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Ferrari 400

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Foto: Alexander-93 / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Der Ferrari 400 war ein luxuriöser Gran Turismo, der von 1976 bis 1989 als 400, 400i und 412 produziert wurde. Als erster Ferrari mit optionalem Automatikgetriebe verband er V12-Leistung mit Langstreckenkomfort und bot echten Platz für vier Personen. Die Baureihe gilt heute als unterschätzter Klassiker.

Ideal für: Dieser Ferrari ist ein historischer Klassiker und wurde zwischen 1976 und 1989 produziert – eine aktuelle Generation existiert nicht.

Technische Daten

Ferrari 400 Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
Kraftstoff
Verbrauch (komb.)
Getriebe
Antriebsart
Zylinder
Höchstgeschwindigkeit
Maße & Karosserie
Karosserie
Maße (L/B/H)
Kofferraum
Gewicht
Sitze
Türen
Neupreis

Der Ferrari 400 war ein wegweisender Gran Turismo aus Maranello, der von 1976 bis 1989 produziert wurde und als erster Ferrari optional mit Automatikgetriebe angeboten wurde. Als luxuriöser 2+2-Sitzer positionierte sich der 400 als komfortabler Langstrecken-GT für anspruchsvolle Kunden, die Eleganz und Alltagstauglichkeit mit Ferrari-Prestigkeit verbinden wollten. Die Baureihe umfasste die Modelle 400, 400i und 412 und markierte eine wichtige Übergangsphase in der Ferrari-Geschichte zwischen klassischen V12-Sportwagen und modernen Gran Turismos.

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Ferrari 400 – Erste Generation (1976-1979)

Der Ferrari 400 debütierte 1976 als direkter Nachfolger des 365 GT4 2+2 und behielt zunächst dessen grundlegendes Design bei, entworfen von Pininfarina. Der Name 400 verwies auf den Hubraum von 4,0 Litern des Zwölfzylinder-V-Motors. Mit 4823 mm Länge war der 400 ein stattlicher Gran Turismo, dessen markantes Merkmal die rechteckigen Scheinwerfer und die lange, elegante Motorhaube waren. Der 4,8-Liter-V12-Motor leistete 340 PS bei 6500 U/min und ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 250 km/h. Das revolutionärste Ausstattungsmerkmal war jedoch die Option eines Drei-Gang-GM-Hydramatic-Automatikgetriebes – eine absolute Premiere für Ferrari und ein deutliches Zeichen der Ausrichtung auf Komfort und Alltagstauglichkeit. Etwa 70 Prozent aller produzierten 400er wurden mit dieser Automatik bestellt, hauptsächlich für den amerikanischen Markt. Das manuelle Fünfgang-Getriebe blieb verfügbar für Puristen. Die Innenausstattung zeichnete sich durch edles Leder, Wurzelholzapplikationen und eine für Ferrari-Verhältnisse luxuriöse Ausstattung aus. Anders als bei reinen Sportwagen lag der Fokus auf Langstreckenkomfort, vollwertigen Rücksitzen und einer ruhigen, kultivierten Fahrweise. Das Fahrwerk mit Doppelquerlenker vorne und De-Dion-Achse hinten bot einen guten Kompromiss zwischen Dynamik und Komfort.

Ferrari 400i – Zweite Generation mit Einspritzung (1979-1985)

1979 führte Ferrari ein bedeutendes technisches Update ein und benannte das Modell in 400i um, wobei das 'i' für Iniezione (Einspritzung) stand. Der V12-Motor erhielt eine moderne Bosch K-Jetronic-Einspritzanlage anstelle der bisherigen sechs Weber-Doppelvergaser. Diese Änderung verbesserte nicht nur die Abgaswerte und Kraftstoffeffizienz, sondern auch die Fahrbarkeit und Zuverlässigkeit erheblich. Die Leistung blieb mit 340 PS nahezu gleich, das Drehmoment wurde jedoch gleichmäßiger über den gesamten Drehzahlbereich verteilt. Äußerlich blieb der 400i weitgehend unverändert, was die zeitlose Eleganz des Pininfarina-Designs unterstrich. Im Innenraum gab es leichte Modernisierungen bei den Instrumenten und Ausstattungsdetails. Die Klimaanlage wurde verbessert, die elektrischen Fensterheber überarbeitet. Der 400i etablierte sich besonders in Europa als bevorzugter Ferrari für vermögende Geschäftsleute, die diskrete Eleganz und Leistung ohne den provokanten Charakter eines Mittelmotor-Sportwagens suchten. Die Produktionszahlen blieben exklusiv: Insgesamt wurden etwa 1305 Exemplare des 400i gebaut. Das Modell konkurrierte in seiner Klasse mit dem Aston Martin V8, dem Maserati Quattroporte und dem Jaguar XJ-S, bot jedoch die Einzigartigkeit eines Ferrari V12 mit 2+2-Konfiguration. Die Wartungsintervalle blieben anspruchsvoll, doch die Einspritztechnik reduzierte die Notwendigkeit häufiger Vergasereinstellungen erheblich.

Ferrari 412 – Finale Evolution (1985-1989)

1985 präsentierte Ferrari die finale Evolution der Baureihe als 412, wobei die Bezeichnung nun auf den neuen Hubraum von 4,9 Litern (4943 cm³) verwies. Der vergrößerte Motor leistete nun 340 PS bei 6000 U/min und bot mit 490 Nm bei 4200 U/min deutlich mehr Drehmoment als seine Vorgänger. Die Höchstgeschwindigkeit stieg auf über 250 km/h, der Sprint von 0 auf 100 km/h gelang in etwa 6,5 Sekunden. Äußerlich erhielt der 412 sichtbare Modernisierungen: Neue Stoßfänger integrierten sich harmonischer in die Karosserie, die Kotflügel wurden leicht verbreitert, und die Heckleuchten bekamen ein zeitgemäßeres Design. Im Innenraum fand eine deutlichere Aufwertung statt: Ein neu gestaltetes Armaturenbrett mit digitalen Anzeigen, verbesserte Klimaautomatik, elektrisch verstellbare Sitze und ein modernes Audiosystem hoben den Komfort auf ein neues Niveau. ABS wurde nun serienmäßig angeboten, ebenso wie eine Servolenkung mit besserem Feedback. Die Automatik-Option war weiterhin verfügbar, nun jedoch als verbessertes Drei-Gang-Getriebe. Der 412 repräsentierte Ferraris Versuch, mit den Luxus-Standards deutscher und britischer Konkurrenten mitzuhalten, ohne den sportlichen Charakter zu verwässern. Die Karosserie maß nun 4900 x 1800 x 1270 mm und bot einen für Ferrari-Verhältnisse großzügigen Kofferraum von etwa 300 Litern. Bis zur Produktionseinstellung 1989 wurden nur 576 Exemplare des 412 gebaut, was ihn zum seltensten Modell der Reihe machte. Der 412 markierte das Ende einer Ära: Er war der letzte frontmotorisierte Ferrari V12-GT bis zur Einführung des 456 GT im Jahr 1992 und der letzte Ferrari mit klassischer De-Dion-Hinterachse.

Marktpositionierung und Besonderheiten

Die Ferrari 400/400i/412-Reihe nahm in der Ferrari-Historie eine Sonderstellung ein. Anders als die Mid-Engine-Supersportwagen wie der 308 oder Testarossa zielte diese Baureihe auf Kunden, die einen Ferrari als tägliches Fortbewegungsmittel nutzen wollten. Die Automatik-Option war für traditionelle Ferrari-Enthusiasten zunächst umstritten, erwies sich aber als kommerzielle Notwendigkeit, besonders für den amerikanischen Markt. Die Modelle wurden fast ausschließlich von Pininfarina in Turin karossiert und waren nicht als Coupé mit fest verschweißtem Dach, sondern mit einer fest montierten Dachkonstruktion ausgeführt. Die Verarbeitungsqualität erreichte Ferrari-typische hohe Standards, auch wenn gelegentlich kleinere elektrische Probleme auftraten. Der V12-Motor galt als robust und langlebig, benötigte jedoch regelmäßige, kostspielige Wartung. Die Wertverschätzung dieser Modelle war lange Zeit deutlich höher als bei den Mittelmotor-Ferraris, was sie zu vergleichsweise erschwinglichen Einstiegs-Ferraris machte. In den letzten Jahren hat jedoch eine Neubewertung stattgefunden: Gut erhaltene Exemplare, besonders des 412, werden zunehmend als unterschätzte Klassiker erkannt und erzielen steigende Preise auf dem Sammlermarkt.

Technische Besonderheiten und Design

Das Pininfarina-Design des Ferrari 400 war bewusst zurückhaltend und elegant gehalten, ohne die aggressive Keilform zeitgenössischer Supersportwagen. Die lange Motorhaube, die zurückgesetzte Kabine und das kurze Heck folgten klassischen GT-Proportionen. Die rechteckigen Scheinwerfer waren ein markantes Stilelement der 1970er Jahre und wurden bei späteren Modellen dezent modernisiert. Der Innenraum bot echten Platz für vier Erwachsene, wobei die Rücksitze für längere Strecken deutlich komfortabler waren als bei den meisten anderen 2+2-Sportcoupés. Die analogen Instrumente wurden beim 412 teilweise durch digitale Anzeigen ersetzt, was dem damaligen Zeitgeist entsprach. Die De-Dion-Hinterachse mit zentralem Differential war eine aufwendige Konstruktion, die gute Traktion mit akzeptablem Komfort verband. Das Fahrwerk war straffer als bei Luxuslimousinen, aber weicher als bei reinen Sportwagen abgestimmt. Die Lenkung bot direktes Feedback, die Bremsen waren dimensioniert für hohe Geschwindigkeiten. Mit einem Leergewicht von etwa 1750 kg war der 412 kein Leichtgewicht, bot aber durch den starken V12 dennoch beeindruckende Fahrleistungen. Der Verbrauch lag realistisch bei 18-22 Litern auf 100 km im Alltagsbetrieb, was für einen 5-Liter-V12 der 1980er Jahre akzeptabel war.

Ferrari 400 leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Ferrari 400.

400i (1979-1985)Facelift

19791985 · Coupé

Ferrari 400 400i (1979-1985)
Foto: Riley from Christchurch, New Zealand / Wikimedia Commons / CC BY 2.0
Ferrari 400 400i (1979-1985)
Foto: ilikewaffles11 / Wikimedia Commons / CC BY 2.0

1979 erhielt der Ferrari ein wichtiges Update mit Bosch K-Jetronic-Einspritzung anstelle der Weber-Vergaser, was sich in der Bezeichnung 400i (Iniezione) widerspiegelte. Die Leistung blieb bei 340 PS, aber Fahrbarkeit, Verbrauch und Zuverlässigkeit verbesserten sich deutlich. Äußerlich blieb das Design nahezu unverändert, im Innenraum gab es dezente Modernisierungen. Insgesamt entstanden etwa 1305 Exemplare, womit der 400i das meistgebaute Modell der Reihe war.

antrieb
Hinterradantrieb
leistung
250 kW (340 PS)
besonderheiten
Bosch K-Jetronic-Einspritzung, verbesserte Fahrbarkeit und Zuverlässigkeit
motorisierungen
4,8-Liter-V12 mit Einspritzung

400 (1976-1979)

19761979 · Coupé

Ferrari 400 400 (1976-1979)
Foto: Ermell / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0
Ferrari 400 400 (1976-1979)
Foto: Alexander-93 / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Der Ferrari 400 debütierte 1976 als Nachfolger des 365 GT4 2+2 mit einem 4,8-Liter-V12-Motor mit 340 PS. Die revolutionäre Neuerung war das optionale 3-Gang-Automatikgetriebe von GM, das etwa 70% der Käufer wählten. Mit 4823 mm Länge bot der elegant von Pininfarina gestylte Gran Turismo echten Platz für vier Personen und eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Die Ausstattung mit Leder und Wurzelholz zielte auf komfortorientierte Kunden.

antrieb
Hinterradantrieb
leistung
250 kW (340 PS)
besonderheiten
Erster Ferrari mit optionalem Automatikgetriebe, 2+2-Sitzer, Pininfarina-Design
motorisierungen
4,8-Liter-V12

Häufige Fragen

Was bedeutet die Bezeichnung Ferrari 400?

Die Bezeichnung 400 bezieht sich auf den gerundeten Hubraum des V12-Motors von 4,0 Litern (3999 cm³). Beim Nachfolger 412 stand die Zahl für 4,9 Liter Hubraum. Das 'i' beim 400i kennzeichnete die Einführung der Kraftstoffeinspritzung.

War der Ferrari 400 wirklich mit Automatikgetriebe erhältlich?

Ja, der Ferrari 400 war der erste Ferrari überhaupt, der optional mit einem Automatikgetriebe angeboten wurde. Es handelte sich um ein 3-Gang-GM-Hydramatic-Getriebe. Etwa 70% aller Käufer wählten die Automatik, besonders in den USA war diese Option sehr beliebt.

Wie viele Ferrari 400/412 wurden gebaut?

Die Produktionszahlen waren sehr exklusiv: Vom 400 (1976-1979) wurden etwa 502 Exemplare gebaut, vom 400i (1979-1985) rund 1305 Stück und vom 412 (1985-1989) nur 576 Exemplare. Insgesamt entstanden somit etwa 2383 Fahrzeuge dieser Baureihe.

Welche Leistung hatte der Ferrari 412?

Der Ferrari 412 verfügte über einen 4,9-Liter-V12-Motor mit 340 PS bei 6000 U/min und 490 Nm Drehmoment bei 4200 U/min. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei über 250 km/h, der Sprint von 0 auf 100 km/h gelang in etwa 6,5 Sekunden.

Ist der Ferrari 400 ein gutes Investment?

Lange Zeit waren die Modelle 400/400i/412 unterbewertete Ferraris. In den letzten Jahren werden gut erhaltene Exemplare zunehmend als unterschätzte Klassiker erkannt. Besonders der seltene 412 und Fahrzeuge mit Schaltgetriebe erzielen steigende Preise, wobei die Unterhaltskosten beachtlich bleiben.