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Aston Martin

Aston Martin DB9

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Foto: Calreyn88 / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Der Aston Martin DB9 war von 2004 bis 2016 ein Gran Turismo mit 6,0-Liter-V12-Saugmotor und Aluminium-Leichtbaukarosserie. Er verband britische Handwerkskunst mit hoher Leistung und zeitlosem Design, erhältlich als Coupé und Volante (Cabriolet).

Neupreis
ab 170.000 € (2004), bis 190.000 € (DB9 GT 2015)

Ideal für: Liebhaber klassischer V12-Gran Turismos mit britischem Charakter und zeitlosem Design

Technische Daten

Aston Martin DB9 Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
331–397 kW (450–540 PS)
Kraftstoff
Benzin
Verbrauch (komb.)
14,5–16,5 l/100km
Getriebe
6-Gang manuell, 6-Gang Touchtronic Automatik
Antriebsart
Hinterradantrieb
Zylinder
12 (V12)
Höchstgeschwindigkeit
295–299 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Coupé, Cabriolet (Volante)
Maße (L/B/H)
4710 x 1875 x 1270 mm
Kofferraum
186 l (Coupé), ca. 140 l (Volante)
Gewicht
1710–1810 kg
Sitze
4 (2+2)
Türen
2
Neupreis
ab 170.000 € (2004), bis 190.000 € (DB9 GT 2015)

Der Aston Martin DB9 markierte von 2004 bis 2016 eine neue Ära für den britischen Luxussportwagenhersteller. Als Nachfolger des DB7 präsentierte Aston Martin mit dem DB9 erstmals ein Fahrzeug auf der neuen VH-Plattform (Vertical/Horizontal), die durch ihre Aluminium-Struktur Leichtbau und höhere Steifigkeit versprach. Der DB9 positionierte sich als Gran Turismo zwischen dem kleineren V8 Vantage und dem exklusiveren DBS/Vanquish und etablierte sich schnell als Verkaufsschlager der Marke. Mit seinem von Ian Callum und Henrik Fisker gezeichneten Design verkörperte der DB9 zeitlose britische Eleganz kombiniert mit modernem Sportwagen-DNA. Über zwölf Produktionsjahre entstanden sowohl das Coupé als auch der Volante (Cabriolet), die beide zu Ikonen der 2000er und 2010er Jahre wurden.

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Die erste Generation (2004-2012): Der Durchbruch

Der Aston Martin DB9 debütierte 2004 auf dem Genfer Automobilsalon und revolutionierte das Portfolio des Herstellers. Die neue VH-Plattform aus stranggepresstem und gegossenem Aluminium reduzierte das Gewicht erheblich und ermöglichte eine steifere Karosseriestruktur als beim Vorgänger DB7. Im Herzen arbeitete ein 6,0-Liter-V12-Saugmotor mit 331 kW (450 PS), der vom Ford-Duratec-V6 abgeleitet und zu einem Zwölfzylinder erweitert wurde. Die Kraftübertragung erfolgte über ein manuelles 6-Gang-Getriebe von Graziano oder optional über eine 6-Gang-Touchtronic-Automatik, die am Heck montiert war (Transaxle-Bauweise) für optimale Gewichtsverteilung. Das Coupé erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 299 km/h und beschleunigte in 4,7 Sekunden auf 100 km/h. Die Preise in Deutschland starteten bei etwa 170.000 Euro.

2005 folgte der DB9 Volante als Cabriolet-Version mit elektrisch versenkbarem Stoffverdeck, das in 17 Sekunden öffnete oder schloss. Die offene Variante wog rund 100 kg mehr als das Coupé, bot aber das gleiche luxuriöse Interieur mit handvernähtem Leder und Alcantara. Die Verarbeitung und die Materialqualität setzten neue Maßstäbe im Segment der exklusiven Gran Turismos. Jeder DB9 durchlief etwa 200 Arbeitsstunden von Hand in der Produktionsstätte Gaydon, was die Exklusivität unterstrich.

Modelljahr 2009: Dezentes Facelift

Zum Modelljahr 2009 erhielt der DB9 sein erstes Facelift, das sich hauptsächlich auf technische Verbesserungen konzentrierte. Die auffälligsten optischen Änderungen umfassten überarbeitete LED-Rückleuchten, neue Leichtmetallfelgen-Designs und dezente Modifikationen an der Frontschürze. Wichtiger waren jedoch die Verbesserungen unter der Haut: Der V12-Motor leistete nun 350 kW (476 PS) bei 6.000 U/min und lieferte 600 Nm Drehmoment. Die Touchtronic-Automatik wurde auf eine modernere 6-Gang-Version aktualisiert, die schnellere Schaltvorgänge ermöglichte. Das adaptive Dämpfungssystem wurde verfeinert, um sowohl Komfort als auch Sportlichkeit zu verbessern. Die Lenkung erhielt eine direktere Übersetzung, was die Agilität steigerte. Innen fanden sich überarbeitete Sitze mit besserem Seitenhalt und ein aktualisiertes Infotainmentsystem. Der Verbrauch lag kombiniert bei etwa 15,5 Litern auf 100 Kilometer, was für einen V12-Sportwagen dieser Leistungsklasse akzeptabel war.

Generation zwei (2013-2016): Reifeprozess und Abschied

2013 präsentierte Aston Martin eine umfassend überarbeitete Version des DB9, die intern oft als zweite Generation betrachtet wird, obwohl sie weiterhin auf der VH-Plattform basierte. Die Änderungen waren jedoch so weitreichend, dass Aston Martin von einer neuen Generation sprach. Optisch zeigte sich der DB9 deutlich aggressiver mit einer neu gestalteten Front, die breitere Lufteinlässe und eine markantere Grafik aufwies. Die Heckpartie erhielt eine neue Diffusor-Gestaltung und modifizierte LED-Leuchteinheiten. Die Aerodynamik wurde verbessert, was den Abtrieb erhöhte und den Luftwiderstand reduzierte.

Technisch legte der überarbeitete V12 nun an Hubraum zu: Mit 5,9 Litern (5935 cm³) leistete er jetzt 381 kW (517 PS) bei 6.500 U/min und bot 620 Nm Drehmoment ab 5.500 U/min. Erstmals stand eine Touchtronic II mit drei Modi zur Verfügung (Normal, Sport und Track), die adaptive Schaltprogramme bot. Die Beschleunigung auf 100 km/h erfolgte nun in 4,5 Sekunden (Coupé), die Höchstgeschwindigkeit lag bei 295 km/h. Das Fahrwerk erhielt eine komplett neue Abstimmung mit überarbeiteten Stoßdämpfern, Federn und Stabilisatoren. Serienmäßig waren nun Carbon-Keramik-Bremsen erhältlich, die eine bessere Verzögerung bei geringerem Gewicht boten.

Das Interieur wurde umfassend modernisiert: Ein neues Infotainmentsystem mit größerem Touchscreen, bessere Konnektivität, verfeinerte Materialien und eine neu gestaltete Mittelkonsole hoben das Luxusniveau weiter an. Die Sitze boten mehr Einstellmöglichkeiten und besseren Langstreckenkomfort. Optional war eine hochwertige Bang & Olufsen-Soundanlage mit 1.000 Watt Leistung verfügbar. Der Kofferraum bot beim Coupé 186 Liter, beim Volante etwas weniger aufgrund der Verdeckmechanik.

Sondermodelle und Carbon-Editionen

Im Laufe seiner Produktionszeit erschienen zahlreiche Sondermodelle des DB9. Besonders begehrt waren die Carbon-Editionen, die ab 2014 angeboten wurden und umfangreiche Carbon-Applikationen an Außen- und Innenteilen aufwiesen. Diese Modelle reduzierten das Gewicht um bis zu 35 kg und unterstrichen den sportlichen Charakter. Die DB9 GT-Version von 2015 stellte die ultimative Evolutionsstufe dar: Mit 397 kW (540 PS) war sie die stärkste DB9-Variante und bot eine nochmals geschärfte Fahrwerksabstimmung sowie exklusive Design-Details wie einen neuen Frontgrill und spezielle Schürzen. Die Preise lagen bei etwa 190.000 Euro für das Coupé.

Technische Besonderheiten und Positionierung

Der DB9 zeichnete sich durch seine ausgewogene Gewichtsverteilung von nahezu 50:50 aus, was durch die Transaxle-Bauweise mit am Heck montiertem Getriebe erreicht wurde. Diese Konfiguration verbesserte nicht nur die Traktion, sondern auch das Handling. Die Doppelquerlenker-Aufhängung vorne und hinten bot eine optimale Balance zwischen Komfort und Sportlichkeit. Der DB9 wurde nicht als reiner Supersportwagen konzipiert, sondern als Gran Turismo, der hohe Geschwindigkeiten mit Langstreckentauglichkeit und Alltagsnutzen verband. Das unterschied ihn von radikaleren Modellen wie dem DBS oder V12 Vantage S.

Marktpositionierung und Erbe

In Deutschland etablierte sich der DB9 als beliebte Alternative zu Ferrari 599, Bentley Continental GT und Mercedes-AMG Modellen. Die Kombination aus britischer Handwerkskunst, exklusivem Design und dem charaktervollen V12-Sound machte ihn zu einem begehrten Objekt. Die Zuverlässigkeit verbesserte sich über die Jahre deutlich, frühe Modelle zeigten jedoch gelegentlich Probleme mit Elektronik und Getriebe. Die Wartungskosten waren erwartungsgemäß hoch, mit Inspektionsintervallen alle 20.000 km oder jährlich. 2016 endete die Produktion des DB9 nach über 16.000 gebauten Exemplaren. Sein Nachfolger, der DB11, brachte eine neue Twin-Turbo-Motorisierung und eine weiterentwickelte Plattform, konnte aber nie die ikonische Stellung des DB9 vollständig erreichen. Heute gilt der DB9, besonders in späten Versionen, als moderner Klassiker mit Wertstabilität, der die goldene Ära der Saugmotor-V12-Sportwagen repräsentiert.

Aston Martin DB9 leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Aston Martin DB9.

DB9 (2004-2012)

20042012 · Coupé, Volante

Die erste Generation des DB9 führte 2004 die neue VH-Aluminium-Plattform ein und bot einen 6,0-Liter-V12 mit zunächst 450 PS. Das Design von Henrik Fisker und Ian Callum wurde zur Ikone. 2005 folgte der Volante mit Stoffverdeck. Das Facelift 2009 brachte 476 PS, verbesserte Technik und LED-Rückleuchten. Diese Generation etablierte den DB9 als Verkaufsschlager und modernen Klassiker mit ausgewogener Gewichtsverteilung und Transaxle-Bauweise für optimales Handling.

antrieb
Hinterradantrieb, Transaxle-Getriebe
leistung
331–350 kW (450–476 PS)
besonderheiten
VH-Aluminium-Plattform, Handarbeit in Gaydon, zeitloses Fisker-Design
motorisierungen
6,0-Liter-V12-Saugmotor

Häufige Fragen

Wie viel PS hat der Aston Martin DB9?

Der Aston Martin DB9 hatte je nach Modelljahr zwischen 450 PS (331 kW) in der ersten Generation und bis zu 540 PS (397 kW) in der DB9 GT-Version. Die meisten späten Modelle ab 2013 leisteten 517 PS (381 kW).

Was kostet ein gebrauchter Aston Martin DB9?

Gebrauchte Aston Martin DB9 starten bei etwa 50.000 Euro für frühe Modelle mit höherer Laufleistung. Gut gepflegte Exemplare der zweiten Generation (ab 2013) liegen zwischen 90.000 und 140.000 Euro, Sondermodelle wie die DB9 GT können auch darüber liegen.

Wie hoch ist der Verbrauch des DB9?

Der Aston Martin DB9 verbraucht kombiniert zwischen 14,5 und 16,5 Liter auf 100 Kilometer, abhängig von Modelljahr, Fahrweise und Getriebe. Der 6,0-Liter-V12-Saugmotor ist für einen Gran Turismo dieser Leistungsklasse relativ durstig.

Ist der Aston Martin DB9 alltagstauglich?

Ja, der DB9 wurde als Gran Turismo konzipiert und bietet guten Langstreckenkomfort, ein luxuriöses Interieur und ausreichend Kofferraum (186 Liter beim Coupé) für Wochenendtrips. Die Sicht ist gut und die Verarbeitung hochwertig, was ihn alltagstauglicher macht als viele reine Supersportwagen.

Welche Probleme hat der Aston Martin DB9?

Frühe DB9-Modelle (2004-2008) zeigten gelegentlich Probleme mit der Touchtronic-Automatik, elektrischen Komponenten und der Verdeckmechanik beim Volante. Spätere Modelle ab 2013 gelten als deutlich zuverlässiger. Wichtig sind lückenlose Wartungshistorie und Inspektionen beim Fachbetrieb.