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Aston Martin Rapide S

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Foto: Calreyn88 / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Der Aston Martin Rapide S ist eine viertürige Gran Turismo-Limousine mit 6,0-Liter-V12-Motor und 558 PS, die von 2013 bis 2020 gebaut wurde. Er verbindet britische Handwerkskunst mit Sportwagen-Performance und bietet Platz für vier Personen.

Neupreis
ab 185.000 € (Produktionsende 2020)

Ideal für: Liebhaber exklusiver V12-Sportwagen, die vier Sitze und GT-Komfort benötigen

Technische Daten

Aston Martin Rapide S Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
410 kW (558 PS)
Kraftstoff
Benzin
Verbrauch (komb.)
14,9 l/100km
Getriebe
8-Gang Touchtronic III Automatik
Antriebsart
Heckantrieb
Zylinder
12
Höchstgeschwindigkeit
327 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Limousine
Maße (L/B/H)
5019 x 1929 x 1360 mm
Kofferraum
317 l
Gewicht
1990 kg
Sitze
4
Türen
4
Neupreis
ab 185.000 € (Produktionsende 2020)

Der Aston Martin Rapide S ist eine viertürige Luxuslimousine des britischen Sportwagenherstellers, die von 2013 bis 2020 produziert wurde. Als Weiterentwicklung des ursprünglichen Rapide kombiniert der Rapide S gran turismo-typischen Komfort mit sportlicher Dynamik und bietet Platz für vier Erwachsene. Mit seinem 6,0-Liter-V12-Motor leistet er 410 kW (558 PS) und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 327 km/h. Die Limousine repräsentiert Aston Martins Antwort auf Porsche Panamera und Maserati Quattroporte im Segment der viertürigen Sportwagen.

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Die erste Generation: Rapide (2010–2012)

Aston Martin präsentierte den Rapide erstmals 2006 als Konzeptstudie und brachte die Serienversion 2010 auf den Markt. Der ursprüngliche Rapide basierte auf der VH-Plattform des DB9 und DBS, wurde jedoch um 295 mm in der Länge gestreckt, um vier vollwertige Sitzplätze zu ermöglichen. Der 6,0-Liter-V12-Saugmotor leistete zunächst 350 kW (476 PS) und wurde mit einem Sechsgang-Automatikgetriebe von Touchtronic II kombiniert. Die Produktion erfolgte zunächst bei Magna Steyr in Graz, Österreich, da die Kapazitäten in Gaydon nicht ausreichten. Das Design folgte der klassischen Aston-Martin-Formensprache mit langgestreckter Motorhaube, flach gehaltenem Dach und fließenden Linien. Der Rapide war mit 5,02 Metern Länge deutlich größer als alle bisherigen Aston-Martin-Modelle. Die Markteinführung in Deutschland erfolgte zu Preisen ab etwa 180.000 Euro. Der Wagen sollte eine Lücke im Portfolio schließen und wohlhabende Kunden ansprechen, die Sportwagen-Performance mit Alltagstauglichkeit verbinden wollten.

Der Rapide S (2013–2020)

Im Jahr 2013 stellte Aston Martin den überarbeiteten Rapide S vor, der bedeutende technische Verbesserungen mit sich brachte. Die Motorleistung wurde auf 410 kW (558 PS) bei 6.750 U/min gesteigert, das maximale Drehmoment betrug nun 630 Nm bei 5.500 U/min. Diese Leistungssteigerung resultierte aus modifizierten Ansaugkanälen, optimierter Motorsteuerung und einem neuen Abgassystem. Die Höchstgeschwindigkeit stieg auf 327 km/h, der Sprint von 0 auf 100 km/h gelang in 4,9 Sekunden. Aston Martin ersetzte das bisherige Sechsgang-Automatikgetriebe durch eine Achtgang-ZF-Automatik mit Touchtronic-III-Technologie, die kürzere Schaltzeiten und bessere Effizienz bot. Die Kraftübertragung erfolgte weiterhin auf die Hinterachse.

Neben den Antriebsverbesserungen erhielt der Rapide S ein überarbeitetes adaptives Dämpfungssystem mit drei Modi (Normal, Sport und Track), das die Fahrdynamik deutlich schärfte. Die Lenkung wurde direkter abgestimmt, und neue 20-Zoll-Leichtmetallräder im Zehnerspeichen-Design prägten die Optik. Äußerlich unterschied sich der Rapide S durch einen modifizierten Frontgrill mit größerer Lufteinlassöffnung, neue LED-Rückleuchten und dezente aerodynamische Verbesserungen am Heck mit integriertem Diffusor. Im Innenraum bot Aston Martin umfangreiche Individualisierungsmöglichkeiten über das Q-Programm, von exotischen Lederarten bis zu Carbon- und Holzdekoreinlagen. Das Infotainmentsystem wurde modernisiert, blieb aber hinter den Standards deutscher Premium-Hersteller zurück.

Sondermodelle und Varianten

2014 präsentierte Aston Martin den Rapide S Rapide als limitierte Edition mit speziellen Design-Details. Ein Jahr später folgte 2015 der Rapide S als Bond-Edition anlässlich des James-Bond-Films "Spectre", limitiert auf wenige Exemplare mit exklusiver Ausstattung. Diese Sondermodelle zeichneten sich durch besondere Lackierungen, spezielle Innenausstattungen und zusätzliche Carbon-Elemente aus. Der deutsche Markt erhielt nur wenige dieser limitierten Varianten, die Preise lagen deutlich über dem Basismodell.

Technische Besonderheiten und Fertigung

Ab 2013 wurde die Produktion des Rapide S von Graz nach Gaydon in England verlagert, wo Aston Martin eine neue Fertigungslinie etablierte. Jeder Rapide S wurde in Handarbeit gefertigt, wobei die Karosserie aus Aluminium bestand und in VH-Architektur (Vertical Horizontal) konstruiert war. Diese Bauweise kombinierte stranggepresste Aluminiumprofile mit Aluminium-Gussteilen und sorgte für hohe Steifigkeit bei vergleichsweise geringem Gewicht. Mit einem Leergewicht von etwa 1.990 kg war der Rapide S für eine viertürige Luxuslimousine relativ leicht. Die Gewichtsverteilung lag bei 51:49 (vorne:hinten), was zusammen mit dem tief liegenden Schwerpunkt für ausgewogene Fahrdynamik sorgte.

Das Fahrwerk basierte auf einer Doppelquerlenker-Konstruktion vorn und hinten, ergänzt durch Stabilisatoren und die adaptive Dämpferregelung. Die Bremsanlage stammte von Brembo und umfasste 398 mm große Scheiben vorn sowie 360 mm hinten. Carbon-Keramik-Bremsen waren optional erhältlich. Die Lenkung arbeitete mit elektrohydraulischer Unterstützung und bot trotz der Fahrzeuggröße präzises Feedback.

Marktpositionierung und Konkurrenz

Der Rapide S positionierte sich in Deutschland als exklusive Alternative zu Porsche Panamera Turbo, Maserati Quattroporte GTS und Mercedes-AMG S 63. Mit Preisen ab etwa 185.000 Euro für die Basisversion und Endpreisen von über 230.000 Euro bei voller Ausstattung richtete sich der Wagen an eine kleine, kaufkräftige Klientel. Die Verkaufszahlen blieben überschaubar – weltweit wurden etwa 1.200 bis 1.500 Exemplare des Rapide S pro Jahr produziert, wobei der deutsche Markt nur einen kleinen Anteil davon ausmachte. Die begrenzte Stückzahl und die Handarbeit machten jeden Rapide S zu einem exklusiven Objekt.

Das Ende der Baureihe und elektrischer Ausblick

2020 endete die Produktion des Rapide S, nachdem Aston Martin bereits 2019 den vollelektrischen Rapide E als Konzept vorgestellt hatte. Der Rapide E sollte mit vier Elektromotoren und einer 65-kWh-Batterie über 610 PS leisten, kam jedoch nie in Serie. Stattdessen konzentrierte sich Aston Martin auf neue Modelle wie den DBX SUV. Der Rapide S bleibt damit die einzige viertürige Sportlimousine mit V12-Motor in der Geschichte des Herstellers und repräsentiert eine besondere Ära britischen Automobilbaus. Auf dem Gebrauchtmarkt sind gut erhaltene Exemplare heute ab etwa 80.000 bis 120.000 Euro zu finden, wobei die Unterhaltskosten durch den komplexen V12-Motor und die exklusive Marke erheblich sind. Wartungsintervalle liegen bei 20.000 km oder jährlich, wobei eine Inspektion schnell mehrere tausend Euro kosten kann. Trotz dieser Aspekte gilt der Rapide S unter Enthusiasten als einer der letzten echten viertürigen GT-Sportwagen mit Zwölfzylinder-Saugmotor – eine aussterbende Spezies in Zeiten von Downsizing und Elektrifizierung.

Aston Martin Rapide S leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Aston Martin Rapide S.

Rapide (2010–2012)

20102012 · Limousine

Die erste Generation des Aston Martin Rapide wurde 2010 eingeführt und basierte auf der gestreckten VH-Plattform des DB9. Mit 350 kW (476 PS) aus dem 6,0-Liter-V12 und einem Sechsgang-Automatikgetriebe bot er eine Höchstgeschwindigkeit von 303 km/h. Die 5,02 Meter lange Limousine wurde zunächst in Graz gefertigt und kostete ab 180.000 Euro. Das Design folgte der klassischen Aston-Martin-Linie mit charakteristischem Kühlergrill und fließenden Proportionen.

antrieb
Heckantrieb, 6-Gang Touchtronic II Automatik
leistung
350 kW (476 PS)
besonderheiten
Erste viertürige Aston-Martin-Limousine der Moderne, Produktion bei Magna Steyr in Graz
motorisierungen
6,0-Liter-V12-Saugmotor

Häufige Fragen

Wie viel PS hat der Aston Martin Rapide S?

Der Aston Martin Rapide S leistet 410 kW (558 PS) aus seinem 6,0-Liter-V12-Saugmotor. Das maximale Drehmoment beträgt 630 Nm bei 5.500 U/min. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 327 km/h, der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 4,9 Sekunden.

Was kostet ein Aston Martin Rapide S?

Ein neuer Aston Martin Rapide S kostete in Deutschland ab 185.000 Euro. Auf dem Gebrauchtmarkt sind gut erhaltene Exemplare ab etwa 80.000 bis 120.000 Euro erhältlich, abhängig von Baujahr, Laufleistung und Ausstattung.

Wie viele Sitze hat der Aston Martin Rapide S?

Der Aston Martin Rapide S verfügt über vier vollwertige Sitze in einer 2+2-Konfiguration. Damit bietet er im Gegensatz zu zweisitzigen Sportwagen Platz für vier Erwachsene und eignet sich als GT-Limousine für längere Reisen.

Wann wurde der Aston Martin Rapide S gebaut?

Der Aston Martin Rapide S wurde von 2013 bis 2020 produziert. Er war die überarbeitete Version des ursprünglichen Rapide (2010-2012) mit gesteigerter Leistung, verbesserter Technik und einem Achtgang-Automatikgetriebe.

Wie hoch ist der Verbrauch des Aston Martin Rapide S?

Der Aston Martin Rapide S verbraucht nach NEFZ kombiniert etwa 14,9 l/100 km Superbenzin. Die CO2-Emissionen liegen bei 349 g/km. Im realen Fahrbetrieb kann der Verbrauch je nach Fahrweise deutlich höher ausfallen, insbesondere bei sportlicher Nutzung.