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Bugatti W16 Mistral

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Foto: Charles from Port Chester, New York / Wikimedia Commons / CC0

Der Bugatti W16 Mistral ist der letzte Roadster mit dem legendären 8,0-Liter-W16-Quadturbo-Motor. Limitiert auf 99 Exemplare zu je fünf Millionen Euro, kombiniert er 1.600 PS mit offenem Fahrerlebnis und markiert 2024 das finale Kapitel der W16-Ära, die mit dem Veyron begann.

Neupreis
ab 5.000.000 €

Ideal für: Hypercar-Sammler und Enthusiasten, die das letzte W16-Roadster-Kapitel der Automobilgeschichte besitzen möchten

Technische Daten

Bugatti W16 Mistral Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
1.176 kW (1.600 PS)
Kraftstoff
Benzin
Verbrauch (komb.)
Getriebe
7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
Antriebsart
Allradantrieb
Zylinder
16 (W-Anordnung)
Höchstgeschwindigkeit
420 km/h (elektronisch begrenzt)
Maße & Karosserie
Karosserie
Roadster
Maße (L/B/H)
Kofferraum
Gewicht
Sitze
2
Türen
2
Neupreis
ab 5.000.000 €

Der Bugatti W16 Mistral markiert 2024 das letzte Kapitel einer Ära: Als finaler Roadster mit dem legendären 8,0-Liter-W16-Quadturbo-Motor verabschiedet sich Bugatti von einem der ikonischsten Aggregate der Automobilgeschichte. Benannt nach dem kalten, trockenen Nordwind der südfranzösischen Mittelmeerküste, verbindet der Mistral offenes Fahrerlebnis mit der rohen Kraft von 1.600 PS. Limitiert auf 99 Exemplare zum Preis von jeweils fünf Millionen Euro, ist der Mistral nicht nur ein Hypersportwagen, sondern auch ein rollendes Monument für Bugattis moderne W16-Ära, die 2005 mit dem Veyron begann.

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Die Geburt einer Legende: Bugatti Veyron 16.4 (2005-2015)

Die Geschichte des Bugatti W16-Motors beginnt 2005 mit dem Veyron 16.4. Der unter der Regie des Volkswagen-Konzerns entwickelte Hypercar sollte alle bisherigen Grenzen sprengen. Mit 1.001 PS aus 8,0 Litern Hubraum und vier Turboladern erreichte der Veyron als erstes Serienfahrzeug über 400 km/h. Die technische Meisterleistung umfasste einen Allradantrieb, ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und eine adaptive Aerodynamik mit verstellbarem Heckflügel. Das Design von Hartmut Warkuß orientierte sich an der klassischen Bugatti-DNA mit charakteristischer Hufeisengrill-Form. Der Veyron wurde in Molsheim im Elsass handgefertigt, jedes Exemplar ein Unikat mit individuellen Kundenwünschen. Zwischen 2005 und 2015 entstanden 450 Einheiten des Coupés und Roadsters Grand Sport.

Veyron Super Sport und Grand Sport Vitesse (2010-2015)

2010 legte Bugatti mit dem Veyron Super Sport nach: Die Leistung stieg auf 1.200 PS, die Höchstgeschwindigkeit auf 431 km/h – damals Weltrekord für Serienfahrzeuge. Modifizierte Turbolader, optimierte Ladeluftkühlung und eine verlängerte, aerodynamisch optimierte Karosserie ermöglichten diesen Meilenstein. 2012 folgte der Grand Sport Vitesse als offene Variante mit ebenfalls 1.200 PS. Der Vitesse erreichte als schnellster Serien-Roadster 408 km/h mit geschlossenem Dach. Die Produktion beider Modelle war streng limitiert: 30 Super Sport Coupés und 92 Grand Sport Vitesse Roadster. Technische Highlights waren Carbon-Monocoque, Titan-Abgasanlage und ein innovatives Kühlsystem mit zehn Kühlern.

Chiron-Ära: Neue Dimension der Hypersportwagen (ab 2016)

2016 präsentierte Bugatti den Chiron als Nachfolger des Veyron. Der W16-Motor leistete nun 1.500 PS bei 6.700 U/min und 1.600 Nm Drehmoment. Die maximale Geschwindigkeit wurde elektronisch auf 420 km/h begrenzt, das Potenzial lag jedoch deutlich höher. Designer Achim Anscheidt schuf eine skulpturale Karosserie mit markanter C-Linie und charakteristischem Lichtband. Die Kohlefaser-Monocoque-Struktur bot mehr Steifigkeit bei reduziertem Gewicht. Adaptives Fahrwerk, elektromechanische Lenkung und eine völlig neu entwickelte Bremsanlage mit Carbon-Keramik-Scheiben setzten neue Maßstäbe. Der Chiron kostete ab 2,4 Millionen Euro, die Produktion war auf 500 Einheiten limitiert.

Chiron Sport und Divo (2018-2019)

2018 ergänzte der Chiron Sport das Portfolio mit straffer abgestimmtem Fahrwerk, reduziertem Gewicht durch Carbon-Komponenten und direkterer Lenkung. Fünf Fahrmodi ermöglichten eine breitere Spreizung zwischen Komfort und maximaler Dynamik. 2019 folgte der Divo als extremer Ableger mit Fokus auf Querbeschleunigung und Handling statt Höchstgeschwindigkeit. Bei identischer Motorleistung reduzierte Bugatti das Gewicht um 35 Kilogramm, optimierte die Aerodynamik für 90 Kilogramm mehr Abtrieb und begrenzte die Spitze auf 380 km/h. Der um 8 Sekunden schnellere Nardo-Rundenzeit demonstrierte die Ausrichtung. Nur 40 Divo wurden zum Preis von fünf Millionen Euro gefertigt – alle vor der Präsentation verkauft.

Chiron Super Sport 300+ und Pur Sport (2019-2020)

Im August 2019 durchbrach ein modifizierter Chiron als erster Serienfahrzeug-Prototyp die 300-mph-Marke: 490,484 km/h auf der VW-Teststrecke Ehra-Lessien. Daraus entstand der Chiron Super Sport 300+ mit verlängertem Heck, optimierter Aerodynamik und auf 440 km/h freigegebener Höchstgeschwindigkeit. 30 Exemplare zu je 3,5 Millionen Euro würdigten diesen Rekord. Als Gegenpol präsentierte Bugatti 2020 den Pur Sport: kürzere Übersetzung (2,7 statt 3,6 Sekunden von 60 auf 120 km/h), 60 Kilogramm weniger Gewicht, steifere Stabilisatoren und aerodynamisch auf Abtrieb getrimmte Karosserie. Die Höchstgeschwindigkeit sank auf 350 km/h, die Agilität stieg dramatisch. 60 Pur Sport wurden gebaut.

Centodieci und Bolide (2019-2021)

2019 zelebrierte Bugatti mit dem Centodieci das 110-jährige Firmenjubiläum und huldigte dem legendären EB110 der 1990er. Nur zehn Exemplare mit je 1.600 PS entstanden zum Preis von acht Millionen Euro. Die keilförmige Karosserie mit charakteristischen Lufteinlässen und fünf runden Tagfahrleuchten zitierte den historischen Supersportwagen. 2021 folgte der Bolide als radikalstes W16-Projekt: Ein reiner Track-Day-Rennwagen mit 1.850 PS im Rennmodus, 998 Kilogramm Mindestgewicht und theoretischen 500+ km/h Spitze. Ursprünglich als Showcar konzipiert, produzierte Bugatti auf Kundenwunsch 40 straßenzugelassene Exemplare zu je vier Millionen Euro.

W16 Mistral: Das finale Roadster-Kapitel (2024)

Der W16 Mistral repräsentiert 2024 den Schlusspunkt der W16-Geschichte im offenen Format. Mit 1.600 PS aus dem finalen Entwicklungsstand des Quadturbo-Aggregats erreicht der Mistral elektronisch begrenzte 420 km/h – Bugatti strebt jedoch den Weltrekord für offene Serienfahrzeuge an. Das Design kombiniert die skulpturale Chiron-Formensprache mit Roadster-typischen Proportionen: lange Motorhaube, nach hinten versetzte Fahrposition und eine elegante Heckpartie mit X-förmigem LED-Rücklicht, das den Luftstrom visualisiert. Die Frontpartie zitiert mit Hufeisengrill und Scheinwerfer-Grafik die Bugatti-Tradition, während NACA-Lufteinlässe und aktive Aerodynamik-Elemente modernste Technik verkörpern.

Die offene Karosserie erforderte strukturelle Verstärkungen des Carbon-Monocoque, um die Torsionssteifigkeit zu erhalten. Bugatti entwickelte eine spezielle Windschutzscheibe und Überrollbügel-Struktur für aerodynamische Effizienz bei hohen Geschwindigkeiten. Im Innenraum dominieren edle Materialien: Leder, Carbon, Aluminium in individueller Zusammenstellung nach Kundenwunsch. Das Armaturenbrett übernimmt die Chiron-Architektur mit analogem Drehzahlmesser und digitalem Display. Jeder der 99 Mistral ist ein Unikat mit maßgeschneiderten Farbkombinationen und Ausstattungsdetails. Die Auslieferungen begannen Mitte 2024, alle Exemplare waren bereits bei Präsentation 2022 verkauft.

Technische Evolution des W16-Aggregats

Der 8,0-Liter-W16-Motor mit 64 Ventilen durchlief von 2005 bis 2024 kontinuierliche Entwicklung. Die W-Anordnung kombiniert zwei VR8-Motorblöcke im 90-Grad-Winkel, kompakter als ein V16. Vier Turbolader mit Ladeluftkühlung erzeugen bis zu 1,6 bar Ladedruck. Im Veyron leistete das Aggregat 1.001 PS, im Chiron 1.500 PS, in Sondermodellen wie Centodieci und Mistral 1.600 PS und im Bolide-Rennmodus 1.850 PS. Das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe überträgt die Kraft an alle vier Räder mit elektronisch gesteuerter Torque-Vectoring-Funktion. Die Herausforderung lag stets in Kühlung und Gewicht: Zehn bis zwölf Kühler für Motor, Getriebe, Ladeluftkühlung und Differenziale waren nötig. Das Trockengewicht des Motors beträgt etwa 400 Kilogramm.

Bedeutung und Vermächtnis

Mit dem W16 Mistral endet eine 19-jährige Ära, in der Bugatti den Maßstab für Hypersportwagen definierte. Über 800 Fahrzeuge mit W16-Motor entstanden in verschiedenen Varianten – vom Veyron über Chiron bis zu Sondermodellen wie Divo, Centodieci und Bolide. Der Mistral als letzter W16-Roadster schließt den Kreis zu historischen Bugatti-Roadster wie dem Type 57 SC Atlantic. Ab 2024 setzt Bugatti auf hybridisierte V16-Aggregate und Elektrifizierung, wie der Tourbillon zeigt. Der W16 bleibt jedoch Synonym für kompromisslose Performance, ingenieurtechnische Perfektion und automobilen Luxus auf höchstem Niveau. Die 99 Mistral repräsentieren Sammlerstücke, deren Wert langfristig steigen dürfte – als finale Manifestation einer einzigartigen Motorenphilosophie.

Bugatti W16 Mistral leasen (bald verfügbar)

Häufige Fragen

Was kostet der Bugatti W16 Mistral?

Der Bugatti W16 Mistral kostet fünf Millionen Euro pro Exemplar. Alle 99 produzierten Einheiten waren bereits bei der Präsentation 2022 verkauft.

Wie viel PS hat der Bugatti W16 Mistral?

Der W16 Mistral leistet 1.600 PS (1.176 kW) bei 6.900 U/min aus dem 8,0-Liter-W16-Quadturbo-Motor. Das maximale Drehmoment beträgt 1.600 Nm.

Wie schnell ist der Bugatti W16 Mistral?

Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 420 km/h begrenzt. Bugatti strebt jedoch einen Geschwindigkeitsrekord für offene Serienfahrzeuge an, der deutlich höher liegen könnte.

Wie viele Bugatti W16 Mistral werden gebaut?

Die Produktion ist auf exakt 99 Exemplare limitiert. Der Mistral ist der letzte Bugatti-Roadster mit dem legendären W16-Motor, bevor die Marke auf hybridisierte V16-Technik umstellt.

Was unterscheidet den Mistral vom Chiron?

Der Mistral ist ein offener Roadster ohne festes Dach, während der Chiron ein Coupé ist. Der Mistral hat 1.600 PS (100 PS mehr als der Standard-Chiron), eine eigene Roadster-Karosserie und wurde als finaler W16-Roadster konzipiert.

Welche Motoren hatte der Bugatti Veyron?

Alle Veyron-Modelle nutzten den 8,0-Liter-W16-Quadturbo. Der Basis-Veyron 16.4 leistete 1.001 PS, die Versionen Super Sport und Grand Sport Vitesse steigerten die Leistung auf 1.200 PS.