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Aston Martin V12 Vanquish

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Foto: OWS Photography / Wikimedia Commons / CC BY 4.0

Der Aston Martin V12 Vanquish war von 2012 bis 2018 das Flaggschiff der britischen Sportwagenmarke. Mit einem 5,9-Liter-V12-Saugmotor, der bis zu 595 PS leistete, und handgefertigter Karosserie verkörperte er klassische Grand-Tourer-Werte auf höchstem Niveau.

Neupreis
ab ca. 285.000 € (2016, Vanquish S)

Ideal für: Enthusiasten, die einen exklusiven V12-GT mit Handschaltkultur und britischer Handwerkskunst suchen.

Technische Daten

Aston Martin V12 Vanquish Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
421–438 kW (573–595 PS)
Kraftstoff
Benzin
Verbrauch (komb.)
14,5–15,4 l/100km (komb., NEFZ)
Getriebe
6-Gang Touchtronic II / 8-Gang Touchtronic III (Vanquish S)
Antriebsart
Hinterradantrieb
Zylinder
12 (V12)
Höchstgeschwindigkeit
295–323 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Coupé, Roadster (Volante)
Maße (L/B/H)
4730 x 1910 x 1294 mm
Kofferraum
279 l (Coupé), 209 l (Volante)
Gewicht
1739–1799 kg
Sitze
4 (2+2)
Türen
2
Neupreis
ab ca. 285.000 € (2016, Vanquish S)

Der Aston Martin V12 Vanquish verkörpert seit seiner Einführung im Jahr 2001 die Essenz britischer Grand-Tourer-Kultur: kraftvolle V12-Motoren, handgefertigte Karosserien und ein exklusives Fahrerlebnis. Die zweite Generation, die 2012 debütierte und bis 2018 produziert wurde, setzte neue Maßstäbe in Sachen Design und Leistung. Mit einem 6,0-Liter-V12-Saugmotor, der bis zu 595 PS leistete, und einer Höchstgeschwindigkeit von über 320 km/h zählte der Vanquish zur absoluten Speerspitze der Grand-Tourer-Klasse. Das markante Design stammte aus der Feder von Marek Reichman und kombinierte aggressive Linienführung mit zeitloser Eleganz. Die Produktion endete 2018, womit der Vanquish-Name vorerst aus dem Aston-Martin-Portfolio verschwand – bis zur Ankündigung einer Neuauflage für 2025.

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Die erste Generation (2001–2007): Pionier der modernen Aston-Martin-Ära

Der ursprüngliche Vanquish debütierte 2001 als Nachfolger des Virage und markierte einen Wendepunkt für Aston Martin. Erstmals kam eine Aluminium- und Kohlefaser-Verbundstruktur zum Einsatz, die von Lotus Engineering entwickelt wurde. Der 5,9-Liter-V12-Motor leistete zunächst 460 PS und beschleunigte den 1.835 kg schweren Sportwagen in 4,7 Sekunden auf 100 km/h. Die maximale Geschwindigkeit lag bei 306 km/h. Das markante Design mit der langen Motorhaube und dem kurzen Heck wurde von Ian Callum gestaltet und prägte die Formensprache der Marke für Jahre. Die Karosserie wurde in Handarbeit gefertigt, wobei jeder Wagen rund 200 Arbeitsstunden in der Lackiererei verbrachte. Das Interieur kombinierte feinstes Leder mit Alcantara und Aluminium-Akzenten.

Die erste Generation nutzte ein 6-Gang-Automatikgetriebe von Magneti Marelli, das über Schaltpaddles am Lenkrad bedient wurde. Ein konventionelles Kupplungspedal fehlte, was damals noch ungewöhnlich war. Die Hinterachse wurde von einem adaptiven Dämpfungssystem kontrolliert, das für Gran-Turismo-Komfort sorgte, ohne die sportliche Ausrichtung zu vernachlässigen. 2004 erhielt der Vanquish ein bedeutendes Update: Der Vanquish S brachte die Leistung auf 520 PS, verkürzte die Beschleunigung auf 4,5 Sekunden und bot ein überarbeitetes Fahrwerk mit strafferen Federn und Dämpfern. Auch die Aerodynamik wurde optimiert, erkennbar an größeren Lufteinlässen und einem prominenteren Heckdiffusor.

Die Lücke (2007–2012): DBS als spiritueller Nachfolger

Nach 2007 verschwand der Vanquish-Name zunächst aus dem Programm. Der DBS übernahm die Rolle des Flaggschiff-Coupés und nutzte eine Weiterentwicklung der VH-Plattform (Vertical Horizontal). Mit 517 PS aus dem 5,9-Liter-V12 positionierte sich der DBS ähnlich wie der Vanquish S, bot aber modernere Technik und ein überarbeitetes Design. Diese Übergangsphase dauerte bis 2012, als Aston Martin den Vanquish-Namen für eine völlig neue Generation wiederbelebte.

Die zweite Generation (2012–2018): Rückkehr in großem Stil

Im Jahr 2012 kehrte der Vanquish zurück und etablierte sich sofort als neues Flaggschiff oberhalb des DB9. Die zweite Generation basierte auf der weiterentwickelten VH-Plattform der dritten Generation mit einer Aluminium-Monocoque-Struktur. Der 5,9-Liter-V12-Motor leistete nun 573 PS bei 6.750 U/min und lieferte 620 Nm Drehmoment bei 5.500 U/min. Das Touchtronic-2-Automatikgetriebe mit sechs Gängen übertrug die Kraft auf die Hinterräder. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgte in 4,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit lag bei 295 km/h. Das Design von Marek Reichman zeichnete sich durch fließende Linien, eine muskulöse Schulterpartie und eine stark abfallende Dachlinie aus.

Die Karosserie bestand zu großen Teilen aus Karbon, insbesondere das Dach, die Motorhaube und die Seitenschweller. Dies reduzierte das Gewicht auf etwa 1.739 kg und verbesserte die Gewichtsverteilung auf nahezu perfekte 51:49. Das Interieur bot modernste Verarbeitung mit handgenähtem Leder, optionalen Karbonapplikationen und einem neuen Infotainmentsystem. Die adaptive Dämpfung mit drei Modi (Normal, Sport, Track) ermöglichte ein breites Spektrum zwischen Komfort und Sportlichkeit. Carbon-Keramik-Bremsen waren optional verfügbar und sorgten für herausragende Verzögerungswerte.

Vanquish Volante (2013): Offene Eleganz

2013 ergänzte Aston Martin die Baureihe um den Vanquish Volante, eine Roadster-Variante mit elektrisch betätigtem Stoffverdeck. Das Verdeck ließ sich in 14 Sekunden öffnen oder schließen und passte sogar bei Geschwindigkeiten bis 50 km/h. Trotz des zusätzlichen Gewichts von etwa 60 kg durch die Versteifungen blieb die Leistung identisch bei 573 PS. Die Beschleunigung verlängerte sich marginal auf 4,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit blieb bei 295 km/h. Der Volante bot dieselbe luxuriöse Ausstattung wie das Coupé und wurde zum gefragten Modell für sonnige Küstenstraßen.

Vanquish S (2016–2018): Das finale Update

2016 erhielt die zweite Generation ihr bedeutendstes Facelift mit dem Vanquish S. Die Motorleistung stieg auf 595 PS bei 7.000 U/min, das Drehmoment auf 630 Nm bei 5.500 U/min. Ein neues 8-Gang-Touchtronic-III-Automatikgetriebe ersetzte die Sechsgangversion und bot schnellere Schaltvorgänge sowie bessere Effizienz. Die Beschleunigung verkürzte sich auf 3,5 Sekunden (Coupé) beziehungsweise 3,7 Sekunden (Volante), die Höchstgeschwindigkeit kletterte auf 323 km/h beim Coupé. Äußerlich erkennbar war der Vanquish S an neuen Quad-Auspuffendrohren, überarbeiteten Lufteinlässen und einem ausgeprägteren Frontsplitter.

Das Fahrwerk wurde weiter verfeinert mit neuen Adaptivdämpfern, strafferen Federn und einer präziseren elektrischen Servolenkung. Der Vanquish S bot einen noch fokussierteren Sportmodus und ein schärferes Ansprechverhalten. Im Innenraum gab es neue Ausstattungsoptionen, darunter gestepptes Leder in diversen Farben und erweiterte Karbonpakete. Der Vanquish S markierte den Höhepunkt der zweiten Generation und wurde bis 2018 produziert, bevor der DBS Superleggera als Nachfolger eingeführt wurde.

Sondermodelle und Ausblick

Während seiner Produktionszeit entstanden diverse Sondermodelle des Vanquish, darunter der Vanquish Zagato (2016) in limitierter Stückzahl mit karosseriespezifischen Karbonteilen und 600 PS. Aston Martin kündigte 2024 für 2025 eine Neuauflage des Vanquish an, die als Nachfolger des DBS 770 Ultimate dienen soll. Die dritte Generation wird voraussichtlich weiterhin auf einen V12-Saugmotor setzen und die Grand-Tourer-Tradition fortführen, während sie moderne Technologien und Design-Elemente integriert. Der Name Vanquish bleibt somit ein Symbol für die unverwechselbare Verbindung aus Leistung, Luxus und britischer Handwerkskunst, die Aston Martin seit Jahrzehnten auszeichnet.

Aston Martin V12 Vanquish leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Aston Martin V12 Vanquish.

Zweite Generation (2012–2016)

20122016 · Coupé, Roadster (Volante)

Die zweite Generation kehrte 2012 als neues Flaggschiff zurück. Mit 573 PS aus dem 5,9-Liter-V12, einer Aluminium-Karbon-Monocoque-Struktur und Marek Reichmans elegantem Design markierte sie einen Neuanfang. Das 6-Gang-Touchtronic-II-Getriebe, adaptive Dämpfung und eine Gewichtsverteilung von 51:49 sorgten für herausragende Gran-Turismo-Qualitäten. 2013 folgte der Volante mit elektrischem Stoffverdeck, der die Baureihe komplettierte.

antrieb
Hinterradantrieb, 6-Gang Touchtronic II
leistung
573 PS (421 kW)
besonderheiten
VH-Plattform Gen. 3, Karbon-Karosserie, 295 km/h, Volante ab 2013
motorisierungen
5,9-Liter-V12 Saugmotor

Vanquish S (2004–2007)Facelift

20042007 · Coupé

2004 erhielt die erste Generation mit dem Vanquish S ein deutliches Leistungs-Upgrade auf 520 PS. Neben der gesteigerten Motorleistung umfasste das Update ein strafferes Sportfahrwerk, optimierte Aerodynamik mit größeren Lufteinlässen und einen markanten Heckdiffusor. Die Beschleunigung verkürzte sich auf 4,5 Sekunden, womit der Vanquish S bis 2007 die Speerspitze der Marke bildete.

antrieb
Hinterradantrieb, 6-Gang Automatik
leistung
520 PS (383 kW)
besonderheiten
Strafferes Fahrwerk, verbesserte Aerodynamik, 4,5 s auf 100 km/h
motorisierungen
5,9-Liter-V12 Saugmotor

Erste Generation (2001–2007)

20012007 · Coupé

Die erste Generation des Vanquish debütierte 2001 als Nachfolger des Virage und markierte den Einstieg in die moderne Aston-Martin-Ära. Mit einer innovativen Aluminium-Kohlefaser-Struktur, einem 5,9-Liter-V12 mit 460 PS und Ian Callums zeitlosem Design setzte er neue Maßstäbe. Das 6-Gang-Automatikgetriebe mit Schaltpaddles war für damalige Verhältnisse hochmodern, die Handarbeit in Produktion und Lackierung legendär.

antrieb
Hinterradantrieb, 6-Gang Automatik
leistung
460 PS (338 kW)
besonderheiten
Aluminium-Karbon-Verbundstruktur, Ian-Callum-Design, 306 km/h Spitze
motorisierungen
5,9-Liter-V12 Saugmotor

Häufige Fragen

Welche Motorisierung hat der Aston Martin V12 Vanquish?

Die zweite Generation (2012–2018) nutzte einen 5,9-Liter-V12-Saugmotor mit 573 PS in der Basisversion und 595 PS im Vanquish S. Die erste Generation (2001–2007) bot 460 PS bzw. 520 PS im S-Modell. Für 2025 ist eine Neuauflage angekündigt.

Wie schnell ist der Aston Martin Vanquish?

Der Vanquish S (2016–2018) erreichte 323 km/h Höchstgeschwindigkeit und beschleunigte in 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Basisversion (2012–2016) schaffte 295 km/h und 4,1 Sekunden auf 100 km/h.

Was ist der Unterschied zwischen Vanquish und Vanquish S?

Der Vanquish S (2016–2018) bot 595 statt 573 PS, ein 8-Gang- statt 6-Gang-Getriebe, schärferes Fahrwerk, Quad-Auspuff und bessere Fahrleistungen mit 3,5 Sekunden auf 100 km/h statt 4,1 Sekunden.

Wie viele Aston Martin Vanquish wurden gebaut?

Von der ersten Generation (2001–2007) entstanden etwa 2.600 Exemplare. Die zweite Generation (2012–2018) erreichte ähnliche Stückzahlen. Genaue Produktionszahlen gibt Aston Martin traditionell nicht bekannt.

Gibt es einen neuen Aston Martin Vanquish?

Ja, Aston Martin kündigte 2024 eine dritte Generation des Vanquish für 2025 an. Sie ersetzt den DBS 770 Ultimate als Flaggschiff-GT und wird voraussichtlich erneut einen V12-Saugmotor erhalten.