Straßenzulassung für dieses Modell. Interessenten können den DB10 ausschließlich als Museumsstück oder bei außergewöhnlichen Auktionen erwerben – vorausgesetzt, eines der wenigen existierenden Exemplare kommt überhaupt zum Verkauf. Die rechtliche Situation bezüglich einer eventuellen Straßenzulassung ist komplex, da das Fahrzeug nie die erforderlichen Homologationsverfahren durchlaufen hat.

Dennoch bleibt der DB10 ein faszinierendes Kapitel in der Geschichte von Aston Martin und ein Symbol für die enge Verbindung zwischen der britischen Luxusmarke und der James-Bond-Filmreihe. Er steht exemplarisch für die Fähigkeit der Marke, ikonische Designstücke zu schaffen, die weit über ihre eigentliche Funktion hinaus Bedeutung erlangen. Für Fans und Sammler repräsentiert der DB10 den Inbegriff automobiler Exklusivität – ein Fahrzeug, das nur wenige jemals besitzen werden, aber viele bewundern.

Aston Martin DB10 leasen (bald verfügbar)

Häufige Fragen

Wurde der Aston Martin DB10 jemals verkauft?

Nur ein einziges Exemplar wurde 2016 bei Christie's für 2,4 Millionen Pfund versteigert. Die übrigen neun DB10 wurden entweder bei Filmaufnahmen zerstört oder befinden sich im Besitz von Aston Martin. Ein regulärer Verkauf fand nie statt.

Kann man den DB10 im Straßenverkehr fahren?

Nein, der DB10 besitzt keine Straßenzulassung und wurde nie für den öffentlichen Straßenverkehr homologiert. Er wurde ausschließlich als Filmfahrzeug und Showcar konzipiert.

Wie viele Aston Martin DB10 wurden gebaut?

Es wurden exakt zehn Exemplare des DB10 gebaut – acht für die Dreharbeiten zu "Spectre" und zwei als Display-Modelle für Ausstellungen. Dies macht ihn zu einem der seltensten Aston-Martin-Modelle überhaupt.

Welcher Motor steckt im DB10?

Der DB10 nutzt einen 4,7-Liter-V8-Saugmotor mit etwa 420 PS, der vom damaligen Aston Martin V8 Vantage stammt. Einige Exemplare wurden für die Filmaufnahmen speziell modifiziert und leistungsgesteigert.

Hat der DB10 Serienmodelle beeinflusst?

Ja, erheblich. Viele Designelemente des DB10 flossen direkt in den DB11 (2016) und den Vantage (2017) ein, darunter Scheinwerferform, Proportionen und Heckgestaltung. Er diente als Designstudie für die neue Aston-Martin-Formensprache.