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BMW iX3
Foto: Alexander-93 / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0
Der BMW iX3 ist das erste vollelektrische SUV der X3-Reihe und vereint sportliches Design mit emissionsfreier Mobilität. Mit 286 PS starkem Heckantrieb, bis zu 460 km Reichweite und der bewährten X3-Raumökonomie richtet sich das in China produzierte Elektro-SUV an Premiumkunden, die keine Kompromisse bei Alltagstauglichkeit und Fahrfreude eingehen möchten.
Ideal für: Premiumkunden mit Lademöglichkeit, die ein sportliches Elektro-SUV mit hoher Alltagstauglichkeit suchen
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Technische Daten
BMW iX3 Eckdaten
Der BMW iX3 ist das erste vollelektrische SUV der BMW X3-Reihe und markiert einen wichtigen Meilenstein in der Elektrifizierungsstrategie des bayerischen Premiumherstellers. Das Fahrzeug kombiniert die bewährten Tugenden des X3 mit einem rein elektrischen Antriebsstrang und richtet sich an Kunden, die ein sportliches SUV mit lokal emissionsfreier Mobilität suchen. Der iX3 wird ausschließlich in China produziert und von dort weltweit exportiert, was eine Besonderheit in der BMW-Geschichte darstellt.
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BMW iX3 – Die erste Generation (2020–2024)
Im Sommer 2020 präsentierte BMW den iX3 als ersten rein elektrischen X3. Die Markteinführung in Deutschland erfolgte Ende 2020. Der iX3 basiert auf der dritten Generation des BMW X3 (G01), wurde jedoch speziell für den elektrischen Antrieb angepasst. Anders als bei vielen Wettbewerbern setzte BMW nicht auf eine dedizierte Elektrofahrzeug-Plattform, sondern integrierte die E-Antriebstechnik in die bestehende CLAR-Architektur. Diese Strategie ermöglichte eine schnellere Markteinführung und Kosteneffizienz, führte aber zu gewissen Kompromissen bei der Raumausnutzung.
Technisch wird der iX3 von einem Elektromotor der fünften BMW eDrive-Generation an der Hinterachse angetrieben. Die Leistung beträgt 210 kW (286 PS) bei einem maximalen Drehmoment von 400 Nm. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h bewältigt das Elektro-SUV in 6,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 180 km/h begrenzt. Der Lithium-Ionen-Akku mit einer Bruttokapazität von 80 kWh (74 kWh netto) ist im Unterboden verbaut und ermöglicht nach WLTP-Norm eine Reichweite von bis zu 460 Kilometern. An einer Schnellladestation mit bis zu 150 kW Ladeleistung kann der Akku in rund 34 Minuten von 0 auf 80 Prozent geladen werden.
Optisch unterscheidet sich der iX3 durch dezente Details von seinen Verbrenner-Geschwistern. Die geschlossene BMW-Niere in Wagenfarbe, blaue Akzente im Kühlergrill und an den Seitenschwellern sowie die aerodynamisch optimierten Leichtmetallräder signalisieren den elektrischen Antrieb. Der cW-Wert von 0,29 ist für ein SUV dieser Klasse bemerkenswert niedrig und trägt zur Effizienz bei. Im Innenraum entspricht der iX3 weitgehend dem konventionellen X3, bietet jedoch spezifische Anzeigen und Menüs für den E-Antrieb. Das BMW Operating System 7.0 steuert die Funktionen über einen 12,3 Zoll großen Bildschirm und ein digitales Kombiinstrument gleicher Größe.
Die Serienausstattung des iX3 umfasst LED-Scheinwerfer, Zweizonen-Klimaautomatik, Navigationssystem mit Connected Services, Parkassistent Plus und das Fahrerassistenzsystem Driving Assistant. Optional sind unter anderem das Panorama-Glasdach, Head-up-Display, Harman Kardon Soundsystem und erweiterte Assistenzsysteme erhältlich. Das Kofferraumvolumen beträgt 510 bis 1560 Liter und liegt damit auf dem Niveau des konventionellen X3, da der Akku platzsparend im Unterboden untergebracht ist.
Modellpflege und Weiterentwicklung
Im Modelljahr 2022 erhielt der iX3 ein dezentes Update mit überarbeiteter Software und erweiterten Konnektivitätsfunktionen. Die Ladesteuerung wurde optimiert, und das Navigationssystem kann nun noch präziser die Reichweite berechnen und Ladestopps planen. Zudem wurden neue Farben und Ausstattungsoptionen ins Programm aufgenommen. Die grundlegende Technik blieb jedoch unverändert.
BMW positionierte den iX3 als Einstiegsmodell in die Welt der elektrischen X-Modelle. Mit einem Grundpreis von knapp 68.000 Euro bei Markteinführung lag er preislich zwischen den konventionellen X3-Modellen und deutlich unter den später eingeführten iX-Modellen. Die Zielgruppe waren vor allem Kunden, die bereits mit der X3-Baureihe vertraut waren und einen Umstieg auf Elektromobilität ohne große Kompromisse bei Platzangebot und Alltagstauglichkeit suchten.
Marktpositionierung und Wettbewerb
Der iX3 trat in einen zunehmend umkämpften Markt für elektrische Premium-SUVs ein. Hauptkonkurrenten waren der Mercedes-Benz EQC, der Audi e-tron, der Jaguar I-Pace sowie später der Tesla Model Y. Im Vergleich zur Konkurrenz punktete der iX3 mit seiner Nähe zum konventionellen X3, was bestehenden BMW-Kunden den Umstieg erleichterte. Die Reichweite war zum Marktstart wettbewerbsfähig, wurde aber schnell von neueren Modellen mit größeren Akkus übertroffen.
Ein besonderes Merkmal des iX3 war der Heckantrieb, während die meisten Wettbewerber auf Allradantrieb setzten. Dies führte zu einer sportlicheren Fahrcharakteristik, die BMW-typisch ist, schränkte aber die Traktion bei winterlichen Bedingungen ein. BMW verzichtete bewusst auf eine Allrad-Variante, um Gewicht und Komplexität zu reduzieren und die Reichweite zu maximieren.
Produktion und Nachhaltigkeit
Der iX3 wird im BMW-Werk Shenyang in China produziert, das BMW gemeinsam mit seinem Partner Brilliance betreibt. Dies war das erste Mal, dass ein BMW-Elektrofahrzeug ausschließlich in China gefertigt und von dort in andere Märkte exportiert wurde. Die Produktion nutzt zu 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien. Die Akkuzellen bezieht BMW von CATL (Contemporary Amperex Technology Co. Limited) und Samsung SDI, beide mit Produktionsstätten in China.
BMW legte beim iX3 besonderen Wert auf Nachhaltigkeit entlang der gesamten Lieferkette. Die Kobaltbeschaffung erfolgt nach eigenen Angaben unter Einhaltung strenger sozialer und ökologischer Standards. Das Recycling der Hochvoltbatterien ist Teil des BMW-Kreislaufwirtschaftskonzepts, wobei die Batterien nach ihrer Nutzung im Fahrzeug als stationäre Energiespeicher ein zweites Leben erhalten können.
Technische Besonderheiten
Die fünfte Generation der BMW eDrive-Technologie im iX3 zeichnet sich durch eine hohe Energiedichte und Effizienz aus. Der permanenterregte Synchronmotor verzichtet auf seltene Erden, was die Umweltbilanz verbessert. Die Leistungselektronik ist kompakt in das Antriebsgehäuse integriert. Das adaptive Rekuperationssystem ermöglicht sowohl segelndes Fahren als auch starke Verzögerung durch Energierückgewinnung. Über die Driving Experience Control mit den Modi Comfort, Sport und Eco Pro kann der Fahrer die Rekuperationsstärke und das Fahrverhalten beeinflussen.
Das Thermomanagement des iX3 ist ausgeklügelt: Eine Wärmepumpe nutzt Abwärme von Motor und Leistungselektronik für die Innenraumheizung und reduziert so den Energieverbrauch bei niedrigen Temperaturen. Dies verbessert die Winterreichweite spürbar gegenüber Systemen mit rein elektrischer Zusatzheizung. Die Vorkonditionierung von Akku und Innenraum kann über die BMW Connected App gesteuert werden.
Fahrverhalten und Alltagstauglichkeit
In Tests wurde der iX3 für sein ausgewogenes Fahrverhalten gelobt. Das zusätzliche Gewicht des Akkus im Unterboden senkt den Schwerpunkt und führt zu einem stabileren Handling als beim konventionellen X3. Die Lenkung ist präzise, das Fahrwerk straff abgestimmt aber komfortabel. Die sofortige Verfügbarkeit des vollen Drehmoments sorgt für kräftige Beschleunigung aus dem Stand. Die Geräuschdämmung ist auf hohem Niveau, wobei bei höheren Geschwindigkeiten Wind- und Abrollgeräusche stärker wahrgenommen werden als bei Verbrennern, da die Motorgeräusche fehlen.
Die angegebene Reichweite von 460 Kilometern nach WLTP ist im Alltag bei moderater Fahrweise und günstigen Bedingungen erreichbar. Bei Autobahnfahrten mit höheren Geschwindigkeiten oder im Winter sinkt die Reichweite deutlich. Die reale Alltagsreichweite liegt typischerweise zwischen 300 und 400 Kilometern, was für die meisten Nutzer ausreichend ist. Die Ladekurve ist gut abgestimmt, wobei die Ladeleistung auch bei höheren Ladeständen noch akzeptabel bleibt.
Ausblick und Ablösung
Mit der Einführung der nächsten X3-Generation auf der Neuen Klasse-Plattform ab 2025 wird auch der iX3 einen Nachfolger erhalten. Die neue Plattform ist von Grund auf für Elektrofahrzeuge konzipiert und verspricht deutlich höhere Reichweiten, schnellere Ladezeiten und effizientere Antriebe. Der aktuelle iX3 wird damit als Übergangslösung betrachtet, die BMW den Einstieg in das Segment der elektrischen Premium-SUVs ermöglichte. Trotz seiner Kompromisse aufgrund der nicht-nativen Elektroplattform hat der iX3 BMW wertvolle Erfahrungen in der Elektromobilität verschafft und eine treue Kundschaft gefunden, die die Kombination aus bewährtem X3-Konzept und lokal emissionsfreiem Antrieb schätzt.
Häufige Fragen
Welche Reichweite hat der BMW iX3?
Der BMW iX3 erreicht nach WLTP-Norm eine Reichweite von bis zu 460 Kilometern. Im Alltagsbetrieb sind je nach Fahrstil und Witterung realistisch zwischen 300 und 400 Kilometer zu erwarten.
Wie schnell lädt der BMW iX3?
An einer Schnellladestation mit bis zu 150 kW Ladeleistung kann der 80-kWh-Akku des iX3 in etwa 34 Minuten von 0 auf 80 Prozent geladen werden. An einer 11-kW-Wallbox dauert eine Vollladung circa 7,5 Stunden.
Hat der BMW iX3 Allradantrieb?
Nein, der BMW iX3 verfügt ausschließlich über Heckantrieb. Der Elektromotor mit 210 kW (286 PS) treibt nur die Hinterachse an, was für eine sportliche, BMW-typische Fahrcharakteristik sorgt.
Was kostet der BMW iX3?
Der BMW iX3 startete in Deutschland bei einem Grundpreis von etwa 68.000 Euro. Je nach Ausstattung und Sonderoptionen kann der Preis deutlich höher liegen. Seit 2024 ist das Modell nicht mehr bestellbar.
Wo wird der BMW iX3 produziert?
Der BMW iX3 wird ausschließlich im BMW-Werk Shenyang in China produziert und von dort weltweit exportiert. Dies war das erste rein elektrische BMW-Modell, das ausschließlich in China gefertigt wurde.
Wie groß ist der Kofferraum des BMW iX3?
Der Kofferraum des BMW iX3 fasst 510 bis 1560 Liter und liegt damit auf dem Niveau des konventionellen X3. Trotz des im Unterboden verbauten Akkus gibt es keine Einbußen beim Ladevolumen.