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Bentley Continental GT

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Foto: Alexander-93 / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Der Bentley Continental GT ist ein zweitüriges Luxus-Coupé der britischen Traditionsmarke Bentley Motors. Seit 2003 verkörpert er die Synthese aus sportlicher Performance, handwerklicher Exzellenz und modernster Technik. Die aktuelle dritte Generation kombiniert einen V8-Biturbo mit Allradantrieb und exklusivem Interieur.

Neupreis
ab 240.000 €

Ideal für: Anspruchsvolle Käufer, die höchsten Luxus mit sportlicher Performance und britischer Handwerkskunst verbinden möchten.

Technische Daten

Bentley Continental GT Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
405–477 kW (550–635 PS)
Kraftstoff
Benzin (Super Plus)
Verbrauch (komb.)
11,8–12,4 l/100 km (WLTP, kombiniert)
Getriebe
8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
Antriebsart
Allradantrieb (permanent)
Zylinder
8 (V-Anordnung)
Höchstgeschwindigkeit
318–335 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Coupé, Cabrio (GTC)
Maße (L/B/H)
4850 x 1954 x 1405 mm
Kofferraum
358 l (Coupé), 235 l (Cabrio)
Gewicht
2165–2244 kg
Sitze
4 (2+2)
Türen
2
Neupreis
ab 240.000 €

Der Bentley Continental GT repräsentiert seit über zwei Jahrzehnten die Speerspitze des britischen Luxus-Coupés. Die aktuelle, dritte Generation (seit 2018) basiert auf der MSB-Plattform des Volkswagen-Konzerns und kombiniert handwerkliche Exzellenz mit modernster Technik. Angetrieben von einem 4,0-Liter-V8-Biturbo mit 550 PS oder einem 6,0-Liter-W12-Motor mit 635 PS (seit 2024 eingestellt), bietet der Continental GT Spitzengeschwindigkeiten bis 333 km/h. Das Interieur besticht durch handvernähtes Leder, echtes Holzfurnier und modernste Infotainment-Systeme. Mit einem Einstiegspreis von rund 240.000 Euro positioniert sich der Continental GT als Grand Tourer für höchste Ansprüche. Seit 2019 ergänzt die Speed-Variante mit 659 PS das Portfolio, während 2020 das Cabrio Continental GTC folgte.

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Erste Generation (2003-2011): Der Neuanfang unter VW-Ägide

Der 2003 vorgestellte Continental GT markierte einen Wendepunkt in Bentleys Geschichte. Nach der Übernahme durch Volkswagen 1998 entwickelte das Unternehmen auf Basis der VW Phaeton-Plattform ein Coupé, das Bentley wieder profitabel machen sollte. Der 6,0-Liter-W12-Biturbo mit 560 PS und 650 Nm katapultierte den 2,4 Tonnen schweren Koloss in 4,8 Sekunden auf 100 km/h und erreichte 318 km/h Höchstgeschwindigkeit. Das markante Design von Dirk van Braeckel kombinierte klassische Bentley-Elemente wie die Matrixgrill-Optik mit modernen Linien. Der Allradantrieb von Audi garantierte auch bei widrigen Bedingungen Traktion. Mit einem Grundpreis von etwa 170.000 Euro war der Continental GT deutlich günstiger als die traditionellen Modelle Arnage und Azure, sprach damit eine jüngere Klientel an und wurde zum Verkaufsschlager. 2005 folgte das Cabrio Continental GTC, 2007 die viertürige Stufenheck-Limousine Continental Flying Spur. Die technische Basis blieb weitgehend identisch, wobei das Cabrio mit elektrischem Stoffverdeck und verstärkter Karosserie rund 200 kg schwerer ausfiel.

Facelift 2008: Mehr Leistung und V8-Debüt

2008 erhielt die erste Generation ein umfassendes Facelift. Die Scheinwerfer wurden neu gestaltet, die Stoßfänger überarbeitet und LED-Tagfahrlicht integriert. Der W12-Motor leistete nun 610 PS in der Speed-Version, die 329 km/h erreichte. Das bedeutendste Update war jedoch die Einführung eines 4,0-Liter-V8-Biturbos mit 507 PS im Jahr 2012 (als Brückenmodell zur zweiten Generation). Dieser von Audi stammende Motor reduzierte Gewicht und Verbrauch spürbar. Mit Zylinderabschaltung sank der Normverbrauch auf 10,7 Liter – für einen Bentley ein Meilenstein. Das V8-Modell war am geänderten Kühlergrill und den ovalen Auspuffendrohren zu erkennen. Die Fahrwerksabstimmung wurde sportlicher kalibriert, während das Infotainment-System erstmals eine Festplatten-Navigation erhielt. Dieses Facelift verlängerte die Marktpräsenz der ersten Generation bis 2011, während parallel bereits die zweite Generation entwickelt wurde.

Zweite Generation (2011-2018): Evolution statt Revolution

Im Herbst 2010 debütierte die zweite Continental GT-Generation auf dem Pariser Autosalons. Optisch eine behutsame Weiterentwicklung, verbarg sich unter der Haut umfassende Technik. Die Plattform basierte weiterhin auf der MSB-Architektur, wurde aber deutlich versteift. Der Radstand blieb bei 2746 mm, doch die Karosserie war 60 mm länger. Der bekannte 6,0-Liter-W12 leistete zunächst 575 PS, die GT Speed-Version ab 2012 brachte es auf 625 PS und 820 Nm. Die Kraftübertragung erfolgte über eine 8-Gang-Automatik von ZF, die die bisherige 6-Stufen-Einheit ersetzte. Gewichtseinsparungen von bis zu 65 kg gelangen durch Aluminium-Bauteile. Das Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern und aktiven Wankstabilisatoren verbesserte Komfort und Dynamik gleichermaßen. Im Innenraum dominierten weiterhin handverarbeitete Materialien, ergänzt durch ein überarbeitetes Infotainment mit Touchscreen und Festplatten-Jukebox. Der V8 mit nun 521 PS blieb im Programm und wurde zum meistverkauften Antrieb. 2015 erschien der Continental GT3-R als limitierte Sonderedition mit 580 PS und reduziertem Gewicht – ein Tribut an die Motorsport-Erfolge im GT3-Racing.

Facelift 2015: Digitalisierung und Leistungssteigerung

Zur Halbzeit der zweiten Generation präsentierte Bentley 2015 ein substanzielles Facelift. Die Scheinwerfer erhielten vollständig LED-Technik, die Motorhaube wurde neu geformt, und die Stoßfänger zeigten markantere Lufteinlässe. Der W12 leistete in der Basisversion nun 582 PS, die Speed-Variante kam auf 642 PS bei 820 Nm und erreichte 336 km/h. Der V8 blieb bei 521 PS, profitierte jedoch von optimierter Abstimmung. Technisches Highlight war das volldigitale Kombiinstrument sowie WLAN-Hotspot und Smartphone-Integration. Die adaptive Luftfederung wurde verfeinert, optional gab es Carbon-Keramik-Bremsen mit 420 mm Scheibendurchmesser. 2016 ergänzte Bentley das Portfolio um den Continental GT Convertible in Black Edition mit dunkler Optik. 2017 folgte als Abschiedsgruß der Continental Supersports mit 710 PS aus dem W12 – das bis dahin leistungsstärkste Bentley-Serienmodell überhaupt. Dieser beschleunigte in 3,5 Sekunden auf 100 km/h und erreichte 336 km/h Spitze. Die Produktion der zweiten Generation endete im Sommer 2018 nach rund 64.000 gebauten Einheiten.

Dritte Generation (seit 2018): Revolutionäre Technik und Handwerkskunst

Die im Herbst 2017 vorgestellte dritte Generation des Continental GT bedeutete einen Neustart. Erstmals basierte der Bentley auf der MSB-Plattform von Porsche (Panamera), die deutlich leichter und steifer ausfiel. Der Radstand wuchs minimal auf 2851 mm, die Gesamtlänge auf 4850 mm. Der überarbeitete 6,0-Liter-W12 mit Doppelturboaufladung leistet 635 PS und 900 Nm, beschleunigt in 3,7 Sekunden auf 100 km/h und erreicht 333 km/h. Erstmals kam eine Doppelkupplungs-8-Gang-Automatik zum Einsatz. Das adaptive Luftfahrwerk mit 48-Volt-Elektromotoren für die Wankstabilisierung (Bentley Dynamic Ride) minimiert Karosseriebewegungen. Das Design von Stefan Sielaff wirkt muskulöser, mit markanter Gürtellinie und elliptischen LED-Scheinwerfern. Im Interieur debütierte das drehbare Rotating Display – ein 12,3-Zoll-Touchscreen, der sich bei Motorstart aus der Holzverkleidung dreht. Drei analoge Rundinstrumente bilden die alternative Ansicht. Seit 2019 ergänzt der Continental GT V8 mit 550 PS das Programm. Die W12-Produktion wurde 2024 eingestellt, der V8 bleibt als alleiniger Antrieb. 2019 folgte der Continental GT Speed mit 659 PS und 900 Nm, 2020 das Cabrio GTC. 2022 wurde das Plug-in-Hybrid-Projekt verworfen, stattdessen fokussiert Bentley auf synthetische Kraftstoffe und Elektrifizierung ab 2025.

Facelift 2024: Verfeinerte Details und nachhaltiger Fokus

2024 erhielt die dritte Generation ein dezentes Facelift. Die Matrix-LED-Scheinwerfer wurden überarbeitet, neue Felgendesigns eingeführt und die Farbpalette erweitert. Im Innenraum kamen nachhaltige Materialien wie Leder aus CO2-neutraler Produktion und Furniere aus zertifizierter Forstwirtschaft zum Einsatz. Das Infotainment basiert nun auf aktualisierter Software mit verbesserter Sprachsteuerung und Over-the-Air-Updates. Der V8-Motor erfüllt die Euro 7-Norm durch Partikelfilter und optimierte Abgasreinigung. Die Speed-Variante wurde neu kalibriert und bietet nun 635 PS aus dem V8 mit Hybridunterstützung – ein Vorgeschmack auf die künftige Elektrifizierung. Bentley bietet erstmals eine digitale Fahrzeughistorie per Blockchain an. Die Preise starten bei etwa 240.000 Euro für den V8, die Speed-Version kostet ab 275.000 Euro. Der Continental GT bleibt damit das meistverkaufte Bentley-Modell und Flaggschiff der Marke bis zur geplanten Vollelektrifizierung Ende der 2020er Jahre.

Bentley Continental GT leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Bentley Continental GT.

Dritte Generation (seit 2018)

2018heute · Coupé, Cabrio

Die 2018 vorgestellte dritte Generation basiert auf der Porsche MSB-Plattform (Panamera) und ist deutlich leichter und steifer. Der überarbeitete W12 (bis 2024) leistete 635 PS, der V8 550 PS (Speed: 659 PS). Erstmals kam eine Doppelkupplungs-8-Gang-Automatik zum Einsatz. Das adaptive Luftfahrwerk mit 48-Volt-Elektromotoren minimiert Wankbewegungen. Das Interieur zeigt das innovative Rotating Display – ein 12,3-Zoll-Touchscreen, der sich aus der Holzverkleidung dreht. 2019 folgte der GT Speed, 2020 das Cabrio GTC. Nach Einstellung des W12 2024 bleibt der V8 alleiniger Antrieb.

antrieb
Allradantrieb
leistung
550–659 PS (405–485 kW)
besonderheiten
Porsche MSB-Plattform, Rotating Display, 48-Volt-Wankstabilisierung, W12-Produktion eingestellt
motorisierungen
4,0-Liter-V8-Biturbo (W12 bis 2024)

Facelift (2015-2018)Facelift

20152018 · Coupé, Cabrio

Das 2015er Facelift brachte Voll-LED-Scheinwerfer, neu geformte Motorhaube und markantere Stoßfänger. Der W12 leistete 582 PS (Speed: 642 PS, 336 km/h). Technische Highlights waren das volldigitale Kombiinstrument, WLAN-Hotspot und Smartphone-Integration. Optional gab es Carbon-Keramik-Bremsen mit 420 mm Scheiben. 2017 folgte als Abschiedsgruß der Supersports mit 710 PS – damals das stärkste Bentley-Serienmodell mit 3,5 Sekunden auf 100 km/h. Die Produktion endete 2018 nach etwa 64.000 Einheiten.

antrieb
Allradantrieb
leistung
521–710 PS (383–522 kW)
besonderheiten
Volldigitales Kombiinstrument, Supersports mit 710 PS, Carbon-Keramik-Bremsen optional
motorisierungen
6,0-Liter-W12-Biturbo, 4,0-Liter-V8-Biturbo

Zweite Generation (2011-2018)

20112018 · Coupé, Cabrio

Die zweite Generation (2011-2018) war eine behutsame Evolution mit versteifter MSB-Plattform und 60 mm längerer Karosserie. Der W12 leistete anfangs 575 PS, ab 2012 brachte die Speed-Version 625 PS. Eine neue 8-Gang-ZF-Automatik ersetzte die 6-Stufen-Einheit. Gewichtseinsparungen von bis zu 65 kg durch Aluminium-Bauteile verbesserten Performance und Effizienz. Der V8 mit 521 PS wurde zum Bestseller. Das adaptive Fahrwerk mit aktiven Wankstabilisatoren steigerte Komfort und Dynamik. 2015 erschien der limitierte GT3-R mit 580 PS als Motorsport-Tribut.

antrieb
Allradantrieb
leistung
521–625 PS (383–460 kW)
besonderheiten
Versteifte Plattform, 8-Gang-ZF-Automatik, bis 65 kg leichter
motorisierungen
6,0-Liter-W12-Biturbo, 4,0-Liter-V8-Biturbo

Facelift (2008-2011)Facelift

20082011 · Coupé, Cabrio

Das 2008er Facelift brachte neue Scheinwerfer, überarbeitete Stoßfänger und LED-Tagfahrlicht. Die Speed-Version leistete nun 610 PS und erreichte 329 km/h. 2012 debütierte als Brückenmodell zur zweiten Generation ein 4,0-Liter-V8-Biturbo mit 507 PS, der Gewicht und Verbrauch reduzierte. Mit Zylinderabschaltung sank der Normverbrauch auf 10,7 Liter. Das Facelift umfasste auch ein verbessertes Infotainment mit Festplatten-Navigation und sportlichere Fahrwerksabstimmung.

antrieb
Allradantrieb
leistung
610 PS (449 kW) in Speed-Version
besonderheiten
Überarbeitetes Design, LED-Tagfahrlicht, 329 km/h Höchstgeschwindigkeit
motorisierungen
6,0-Liter-W12-Biturbo

Erste Generation (2003-2011)

20032011 · Coupé, Cabrio

Die erste Generation des Continental GT (2003-2011) markierte Bentleys erfolgreichen Neuanfang unter Volkswagen. Basierend auf der VW Phaeton-Plattform, bot der GT mit seinem 6,0-Liter-W12-Biturbo (560 PS) erstmals einen vergleichsweise erschwinglichen Einstieg in die Bentley-Welt ab etwa 170.000 Euro. Das Design von Dirk van Braeckel kombinierte klassische Bentley-Elemente mit moderner Formensprache. 2005 folgte das Cabrio GTC, 2007 die viertürige Flying Spur-Limousine. Mit Allradantrieb, 318 km/h Spitze und luxuriösem Interieur sprach der Continental GT eine neue, jüngere Klientel an und wurde zum meistverkauften Bentley-Modell.

antrieb
Allradantrieb
leistung
560 PS (412 kW)
besonderheiten
Neustart unter VW-Ägide, Phaeton-Plattform, Verkaufsschlager
motorisierungen
6,0-Liter-W12-Biturbo

Häufige Fragen

Welche Motoren bietet der aktuelle Bentley Continental GT?

Die aktuelle dritte Generation wird ausschließlich mit einem 4,0-Liter-V8-Biturbo mit 550 PS (Basismodell) oder 635 PS (Speed) angeboten. Der 6,0-Liter-W12 wurde 2024 eingestellt.

Was kostet ein neuer Bentley Continental GT in Deutschland?

Der Einstiegspreis für einen neuen Bentley Continental GT V8 liegt bei etwa 240.000 Euro. Die Speed-Variante startet bei rund 275.000 Euro, individuelle Ausstattungen können den Preis deutlich erhöhen.

Wie viel verbraucht der Bentley Continental GT?

Der aktuelle Continental GT V8 verbraucht nach WLTP kombiniert zwischen 11,8 und 12,4 Liter Super Plus pro 100 Kilometer, abhängig von Ausstattung und Bereifung.

Ist der Bentley Continental GT ein Allradfahrzeug?

Ja, alle Versionen des Bentley Continental GT verfügen serienmäßig über permanenten Allradantrieb, der je nach Fahrsituation die Kraft zwischen Vorder- und Hinterachse variabel verteilt.

Wie schnell beschleunigt der Bentley Continental GT?

Der Continental GT V8 beschleunigt in 4,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Speed-Variante in 3,6 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 318 bzw. 335 km/h.

Gibt es den Bentley Continental GT auch als Cabrio?

Ja, der Bentley Continental GTC ist die Cabrio-Variante mit elektrischem Stoffverdeck, das sich in 19 Sekunden bei bis zu 50 km/h öffnen oder schließen lässt.