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Aston Martin

Aston Martin Virage

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Foto: Ank Kumar / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Der Aston Martin Virage der zweiten Generation (2011-2012) war ein exklusiver V12-Grand-Tourer, der die Lücke zwischen DB9 und DBS schloss. Mit 490 PS, klassischem Design und handwerklicher Verarbeitung bot er britische Sportwagen-Tradition auf höchstem Niveau.

Neupreis
ab 161.000 € (2011)

Ideal für: Liebhaber exklusiver britischer V12-Sportwagen mit GT-Charakter und Seltenheitswert

Technische Daten

Aston Martin Virage Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
360 kW (490 PS)
Kraftstoff
Benzin
Verbrauch (komb.)
14,9 l/100km
Getriebe
6-Gang Automatik Touchtronic 2
Antriebsart
Hinterradantrieb
Zylinder
12
Höchstgeschwindigkeit
296–299 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Coupé, Volante (Cabriolet)
Maße (L/B/H)
4720 x 1875 x 1280 mm
Kofferraum
186 l
Gewicht
1800–1870 kg
Sitze
4
Türen
2
Neupreis
ab 161.000 € (2011)

Der Aston Martin Virage ist ein Name, der in der Geschichte des britischen Sportwagenherstellers zweimal auftauchte und stets für eine Brücke zwischen verschiedenen Modelllinien stand. Die aktuelle und zweite Generation des Virage wurde von 2011 bis 2012 produziert und positionierte sich als elegante Mittelklasse zwischen dem DB9 und dem leistungsstarken DBS. Mit einem 6,0-Liter-V12-Motor mit 490 PS (360 kW) bot der Virage eine harmonische Kombination aus Alltagstauglichkeit und sportlicher Performance. Das Design folgte der klassischen Aston-Martin-Linie mit langgestreckter Motorhaube, muskulösen Flanken und der charakteristischen Kühlergrill-Silhouette. Im deutschen Markt wurde der Virage als exklusiver Grand Tourer angeboten, der sich durch hochwertige Materialien und handwerkliche Verarbeitung auszeichnete.

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Die erste Generation: Virage (1989-2000)

Die ursprüngliche Virage-Baureihe markierte einen wichtigen Wendepunkt in der Unternehmensgeschichte von Aston Martin. Vorgestellt auf der Birmingham Motor Show 1988 und ab 1989 ausgeliefert, war der Virage der erste völlig neue Aston Martin seit 20 Jahren. Das Design stammte von John Heffernan und Ken Greenley und zeigte sich deutlich moderner als die Vorgänger, behielt aber die klassischen Proportionen eines britischen GT-Sportwagens bei. Der Virage basierte auf einer modifizierten Version der V8-Plattform, war aber deutlich zeitgemäßer gestaltet. Angetrieben wurde er von einem 5,3-Liter-V8-Motor mit 32 Ventilen, der zunächst 330 PS leistete. Die Kraftübertragung erfolgte über ein manuelles 5-Gang-Getriebe von ZF oder optional ein 3-Gang-Automatikgetriebe von Chrysler. Der Wagen wog rund 1790 kg und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 254 km/h. Die Karosserie wurde traditionell in Handarbeit aus Aluminium gefertigt, was den hohen Preis von umgerechnet über 200.000 DM rechtfertigte.

Im Laufe der 1990er Jahre entwickelte sich die erste Virage-Generation in mehrere Varianten. 1992 erschien die Volante-Version als offenes Cabriolet, das mit einem elektrisch betätigten Stoffverdeck ausgestattet war. Parallel dazu entstand 1993 die Hochleistungsvariante Vantage, die mit einem kompressoraufgeladenen 5,3-Liter-V8 mit 550 PS eine völlig neue Leistungsdimension erreichte. Diese Vantage-Version gilt heute als einer der begehrtesten klassischen Aston Martin überhaupt. 1996 wurde der normale Virage umbenannt in V8 Coupé beziehungsweise V8 Volante, wobei die technische Basis weitgehend identisch blieb. Die Produktion endete schließlich im Jahr 2000, nachdem insgesamt etwa 365 Coupés und rund 233 Volante-Modelle der ursprünglichen Virage-Serie gebaut worden waren. Die Fertigung war extrem aufwändig und erfolgte nahezu komplett in Handarbeit im Werk Newport Pagnell. Für den deutschen Markt waren diese Fahrzeuge stets Raritäten, die hauptsächlich von vermögenden Enthusiasten erworben wurden.

Die zweite Generation: Virage (2011-2012)

Nach einer elfjährigen Pause reaktivierte Aston Martin den Namen Virage im Jahr 2011 für ein völlig neues Modell. Die zweite Generation basierte auf der VH-Plattform (Vertical Horizontal), die auch DB9 und DBS zugrunde lag. Der neue Virage wurde sowohl als Coupé als auch als Volante-Cabriolet angeboten und sollte die Lücke zwischen dem komfortorientierten DB9 und dem kompromisslos sportlichen DBS schließen. Optisch unterschied sich der Virage durch dezente Details wie eine spezifische Frontschürze, markante LED-Rückleuchten und charakteristische 20-Zoll-Leichtmetallfelgen. Das Design war eine Weiterentwicklung der von Marek Reichman geprägten Aston-Martin-Formensprache und wirkte elegant sowie zeitlos zugleich.

Technisch setzte der Virage der zweiten Generation auf den bewährten 5,9-Liter-V12-Motor (AM11), der 490 PS (360 kW) bei 6.500 U/min und ein maximales Drehmoment von 570 Nm bei 5.750 U/min lieferte. Die Kraftübertragung erfolgte über ein 6-Gang-Automatikgetriebe Touchtronic 2 von ZF an die Hinterräder. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelang dem Coupé in 4,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit lag bei 299 km/h. Das Volante-Cabriolet war mit 4,7 Sekunden minimal langsamer und erreichte 296 km/h. Der Verbrauch wurde mit durchschnittlich 14,9 Litern auf 100 Kilometer angegeben, was für einen V12-Sportwagen dieser Leistungsklasse im akzeptablen Bereich lag. Das Leergewicht betrug beim Coupé etwa 1.800 kg, beim Volante rund 1.870 kg aufgrund der Versteifungsmaßnahmen.

Das Fahrwerk des Virage kombinierte Komfort und Dynamik durch adaptive Dämpfer, die in drei Stufen einstellbar waren (Normal, Sport und Track). Die Lenkung war elektromechanisch unterstützt und bot eine gute Balance zwischen Präzision und Komfort. Die Bremsanlage stammte von Brembo mit gelochten und innenbelüfteten Scheiben vorne (398 mm) und hinten (360 mm). Serienmäßig war der Virage mit Carbon-Keramik-Bremsen ausgestattet, die für eine hervorragende Verzögerung sorgten. Das Interieur präsentierte sich in gewohnter Aston-Martin-Manier mit hochwertigstem Leder, Aluminium-Applikationen und edlen Holzfurnieren. Die Sitze boten exzellenten Seitenhalt und waren für lange Strecken ausgelegt. Das Infotainment-System wirkte allerdings bereits zum Marktstart leicht veraltet, da es auf Technik von Volvo basierte.

In Deutschland wurde der Virage ab einem Grundpreis von etwa 161.000 Euro für das Coupé angeboten, das Volante kostete circa 172.000 Euro. Damit lag er preislich genau zwischen DB9 (ab ca. 145.000 Euro) und DBS (ab ca. 195.000 Euro). Die Produktion fand im Werk Gaydon statt, wo Aston Martin seit 2003 ansässig ist. Allerdings währte die zweite Virage-Ära nur kurz: Bereits 2012 wurde die Produktion wieder eingestellt. Der Grund war eine strategische Neuausrichtung der Modellpalette. Aston Martin entschied sich, den DB9 grundlegend zu überarbeiten und dessen Leistung anzuheben, wodurch der Virage überflüssig wurde. Insgesamt entstanden in der kurzen Produktionszeit etwa 1.000 Exemplare beider Karosserieformen, was den Virage II zu einem relativ seltenen Modell macht. Für Sammler und Enthusiasten ist er heute interessant, da er eine eigene Nische in der Aston-Martin-Historie besetzt – weder vollständig Luxus-GT wie der DB9, noch kompromissloser Supersportler wie der DBS.

Marktpositionierung und Besonderheiten

Beide Virage-Generationen hatten gemein, dass sie schwer zu positionieren waren und letztlich nur kurze Produktionszyklen erlebten. Die erste Generation litt unter der wirtschaftlich schwierigen Lage von Aston Martin in den 1990er Jahren und wurde schließlich in andere Modellbezeichnungen überführt. Die zweite Generation war ein Versuch, die Modellpalette feiner zu staffeln, erwies sich aber als zu nah am DB9 positioniert, um langfristig eigenständig zu bestehen. Dennoch haben beide Generationen ihren festen Platz in der Markengeschichte. Der erste Virage war der letzte in Newport Pagnell handgefertigte Aston Martin der klassischen Schule, während der zweite Virage die ausgereifte VH-Plattform in ihrer vielleicht ausgewogensten Form zeigte. In Deutschland blieben beide Generationen seltene Erscheinungen, da Aston Martin hierzulande ohnehin eine Nischenmarke ist. Besonders die zweite Generation findet sich heute zunehmend im Gebrauchtwagenmarkt und bietet eine interessante Alternative zum weiter verbreiteten DB9, oft zu attraktiveren Preisen aufgrund der geringeren Bekanntheit des Namens. Die exklusive Fertigung, die V12-Motoren und das zeitlose Design machen beide Virage-Generationen zu begehrten Sammlerstücken für Kenner britischer Sportwagen.

Aston Martin Virage leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Aston Martin Virage.

Virage I (1989-2000)

19892000 · Coupé, Volante

Die erste Generation des Aston Martin Virage (1989-2000) war eine Neuentwicklung auf Basis der V8-Plattform mit modernem Design von John Heffernan und Ken Greenley. Der 5,3-Liter-V8 mit 32 Ventilen leistete 330 PS und trieb das in Handarbeit gefertigte Aluminium-Coupé an. Ab 1992 folgte die Volante-Cabriolet-Version, 1993 die Hochleistungs-Variante Vantage mit 550 PS. Insgesamt entstanden etwa 598 Fahrzeuge aller Varianten in traditioneller Fertigung in Newport Pagnell.

antrieb
Hinterradantrieb
leistung
243 kW (330 PS)
besonderheiten
Handgefertigt in Newport Pagnell, Aluminium-Karosserie, erste Neuentwicklung nach 20 Jahren
motorisierungen
5,3-Liter-V8

Häufige Fragen

Wie viele Generationen des Aston Martin Virage gab es?

Es gab zwei Generationen des Aston Martin Virage: Die erste von 1989 bis 2000 und die zweite von 2011 bis 2012. Beide waren nur relativ kurz im Programm und sind heute gesuchte Raritäten.

Welchen Motor hatte der Aston Martin Virage der zweiten Generation?

Der Virage II (2011-2012) war mit einem 5,9-Liter-V12-Motor ausgestattet, der 490 PS (360 kW) leistete und über ein 6-Gang-Automatikgetriebe an die Hinterachse übertragen wurde.

Was kostete der Aston Martin Virage in Deutschland?

Der Aston Martin Virage der zweiten Generation (2011-2012) kostete in Deutschland ab etwa 161.000 Euro für das Coupé und ab circa 172.000 Euro für das Volante-Cabriolet.

Warum wurde der Aston Martin Virage eingestellt?

Die zweite Virage-Generation wurde 2012 eingestellt, weil Aston Martin den DB9 überarbeitete und dessen Leistung anhob, wodurch der Virage als Zwischenmodell zwischen DB9 und DBS überflüssig wurde.

Wie viele Aston Martin Virage wurden produziert?

Von der ersten Generation (1989-2000) entstanden etwa 365 Coupés und 233 Volante. Von der zweiten Generation (2011-2012) wurden insgesamt rund 1.000 Exemplare beider Karosserieformen gebaut.