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Audi 100

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Foto: Preiselbeere at German Wikipedia / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0

Der Audi 100 C4 (1990-1994) war die vierte und letzte Generation der traditionsreichen Baureihe und stellte eine technisch ausgereifte obere Mittelklasse-Limousine mit Schwerpunkt auf Aerodynamik, Komfort und quattro-Allradtechnik dar. Er wurde 1994 durch den Audi A6 ersetzt.

Neupreis
ab ca. 38.000 DM (1990, entspricht inflationsbereinigt ca. 30.000 €)

Ideal für: Liebhaber klassischer Audi-Modelle und Fahrer, die Wert auf Alltagstauglichkeit mit quattro-Allrad legen

Technische Daten

Audi 100 Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
74–128 kW (101–174 PS)
Kraftstoff
Benzin, Diesel
Verbrauch (komb.)
7,5–11,2 l/100km
Getriebe
5-Gang manuell, 4-Gang Automatik
Antriebsart
Frontantrieb, quattro Allrad
Zylinder
4, 5, 6
Höchstgeschwindigkeit
175–225 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Limousine, Kombi (Avant)
Maße (L/B/H)
4790 x 1777 x 1442 mm
Kofferraum
492–1460 l (Avant)
Gewicht
1350–1570 kg
Sitze
5
Türen
4 (Limousine), 5 (Avant)
Neupreis
ab ca. 38.000 DM (1990, entspricht inflationsbereinigt ca. 30.000 €)

Der Audi 100 war über drei Jahrzehnte hinweg ein Eckpfeiler der Modellpalette der Ingolstädter Marke und prägte maßgeblich das Image von Audi als Hersteller technisch ausgereifter Mittel- und Oberklassefahrzeuge. Von 1968 bis 1994 produziert, durchlief der Audi 100 vier Generationen, die jeweils wichtige technische Innovationen einführten und den Weg für den späteren Audi A6 ebneten. Die letzte Generation, der C4, wurde 1994 durch den Audi A6 abgelöst, der die Modellbezeichnung und das Konzept nahtlos weiterführte. Der Audi 100 steht heute für eine Ära des Umbruchs bei Audi – vom konventionellen Mittelklassewagen hin zu einem technologisch führenden Premium-Hersteller.

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Erste Generation: Audi 100 C1 (1968-1976)

Im November 1968 stellte Audi den ersten 100 vor und markierte damit einen Neuanfang nach der Übernahme durch Volkswagen. Der C1 war als moderne Mittelklasse-Limousine konzipiert und bot im Vergleich zu den bisherigen Modellen ein deutlich zeitgemäßeres Design mit klaren Linien und einer selbsttragenden Karosserie. Die Motoren waren zunächst Vierzylinder-Aggregate mit 1,8 und 1,9 Litern Hubraum und Leistungen zwischen 80 und 115 PS. Ab 1970 ergänzte der Audi 100 Coupé S mit einem 1,9-Liter-Motor und 112 PS das Angebot. Das zweitürige Coupé unterschied sich deutlich von der Limousine und zielte auf eine sportlichere Klientel ab. 1973 folgte ein Facelift mit modifizierten Stoßfängern und überarbeiteter Frontpartie. Technisch bot der C1 für seine Zeit moderne Lösungen wie eine MacPherson-Federbeinvorderachse und Scheibenbremsen vorn. Der C1 etablierte den Audi 100 als soliden, gut verarbeiteten Mittelklassewagen und verkaufte sich über 800.000 Mal.

Zweite Generation: Audi 100 C2 (1976-1982)

1976 präsentierte Audi die zweite Generation des 100, intern als C2 bezeichnet. Das Design wurde deutlich kantiger und moderner, mit einer markanten Keilform und verbesserter Aerodynamik. Die Motorenpalette umfasste nun Vierzylinder mit 1,6 bis 2,1 Litern Hubraum sowie erstmals Fünfzylinder-Motoren mit 2,0 und 2,1 Litern, die zwischen 85 und 136 PS leisteten. Ein besonderes Highlight war die Einführung des ersten Fünfzylinder-Dieselmotors von Audi im Jahr 1978, der mit 2,0 Litern Hubraum und 70 PS einen wichtigen Schritt in Richtung Effizienz darstellte. Auch der C2 war als Limousine sowie als Avant (Kombi) erhältlich, wobei der Avant 1977 auf den Markt kam und sich schnell zu einem wichtigen Verkaufspfeiler entwickelte. 1979 erhielt der C2 ein Facelift mit überarbeiteter Front und neuen Rückleuchten. Technisch bot Audi erstmals optional eine Fünfgang-Handschaltung an. Der C2 verkaufte sich rund 700.000 Mal und festigte Audis Ruf als Hersteller langlebiger Mittelklassefahrzeuge.

Dritte Generation: Audi 100 C3 (1982-1991)

Die dritte Generation des Audi 100, der C3, wurde 1982 vorgestellt und bedeutete einen technologischen Quantensprung. Mit einem cw-Wert von 0,30 für die Limousine war der C3 das aerodynamischste Serienfahrzeug seiner Zeit – ein Verdienst der stromlinienförmigen Karosserie mit bündigen Scheiben und einer komplett verkleideten Unterbodenplatte. Das Design stammte von Chefdesigner Hartmut Warkuß und brach radikal mit den kantigen Formen des Vorgängers. Die Motorenpalette reichte von Vierzylindern mit 1,8 und 2,0 Litern (75-115 PS) bis zu Fünfzylindern mit bis zu 2,3 Litern und 136 PS. Ab 1986 stand auch ein 2,5-Liter-Turbodiesel mit 120 PS zur Verfügung. Ein Meilenstein war die Einführung des permanenten Allradsystems quattro im Jahr 1983, zunächst für die Limousine und ab 1984 auch für den Avant. Der quattro-Antrieb machte den 100 zum Synonym für Alltagstauglichkeit bei jedem Wetter und begründete Audis Reputation im Allradbereich. 1988 erhielt der C3 ein Facelift mit neuen Stoßfängern, modernisierten Scheinwerfern und überarbeiteten Motoren, darunter ein neuer 2,3-Liter-Fünfzylinder mit 133 PS und ein 2,5-Liter-V6-TDI mit 120 PS. Der C3 wurde bis 1991 gebaut und verkaufte sich über 1,1 Millionen Mal.

Vierte Generation: Audi 100 C4 (1990-1994)

Im Dezember 1990 debütierte die vierte und letzte Generation des Audi 100, der C4. Das Design wurde wiederum von der Aerodynamik geprägt, mit weicheren Linien, einer stärker geneigten Windschutzscheibe und einem cw-Wert von 0,29 für die Limousine. Der C4 war größer und komfortabler als sein Vorgänger und zielte klar auf die obere Mittelklasse ab. Die Motorenpalette startete mit einem 2,0-Liter-Vierzylinder mit 101 PS und reichte bis zum 2,8-Liter-V6 mit 174 PS. Auch ein 2,5-Liter-TDI mit 115 PS und später 140 PS sowie ein 2,6-Liter-V6 mit 150 PS waren verfügbar. Der quattro-Allradantrieb war weiterhin optional erhältlich und wurde mit einer Torsen-Differentialsperre ausgestattet, die eine variable Kraftverteilung ermöglichte. Technische Highlights des C4 waren die vollverzinkte Karosserie für verbesserten Rostschutz, adaptive Dämpfer (optional) und umfangreiche Sicherheitsausstattung mit Airbags. 1992 folgte ein leichtes Update mit leicht modifizierten Scheinwerfern und neuen Motoren. Der Avant folgte 1991 und bot mit bis zu 1460 Litern Kofferraumvolumen eine der größten Ladeflächen im Segment. 1994 wurde der Audi 100 durch den Audi A6 ersetzt, der im Wesentlichen die Weiterentwicklung des C4 darstellte und die neue alphanumerische Nomenklatur von Audi einführte. Der C4 verkaufte sich rund 600.000 Mal und bildete den würdigen Abschluss der 100er-Baureihe.

Besonderheiten und Bedeutung

Der Audi 100 war über seine vier Generationen hinweg ein Pionier in Sachen Aerodynamik, Allradtechnik und Qualität. Die C3-Generation setzte neue Maßstäbe in der Windschlüpfrigkeit und beeinflusste das Design zahlreicher Konkurrenzmodelle. Der quattro-Antrieb, der im 100 erstmals in einer Limousine angeboten wurde, wurde zum Markenkern von Audi und ist bis heute ein zentrales Verkaufsargument. Auch die vollverzinkte Karosserie ab dem C4 zeigte Audis Anspruch an Langlebigkeit und Wertbeständigkeit. Der Audi 100 war nie das sportlichste oder emotionalste Auto seiner Klasse, aber stets eines der durchdachtesten und zuverlässigsten. Er ebnete den Weg für die A6-Baureihe, die heute zu den erfolgreichsten Modellen von Audi gehört. Sammler und Enthusiasten schätzen insbesondere die C3-Generation mit quattro-Antrieb und Fünfzylinder-Motor als robustes, charaktervolles Fahrzeug mit zeitlosem Design. Der Audi 100 bleibt ein wichtiges Kapitel in der Markengeschichte und ein Symbol für Audis Transformation zum Premium-Hersteller.

Audi 100 leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Audi 100.

C3 Facelift (1988-1991)Facelift

19881991 · Limousine, Avant

Audi 100 C3 Facelift (1988-1991)
Foto: Rutger van der Maar / Wikimedia Commons / CC BY 2.0
Audi 100 C3 Facelift (1988-1991)
Foto: Rutger van der Maar / Wikimedia Commons / CC BY 2.0

Das Facelift des Audi 100 C3 von 1988 brachte neue Stoßfänger, modernisierte Scheinwerfer und ein überarbeitetes Interieur. Motorenseitig wurden ein neuer 2,3-Liter-Fünfzylinder mit 133 PS und ein 2,5-Liter-V6-TDI mit 120 PS eingeführt. Der quattro-Antrieb blieb optional verfügbar. Technisch und optisch wurde der C3 so fit für die letzten Produktionsjahre bis 1991 gemacht.

antrieb
Frontantrieb, quattro Allrad
leistung
85–100 kW (115–136 PS)
besonderheiten
Neue Stoßfänger, modernisierte Scheinwerfer, überarbeitete Motoren, verbessertes Interieur
motorisierungen
2,0–2,3 l Vierzylinder und Fünfzylinder, 2,5 l V6-TDI

C3 (1982-1991)

19821991 · Limousine, Avant

Audi 100 C3 (1982-1991)
Foto: Rutger van der Maar / Wikimedia Commons / CC BY 2.0
Audi 100 C3 (1982-1991)
Foto: Rutger van der Maar / Wikimedia Commons / CC BY 2.0

Der Audi 100 C3 (1982-1991) war ein aerodynamischer Meilenstein mit einem cw-Wert von 0,30 und revolutionärem Stromliniendesign. 1983 wurde der permanente quattro-Allradantrieb eingeführt, der Audi zum Synonym für Allradtechnik machte. Die Motorenpalette umfasste Vier- und Fünfzylinder sowie ab 1986 einen 2,5-Liter-Turbodiesel. Ein Facelift 1988 brachte modernisierte Optik und neue Motoren. Über 1,1 Millionen Einheiten verkauft.

antrieb
Frontantrieb, quattro Allrad (ab 1983)
leistung
55–100 kW (75–136 PS)
besonderheiten
cw-Wert 0,30, quattro-Allrad ab 1983, aerodynamisches Design, vollverkleideter Unterboden
motorisierungen
1,8–2,3 l Vierzylinder und Fünfzylinder, 2,0–2,5 l Diesel

C2 (1976-1982)

19761982 · Limousine, Avant

Audi 100 C2 (1976-1982)
Foto: Sven Storbeck / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0
Audi 100 C2 (1976-1982)
Foto: Sven Storbeck / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0

Der Audi 100 C2 (1976-1982) brachte ein deutlich kantigeres, moderneres Design und eine erweiterte Motorenpalette mit erstmals Fünfzylinder-Aggregaten und einem Dieselmotor (ab 1978). Der Avant folgte 1977 und wurde schnell beliebt. Ein Facelift 1979 brachte neue Front- und Heckpartien. Rund 700.000 Exemplare wurden verkauft und festigten Audis Ruf für Qualität und Langlebigkeit.

antrieb
Frontantrieb
leistung
51–100 kW (70–136 PS)
besonderheiten
Kantigeres Design, erstmals Fünfzylinder-Motoren und Dieselmotor (1978), Avant ab 1977
motorisierungen
1,6–2,1 l Vierzylinder und Fünfzylinder, 2,0 l Diesel

C1 (1968-1976)

19681976 · Limousine, Coupé

Audi 100 C1 (1968-1976)
Foto: JoachimKohler-HB / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0
Audi 100 C1 (1968-1976)
Foto: Lothar Spurzem / Wikimedia Commons / CC BY-SA 2.0 de

Die erste Generation des Audi 100 (C1) wurde 1968 vorgestellt und markierte einen Neuanfang für Audi nach der VW-Übernahme. Mit modernem Design, selbsttragender Karosserie und Vierzylinder-Motoren zwischen 80 und 115 PS etablierte sich der C1 als solider Mittelklassewagen. Ab 1970 ergänzte das sportliche Coupé S das Angebot. Ein Facelift folgte 1973 mit überarbeiteter Front. Über 800.000 Einheiten wurden verkauft.

antrieb
Frontantrieb
leistung
59–85 kW (80–115 PS)
besonderheiten
Erster Audi 100, selbsttragende Karosserie, Scheibenbremsen vorn, Coupé S ab 1970
motorisierungen
1,8–1,9 l Vierzylinder

Häufige Fragen

Wie viele Generationen des Audi 100 gab es?

Es gab vier Generationen des Audi 100: C1 (1968-1976), C2 (1976-1982), C3 (1982-1991) und C4 (1990-1994). Die letzte Generation wurde 1994 durch den Audi A6 abgelöst.

Welche Generation des Audi 100 hatte den niedrigsten cw-Wert?

Die C4-Generation (1990-1994) erreichte mit einem cw-Wert von 0,29 für die Limousine den niedrigsten Luftwiderstandsbeiwert. Die C3-Generation lag mit 0,30 nur knapp darüber.

Wann wurde der quattro-Antrieb im Audi 100 eingeführt?

Der permanente quattro-Allradantrieb wurde 1983 in der C3-Generation des Audi 100 eingeführt, zunächst für die Limousine und ab 1984 auch für den Avant.

Welche Motoren waren im Audi 100 C4 verfügbar?

Der C4 (1990-1994) bot Vierzylinder ab 2,0 Litern (101 PS), Fünfzylinder mit bis zu 2,3 Litern, V6-Benziner mit 2,6 und 2,8 Litern (150-174 PS) sowie TDI-Diesel mit 2,5 Litern und bis zu 140 PS.

Was ist der Unterschied zwischen Audi 100 C4 und Audi A6 C4?

Der Audi A6 C4 (ab 1994) ist im Wesentlichen die Weiterentwicklung des Audi 100 C4 mit neuer Modellbezeichnung, leicht überarbeiteter Optik und erweiterten Ausstattungsoptionen. Technisch basieren beide auf der gleichen Plattform.