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Aston Martin

Aston Martin DB6

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Foto: Calreyn88 / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Der Aston Martin DB6 ist ein klassischer britischer Grand Tourer aus den Jahren 1965 bis 1971. Er gilt als einer der letzten Vertreter der klassischen DB-Reihe mit Reihensechszylinder und vereint zeitloses Design mit sportlicher Performance. Heute ist der DB6 ein begehrtes Sammlerstück mit steigenden Marktwerten.

Neupreis
Historisch, aktuell Sammlerwerte 250.000–800.000 €

Ideal für: Sammler klassischer britischer Sportwagen und Grand-Tourer-Enthusiasten mit Faible für 1960er-Jahre-Eleganz

Technische Daten

Aston Martin DB6 Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
207–239 kW (282–325 PS)
Kraftstoff
Benzin
Verbrauch (komb.)
16–18 l/100km
Getriebe
5-Gang manuell oder 3-Gang Automatik
Antriebsart
Hinterradantrieb
Zylinder
6 (Reihe)
Höchstgeschwindigkeit
240–250 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Coupé, Volante (Cabriolet), Shooting Brake
Maße (L/B/H)
4572 x 1676 x 1346 mm
Kofferraum
Gewicht
1588–1650 kg
Sitze
4 (2+2)
Türen
2
Neupreis
Historisch, aktuell Sammlerwerte 250.000–800.000 €

Der Aston Martin DB6 ist ein klassischer britischer Grand Tourer, der von 1965 bis 1971 produziert wurde und heute zu den begehrtesten Sammlerstücken der Marke zählt. Als Nachfolger des legendären DB5 setzte der DB6 neue Maßstäbe in Sachen Komfort, Alltagstauglichkeit und Hochgeschwindigkeitsstabilität. Mit seinem zeitlosen Design von Carrozzeria Touring Superleggera und seinem kraftvollen Reihensechszylinder verkörpert er die goldene Ära britischer Sportwagenbaukunst. Heute ist der DB6 ein etablierter Klassiker auf dem internationalen Sammlermarkt, dessen Werte in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind.

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Entwicklung und Markteinführung (1965-1966)

Im Herbst 1965 präsentierte Aston Martin den DB6 als evolutionäre Weiterentwicklung des DB5. Die wichtigste Änderung war eine um 94 mm verlängerte Radstand, der deutlich mehr Beinfreiheit im Fond bot und den DB6 zu einem echten Viersitzer machte. Optisch unterschied sich der DB6 durch ein modifiziertes Heck mit charakteristischem Kamm-Tail (Kamm-Heck), das nach aerodynamischen Prinzipien des deutschen Ingenieurs Wunibald Kamm gestaltet wurde. Dieses Design verbesserte die Hochgeschwindigkeitsstabilität erheblich und reduzierte den Auftrieb an der Hinterachse. Der 4,0-Liter-Reihensechszylinder leistete in der Standardversion 282 PS (207 kW), was eine Höchstgeschwindigkeit von rund 240 km/h ermöglichte. Das Design stammte weiterhin von Carrozzeria Touring aus Mailand, wurde aber nun vollständig bei Aston Martin in Newport Pagnell gefertigt, da Touring 1966 in finanzielle Schwierigkeiten geriet.

DB6 Vantage (1966-1970)

Parallel zur Standardversion bot Aston Martin ab 1966 die leistungsgesteigerte Vantage-Variante an. Mit drei Weber-Doppelvergasern statt der üblichen SU-Vergaser leistete der Vantage-Motor 325 PS (239 kW). Die Vantage-Modelle erkannte man an speziellen Leichtmetallrädern und dezenten Vantage-Schriftzügen. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgte in unter 6,5 Sekunden – beeindruckende Werte für die 1960er-Jahre. Etwa 140 der insgesamt 1.788 produzierten DB6 wurden als Vantage ausgeliefert, was diese Version heute besonders wertvoll macht. Die Vantage-Spezifikation kostete seinerzeit etwa 10% Aufpreis gegenüber dem Standardmodell und war vor allem bei sportlich orientierten Kunden beliebt.

DB6 Volante (1966-1970)

Im Mai 1966 erweiterte Aston Martin die DB6-Baureihe um eine Cabriolet-Variante, die traditionell die Bezeichnung Volante trug. Das Stoffverdeck war elektrisch betätigt und verschwand unter einer profilierten Abdeckung. Der Volante basierte auf dem kurzen Chassis des DB5, nicht auf dem verlängerten des DB6, was ihn sportlicher, aber weniger alltagstauglich machte. Mit nur 140 produzierten Exemplaren ist der DB6 Volante heute der seltenste und wertvollste Vertreter der Baureihe. Auch hier war eine Vantage-Version erhältlich, von der jedoch nur 29 Stück gebaut wurden. Die Volante-Modelle waren erheblich teurer als die Coupés und richteten sich an eine exklusive Klientel, die offenes Fahren mit Grand-Tourer-Komfort verbinden wollte.

Mark II-Facelift (1969-1971)

Im September 1969 erhielt der DB6 ein Facelift und wurde als Mark II (auch Mk II geschrieben) angeboten. Die Änderungen waren überwiegend kosmetischer und technischer Natur: Die Radhäuser wurden verbreitert, um breitere Reifen aufzunehmen, die Scheinwerfer erhielten eine neue Einfassung mit zusätzlichen Lufteinlässen darunter, und die Stoßstangen wurden robuster ausgeführt. Serienmäßig waren nun Servolenkung und automatische Klimaanlage, die zuvor nur optional erhältlich waren. Mechanisch blieb der DB6 Mark II weitgehend unverändert, wobei einige Detail-Verbesserungen am Kühlsystem und an der Kraftstoffanlage vorgenommen wurden. Von der Mark II-Version wurden etwa 240 Exemplare gebaut, bevor die Produktion im Januar 1971 endgültig eingestellt wurde. Der Mark II war das letzte Modell der klassischen DB-Baureihe mit Reihensechszylinder, bevor Aston Martin mit dem DBS V8 eine neue Ära einläutete.

Technische Besonderheiten

Der DB6 basierte auf einem Gitterrohrrahmen aus Stahlrohren, auf dem die Aluminiumkarosserie montiert wurde. Diese Leichtbauweise war typisch für Aston Martin und trug zum günstigen Leistungsgewicht bei. Der 3.995 ccm große Reihensechszylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen war eine Weiterentwicklung des Motors aus dem DB4 und DB5. Die Kraftübertragung erfolgte über ein manuelles Fünfganggetriebe von ZF oder optional über ein Dreigang-Automatikgetriebe von Borg-Warner. Die Einzelradaufhängung vorne mit Doppelquerlenkern und die De-Dion-Hinterachse mit Panhardstab boten für die damalige Zeit hervorragende Fahreigenschaften. Scheibenbremsen an allen vier Rädern waren serienmäßig, wobei die vorderen von Girling stammten und innenbelüftet waren.

Produktion und Sondermodelle

Insgesamt wurden zwischen 1965 und 1971 exakt 1.788 Exemplare des DB6 gebaut – davon 1.575 Coupés und 178 Volantes, plus 35 Shooting Brakes. Die Shooting Brake-Variante war eine besonders rare Kombilösung, die vom britischen Karosseriebauer Harold Radford umgesetzt wurde. Mit ihrer zweitürigen Karosserie und der großen Heckklappe kombinierte sie Sportwagen-Ästhetik mit praktischem Nutzen. Jeder DB6 wurde in Handarbeit bei Aston Martin in Newport Pagnell gefertigt, was die hohen Produktionskosten und die limitierte Stückzahl erklärt. Die Bauzeit pro Fahrzeug betrug mehrere Wochen, und jeder Kunde konnte sein Fahrzeug individuell konfigurieren – von der Lackfarbe über die Lederausstattung bis hin zu speziellen technischen Wünschen.

Marktpositionierung und Konkurrenz

Mit einem Neupreis von rund 4.500 Pfund (etwa 50.000 DM) war der DB6 eines der teuersten britischen Automobile seiner Zeit. Seine direkten Konkurrenten waren der Ferrari 330 GT 2+2, der Maserati Quattroporte und der Jensen Interceptor. Im Vergleich zu italienischen Sportwagen galt der Aston Martin als gediegener und alltagstauglicher, während er gleichzeitig sportlicher war als große britische Limousinen wie Bentley oder Rolls-Royce. Die Marke Aston Martin profitierte in den 1960er-Jahren erheblich von der Popularität der James-Bond-Filme, auch wenn Bond im Film den DB5 fuhr, nicht den DB6. Dennoch half die Assoziation mit 007 der Marke, ein Image von Eleganz, Sportlichkeit und britischer Exklusivität aufzubauen.

Der DB6 heute

Auf dem heutigen Sammlermarkt zählt der Aston Martin DB6 zu den gefragtesten klassischen Grand Tourern. Gut erhaltene Coupés mit Matching Numbers erzielen Preise zwischen 250.000 und 400.000 Euro, während Vantage-Versionen und vor allem Volantes deutlich darüber liegen können – seltene Volante Vantage erreichen mitunter über 800.000 Euro. Die Shooting Brakes sind aufgrund ihrer Seltenheit besonders wertvoll und erzielen Spitzenpreise. Die Wertentwicklung ist in den letzten Jahren stabil geblieben, nachdem sie zwischen 2010 und 2015 stark gestiegen war. Der DB6 gilt als ausgezeichneter Einstieg in die Welt der klassischen Aston Martins, da er im Vergleich zum legendären DB5 oft noch günstiger zu haben ist, aber ähnliche Fahreigenschaften und Ästhetik bietet. Die Ersatzteilversorgung ist dank spezialisierter Händler und des Aston Martin Heritage Parts Programms gesichert, allerdings sind Wartung und Unterhalt aufwendig und kostspielig. Clubs wie der Aston Martin Owners Club Deutschland bieten Unterstützung für Besitzer und organisieren regelmäßige Treffen und Ausfahrten.

Aston Martin DB6 leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Aston Martin DB6.

DB6 Volante (1966-1970)

19661970 · Cabriolet

Der im Mai 1966 vorgestellte DB6 Volante war die offene Cabriolet-Version mit elektrisch betätigtem Stoffverdeck. Er basierte auf dem kürzeren Chassis des DB5, nicht auf dem verlängerten des DB6-Coupés. Mit nur 178 produzierten Exemplaren (davon 29 als Vantage) ist der Volante heute die seltenste und wertvollste Variante der Baureihe, mit Preisen die regelmäßig über 600.000 Euro liegen.

antrieb
Hinterradantrieb, 5-Gang manuell oder 3-Gang Automatik
leistung
282 PS oder 325 PS (Vantage)
besonderheiten
Elektrisches Stoffverdeck, kurzer Radstand wie DB5, nur 178 Exemplare (davon 29 Vantage)
motorisierungen
4.0 Reihensechszylinder

DB6 Vantage (1966-1970)

19661970 · Coupé

Die Vantage-Variante bot mit drei Weber-Doppelvergasern eine Leistungssteigerung auf 325 PS. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgte in unter 6,5 Sekunden. Mit nur etwa 140 gebauten Exemplaren ist der DB6 Vantage heute besonders begehrt und erzielt auf dem Sammlermarkt Spitzenpreise. Die sportliche Ausrichtung machte ihn zur Wahl für anspruchsvolle Fahrer.

antrieb
Hinterradantrieb, 5-Gang manuell
leistung
325 PS (239 kW)
besonderheiten
Drei Weber-Doppelvergaser, Leichtmetallräder, höhere Performance, nur 140 Exemplare gebaut
motorisierungen
4.0 Reihensechszylinder mit Weber-Vergasern

DB6 (1965-1969)

19651969 · Coupé

Der 1965 eingeführte DB6 war der Nachfolger des legendären DB5 und bot durch einen um 94 mm verlängerten Radstand deutlich mehr Platz im Fond. Das charakteristische Kamm-Heck verbesserte die Hochgeschwindigkeitsstabilität erheblich. Der 4,0-Liter-Reihensechszylinder leistete 282 PS und ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von rund 240 km/h. Das Design stammte von Carrozzeria Touring, wurde aber in Newport Pagnell gefertigt.

antrieb
Hinterradantrieb, 5-Gang manuell oder 3-Gang Automatik
leistung
282 PS (207 kW)
besonderheiten
Verlängerter Radstand, Kamm-Heck für bessere Aerodynamik, Aluminium-Karosserie auf Gitterrohrrahmen
motorisierungen
4.0 Reihensechszylinder

Häufige Fragen

Wie viele Aston Martin DB6 wurden gebaut?

Von 1965 bis 1971 wurden insgesamt 1.788 Exemplare des Aston Martin DB6 produziert, davon 1.575 Coupés, 178 Volantes (Cabriolets) und 35 Shooting Brakes.

Was ist der Unterschied zwischen DB6 und DB6 Vantage?

Der DB6 Vantage verfügte über drei Weber-Doppelvergaser statt der SU-Vergaser und leistete 325 PS statt 282 PS. Er war sportlicher abgestimmt und beschleunigte schneller, etwa 140 Exemplare wurden als Vantage gebaut.

Was kostet ein Aston Martin DB6 heute?

Gut erhaltene DB6-Coupés kosten zwischen 250.000 und 400.000 Euro. Vantage-Versionen und Volantes liegen darüber, seltene Volante Vantage können über 800.000 Euro erreichen. Shooting Brakes erzielen Spitzenpreise.

Was bedeutet Mark II beim DB6?

Der DB6 Mark II (1969-1971) war ein Facelift mit verbreiterten Radhäusern, geänderten Scheinwerfern, stärkeren Stoßstangen sowie serienmäßiger Servolenkung und Klimaanlage. Es wurden etwa 240 Mark II gebaut.

Hat James Bond einen DB6 gefahren?

Nein, James Bond fuhr in den Filmen den Vorgänger DB5. Dennoch profitierte auch der DB6 vom 007-Image, das der Marke Aston Martin in den 1960er-Jahren zu großer Popularität verhalf.