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Ferrari F12

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Foto: Calreyn88 / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Der Ferrari F12berlinetta ist ein zweitüriger Gran Turismo mit Front-Mittelmotor-Konzept, der von 2012 bis 2017 produziert wurde. Mit einem 6,3-Liter-V12-Saugmotor mit 740 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von über 340 km/h repräsentiert er die klassische Ferrari-Philosophie kompromissloser Leistung und emotionalen Fahrerlebnisses.

Neupreis
ab 274.000 € (2012)

Ideal für: Sammler und Enthusiasten, die einen der letzten V12-Saugmotor-Gran-Turismos mit purem Fahrerlebnis suchen

Technische Daten

Ferrari F12 Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
544 kW (740 PS)
Kraftstoff
Benzin
Verbrauch (komb.)
15,0 l/100km
Getriebe
7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
Antriebsart
Hinterradantrieb
Zylinder
12
Höchstgeschwindigkeit
340 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Coupé
Maße (L/B/H)
4618 x 1942 x 1273 mm
Kofferraum
320 l
Gewicht
1525 kg
Sitze
2
Türen
2
Neupreis
ab 274.000 € (2012)

Der Ferrari F12berlinetta, intern als Tipo F152 bezeichnet, wurde 2012 als Nachfolger des Ferrari 599 GTB Fiorano vorgestellt und markierte einen Meilenstein in der Geschichte der zwölf-zylindrigen Front-Mittelmotor-Gran-Turismos aus Maranello. Mit einem 6,3-Liter-V12-Motor, der 740 PS leistet, setzte der F12 neue Maßstäbe in puncto Leistung und Fahrperformance. Das coupéartige Design stammte aus der Feder des Pininfarina-Studios und zeichnete sich durch aggressive Linienführung, breite Proportionen und innovative aerodynamische Lösungen aus. Der F12berlinetta war nicht nur das leistungsstärkste Serienfahrzeug von Ferrari zum Zeitpunkt seiner Markteinführung, sondern auch eines der schnellsten, mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 340 km/h und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in nur 3,1 Sekunden.

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Entwicklung und Markteinführung (2012-2017)

Die Premiere des Ferrari F12berlinetta fand im März 2012 auf dem Genfer Automobilsalon statt. Ferrari präsentierte damit einen Gran Turismo, der die technischen Errungenschaften der Formel 1 in ein straßentaugliches Fahrzeug übersetzte. Der 6262 cm³ große V12-Motor mit Saugbenzinertechnologie entwickelte 740 PS bei 8250 U/min und ein maximales Drehmoment von 690 Nm bei 6000 U/min. Das Triebwerk basierte auf dem Motor des Ferrari FF, wurde jedoch für den F12 grundlegend überarbeitet und optimiert. Die Kraftübertragung erfolgte über ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe an die Hinterachse. Das Leergewicht lag bei etwa 1525 kg, was einer Leistungsgewicht von nur 2,06 kg/PS entsprach. Der Aluminiumspaceframe kombiniert mit Verbundwerkstoffen und innovativen Fertigungstechniken machte den F12 deutlich leichter als seinen Vorgänger.

Aerodynamisch bot der F12berlinetta zahlreiche Innovationen: Die Aero Bridge, eine gestalterische Lösung, bei der die Luft über die Motorhaube zu den Seiten geleitet wird, verbesserte den Abtrieb und reduzierte den Luftwiderstand. Die Active Brake Cooling öffnete bei Bedarf zusätzliche Lufteinlässe zur Kühlung der Bremsen. Das Fahrwerk kombinierte Magnetorheologische Dämpfer mit dem SCM-E-System (Suspension Control Management Evolved) und elektronische Stabilitäts- sowie Traktionskontrollsysteme der dritten Generation. Im deutschen Markt startete der F12berlinetta 2012 mit einem Grundpreis von etwa 274.000 Euro und richtete sich an vermögende Enthusiasten, die einen kompromisslosen V12-Gran-Turismo suchten.

Ferrari F12tdf – Die Leistungssteigerung (2015-2017)

Im Oktober 2015 stellte Ferrari auf dem Pariser Autosalon eine noch radikalere Version des F12 vor: den F12tdf, benannt nach der legendären Tour de France, einem Langstreckenrennen, das Ferrari in den 1950er und 1960er Jahren dominierte. Der F12tdf war auf 799 Exemplare limitiert und bot gegenüber der Basisversion zahlreiche Performance-Upgrades. Die Motorleistung stieg auf 780 PS bei 8500 U/min, das Drehmoment auf 705 Nm. Das Gewicht wurde durch extensive Verwendung von Carbon und den Verzicht auf Komfortausstattung um etwa 110 kg auf 1415 kg reduziert. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgte in 2,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit lag bei 340 km/h.

Der F12tdf erhielt ein überarbeitetes Fahrwerk mit kürzeren Federwegen, steiferen Federn und modifizierter Lenkung sowie das Virtual Short Wheelbase 2.0-System, das die Hinterradlenkung simulierte und die Agilität deutlich verbesserte. Die Aerodynamik wurde durch einen größeren Frontsplitter, erweiterte Diffusoren und einen markanten Heckflügel optimiert, was den Abtrieb um 107 Prozent gegenüber dem Standard-F12 erhöhte. Optisch unterschied sich der tdf durch breitere Radhäuser, spezielle 20-Zoll-Räder und eine aggressivere Frontgestaltung. In Deutschland wurde der F12tdf ab etwa 390.000 Euro angeboten, war jedoch aufgrund der limitierten Stückzahl und der exklusiven Kundenselektion durch Ferrari kaum verfügbar. Der tdf galt als Hommage an die Renngeschichte Ferraris und als Brücke zwischen Straßen- und Rennstreckenfahrzeug.

Technische Besonderheiten und Innovationen

Der Ferrari F12berlinetta führte mehrere technische Innovationen ein, die später in anderen Ferrari-Modellen zum Einsatz kamen. Das E-Diff3-Elektronische Differenzial verteilte die Antriebskraft präzise zwischen den Hinterrädern und verbesserte die Traktion in Kurven erheblich. Das F1-Trac-Stabilitätskontrollsystem der dritten Generation erlaubte kontrollierte Drifts und bot verschiedene Fahrmodi (Comfort, Sport und ESC Off), die das Fahrerlebnis individualisierten. Die Carbon-Keramik-Bremsscheiben (398 mm vorne, 360 mm hinten) mit Sechskolben-Sätteln vorne boten außergewöhnliche Verzögerungswerte und Standfestigkeit.

Das Interieur kombinierte italienisches Handwerk mit modernster Technologie. Das Cockpit war konsequent auf den Fahrer ausgerichtet, mit einem zentral positionierten Drehzahlmesser und einem multifunktionalen Lenkrad, das sämtliche wichtigen Funktionen integrierte. Hochwertige Leder, Carbon und Aluminium dominierten die Materialauswahl. Das Infotainmentsystem bot Navigation, Multimedia und Konnektivität, blieb aber im Vergleich zu modernen Standards eher funktional. Der Kofferraum fasste 320 Liter und bot ausreichend Platz für Gran-Turismo-Reisen. Die Sitze waren straff gepolstert und boten exzellenten Seitenhalt, ohne den Langstreckenkomfort zu beeinträchtigen.

Marktpositionierung und Konkurrenz

Der Ferrari F12berlinetta konkurrierte im Segment der V12-Gran-Turismos mit Fahrzeugen wie dem Lamborghini Aventador, dem Aston Martin Vanquish und dem Bentley Continental GT Speed. Im Vergleich zu diesen Konkurrenten positionierte sich der F12 als purerer Sportwagen mit stärkerem Fokus auf Fahrperformance und weniger Kompromissen bei Komfort und Alltagstauglichkeit. Die Kombination aus 740 PS starkem Saugmotor, geringem Gewicht und ausgefeilter Aerodynamik machte den F12 zum Benchmark in dieser Klasse. Im deutschen Markt wurde der F12 überwiegend von Sammlern und Ferrari-Enthusiasten erworben, die Wert auf den traditionellen V12-Frontmotor-Antrieb legten.

Der Verbrauch lag im kombinierten Zyklus bei etwa 15,0 Litern auf 100 Kilometer, mit CO2-Emissionen von 350 g/km – Werte, die für ein Fahrzeug dieser Leistungsklasse typisch waren, jedoch in Zeiten zunehmender Umweltregulierung kritisch bewertet wurden. Die Zuverlässigkeit des F12 erwies sich im Vergleich zu früheren Ferrari-Modellen als deutlich verbessert, auch wenn regelmäßige Wartung durch Ferrari-Vertragswerkstätten unerlässlich blieb. Die jährlichen Inspektionskosten und Versicherungsprämien bewegten sich im fünfstelligen Bereich. Die Wertentwicklung des F12berlinetta, insbesondere des limitierten tdf, zeigt eine starke Wertstabilität, mit Preisen auf dem Gebrauchtwagenmarkt, die nahe am Neupreis oder sogar darüber liegen.

Produktionsende und Nachfolge (2017)

Die Produktion des Ferrari F12berlinetta endete 2017 nach etwa fünf Jahren und rund 5800 produzierten Einheiten (inklusive der 799 F12tdf). Als Nachfolger präsentierte Ferrari den 812 Superfast, der mit einem auf 6,5 Liter Hubraum vergrößerten V12-Motor und 800 PS eine nochmalige Leistungssteigerung bot. Der 812 Superfast übernahm das Konzept des Front-Mittelmotor-V12-Gran-Turismos, bot aber modernere Assistenzsysteme, verbesserte Aerodynamik und eine weiterentwickelte Version des Virtual Short Wheelbase-Systems. Der F12berlinetta gilt heute als einer der letzten Vertreter der klassischen Ferrari-V12-Saugmotor-Ära, bevor zunehmend Turboaufladung, Hybridisierung und Elektrifizierung Einzug in die Modellpalette hielten.

Für Sammler und Enthusiasten repräsentiert der F12berlinetta die Essenz dessen, wofür Ferrari über Jahrzehnte stand: kompromisslose Leistung, emotionaler Saugmotor-Sound, handwerkliche Qualität und italienisches Design. Die klare Fokussierung auf das Fahrerlebnis ohne übermäßige elektronische Eingriffe macht den F12 zu einem begehrten Objekt. Besonders der F12tdf hat sich als Wertanlage etabliert und wird von Kennern als einer der besten Fahrer-Ferraris der modernen Ära geschätzt. Im deutschen Markt sind gut erhaltene Exemplare mit niedrigen Laufleistungen und vollständiger Servicehistorie besonders gefragt. Die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Service durch das Ferrari-Händlernetz ist gewährleistet, was die langfristige Nutzbarkeit sicherstellt.

Fazit zur F12-Baureihe

Der Ferrari F12berlinetta und seine tdf-Variante markieren einen Höhepunkt in der Geschichte der zwölfzylindrigen Gran-Turismos von Ferrari. Mit seiner Kombination aus 740 PS starkem Saugmotor, leichter Aluminiumkonstruktion, innovativer Aerodynamik und kompromissloser Fahrauslegung setzte der F12 Maßstäbe, die bis heute Gültigkeit haben. Die Baureihe vereinte Alltagstauglichkeit mit Rennstreckenperformance und bot ein ungefiltert emotionales Fahrerlebnis, das in der heutigen Zeit zunehmend selten wird. Für den deutschen Markt bleibt der F12 ein Symbol für automotive Exzellenz und italienische Sportwagen-Tradition, dessen Wert und Bedeutung mit den Jahren weiter steigen dürfte.

Ferrari F12 leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Ferrari F12.

F12berlinetta (2012-2017)

20122017 · Coupé

Der Ferrari F12berlinetta wurde 2012 als Nachfolger des 599 GTB Fiorano präsentiert und setzte neue Maßstäbe bei Front-Mittelmotor-Gran-Turismos. Mit 740 PS aus einem 6,3-Liter-V12-Saugmotor, 0-100 km/h in 3,1 Sekunden und über 340 km/h Höchstgeschwindigkeit war er das leistungsstärkste Ferrari-Serienfahrzeug seiner Zeit. Die innovative Aero Bridge Aerodynamik, das SCM-E Magnetorheologische Fahrwerk und das E-Diff3 elektronische Differenzial boten eine beeindruckende Kombination aus Performance und Handling.

Das von Pininfarina gestaltete Design zeichnete sich durch aggressive Proportionen, breite Radhäuser und funktionale Aerodynamik aus. Der Innenraum bot zwei Sitze, hochwertige Materialien und ein fahrerzentriertes Cockpit. Mit einem Leergewicht von 1525 kg und 320 Liter Kofferraumvolumen war der F12 alltagstauglicher als reine Supersportwagen. Die Produktion endete 2017 nach etwa 5800 Einheiten.

antrieb
Hinterradantrieb, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
leistung
740 PS bei 8250 U/min
besonderheiten
Aero Bridge Aerodynamik, SCM-E Fahrwerk, E-Diff3, F1-Trac, Carbon-Keramik-Bremsen, Aluminiumspaceframe
motorisierungen
6,3-Liter-V12-Saugmotor

Häufige Fragen

Wie viel PS hat der Ferrari F12berlinetta?

Der Ferrari F12berlinetta leistet 740 PS aus einem 6,3-Liter-V12-Saugmotor. Die limitierte F12tdf-Version bietet sogar 780 PS. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgt in 3,1 Sekunden (F12berlinetta) bzw. 2,9 Sekunden (F12tdf).

Was kostet ein Ferrari F12 in Deutschland?

Der Ferrari F12berlinetta kostete bei Markteinführung 2012 etwa 274.000 Euro. Die limitierte F12tdf-Version wurde ab etwa 390.000 Euro angeboten. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt liegen die Preise für gut erhaltene Exemplare zwischen 250.000 und 400.000 Euro, der F12tdf deutlich darüber.

Wie viele Ferrari F12 wurden gebaut?

Von 2012 bis 2017 wurden etwa 5800 Einheiten des Ferrari F12berlinetta produziert. Die limitierte F12tdf-Version war auf 799 Exemplare weltweit beschränkt. Der F12 wurde 2017 durch den 812 Superfast abgelöst.

Was ist der Unterschied zwischen F12berlinetta und F12tdf?

Der F12tdf bietet 780 PS statt 740 PS, wiegt 110 kg weniger (1415 kg), hat verbesserte Aerodynamik mit 107% mehr Abtrieb, Hinterachslenkung (VSSB 2.0), strafferes Fahrwerk und aggressiveres Design. Er war auf 799 Stück limitiert und kostete etwa 116.000 Euro mehr.

Wie hoch ist der Verbrauch des Ferrari F12?

Der Ferrari F12berlinetta verbraucht im kombinierten Zyklus etwa 15,0 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Die CO2-Emissionen liegen bei 350 g/km. Der F12tdf hat aufgrund der Performance-Optimierung einen ähnlich hohen Verbrauch bei sportlicher Fahrweise.