Ferrari Logo

Ferrari

Ferrari 308

1/2

Foto: Lothar Spurzem / Wikimedia Commons / CC BY-SA 2.0 de

Der Ferrari 308 ist ein klassischer Mittelmotor-Sportwagen, der von 1975 bis 1985 produziert wurde und heute ausschließlich als Gebrauchtwagen erhältlich ist. Mit seinem V8-Motor, dem zeitlosen Pininfarina-Design und der Berühmtheit durch die TV-Serie Magnum gilt er als einer der ikonischsten Ferrari aller Zeiten.

Ideal für: Sammler klassischer Sportwagen und Enthusiasten, die einen kultigen Ferrari-Oldtimer mit V8-Sound suchen

Technische Daten

Ferrari 308 Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
157–188 kW (214–255 PS)
Kraftstoff
Benzin
Verbrauch (komb.)
15–17 l/100km
Getriebe
5-Gang manuell
Antriebsart
Hinterradantrieb
Zylinder
8 (V8)
Höchstgeschwindigkeit
240–255 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Coupé (GTB), Targa (GTS)
Maße (L/B/H)
4230 x 1720 x 1120 mm
Kofferraum
ca. 140 l
Gewicht
1030–1150 kg
Sitze
2
Türen
2
Neupreis

Der Ferrari 308 gilt als einer der ikonischsten Sportwagen der italienischen Automobilgeschichte und prägte das Bild von Ferrari in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren nachhaltig. Die Produktion endete 1985, weshalb es keine aktuelle Generation gibt – der 308 ist ein klassischer Oldtimer und ausschließlich auf dem Gebrauchtwagenmarkt erhältlich. Als Nachfolger des Dino 308 GT4 verkörperte der 308 GTB und später der 308 GTS das klassische Ferrari-Design mit Mittelmotorkonzept und V8-Antrieb. Besondere Berühmtheit erlangte das Modell durch die TV-Serie "Magnum" mit Tom Selleck, der einen roten 308 GTS fuhr.

Mehr lesen

Die Anfänge: Ferrari 308 GTB (1975-1980)

Der Ferrari 308 GTB debütierte 1975 auf dem Pariser Autosalon und löste den kastenförmigen Dino 308 GT4 als zweitüriges Coupé ab. Das Design stammte von Pininfarina und zeigte die klassischen Proportionen eines Mittelmotor-Sportwagens mit langer Haube, kurzem Heck und charakteristischen Lufteinlässen hinter den Türen. Die ersten Karosserien bis 1977 bestanden aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK), was den 308 GTB besonders leicht machte – diese frühen Modelle wiegen nur etwa 1030 kg und werden heute als "Vetroresina" bezeichnet. Der Dreiliter-V8-Motor mit 2926 cm³ Hubraum und vier obenliegenden Nockenwellen leistete zunächst 255 PS bei 7700 U/min. Ab 1977 wurde auf Stahlkarosserie umgestellt, was das Gewicht auf rund 1120 kg erhöhte. Die Kraftübertragung erfolgte über ein manuelles Fünfgang-Getriebe auf die Hinterachse. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei etwa 255 km/h, der Sprint auf 100 km/h gelang in 6,5 Sekunden.

308 GTS: Die Targa-Variante (1977-1980)

1977 ergänzte Ferrari das Programm um den 308 GTS mit abnehmbarem Targadach. Das "S" stand für "Spider", obwohl es sich technisch um eine Targa-Konstruktion handelte. Das herausnehmbare Mittelteil bestand aus einer GFK-Platte, die im Kofferraum verstaut werden konnte. Optisch unterschied sich der GTS durch den schwarzen Überrollbügel und die veränderte Dachlinie. Die technischen Daten entsprachen weitgehend dem GTB, allerdings erhöhte sich durch die Verstärkungen das Gewicht leicht. Der GTS wurde zum erfolgreicheren Modell und ist heute besonders durch die TV-Serie "Magnum" bekannt. In den USA mussten beide Varianten aufgrund verschärfter Abgasnormen mit Leistungseinbußen leben – die US-Versionen leisteten nur etwa 205 PS.

308 GTBi und GTSi: Benzineinspritzung (1980-1982)

1980 führte Ferrari die Bosch K-Jetronic-Benzineinspritzung ein, was zur Modellbezeichnung GTBi und GTSi führte. Dieser Schritt war hauptsächlich den strengeren Emissionsvorschriften geschuldet. Die Leistung sank durch die Einspritzung und den Katalysator zunächst auf 214 PS bei 6600 U/min, was den 308 deutlich zahmer machte. Das Drehmoment blieb mit 245 Nm nahezu konstant. Äußerlich erkennbar waren die Einspritzer-Modelle an den größeren Stoßfängern und leicht modifizierten Lufteinlässen. Die Verkaufszahlen gingen in dieser Phase zurück, da Kunden die geringere Leistung kritisierten. Dennoch war die Einspritzung ein wichtiger Schritt zur Erfüllung internationaler Umweltauflagen. Das Fahrwerk blieb weitgehend unverändert mit Einzelradaufhängung rundum, Schraubenfedern und Stabilisatoren.

308 quattrovalvole (QV): Der Höhepunkt (1982-1985)

1982 präsentierte Ferrari die evolutionäre Weiterentwicklung mit Vierventiltechnik – den 308 GTB quattrovalvole und 308 GTS quattrovalvole, kurz QV. Durch die vier Ventile pro Zylinder stieg die Leistung auf 240 PS bei 7000 U/min, womit Ferrari die frühere Leistung nahezu wieder erreichte, aber mit besseren Abgaswerten. Das maximale Drehmoment von 245 Nm lag bei 5000 U/min an. Die Höchstgeschwindigkeit stieg auf 250 km/h, 100 km/h wurden in 6,5 Sekunden erreicht. Optisch unterschieden sich die QV-Modelle durch modifizierte Lufteinlässe mit Querstreben, breitere Reifen (205/70 vorne, 225/70 hinten auf 16-Zoll-Felgen) und dezente Karosserieänderungen. Die Bremsanlage wurde auf belüftete Scheibenbremsen mit größerem Durchmesser aufgerüstet. Im Innenraum gab es neue Sitze mit besserem Seitenhalt und ein leicht überarbeitetes Armaturenbrett. Der Verbrauch lag bei etwa 15-17 Litern auf 100 km. Die QV-Varianten gelten heute als die begehrtesten 308-Modelle und erzielen entsprechend hohe Sammlerpreise.

Technische Details und Besonderheiten

Der V8-Motor des 308 war eine 90-Grad-Konstruktion mit Trockensumpfschmierung und wurde quer hinter den Sitzen eingebaut. Die Gemischaufbereitung erfolgte bei den frühen Modellen über vier Weber-Doppelvergaser (40 DCNF), später durch Bosch K-Jetronic. Das Fahrwerk mit doppelten Querlenkern, Schraubenfedern und Teleskopstoßdämpfern vorne sowie MacPherson-Federbeinen hinten bot für damalige Verhältnisse hervorragende Fahrdynamik. Die Zahnstangenlenkung arbeitete ohne Servounterstützung und erforderte bei niedrigen Geschwindigkeiten kräftigen Armeinsatz. Alle 308 verfügten über Scheibenbremsen rundum, bei späteren Modellen belüftet. Die Karosserie-Abmessungen betrugen 4230 mm Länge, 1720 mm Breite und 1120 mm Höhe bei einem Radstand von 2340 mm.

Marktposition und Nachfolge

Der Ferrari 308 positionierte sich als Einstiegsmodell in die Ferrari-Welt und war deutlich erschwinglicher als der 512 BB. In Deutschland kostete ein neuer 308 GTB 1976 etwa 60.000 DM, während ein 308 QV 1984 bereits über 100.000 DM verlangte. Insgesamt entstanden zwischen 1975 und 1985 etwa 12.000 Exemplare aller 308-Varianten, womit er einer der meistgebauten Ferrari überhaupt wurde. 1985 löste der Ferrari 328 mit 3,2 Litern Hubraum und 270 PS den 308 ab. Heute sind gut erhaltene 308 begehrte Sammlerstücke: GFK-Karosserie-Modelle erzielen 80.000-120.000 Euro, Stahl-GTB etwa 60.000-90.000 Euro, während QV-Versionen zwischen 70.000 und 110.000 Euro kosten. Die bekanntesten GTS aus der Magnum-Serie können noch höhere Preise erreichen. Wichtig beim Kauf ist die Wartungshistorie, da die Weber-Vergaser regelmäßige Einstellung benötigen und der Motor anfällig für Überhitzung ist. Rostprobleme betreffen vor allem die Stahlkarosserien an Schwellern und Radläufen.

Kulturelle Bedeutung und Vermächtnis

Der Ferrari 308 prägte das Image der Marke nachhaltig und machte Ferrari-Sportwagen einer breiteren Käuferschicht zugänglich. Die Präsenz in Film und Fernsehen, insbesondere durch "Magnum" (1980-1988), machte den roten 308 GTS zum Traumauto einer ganzen Generation. Auch in anderen Produktionen wie "Zurück in die Zukunft" oder diversen Musikvideos der 1980er Jahre war der 308 präsent. Das zeitlose Pininfarina-Design gilt bis heute als Referenz für Mittelmotor-Sportwagen. Technisch setzte der 308 mit seiner kompakten V8-Architektur Maßstäbe, die Ferrari bis heute mit Modellen wie dem F8 Tributo fortführt. Für Sammler und Enthusiasten verkörpert der 308 die Essenz des klassischen Ferrari: italienisches Design, V8-Motorsound und pure Fahrdynamik ohne moderne Fahrhilfen. Die Wartung erfordert Fachkenntnis und ist kostspielig – Zahnriemenwechsel alle 3-5 Jahre können 3.000-5.000 Euro kosten, große Inspektionen liegen bei 2.000-4.000 Euro.

Ferrari 308 leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Ferrari 308.

308 GTBi/GTSi (1980-1982)Facelift

19801982 · Coupé, Targa

Das Facelift 1980 brachte die Bosch K-Jetronic-Benzineinspritzung, erkennbar am Zusatz "i" in der Modellbezeichnung. Wegen Katalysator und Abgasnormen sank die Leistung auf 214 PS. Optisch zeigten sich größere Stoßfänger und modifizierte Lufteinlässe. Dieses Modell gilt als die am wenigsten begehrte 308-Variante aufgrund der geringeren Leistung, war aber technisch zuverlässiger als die Vergaser-Versionen.

antrieb
Hinterradantrieb, 5-Gang manuell
leistung
214 PS (157 kW)
besonderheiten
Bosch K-Jetronic Einspritzung, Katalysator, größere Stoßfänger, reduzierte Leistung
motorisierungen
3.0 V8 Einspritzer

308 GTB/GTS (1975-1980)

19751980 · Coupé, Targa

Die erste Generation des Ferrari 308 debütierte 1975 als GTB (Coupé) mit Pininfarina-Design. Bis 1977 wurden die Karosserien aus GFK gefertigt (Vetroresina), danach aus Stahl. 1977 folgte der GTS mit Targadach. Der 2,9-Liter-V8 mit vier Weber-Vergasern leistete 255 PS und ermöglichte 255 km/h Höchstgeschwindigkeit. Diese Generation prägte das klassische Ferrari-Design der späten 1970er Jahre nachhaltig.

antrieb
Hinterradantrieb, 5-Gang manuell
leistung
255 PS (188 kW)
besonderheiten
Frühe GFK-Karosserie (1975-1977), ab 1977 Stahl, Pininfarina-Design, Weber-Vergaser
motorisierungen
3.0 V8 Vergaser

Häufige Fragen

Wie viel PS hat ein Ferrari 308?

Der Ferrari 308 hatte je nach Modell zwischen 214 und 255 PS. Die frühen Vergaser-Modelle (1975-1980) leisteten 255 PS, die Einspritzer-Varianten GTBi/GTSi (1980-1982) nur 214 PS, während die QV-Modelle mit Vierventiltechnik (1982-1985) 240 PS erreichten.

Was kostet ein Ferrari 308 heute?

Ein gut erhaltener Ferrari 308 kostet heute zwischen 60.000 und 120.000 Euro, abhängig von Modellvariante, Zustand und Historie. Die seltenen GFK-Karosserien (Vetroresina) erzielen 80.000-120.000 Euro, Stahl-GTB etwa 60.000-90.000 Euro, QV-Versionen 70.000-110.000 Euro.

Wie schnell ist ein Ferrari 308?

Die Höchstgeschwindigkeit des Ferrari 308 lag zwischen 240 und 255 km/h, abhängig vom Modell. Die leistungsstärksten Versionen (Vergaser-GTB und QV) erreichten etwa 255 km/h, während die schwächeren Einspritzer-Modelle GTBi/GTSi bei etwa 240 km/h abgeriegelt waren. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelang in 6,5 bis 7,5 Sekunden.

Welcher Ferrari 308 ist der beste?

Als beste Ferrari 308-Variante gilt der 308 quattrovalvole (QV) von 1982-1985 mit 240 PS Vierventil-Motor. Er kombiniert gute Leistung mit besseren Abgaswerten und Zuverlässigkeit als die frühen Vergaser-Modelle. Die leichten GFK-Karosserie-Modelle (1975-1977) sind zwar die seltensten, aber anfälliger für Schäden.

Was bedeutet GTS beim Ferrari 308?

GTS steht für Gran Turismo Spider und bezeichnet die Targa-Variante des Ferrari 308 mit abnehmbarem Dachteil. Der 308 GTS wurde 1977 eingeführt und unterschied sich vom geschlossenen GTB durch das herausnehmbare GFK-Dachmittelteil und den charakteristischen schwarzen Überrollbügel.