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Ferrari 458 Spider

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Foto: Ank Kumar / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Der Ferrari 458 Spider (2011-2015) ist die offene Cabrio-Version des gelobten 458 Italia. Mit seinem 570 PS starken 4,5-Liter-V8-Saugmotor und dem innovativen Aluminium-Klappdach verkörpert er einen der letzten ungezügelten Mittelmotor-Supersportwagen aus Maranello. Heute gilt er als Klassiker der modernen Ferrari-Ära.

Neupreis
ab 233.000 € (2012)

Ideal für: Enthusiasten und Sammler, die einen der letzten V8-Saugmotor-Spider mit offener Fahrfreude suchen

Technische Daten

Ferrari 458 Spider Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
419 kW (570 PS)
Kraftstoff
Benzin (Super Plus)
Verbrauch (komb.)
13,3 l/100km (NEFZ)
Getriebe
7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
Antriebsart
Heckantrieb
Zylinder
8 (V8)
Höchstgeschwindigkeit
320 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Roadster (Spider)
Maße (L/B/H)
4527 x 1937 x 1213 mm
Kofferraum
100 l
Gewicht
1380 kg
Sitze
2+2 (2 Notsitze)
Türen
2
Neupreis
ab 233.000 € (2012)

Der Ferrari 458 Spider ist ein offener Supersportwagen, der von 2011 bis 2015 produziert wurde und die Cabrio-Version des 458 Italia darstellt. Mit seinem 4,5-Liter-V8-Mittelmotor, der 570 PS leistet, und einem revolutionären Klappdach aus Aluminium setzte der 458 Spider neue Maßstäbe im Segment der offenen Mittelmotor-Sportwagen. Als Nachfolger des F430 Spider markierte er einen bedeutenden technologischen Sprung in Ferraris Modellpalette und gilt heute als einer der letzten Saugmotor-V8-Spider aus Maranello, bevor die Ära der Turboaufladung begann.

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Die Geburt einer Legende: Ferrari 458 Spider (2011-2015)

Im September 2011 präsentierte Ferrari auf der IAA in Frankfurt den 458 Spider als offene Variante des bereits hochgelobten 458 Italia. Die Entwicklung konzentrierte sich darauf, die außergewöhnliche Fahrdynamik des Coupés zu bewahren, während gleichzeitig ein innovatives Dachkonzept realisiert wurde. Das zweiteilige Klappdach aus Aluminium war eine technische Meisterleistung: Mit nur 60 Kilogramm Gewicht konnte es in 14 Sekunden elektrisch geöffnet oder geschlossen werden – und das sogar während der Fahrt bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Diese Konstruktion machte das traditionelle Stoffverdeck überflüssig und ermöglichte es Ferrari, die aerodynamische Effizienz zu maximieren.

Das Herzstück des 458 Spider war der 4.497 cm³ große V8-Saugmotor vom Typ F136F, der bei 9.000 U/min seine Maximalleistung von 570 PS (419 kW) entwickelte. Das maximale Drehmoment von 540 Nm lag bei 6.000 U/min an. Dieser Motor war ein Meisterwerk italienischer Ingenieurskunst: Flachkurbelwelle, Direkteinspritzung, variables Ansaugsystem und ein trockenes Ölsumpfsystem sorgten für höchste Effizienz und einen unvergesslichen Sound. Die Kraftübertragung erfolgte über ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (F1-Getriebe), das in nur 60 Millisekunden schalten konnte. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelang in 3,4 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit lag bei 320 km/h – bemerkenswerte Werte für einen offenen Sportwagen.

Trotz des zusätzlichen Dachsystems und der notwendigen Verstärkungen im Mittelteil der Karosserie wog der 458 Spider nur 50 Kilogramm mehr als das Coupé. Das Leergewicht lag bei etwa 1.380 Kilogramm. Diese geringe Gewichtszunahme war dem konsequenten Einsatz von Aluminium in der Raumrahmen-Konstruktion zu verdanken. Die Gewichtsverteilung von 42,5 Prozent vorne und 57,5 Prozent hinten sowie der tiefe Schwerpunkt sorgten für ein ausgewogenes Handling. Ferrari setzte beim 458 Spider auf modernste Fahrdynamik-Systeme: Das E-Diff3 elektronisch gesteuerte Differenzial, die F1-Trac Traktionskontrolle und das magnetorheologische SCM-Fahrwerk arbeiteten über das Manettino am Lenkrad perfekt zusammen und boten fünf verschiedene Fahrmodi von Wet über Sport bis Race.

Design und Aerodynamik

Pininfarina zeichnete für das zeitlose Design des 458 Spider verantwortlich. Die Linienführung war eine Evolution der Ferrari-DNA mit modernen Akzenten: Die charakteristische Dreiloch-Lufteinlass-Grafik an der Front, die geschwungenen Flanken mit den markanten Lufteinlässen hinter den Türen und das aggressive Heck mit dem doppelten Runddiffusor und drei Auspuffendrohren prägten das Erscheinungsbild. Bei geschlossenem Dach unterschied sich die Silhouette kaum vom 458 Italia, bei geöffnetem Dach offenbarte sich ein puristisches Cockpit mit zwei flachen Notsitzen hinter den Hauptsitzen. Die aktive Aerodynamik umfasste einen automatisch ausfahrenden Frontspoiler und einen flachen Unterboden, der zusammen mit dem Diffusor bei 200 km/h 140 Kilogramm Abtrieb generierte.

Der Innenraum des 458 Spider war fahrerzentriert gestaltet, mit einem flachen Lenkrad, auf dem sich alle wichtigen Bedienelemente befanden – von den Blinkern über die Scheibenwischer bis zum Motor-Start-Knopf. Das zentrale Rundinstrument mit digitalem Tachometer und analoger Drehzahlanzeige lieferte alle Informationen auf einen Blick. Die Schalensitze boten exzellenten Seitenhalt, die Materialqualität mit Leder, Alcantara und Karbon entsprach höchsten Ansprüchen. Der Kofferraum fasste bescheidene 100 Liter – typisch für einen Mittelmotor-Sportwagen. Ferrari bot umfangreiche Individualisierungsmöglichkeiten über das Tailor-Made-Programm an, von speziellen Lacken bis zu maßgeschneiderten Interieur-Kombinationen.

Technische Besonderheiten und Innovationen

Der 458 Spider war gespickt mit Technologien aus der Formel 1. Das bereits erwähnte Doppelkupplungsgetriebe erlaubte verzögerungsfreie Gangwechsel und bot sowohl einen automatischen als auch einen manuellen Modus über die Schaltwippen am Lenkrad. Das E-Diff3 verteilte die Kraft zwischen den Hinterrädern je nach Fahrsituation optimal, während die F1-Trac-Traktionskontrolle Radschlupf in Echtzeit analysierte und die Motorleistung entsprechend dosierte. Das SCM-Fahrwerk (Sospensioni a Controllo Magnetoreologico) mit magnetorheologischen Dämpfern passte die Dämpferhärte innerhalb von Millisekunden an die Fahrbahn und den gewählten Fahrmodus an. Die Keramik-Verbundbremsscheiben (optional) mit einem Durchmesser von 398 mm vorne und 360 mm hinten boten phänomenale Verzögerungswerte und waren nahezu verschleißfrei.

Der Verbrauch lag nach NEFZ-Norm bei 13,3 Litern auf 100 Kilometer, die CO2-Emissionen bei 307 g/km – für einen Supersportwagen mit dieser Leistung durchaus moderate Werte, die auch dem ausgeklügelten Motor-Management mit Zylinderabschaltung und Start-Stopp-System zu verdanken waren. Der Tank fasste 86 Liter Super Plus. Ferrari lieferte den 458 Spider ab Werk mit speziell entwickelten Pirelli P Zero Reifen in den Dimensionen 235/35 ZR20 vorne und 295/35 ZR20 hinten aus. Die geschmiedeten Leichtmetallfelgen trugen zur ungefederten Masse bei und waren in verschiedenen Designs erhältlich.

Marktpositionierung und Nachfolge

In Deutschland startete der Ferrari 458 Spider im Frühjahr 2012 mit einem Grundpreis von etwa 233.000 Euro. Die meisten Kunden orderten jedoch umfangreiche Sonderausstattungen, sodass die tatsächlichen Verkaufspreise deutlich höher lagen. Zu den populären Optionen gehörten das Handling-Paket mit Keramikbremsen, Karbon-Ausstattungsdetails, spezielle Lackierungen und das Race-Paket mit Schalensitzen. Der 458 Spider positionierte sich als direkter Konkurrent zum McLaren MP4-12C Spider und Lamborghini Gallardo Spyder, wobei Ferrari vor allem mit der emotionalen Anziehungskraft der Marke, dem einzigartigen V8-Sound und der ausgereiften Technik punkten konnte.

Die Produktion des 458 Spider endete 2015, da Ferrari mit dem 488 Spider eine turbomotorisierten Nachfolger einführte. Der 488 Spider erhielt einen 3,9-Liter-V8-Biturbo mit 670 PS, der zwar mehr Leistung und Drehmoment bot, aber den charakteristischen hochdrehenden Saugmotor-Sound des 458 vermissen ließ. Heute gilt der 458 Spider als Klassiker der modernen Ferrari-Geschichte und als einer der letzten Vertreter der ungezügelten, natürlich ansaugenden V8-Ära. Die Wertstabilität ist bemerkenswert: Gut erhaltene Exemplare mit geringer Laufleistung erzielen auf dem Gebrauchtwagenmarkt oftmals Preise nahe am ursprünglichen Neupreis oder darüber, was den Kultstatus dieses Modells unterstreicht.

Sondermodelle und limitierte Editionen

Obwohl Ferrari keine offiziellen Sondermodelle des 458 Spider auflegte – wie etwa beim Coupé mit dem 458 Speciale – gab es zahlreiche individuelle Kundenfahrzeuge, die über das Tailor-Made-Programm entstanden. Einige Exemplare wurden in historischen Ferrari-Rennfarben wie Rosso Corsa, Giallo Modena oder Blu Tour de France lackiert, andere erhielten zweifarbige Lackierungen oder spezielle Interieur-Kombinationen. Ferrari erlaubte es wohlhabenden Kunden, nahezu jeden Aspekt des Fahrzeugs zu personalisieren, von den Sitzbezügen über die Nähte bis hin zu Karbon-Elementen in verschiedenen Webarten. Diese Individualisierung macht jeden 458 Spider zu einem Unikat und trägt zur Exklusivität des Modells bei.

Fahrerlebnis und Sound

Der 458 Spider wird von Enthusiasten und Fachjournalisten als eines der emotional aufwühlendsten Fahrerlebnisse der Automobilgeschichte beschrieben. Der V8-Saugmotor dreht willig bis zur Drehzahlbegrenzung bei 9.000 U/min und erzeugt dabei einen unvergleichlichen Klang, der sich im offenen Spider noch intensiver entfaltet. Die direkte Lenkung, das präzise Handling und die enorme Leistungsentfaltung ohne Turbo-Lag machen jede Fahrt zu einem Erlebnis. Die elektronischen Assistenzsysteme greifen unmerklich ein und ermöglichen es auch weniger erfahrenen Fahrern, das Potenzial des Fahrzeugs sicher auszuschöpfen. Gleichzeitig lässt der 458 Spider im Race-Modus genug Raum für Fahreingriffe und belohnt aktives Fahren mit außergewöhnlicher Rückmeldung und Präzision. Das Klappdach verwandelt den Spider innerhalb von Sekunden vom geschlossenen Coupé in einen offenen Roadster, ohne Kompromisse bei der Steifigkeit der Karosserie einzugehen – ein technisches Kunststück, das den 458 Spider auch heute noch zeitgemäß erscheinen lässt.

Ferrari 458 Spider leasen (bald verfügbar)

Häufige Fragen

Wie viel PS hat der Ferrari 458 Spider?

Der Ferrari 458 Spider leistet 570 PS (419 kW) aus einem 4,5-Liter-V8-Saugmotor. Das maximale Drehmoment beträgt 540 Nm bei 6.000 U/min, die Höchstdrehzahl liegt bei 9.000 U/min.

Wie schnell ist der Ferrari 458 Spider?

Der Ferrari 458 Spider erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h und beschleunigt in 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Von 0 auf 200 km/h vergehen 10,6 Sekunden.

Wie funktioniert das Dach des Ferrari 458 Spider?

Der 458 Spider verfügt über ein zweiteiliges Aluminium-Klappdach, das sich in 14 Sekunden elektrisch öffnen oder schließen lässt – auch während der Fahrt bis 25 km/h. Es wiegt nur 60 Kilogramm und wird hinter den Sitzen verstaut.

Wie viel kostet ein Ferrari 458 Spider?

Der Neupreis des Ferrari 458 Spider lag in Deutschland ab 2012 bei etwa 233.000 Euro. Heute werden gut erhaltene Gebrauchtwagen aufgrund des Kultstatus häufig zu Preisen nahe dem ursprünglichen Neupreis oder darüber gehandelt.

Wie viele Ferrari 458 Spider wurden gebaut?

Ferrari gibt keine exakten Produktionszahlen bekannt. Der 458 Spider wurde von 2011 bis 2015 gebaut und machte etwa ein Drittel der gesamten 458-Produktion aus, die über 20.000 Einheiten umfasste.

Was ist der Unterschied zwischen Ferrari 458 Italia und Spider?

Der 458 Spider ist die offene Cabrio-Version des 458 Italia Coupés. Er hat das gleiche Triebwerk mit 570 PS, wiegt aber etwa 50 kg mehr durch das Klappdach und Karosserie-Verstärkungen. Die Fahrleistungen sind nahezu identisch.

Welcher Motor ist im Ferrari 458 Spider verbaut?

Der Ferrari 458 Spider hat einen 4,5-Liter-V8-Saugmotor (Typ F136F) mit 570 PS. Der Motor verfügt über Direkteinspritzung, variables Ansaugsystem, Flachkurbelwelle und dreht bis 9.000 U/min.

Ist der Ferrari 458 Spider ein gutes Investment?

Der 458 Spider gilt als wertbeständig, da er einer der letzten Ferrari mit V8-Saugmotor ist. Gut gepflegte Exemplare mit niedriger Laufleistung halten ihren Wert sehr gut oder steigen sogar im Preis, besonders Fahrzeuge mit interessanten Ausstattungen.