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Bugatti Divo

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Foto: MrWalkr / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Der Bugatti Divo ist ein streng limitiertes Hypercar-Sondermodell auf Basis des Chiron, das zwischen 2019 und 2021 in nur 40 Exemplaren produziert wurde. Im Gegensatz zum komfortorientierten Chiron wurde der Divo konsequent auf maximale Agilität und Kurvenstabilität optimiert.

Neupreis
ab 5.000.000 € (netto)

Ideal für: Vermögende Sammler und Bugatti-Enthusiasten, die ein extrem seltenes, auf Handling fokussiertes Hypercar suchen

Technische Daten

Bugatti Divo Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
1.103 kW (1.500 PS)
Kraftstoff
Super Plus
Verbrauch (komb.)
22,5 l/100km (kombiniert)
Getriebe
7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
Antriebsart
Allradantrieb
Zylinder
16 (W16)
Höchstgeschwindigkeit
380 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Coupé
Maße (L/B/H)
4544 x 2038 x 1212 mm
Kofferraum
Gewicht
1965 kg
Sitze
2
Türen
2
Neupreis
ab 5.000.000 € (netto)

Der Bugatti Divo ist ein streng limitiertes Hypersportwagen-Sondermodell, das 2018 auf dem Pebble Beach Concours d'Elegance in Kalifornien vorgestellt wurde. Mit einer Auflage von nur 40 Exemplaren und einem Stückpreis von fünf Millionen Euro netto repräsentiert der Divo die Spitze automobiler Exklusivität und Performance. Benannt nach dem französischen Rennfahrer Albert Divo, der in den späten 1920er Jahren zweimal das legendäre Targa Florio-Rennen auf Sizilien für Bugatti gewann, verkörpert dieses Fahrzeug die Rennhistorie der Marke aus Molsheim. Im Gegensatz zum Chiron, auf dem er technisch basiert, wurde der Divo konsequent auf Agilität, Kurvenperformance und aerodynamische Effizienz optimiert – selbst auf Kosten der Höchstgeschwindigkeit.

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Entwicklung und Markteinführung (2018)

Die Entwicklung des Bugatti Divo begann als internes Projekt mit dem Ziel, die Grenzen des Chiron-Konzepts in eine neue Richtung zu erweitern. Während der Chiron als ultimativer Grand Tourisme-Supersportwagen konzipiert wurde, der Höchstgeschwindigkeit mit Komfort verbindet, sollte der Divo das pure Fahrerlebnis auf kurvigen Strecken in den Vordergrund stellen. Bugatti-Präsident Stephan Winkelmann beschrieb den Divo als Antwort auf Kundenwünsche nach einem kompromissloseren, agileren Fahrzeug. Die Präsentation erfolgte am 24. August 2018 in Monterey, Kalifornien, und bereits zum Zeitpunkt der Enthüllung waren alle 40 Exemplare verkauft – ausschließlich an ausgewählte Chiron-Besitzer. Die Produktion begann 2019 und wurde 2021 abgeschlossen, wobei jedes Fahrzeug in Handarbeit in der Manufaktur in Molsheim gefertigt wurde.

Design und Aerodynamik

Das Design des Divo unterscheidet sich fundamental vom Chiron, obwohl beide dieselbe technische Basis teilen. Chefdesigner Achim Anscheidt und sein Team schufen eine völlig neue Karosserie mit ausgeprägten aerodynamischen Elementen. Der Divo ist 35 Kilogramm leichter als der Chiron, was durch konsequenten Materialeinsatz und den Verzicht auf schallabsorbierende Materialien erreicht wurde. Die markanteste Designänderung ist die neue Front mit flacherer Nase und einem ausgeprägten NACA-Lufteinlass auf der Motorhaube. Die Seitenpartie wurde mit komplexen Luftleitblechen versehen, die den Luftstrom zur Kühlung und zu den neu gestalteten Heckflügeln lenken. Am Heck dominiert ein 1,83 Meter breiter, verstellbarer Heckspoiler, der 456 Kilogramm Abtrieb erzeugt – 90 Kilogramm mehr als beim Chiron. Die vier LED-Rückleuchten wurden bewusst schmal gehalten und erstrecken sich über die gesamte Fahrzeugbreite. Insgesamt erzeugt der Divo 456 Kilogramm Abtrieb, was die Kurvenstabilität dramatisch erhöht.

Technische Basis und Motor

Unter der neu gestalteten Karosserie arbeitet der bewährte 8,0-Liter-W16-Motor mit vier Turboladern, der auch im Chiron zum Einsatz kommt. Die Leistung beträgt 1.500 PS bei 6.700 U/min, das maximale Drehmoment liegt bei 1.600 Newtonmetern zwischen 2.000 und 6.000 U/min. Anders als beim Chiron wurde die Höchstgeschwindigkeit jedoch auf 380 km/h elektronisch begrenzt – eine bewusste Entscheidung, um die Fokussierung auf Lateral-Dynamik zu unterstreichen. Der Sprint von null auf 100 km/h gelingt in 2,4 Sekunden, auf 200 km/h in 6,7 Sekunden. Die Kraftübertragung erfolgt über ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und einen permanenten Allradantrieb. Das adaptive Fahrwerk wurde komplett neu abgestimmt mit strafferen Dämpfern und härteren Stabilisatoren. Die Lenkung erhielt eine direktere Übersetzung für spontaneres Einlenkverhalten.

Fahrwerksabstimmung und Handling

Die entscheidende Verbesserung des Divo gegenüber dem Chiron liegt in der Querdynamik. Durch die Kombination aus reduziertem Gewicht, erhöhtem Abtrieb und modifiziertem Fahrwerk erreicht der Divo auf der Nardò-Teststrecke eine um acht Sekunden schnellere Rundenzeit als der Chiron. Die Pirelli P Zero-Hochleistungsreifen in den Dimensionen 285/30 R20 vorne und 355/25 R21 hinten wurden speziell für den Divo optimiert. Das adaptive Dämpfersystem bietet verschiedene Fahrmodi, wobei selbst der Komfort-Modus deutlich straffer ausfällt als beim Chiron. Die carbon-keramischen Bremsscheiben mit einem Durchmesser von 420 mm vorne und 400 mm hinten sorgen für extreme Verzögerungswerte. Die Torque-Vectoring-Funktion verteilt die Antriebskraft aktiv zwischen den Hinterrädern, um die Agilität in Kurven weiter zu steigern.

Innenraum und Ausstattung

Im Interieur setzt der Divo auf Gewichtsreduktion und sportliche Eleganz. Die Sitze wurden aus leichteren Materialien gefertigt, verzichten aber nicht auf den typischen Bugatti-Luxus. Alcantara dominiert die Oberflächen, kombiniert mit Carbon-Elementen und eloxiertem Aluminium. Das Lenkrad ist abgeflacht und mit Alcantara bezogen, die Schaltergruppe für die Fahrmodi wurde sportlicher gestaltet. Eine Besonderheit ist die spezielle Divo-Instrumentierung mit eingravierten Schriftzügen und einem charakteristischen Blau-Ton, der sich durch das gesamte Interieur zieht. Jeder Kunde konnte sein Fahrzeug über das Bugatti-Personalisierungsprogramm individuell konfigurieren, was zu 40 einzigartigen Exemplaren führte. Das Soundsystem wurde gegenüber dem Chiron reduziert, um Gewicht zu sparen, dennoch ist es für einen Supersportwagen außergewöhnlich hochwertig.

Sondermodelle und Lackierungen

Während der dreijährigen Produktionszeit entstanden mehrere besonders spektakuläre Exemplare. Das erste ausgelieferte Fahrzeug erhielt eine zweifarbige Lackierung in Titanium Liquid Silver und Divo Racing Blue. Besonders bekannt wurde ein Exemplar in EB 110 SS-Hommage-Lackierung in Blau mit italienischen Flaggenfarben. Bugatti präsentierte zudem Einzelstücke wie den 'Lady Bug' in leuchtendem Rot oder den 'Divo Ladybug' mit kunstvoller Farbgestaltung. Jede Lackierung erforderte hunderte Arbeitsstunden, da die komplexen Oberflächen und Luftleitbleche präzise maskiert werden mussten. Die Kunden erhielten zur Auslieferung umfangreiche Dokumentationen der Entstehung ihres Fahrzeugs sowie maßgeschneiderte Ausstattungspakete inklusive Schutzhüllen, Spezialwerkzeugen und Modellautos im Maßstab 1:8.

Marktpositionierung und Nachfolger

Der Bugatti Divo etablierte eine neue Kategorie im Portfolio der Marke: limitierte Sondermodelle auf Basis bestehender Plattformen mit spezifischer Ausrichtung. Nach dem Erfolg des Divo folgten weitere Kreationen wie der Centodieci (2019) als Hommage an den EB110, der Voiture Noire (2019) als Einzelstück und der Bolide (2020) als Tracktool. Der Divo selbst hat keine direkte Nachfolge, da er als abgeschlossenes Projekt konzipiert wurde. Auf dem Gebrauchtmarkt erzielen die wenigen zum Verkauf stehenden Exemplare Preise deutlich über dem ursprünglichen Neupreis, teilweise werden acht bis zehn Millionen Euro aufgerufen. Die technische Verwandtschaft zum Chiron bedeutet, dass Wartung und Service über das globale Bugatti-Netzwerk erfolgen können, wobei jeder Divo-Besitzer Zugang zu exklusiven Veranstaltungen und direktem Kontakt zur Manufaktur erhält.

Technisches Erbe und Bedeutung

Der Bugatti Divo markiert einen wichtigen Punkt in der modernen Geschichte der Marke. Er bewies, dass selbst bei einer technischen Basis wie dem Chiron erhebliche Optimierungen in spezifische Richtungen möglich sind. Die Konzentration auf Handling statt maximaler Geschwindigkeit war für Bugatti ungewöhnlich und zeigte eine neue Facette der Markenphilosophie. Die vollständige Überarbeitung der Aerodynamik lieferte wichtige Erkenntnisse für spätere Modelle. Der Name Divo wurde bewusst gewählt, um die Rennsporttradition der Marke zu betonen – Albert Divo gewann 1928 und 1929 die Targa Florio auf Bugatti Typ 35. Diese Verbindung von historischem Erbe und modernster Technologie ist charakteristisch für die Marke Bugatti. Mit dem Auslaufen der Produktion 2021 wurde der Divo zum begehrten Sammlerstück, das die Ära des W16-Motors repräsentiert, bevor Bugatti mit Hybridantrieben und neuen Konzepten in die Zukunft aufbricht.

Bugatti Divo leasen (bald verfügbar)

Häufige Fragen

Wie viele Bugatti Divo wurden gebaut?

Es wurden exakt 40 Exemplare des Bugatti Divo gebaut. Alle Fahrzeuge waren bereits zum Zeitpunkt der Präsentation 2018 verkauft, ausschließlich an ausgewählte Bugatti-Chiron-Besitzer. Die Produktion erfolgte zwischen 2019 und 2021.

Was kostet ein Bugatti Divo?

Der Neupreis des Bugatti Divo betrug 5 Millionen Euro netto, was etwa 5,95 Millionen Euro brutto entspricht. Auf dem Gebrauchtmarkt werden die wenigen verfügbaren Exemplare teilweise für 8 bis 10 Millionen Euro gehandelt.

Was unterscheidet den Bugatti Divo vom Chiron?

Der Divo ist 35 kg leichter, erzeugt 90 kg mehr Abtrieb (456 kg gesamt) und hat eine auf Handling optimierte Fahrwerksabstimmung. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 380 km/h begrenzt (statt 420 km/h beim Chiron). Zudem besitzt der Divo eine komplett eigenständige Karosserie mit deutlich aggressiverer Aerodynamik.

Welchen Motor hat der Bugatti Divo?

Der Divo nutzt den 8,0-Liter-W16-Motor mit vier Turboladern aus dem Chiron. Die Leistung beträgt 1.500 PS bei 6.700 U/min, das maximale Drehmoment liegt bei 1.600 Nm. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 2,4 Sekunden.

Ist der Bugatti Divo in Deutschland zugelassen?

Ja, der Bugatti Divo verfügt über eine EU-Homologation und kann in Deutschland zugelassen werden. Die Fahrzeuge erfüllen alle erforderlichen technischen Standards und Emissionsnormen. Allerdings befinden sich aufgrund der geringen Stückzahl nur sehr wenige Exemplare in Deutschland.