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Aston Martin

Aston Martin Lagonda

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Foto: Matti Blume / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Der Aston Martin Lagonda Taraf (2014–2016) war eine auf 200 Exemplare limitierte, handgefertigte Luxuslimousine im XXL-Format. Mit 6,0-Liter-V12, 552 PS und exklusivster Verarbeitung positionierte sich der Taraf als Ultra-Luxus-Flaggschiff oberhalb der regulären Aston Martin Modelle.

Neupreis
ab ca. 850.000 €

Ideal für: Sammler und Individualisten, die eine der seltensten modernen Luxuslimousinen mit V12-Antrieb suchen

Technische Daten

Aston Martin Lagonda Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
406 kW (552 PS)
Kraftstoff
Benzin
Verbrauch (komb.)
ca. 15–16 l/100 km
Getriebe
8-Gang Automatik
Antriebsart
Hinterradantrieb
Zylinder
12
Höchstgeschwindigkeit
315 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Limousine
Maße (L/B/H)
5467 x 1995 x 1470 mm
Kofferraum
ca. 400 l
Gewicht
ca. 1950 kg
Sitze
4
Türen
4
Neupreis
ab ca. 850.000 €

Der Aston Martin Lagonda ist eine der außergewöhnlichsten Luxuslimousinen der Automobilgeschichte und steht für avantgardistisches Design, britische Handwerkskunst und exklusive Individualität. Seit 2019 wird die Marke Lagonda als eigenständige Submarke von Aston Martin für elektrische Luxusfahrzeuge wiederbelebt, wobei zunächst Konzeptstudien wie der Lagonda All-Terrain Concept und der Lagonda Vision Concept präsentiert wurden. Eine Serienproduktion eines vollelektrischen Lagonda ist für die 2020er Jahre geplant, wurde jedoch mehrfach verschoben. Die legendäre Lagonda-Limousine der 1970er und 1980er Jahre bleibt bis heute ein ikonisches Symbol für Luxus und Exzentrik.

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Lagonda Series 2 und 3 (1976–1989): Die keilförmige Ikone

Die moderne Lagonda-Ära begann 1976 mit der Präsentation der Series 2, die 1974 als Konzeptfahrzeug debütierte und ab 1976 in Kleinserie produziert wurde. Der britische Designer William Towns entwarf eine revolutionär kantige, keilförmige Karosserie mit extremen Proportionen: 5,3 Meter lang, nur 1,3 Meter hoch, mit vollständig ebenen Flächen und scharfen Kanten. Die Front war nahezu vertikal, die Motorhaube flach wie ein Bügelbrett. Das Interieur setzte auf futuristische Digitalanzeigen mit Kathodenstrahlröhren und Touch-Sensitive-Bedienelemente – Technologie, die in den 1970er Jahren häufig für Produktionsausfälle sorgte. Unter der Haube arbeitete ein 5,3-Liter-V8-Motor von Aston Martin mit rund 280 PS, gekoppelt an ein Dreigang-Automatikgetriebe von Chrysler. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei etwa 230 km/h. Die Series 2 wurde nur in 7 Exemplaren gebaut, bevor 1978 die Series 3 folgte.

Die Lagonda Series 3 (1978–1985) brachte Verbesserungen in Zuverlässigkeit und Verarbeitung. Die elektronischen Instrumente wurden überarbeitet, die Leistung auf etwa 300 PS gesteigert. Die Produktion blieb extrem limitiert – pro Jahr verließen nur 20 bis 30 Fahrzeuge das Werk in Newport Pagnell. Jede Limousine wurde in Handarbeit gefertigt und nach Kundenwunsch konfiguriert. Der Preis lag in Deutschland bei umgerechnet über 200.000 DM, was die Lagonda teurer als einen Rolls-Royce Silver Shadow machte. Die Series 4 (1985–1989) erhielt dezente optische Retuschen, eine verbesserte Klimaanlage und ab 1986 die Option auf ein Viergang-Automatikgetriebemit Overdrive. Die digitalen Instrumente wurden durch zuverlässigere Vakuumfluoreszenz-Displays ersetzt. Insgesamt entstanden von 1976 bis 1989 nur 645 Exemplare aller Series-Varianten.

Lagonda Vignale Concept (1993): Der nie realisierte Nachfolger

1993 präsentierte Aston Martin auf dem Genfer Automobilsalon den Lagonda Vignale Concept, entworfen von Ghia/Vignale unter Ford-Ägide. Die viertürige Limousine sollte die kantige Lagonda-Tradition in eine modernere, organischere Formensprache überführen. Die Studie basierte technisch auf dem Aston Martin Virage, mit einem 5,3-Liter-V8 mit 310 PS. Das Design zeigte fließende Linien, eine markante Sicke in der Flanke und eine elegantere Interpretation des Lagonda-Themas. Trotz positiver Resonanz ging der Vignale Concept nie in Serie – Aston Martin konzentrierte sich auf die DB-Baureihe und den neuen Vanquish. Der Vignale blieb eine Einzelstück-Studie und markierte das vorläufige Ende der Lagonda-Limousinen.

Lagonda Taraf (2014–2016): Die limitierte Wiedergeburt

Nach 25 Jahren Pause belebte Aston Martin den Namen Lagonda 2014 mit dem Taraf (arabisch für „Luxus") – zunächst exklusiv für den Nahen Osten. Die viertürige Limousine im Format einer Langversion kombinierte handgefertigte Karosserieelemente mit modernster Kohlefaser-Technologie. Das Design von Marek Reichman interpretierte die klassische Lagonda-Silhouette neu: lang, flach, mit charakteristischer Sicke und einem massiven Kühlergrill. Der Radstand betrug 3,27 Meter, die Gesamtlänge 5,47 Meter. Angetrieben wurde der Taraf vom 6,0-Liter-V12 aus dem Aston Martin Rapide S mit 552 PS und 630 Nm. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgte in 4,4 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit lag bei 315 km/h. Das Achtgang-Automatikgetriebe von ZF übertrug die Kraft auf die Hinterräder.

Ab 2016 wurde der Taraf auch in Europa und anderen Märkten angeboten, allerdings zu einem astronomischen Preis von umgerechnet etwa 850.000 Euro. Jedes Fahrzeug wurde nach Kundenwunsch in Handarbeit gefertigt, mit feinsten Ledern, Hölzern und Metalloberflächen. Die Produktionszahl war auf 200 Einheiten weltweit limitiert. Der Taraf sollte Lagonda als Ultra-Luxusmarke oberhalb von Aston Martin positionieren. Die Produktion endete 2016 nach nur etwa 120 gebauten Exemplaren – die Nachfrage blieb hinter den Erwartungen zurück, und Aston Martin konzentrierte sich auf die Neuausrichtung der Marke Lagonda als E-Auto-Label.

Lagonda Vision Concept und All-Terrain Concept (2018–2019): Die elektrische Zukunft

2018 kündigte Aston Martin an, Lagonda als eigenständige Marke für emissionsfreie Luxusfahrzeuge wiederzubeleben. Auf dem Genfer Autosalon 2018 debütierte der Lagonda Vision Concept, eine radikale elektrische Limousinen-Studie mit autonomen Fahrfunktionen. Das Design zeigte extreme Proportionen: lange Radhaus-Ausschnitte, gegenläufig öffnende Portaltüren, ein minimalistisches Interieur ohne traditionelles Cockpit. Die Plattform sollte für 400 Meilen Reichweite (ca. 640 km) ausgelegt sein, mit Allradantrieb und mehreren Elektromotoren. 2019 folgte der Lagonda All-Terrain Concept, ein elektrischer Luxus-SUV mit ähnlicher Designsprache, flacher Bauweise und futuristischer Innenraumgestaltung. Beide Studien sollten die Basis für kommende Serienmodelle bilden.

Die Serienproduktion war ursprünglich ab 2021 geplant, wurde jedoch auf 2025 und später verschoben. Aston Martin kämpfte mit finanziellen Herausforderungen und konzentrierte sich auf die DBX-SUV-Familie und die Mittelmotor-Sportwagen. 2023 kündigte CEO Amedeo Felisa an, dass elektrische Lagonda-Modelle Teil der Elektrifizierungsstrategie bleiben, aber erst nach 2025 realisiert werden. Die Vision bleibt: Lagonda soll als Marke für handgefertigte, elektrische Luxuslimousinen und SUVs im obersten Preissegment etabliert werden, mit Fokus auf Nachhaltigkeit, Handwerkskunst und avantgardistisches Design. Bis zur tatsächlichen Markteinführung bleibt der Lagonda Taraf die jüngste Serienproduktion, die jemals das Lagonda-Badge trug.

Technische Basis und Markenstrategie

Die historischen Lagonda-Limousinen basierten auf Aston Martin-Technik – die Series 2 bis 4 auf modifizierten DBS/V8-Plattformen, der Taraf auf der VH-Plattform des Rapide. Die geplanten elektrischen Lagonda-Modelle sollen auf einer neuen, dedizierten EV-Plattform aufbauen, die auch für zukünftige Aston Martin Elektrofahrzeuge genutzt werden könnte. Lagonda soll dabei als Experimentierfeld für neue Technologien und Designansätze dienen – ähnlich wie Maybach für Mercedes-Benz oder Polestar für Volvo. Der Name Lagonda selbst stammt aus der 1906 gegründeten Marke Lagonda, die 1947 von Aston Martin übernommen wurde und bis in die 1960er Jahre eigenständige Modelle produzierte. Mit der Wiederbelebung knüpft Aston Martin an diese traditionsreiche Historie an und positioniert Lagonda als Zukunftsmarke für nachhaltige Luxusmobilität.

Aston Martin Lagonda leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Aston Martin Lagonda.

Series 4 (1985–1989)Facelift

19851989 · Limousine

Die Series 4 (1985–1989) erhielt dezente optische Retuschen und eine verbesserte Klimaanlage. Ab 1986 stand eine Viergang-Automatik mit Overdrive zur Verfügung. Die digitalen Instrumente wurden durch zuverlässigere Vakuumfluoreszenz-Displays ersetzt. Die Series 4 markierte das Ende der klassischen Lagonda-Ära – insgesamt entstanden von 1976 bis 1989 nur 645 Exemplare aller Varianten. Sie bleibt eine der ikonischsten Luxuslimousinen der Automobilgeschichte.

antrieb
Hinterradantrieb
leistung
ca. 300 PS
besonderheiten
Viergang-Automatik mit Overdrive ab 1986, Vakuumfluoreszenz-Displays, letzte klassische Lagonda
motorisierungen
5,3-Liter-V8

Series 3 (1978–1985)Facelift

19781985 · Limousine

Die Series 3 brachte ab 1978 Verbesserungen in Zuverlässigkeit und Verarbeitung. Die elektronischen Instrumente wurden überarbeitet, die Leistung auf etwa 300 PS gesteigert. Die Produktion blieb extrem limitiert mit nur 20-30 Fahrzeugen jährlich, jedes in Handarbeit gefertigt. Der Preis überstieg den eines Rolls-Royce Silver Shadow. Die Series 3 etablierte die Lagonda als eine der exklusivsten Limousinen der Welt.

antrieb
Hinterradantrieb
leistung
ca. 300 PS
besonderheiten
Verbesserte Elektronik, zuverlässigere Produktion, ca. 20-30 Exemplare pro Jahr
motorisierungen
5,3-Liter-V8

Series 2 (1976–1978)

19761978 · Limousine

Die Lagonda Series 2 markierte 1976 den Neustart der Marke mit einem radikal futuristischen Design. Die extrem flache, kantige Karosserie (5,3 m lang, 1,3 m hoch) brach mit allen Konventionen. Das Interieur bot digitale Kathodenstrahlröhren-Anzeigen und Touch-Bedienung – Technologie, die oft Probleme bereitete. Angetrieben von einem 5,3-Liter-V8 mit 280 PS und Dreigang-Automatik erreichte die Series 2 etwa 230 km/h. Mit nur 7 gebauten Exemplaren ist sie heute eine der seltensten Aston Martins.

antrieb
Hinterradantrieb
leistung
ca. 280 PS
besonderheiten
Revolutionäres keilförmiges Design von William Towns, digitale Instrumente, nur 7 Exemplare gebaut
motorisierungen
5,3-Liter-V8

Häufige Fragen

Wie viele Aston Martin Lagonda Series 2-4 wurden gebaut?

Von 1976 bis 1989 entstanden insgesamt nur 645 Exemplare aller Lagonda Series-Varianten (Series 2, 3 und 4). Die Produktion erfolgte in Handarbeit in Newport Pagnell mit nur 20-30 Fahrzeugen pro Jahr.

Was kostete der Aston Martin Lagonda Taraf?

Der Lagonda Taraf (2014-2016) kostete etwa 850.000 Euro in Europa. Er war auf 200 Exemplare limitiert, wurde aber nur etwa 120 Mal gebaut.

Wird es einen neuen elektrischen Lagonda geben?

Aston Martin plant, Lagonda als Marke für elektrische Luxusfahrzeuge zu etablieren. Nach mehreren Verschiebungen soll die Serienproduktion frühestens nach 2025 starten, basierend auf den Konzepten Vision Concept und All-Terrain Concept.

Welcher Motor trieb die klassische Lagonda Series an?

Die Lagonda Series 2-4 (1976-1989) nutzten Aston Martins 5,3-Liter-V8-Motor mit anfangs 280 PS, später bis zu 300 PS, gekoppelt an eine Dreigang- bzw. später Viergang-Automatik.

Was machte das Design der Lagonda Series so besonders?

Die 1976er Lagonda von William Towns war extrem kantig und keilförmig: 5,3 Meter lang, nur 1,3 Meter hoch, mit vollständig ebenen Flächen, futuristischen Digitalanzeigen und Touch-Bedienung – revolutionär für die 1970er Jahre.