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Audi R8

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Foto: Alexander Migl / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Der Audi R8 ist der Supersportwagen aus Ingolstadt mit Mittelmotor-Layout und permanentem Allradantrieb quattro. Er kombiniert Rennstrecken-Performance mit Alltagstauglichkeit und wird ausschließlich mit einem 5,2-Liter-V10-Motor angeboten, der zwischen 570 und 620 PS leistet.

Neupreis
ab 185.000 € (Produktion eingestellt)

Ideal für: Sportwagen-Enthusiasten, die höchste Performance mit Alltagstauglichkeit und Allrad-Sicherheit verbinden möchten.

Technische Daten

Audi R8 Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
419–456 kW (570–620 PS)
Kraftstoff
Benzin (Super Plus)
Verbrauch (komb.)
13,1–13,7 l/100 km (komb., NEFZ)
Getriebe
7-Gang S tronic (Doppelkupplung)
Antriebsart
quattro Allradantrieb (permanent)
Zylinder
10 (V10)
Höchstgeschwindigkeit
324–331 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Coupé, Spyder
Maße (L/B/H)
4425 x 1940 x 1242 mm
Kofferraum
112 l
Gewicht
1595–1695 kg
Sitze
2
Türen
2
Neupreis
ab 185.000 € (Produktion eingestellt)

Der Audi R8 ist seit 2006 das Flaggschiff unter den Sportwagen der Ingolstädter Marke und markiert den Höhepunkt der technischen Leistungsfähigkeit von Audi. Aktuell wird die zweite Generation angeboten, die seit 2015 produziert wird und nach mehreren Überarbeitungen seit 2023 als limitiertes Sondermodell ausläuft. Der R8 kombiniert Alltagstauglichkeit mit echter Supersportwagen-Performance und teilt sich wesentliche Komponenten mit dem Lamborghini Huracán. Mit seinem charakteristischen Mittelmotor-Layout und dem permanenten Allradantrieb quattro setzt der R8 bis heute Maßstäbe im Hochleistungssegment.

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Erste Generation – Typ 42 (2006–2015)

Der ursprüngliche Audi R8 debütierte 2006 auf dem Pariser Autosalon und läutete eine neue Ära für Audi ein. Erstmals wagte sich die Marke mit den vier Ringen in das Segment der echten Supersportwagen vor. Basis war die Aluminium Space Frame-Technologie (ASF), die bereits im Audi A8 zum Einsatz kam. Die erste Generation wurde zunächst ausschließlich als Coupé mit einem 4,2-Liter-V8-Motor angeboten, der 420 PS leistete und aus dem RS4 stammm. Dieser Mittelmotor trieb über ein manuelles 6-Gang-Getriebe oder optional über die 6-Gang-Automatik R tronic alle vier Räder an. Das Design mit den markanten Seitenklingen, den LED-Scheinwerfern und der flachen Silhouette wurde zum Markenzeichen und ist bis heute prägend.

2008 wurde das Portfolio um den R8 V10 erweitert, der mit seinem 5,2-Liter-V10-Motor und zunächst 525 PS deutlich mehr Performance bot. Dieser Motor war eng verwandt mit dem Triebwerk des Lamborghini Gallardo und wurde in Zusammenarbeit entwickelt. Ein Jahr später, 2009, folgte das R8 Spyder mit elektrischem Stoffverdeck, das in 19 Sekunden öffnete und bis 50 km/h betätigt werden konnte. Das Spyder war sowohl mit V8 als auch mit V10 erhältlich und wog nur rund 100 kg mehr als das Coupé.

Facelift Typ 42 (2012–2015)

2012 erhielt die erste Generation ein umfangreiches Facelift. Die Frontpartie wurde überarbeitet, wobei die Lufteinlässe größer wurden und der Singleframe-Kühlergrill neu gestaltet wurde. Auch die LED-Scheinwerfer wurden modifiziert. Technisch brachte das Update vor allem die Einführung der 7-Gang-S-tronic-Doppelkupplungsgetriebe, die die bisherige R tronic ersetzte. Der V8-Motor wurde auf 430 PS aufgewertet, der V10 auf 525 PS im Standardmodell. Zeitgleich wurde der R8 GT eingeführt, eine limitierte Hochleistungsvariante mit 560 PS, reduziertem Gewicht von 1525 kg und verbesserter Aerodynamik. Nur 333 Exemplare des GT wurden weltweit gebaut.

2013 folgte der R8 V10 plus als permanentes Top-Modell mit 550 PS, der die Lücke zum GT schloss. Diese Variante beschleunigte in 3,5 Sekunden auf 100 km/h und erreichte 317 km/h Höchstgeschwindigkeit. Carbon-Keramik-Bremsen waren serienmäßig, ebenso ein spezielles Sport-Fahrwerk. Das Facelift brachte zudem neue Assistenzsysteme wie eine Rückfahrkamera und das Audi Parking System. 2015 wurde die erste Generation nach knapp 28.000 produzierten Einheiten eingestellt.

Zweite Generation – Typ 4S (2015–2023)

Die zweite Generation des R8 wurde 2015 auf der IAA Frankfurt präsentiert und basiert auf der Modularen Sportwagenplattform (MSS), die zusammen mit Lamborghini entwickelt wurde und auch dem Huracán als Basis dient. Die Struktur besteht nun aus einer Kombination von Aluminium und Carbon, wodurch die Steifigkeit um 40 Prozent gegenüber dem Vorgänger stieg, während das Gewicht leicht reduziert wurde. Das Design wurde evolutionär weiterentwickelt, mit schärferen Linien, einer breiteren Spur und neuen Full-LED- bzw. optional Laser-Scheinwerfern.

Der V8-Motor wurde komplett gestrichen – die zweite Generation startete ausschließlich mit dem 5,2-Liter-V10. In der Basisversion leistete er 540 PS, in der V10 plus-Variante 610 PS. Alle Modelle erhielten das 7-Gang-S-tronic-Doppelkupplungsgetriebe, ein manuelles Getriebe wurde nicht mehr angeboten. Die Beschleunigung des V10 plus lag bei 3,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit bei 330 km/h. Das virtuelle Cockpit mit 12,3-Zoll-Display wurde zum Standard und ersetzte die analogen Instrumente vollständig. Die Fahrdynamik wurde durch ein neu abgestimmtes quattro-System mit elektrisch gesteuerter Lamellenkupplung und optionaler Hinterachslenkung verfeinert.

Facelift Typ 4S (2019–2023)

2019 erhielt die zweite Generation ein umfassendes Facelift. Die Front wurde mit neuen Lufteinlässen und einem breiteren Diffusor am Heck deutlich aggressiver gestaltet. Die Motorleistungen wurden angehoben: Der Basis-V10 leistete nun 570 PS, der V10 performance (neue Bezeichnung statt plus) 620 PS. Beide Varianten erhielten überarbeitete Abgasanlagen mit noch markanterer Akustik. Das Fahrwerk wurde mit neuen adaptiven Dämpfern ausgestattet, und die Lenkung wurde direkter abgestimmt.

Technisch wurde das Infotainment auf die neueste MMI-Generation aktualisiert, und es kamen zusätzliche Konnektivitätsfunktionen hinzu. Die Seitenteile konnten nun in Wagenfarbe, Carbon oder kontrastierend bestellt werden. Audi führte außerdem mehrere Sondermodelle ein, darunter den R8 V10 Decennium 2019 zum zehnjährigen Jubiläum des V10-Motors (limitiert auf 222 Stück) und den R8 green hell 2021, inspiriert von der Nordschleife des Nürburgrings. 2022 kündigte Audi das Ende der R8-Produktion an. Als Abschiedsmodell wurde der R8 GT aufgelegt, limitiert auf 333 Exemplare weltweit, mit 620 PS, optimierter Aerodynamik und einem Leergewicht von unter 1570 kg.

Rennsport und Technologie

Parallel zur Straßenversion entwickelte Audi den R8 LMS für den GT3-Rennsport. Seit 2009 ist der R8 LMS einer der erfolgreichsten GT3-Rennwagen weltweit und gewann unter anderem die 24 Stunden von Spa, die 24 Stunden vom Nürburgring und zahlreiche GT-Meisterschaften. Die vierte Generation des R8 LMS wurde 2022 vorgestellt und wird weiterhin an Kundenteams verkauft, obwohl die Straßenversion ausläuft. Diese enge Verzahnung zwischen Renn- und Straßensport ist charakteristisch für den R8.

Technologisch setzt der R8 seit jeher auf hochwertigste Materialien und innovative Lösungen. Die Virtual Cockpit-Technologie feierte im R8 ihr Debüt, bevor sie in die gesamte Modellpalette Einzug hielt. Auch die Matrix-LED- und Laser-Scheinwerfer wurden im R8 erstmals angeboten. Der Audi Space Frame in Aluminium und später die Carbon-Aluminium-Hybridstruktur demonstrieren den Leichtbau-Anspruch. Mit dem Auslaufen 2023 endet vorerst eine Ära, doch Audi hat bereits angekündigt, dass ein Nachfolger kommen wird – möglicherweise mit elektrischem Antrieb als Teil der e-tron-Familie.

Audi R8 leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Audi R8.

Typ 4S (2015–2019)

20152019 · Coupé, Spyder

Die zweite Generation des R8 debütierte 2015 auf einer komplett neuen Plattform, die mit Lamborghini entwickelt wurde. Die Struktur aus Aluminium und Carbon erhöhte die Steifigkeit um 40 Prozent bei gleichzeitig reduziertem Gewicht. Der V8-Motor entfiel komplett – nur der 5,2-Liter-V10 mit 540 oder 610 PS (plus) blieb im Programm.

Alle Modelle erhielten das 7-Gang-S-tronic-Getriebe, ein manuelles Getriebe wurde nicht mehr angeboten. Das Audi Virtual Cockpit mit 12,3-Zoll-Display ersetzte analoge Instrumente. Optionale Hinterachslenkung, Laser-Scheinwerfer und ein überarbeitetes quattro-System mit elektrisch gesteuerter Lamellenkupplung setzten neue technische Maßstäbe.

antrieb
quattro Allradantrieb permanent mit elektromechanischer Lamellenkupplung
leistung
397–449 kW (540–610 PS)
besonderheiten
Modulare Sportwagenplattform (MSS) mit Lamborghini, Virtual Cockpit serienmäßig, Laser-Scheinwerfer optional
motorisierungen
5,2-l-V10 (540 PS), 5,2-l-V10 plus (610 PS)

Typ 42 Facelift (2012–2015)Facelift

20122015 · Coupé, Spyder

Das 2012er Facelift brachte optische Retuschen an Front und Heck sowie die Einführung des 7-Gang-S-tronic-Doppelkupplungsgetriebes, das die bisherige R tronic ersetzte. Die Motoren wurden aufgewertet: Der V8 leistete nun 430 PS, der V10 525 PS. Als neues Top-Modell wurde der R8 V10 plus mit 550 PS eingeführt, der in nur 3,5 Sekunden auf 100 km/h sprintete.

Highlight war der auf 333 Exemplare limitierte R8 GT mit 560 PS und nur 1525 kg Gewicht. Mit verbesserter Aerodynamik, Carbon-Keramik-Bremsen und reduziertem Innenraum-Komfort war er die purste Version der ersten Generation und heute ein begehrtes Sammlerstück.

antrieb
quattro Allradantrieb permanent
leistung
316–412 kW (430–560 PS)
besonderheiten
Einführung 7-Gang S tronic, R8 V10 plus mit 550 PS, R8 GT limitiert (333 Stück)
motorisierungen
4,2-l-V8 (430 PS), 5,2-l-V10 (525/550 PS), R8 GT (560 PS)

Typ 42 (2006–2012)

20062012 · Coupé, Spyder

Audi R8 Typ 42 (2006–2012)
Foto: Spanish Coches / Wikimedia Commons / CC BY 2.0
Audi R8 Typ 42 (2006–2012)
Foto: Cedric Ramirez from Gibraltar, Gibraltar / Wikimedia Commons / CC BY-SA 2.0

Die erste Generation des Audi R8 revolutionierte 2006 das Portfolio der Marke und etablierte Audi im Supersportwagen-Segment. Mit Aluminium Space Frame-Technologie, einem V8- oder V10-Mittelmotor und quattro-Allradantrieb bot der R8 eine einzigartige Kombination aus Performance und Alltagstauglichkeit. Das markante Design mit LED-Scheinwerfern und Seitenklingen wurde ikonisch.

Zunächst nur mit 4,2-Liter-V8 und 420 PS verfügbar, folgte 2008 der V10 mit 5,2 Litern Hubraum und 525 PS. 2009 ergänzte das Spyder mit Stoffverdeck die Palette. Die erste Generation legte den Grundstein für den Erfolg des R8 und wurde bis 2015 rund 28.000 Mal gebaut.

antrieb
quattro Allradantrieb permanent
leistung
309–386 kW (420–525 PS)
besonderheiten
Aluminium Space Frame (ASF), erste Audi-Supersportwagen-Generation, 6-Gang manuell oder R tronic
motorisierungen
4,2-l-V8 (420 PS), 5,2-l-V10 (525 PS)

Häufige Fragen

Welche Motorisierungen gibt es beim aktuellen Audi R8?

Die aktuelle zweite Generation des Audi R8 wird ausschließlich mit einem 5,2-Liter-V10-Benzinmotor angeboten. Dieser leistet in der Basisversion 570 PS und in der Performance-Variante 620 PS. Beide Versionen sind mit 7-Gang-S-tronic-Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb quattro ausgestattet.

Ist der Audi R8 alltagstauglich?

Ja, der Audi R8 gilt als einer der alltagstauglichsten Supersportwagen. Er bietet ein moderates Kofferraumvolumen von 112 Litern vorne, komfortable Sitze, gute Rundumsicht und ein benutzerfreundliches Infotainmentsystem. Der permanente Allradantrieb quattro macht ihn auch bei schlechtem Wetter fahrbar.

Wird der Audi R8 noch produziert?

Die Produktion des Audi R8 wurde 2023 eingestellt. Als finales Sondermodell wurde der R8 GT in einer limitierten Auflage von 333 Exemplaren aufgelegt. Audi hat jedoch angedeutet, dass ein Nachfolger geplant ist, möglicherweise mit Elektroantrieb.

Was kostet ein neuer Audi R8?

Der Einstiegspreis für einen neuen Audi R8 V10 lag bei etwa 185.000 Euro. Die Performance-Version startete bei rund 210.000 Euro. Mit Sonderausstattungen wie Carbon-Keramik-Bremsen, Laserlicht und exklusiven Lackierungen konnten die Preise deutlich über 250.000 Euro steigen. Limitierte Sondermodelle wie der R8 GT waren nochmals deutlich teurer.

Welche Karosserievarianten gibt es vom Audi R8?

Der Audi R8 wird in zwei Karosserievarianten angeboten: als Coupé mit festem Dach und als Spyder mit elektrischem Stoffverdeck. Beide Varianten sind mit denselben Motorisierungen erhältlich. Das Spyder-Verdeck öffnet und schließt in etwa 20 Sekunden und kann bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h betätigt werden.