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Aston Martin V8 Vantage

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Foto: Matti Blume / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Der Aston Martin V8 Vantage ist ein zweitüriger Sportwagen-GT aus britischer Manufaktur, der seit 2024 in vierter Generation mit 665 PS starkem V8-Biturbo angeboten wird. Er verbindet klassisches Design mit modernster Technik und positioniert sich als emotionale Alternative zu deutschen und italienischen Konkurrenten.

Neupreis
ab ca. 185.000 €

Ideal für: Sportwagen-Enthusiasten, die britische Handwerkskunst mit modernem Performance-Anspruch verbinden möchten

Technische Daten

Aston Martin V8 Vantage Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
665 PS (489 kW)
Kraftstoff
Benzin
Verbrauch (komb.)
12,4 l/100km (WLTP kombiniert)
Getriebe
8-Gang-Automatik (ZF)
Antriebsart
Hinterradantrieb
Zylinder
8 (V8)
Höchstgeschwindigkeit
325 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Coupé, Roadster
Maße (L/B/H)
4465 x 1942 x 1273 mm
Kofferraum
ca. 350 l
Gewicht
ca. 1655 kg
Sitze
2
Türen
2
Neupreis
ab ca. 185.000 €

Der Aston Martin V8 Vantage steht seit über vier Jahrzehnten für britische Sportwagen-Tradition und verbindet klassisches GT-Design mit moderner Leistung. Die aktuelle, seit 2024 produzierte dritte Generation markiert einen radikalen Neuanfang: Mit einem 4,0-Liter-V8-Biturbo von AMG leistet der Sportwagen 665 PS und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h. Das komplett überarbeitete Design mit breiterer Spur, aggressiveren Proportionen und einem Leergewicht von etwa 1.655 kg macht den neuen V8 Vantage zum bislang dynamischsten Serienmodell der Baureihe. Der Hinterradantrieb bleibt erhalten, das Achtgang-Automatikgetriebe wurde für schnellere Schaltvorgänge optimiert. In Deutschland startet der Preis bei etwa 185.000 Euro.

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Die Anfänge: V8 Vantage (1977–1989)

Die Geschichte des V8 Vantage beginnt 1977 als Hochleistungsvariante des Aston Martin V8. Mit 5,3 Litern Hubraum und rund 380 PS galt er damals als schnellster Seriensportwagen Großbritanniens. Das markante Kühlergrill-Design und die bullige Silhouette prägten das Erscheinungsbild dieser ersten Generation. Der handgefertigte V8-Motor mit Weber-Vergasern oder Bosch-Einspritzung trieb den Vantage auf über 270 km/h. Das Fünfgang-Schaltgetriebe und die robuste De-Dion-Hinterachse sorgten für klassische Sportwagencharakteristik. In Deutschland war der Wagen aufgrund seiner Seltenheit und des hohen Preises ein absolutes Exklusivmodell. Die Produktion erfolgte in Handarbeit in Newport Pagnell, was die Stückzahlen stark limitierte. Typisch für die Ära waren die analogen Instrumente, Ledersitze in traditioneller britischer Machart und ein puristisches Cockpit ohne moderne Elektronik.

Die lange Pause und Wiederbelebung: V8 Vantage (2005–2018)

Nach einer langen Pause kehrte der Name V8 Vantage 2005 zurück – nun als Einstiegsmodell in die Aston-Martin-Welt. Die zweite Generation basierte auf der VH-Plattform (Vertical Horizontal) aus Aluminium und war deutlich kompakter und moderner als der Vorgänger. Der 4,3-Liter-V8-Motor leistete zunächst 380 PS und wurde in Zusammenarbeit mit Cosworth entwickelt. Das sechsstufige Schaltgetriebe war serienmäßig, optional gab es die Sportshift-Automatik. Das Design von Henrik Fisker prägte eine ganze Ära: Die elegant geschwungene Karosserie, der breite Kühlergrill und die kurzen Überhänge machten den V8 Vantage zum Design-Klassiker der 2000er Jahre. In Deutschland startete der Preis bei etwa 110.000 Euro, was ihn zum günstigsten neuen Aston Martin machte und die Marke einem breiteren Publikum öffnete.

2008 erhielt der V8 Vantage einen größeren 4,7-Liter-Motor mit 420 PS, der die Fahrleistungen deutlich verbesserte: 0–100 km/h in 4,7 Sekunden und 290 km/h Spitze waren nun möglich. Parallel entstanden zahlreiche Sondermodelle wie der V8 Vantage S (ab 2011) mit 430 PS und sportlicherer Abstimmung, der V8 Vantage N420 als Reminiszenz an die Rennversion oder der GT4 als streckentaugliche Variante. Das Roadster-Modell erweiterte ab 2006 die Palette um eine offene Variante mit elektrischem Stoffverdeck. 2013 folgte ein dezentes Facelift mit überarbeiteter Front, LED-Tagfahrlicht und modernisiertem Innenraum samt neuem Infotainment-System. Die zweite Generation blieb bis 2018 im Programm und wurde in über 30.000 Einheiten produziert – ein Rekord für Aston Martin.

Technische Besonderheiten der zweiten Generation

Die VH-Aluminium-Plattform der zweiten V8-Vantage-Generation war für die damalige Zeit hochmodern: Durch den Einsatz von Aluminium-Strangpressprofilen und Gussteilen konnte das Gewicht auf etwa 1.570 kg (Coupé) gedrückt werden. Die Gewichtsverteilung von 49:51 (vorne:hinten) sorgte für neutrales Handling. Der V8-Motor saß weit hinten hinter der Vorderachse, was die Achslastverteilung optimierte. Die Hinterachse arbeitete mit einer Mehrlenker-Konstruktion, vorne kam eine Doppelquerlenker-Aufhängung zum Einsatz. Ab 2009 bot Aston Martin das Sport-Pack mit kürzerer Übersetzung, steiferen Dämpfern und sportlicherem Auspuff an. Die siebenstufige Sportshift-II-Automatik ab 2012 verbesserte die Schaltgeschwindigkeit erheblich und bot erstmals Schaltwippen am Lenkrad. Besonders in Deutschland geschätzt: die optionale Carbon-Keramik-Bremsanlage, die das ungefederte Gewicht reduzierte und wiederholte Rennstrecken-Einsätze ermöglichte.

Dritte Generation: Der Neuanfang (2018–2024)

2018 präsentierte Aston Martin die dritte V8-Vantage-Generation mit komplett neuem Design und Technik. Das Erscheinungsbild war deutlich aggressiver: Breitere Hüften, ein großer Kühlergrill und ein integrierter Heckspoiler prägten die Optik. Erstmals setzte Aston Martin auf einen von Mercedes-AMG zugekauften 4,0-Liter-V8-Biturbo mit 510 PS, der über eine Achtgang-Automatik von ZF die Hinterräder antrieb. Die Leistung reichte für 0–100 km/h in 3,5 Sekunden und 314 km/h Spitze. Das elektronisch gesteuerte Hinterachs-Sperrdifferenzial stammte ebenfalls von Mercedes, ebenso Teile der Elektronik-Architektur. Das Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern bot drei Modi (Sport, Sport+ und Track) für unterschiedliche Einsatzzwecke. Der Innenraum zeigte sich moderner mit digitalen Anzeigen, wurde aber für zu viel Mercedes-Elektronik kritisiert – ein Kompromiss der Kooperation zwischen Aston Martin und Daimler.

2019 folgte der V8 Vantage Roadster mit elektrischem Stoffverdeck, das in 6,7 Sekunden öffnet. Das Mehrgewicht von etwa 60 kg beeinflusste die Fahrleistungen kaum. 2021 kam der V8 Vantage F1 Edition als Hommage an Aston Martins Formel-1-Engagement, limitiert auf 100 Exemplare. Die AMR-Variante (Aston Martin Racing) mit manuellem Siebengang-Getriebe und 528 PS richtete sich an Puristen und wurde 2020 eingeführt – ein Statement gegen die Automatisierung im Sportwagenbau. In Deutschland kostete die dritte Generation ab etwa 150.000 Euro und positionierte sich gegen Porsche 911 Turbo und Mercedes-AMG GT. Die Bondbinder-Aluminium-Architektur reduzierte das Gewicht auf unter 1.530 kg und nutzte Aluminium, Magnesium und Verbundwerkstoffe.

Facelift und Weiterentwicklung (2023–2024)

2023 erhielt die dritte Generation ein umfassendes Update: Der Motor leistete nun 665 PS, die Höchstgeschwindigkeit stieg auf 325 km/h. Die überarbeitete Aerodynamik mit neuem Frontdiffusor und optimiertem Heckflügel erhöhte den Abtrieb um 200 Prozent. Das Chassis wurde mit neuen Federn, Dämpfern und Stabilisatoren geschärft, die Bremsanlage vergrößert. Optisch erkennbar am neuen Kühlergrill-Design, dunkel getönten Leuchten und 21-Zoll-Rädern als Option. Der Innenraum erhielt neue Sitze mit besserem Seitenhalt und ein aktualisiertes Infotainment-System. Dieses Facelift markierte den Übergang zur vierten Generation, die 2024 als komplett neues Modell vorgestellt wurde.

Die aktuelle vierte Generation (seit 2024)

Die seit 2024 aktuelle vierte V8-Vantage-Generation setzt auf Kontinuität bei gleichzeitiger Weiterentwicklung. Der 4,0-Liter-V8-Biturbo leistet unverändert 665 PS, doch durch Gewichtseinsparungen und aerodynamische Optimierungen verbesserten sich die Fahrleistungen weiter. Das Design wurde evolutionär weiterentwickelt mit schärferen Linien und verbesserter Aerodynamik. Die Bondbinder-Plattform wurde verstärkt, die Elektronik modernisiert. Besonders die adaptiven Dämpfer und das Torque-Vectoring-System profitieren von präziserer Software. In Deutschland kostet die aktuelle Generation ab etwa 185.000 Euro und tritt gegen Porsche 911 Turbo S, Ferrari Roma und McLaren Artura an. Die Produktion erfolgt weiterhin in Gaydon, England, mit hohem Handarbeitsanteil. Aston Martin bietet umfangreiche Individualisierungsmöglichkeiten über das Q-Programm, sodass nahezu jeder Vantage zum Unikat wird. Der deutsche Markt zählt zu den wichtigsten für die Baureihe, besonders in urbanen Zentren und bei Sportwagen-Enthusiasten ist der V8 Vantage gefragt.

Aston Martin V8 Vantage leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Aston Martin V8 Vantage.

V8 Vantage Facelift (2023–2024)Facelift

20232024 · Coupé, Roadster

Das umfassende Facelift 2023 steigerte die Leistung auf 665 PS und verbesserte die Aerodynamik erheblich: 200 Prozent mehr Abtrieb durch neuen Frontdiffusor und optimierten Heckflügel. Das Fahrwerk wurde mit neuen Komponenten geschärft, die Bremsanlage vergrößert. Optisch erkennbar an neuem Kühlergrill, dunkel getönten Leuchten und frischem Interieur.

antrieb
Hinterradantrieb
leistung
665 PS
besonderheiten
Leistungssteigerung auf 665 PS, 200 % mehr Abtrieb, überarbeitetes Fahrwerk, neue Aerodynamik
motorisierungen
4,0-Liter-V8-Biturbo (AMG)

V8 Vantage (2018–2023)

20182023 · Coupé, Roadster

Die 2018 eingeführte dritte Generation setzte auf einen 4,0-Liter-V8-Biturbo von Mercedes-AMG mit 510 PS und eine ZF-Achtgang-Automatik. Das aggressive Design mit breiten Hüften und integriertem Heckspoiler sowie die moderne Bondbinder-Plattform kennzeichneten den Neuanfang. Ab 2019 gab es den Roadster, 2020 folgte die AMR-Version mit Schaltgetriebe und 528 PS.

antrieb
Hinterradantrieb
leistung
510 PS
besonderheiten
Bondbinder-Aluminium-Architektur, AMG-Motor, elektronisches Sperrdifferenzial, ZF-Automatik
motorisierungen
4,0-Liter-V8-Biturbo (AMG)

V8 Vantage Facelift (2013–2018)Facelift

20132018 · Coupé, Roadster

Das 2013er Facelift brachte dezente optische Änderungen mit überarbeiteter Front und LED-Tagfahrlicht sowie ein modernisiertes Interieur mit neuem Infotainment-System. Die Sportshift-II-Automatik verbesserte die Schaltgeschwindigkeit, Sondermodelle wie der V8 Vantage S mit 430 PS oder der N420 erweiterten die Palette. Diese Generation blieb bis 2018 im Programm.

antrieb
Hinterradantrieb
leistung
420–440 PS (S-Modell)
besonderheiten
Überarbeitete Front, LED-Tagfahrlicht, modernisiertes Infotainment, Sport-Pack verfügbar
motorisierungen
4,7-Liter-V8

V8 Vantage (2005–2012)

20052012 · Coupé, Roadster

Die zweite Generation markierte 2005 die Rückkehr des V8 Vantage als kompakter Sportwagen auf Aluminium-Basis. Der zunächst 4,3-Liter-V8-Motor mit 380 PS wurde 2008 durch einen 4,7-Liter-Motor mit 420 PS ersetzt. Das elegante Design von Henrik Fisker und die VH-Plattform machten ihn zum erfolgreichsten Aston Martin seiner Zeit. Ab 2006 gab es auch einen Roadster.

antrieb
Hinterradantrieb
leistung
380–420 PS
besonderheiten
VH-Aluminium-Plattform, Design von Henrik Fisker, Einstiegsmodell bei Aston Martin
motorisierungen
4,3-Liter-V8 (bis 2008), 4,7-Liter-V8 (ab 2008)

V8 Vantage (1977–1989)

19771989 · Coupé

Die erste Generation des V8 Vantage war eine Hochleistungsvariante des Aston Martin V8 und galt als schnellster britischer Seriensportwagen seiner Zeit. Mit einem 5,3-Liter-V8-Motor und etwa 380 PS erreichte er über 270 km/h. Die handgefertigte Karosserie und das klassische britische GT-Design prägten diese Ära.

antrieb
Hinterradantrieb
leistung
ca. 380 PS
besonderheiten
Erster V8 Vantage, damals schnellster britischer Seriensportwagen
motorisierungen
5,3-Liter-V8

Häufige Fragen

Wie viel PS hat der aktuelle Aston Martin V8 Vantage?

Der aktuelle Aston Martin V8 Vantage (seit 2024) leistet 665 PS aus einem 4,0-Liter-V8-Biturbo-Motor von AMG und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h.

Was kostet ein neuer Aston Martin V8 Vantage in Deutschland?

Der Einstiegspreis für einen neuen Aston Martin V8 Vantage liegt in Deutschland bei etwa 185.000 Euro. Mit Individualisierungen über das Q-Programm kann der Preis deutlich steigen.

Welchen Motor hat der Aston Martin V8 Vantage?

Die aktuelle Generation nutzt einen 4,0-Liter-V8-Biturbo-Motor von Mercedes-AMG mit 665 PS. Dieser Motor wird über eine 8-Gang-Automatik an die Hinterräder geleitet.

Gibt es den Aston Martin V8 Vantage auch als Roadster?

Ja, neben dem Coupé bietet Aston Martin den V8 Vantage auch als Roadster mit elektrischem Stoffverdeck an, das sich in 6,7 Sekunden öffnen lässt.

Wie schnell beschleunigt der Aston Martin V8 Vantage?

Der aktuelle V8 Vantage beschleunigt in etwa 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h.

Ist der Aston Martin V8 Vantage alltagstauglich?

Der V8 Vantage ist primär ein Sportwagen, bietet aber genug Komfort für den Alltag. Das adaptive Fahrwerk ermöglicht entspanntes Cruisen, während der Kofferraum mit etwa 350 Litern für Gepäck ausreicht.