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Ferrari F8 Tributo

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Foto: Matti Blume / Wikimedia Commons / CC BY-SA

Der Ferrari F8 Tributo ist ein Mittelmotor-Sportwagen mit 720 PS starkem V8-Biturbo, produziert von 2019 bis 2022. Er stellt die letzte Evolutionsstufe des klassischen Ferrari-V8-Konzepts ohne Hybridisierung dar und würdigt vier Jahrzehnte V8-Motorenbau aus Maranello.

Neupreis
ab 230.000 € (2019, Produktion beendet)

Ideal für: Sportwagen-Enthusiasten, die einen reinen V8-Ferrari ohne Hybrid mit extremer Leistung und Rennstrecken-Performance suchen

Technische Daten

Ferrari F8 Tributo Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
530 kW (720 PS)
Kraftstoff
Benzin
Verbrauch (komb.)
11,4 l/100km (NEFZ kombiniert)
Getriebe
7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
Antriebsart
Heckantrieb
Zylinder
8
Höchstgeschwindigkeit
340 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Coupé, Spider
Maße (L/B/H)
4611 x 1979 x 1206 mm
Kofferraum
200 l
Gewicht
1330 kg (Tributo Coupé), 1400 kg (Spider)
Sitze
2
Türen
2
Neupreis
ab 230.000 € (2019, Produktion beendet)

Der Ferrari F8 Tributo wurde 2019 als Nachfolger des Ferrari 488 GTB vorgestellt und markiert die letzte Evolutionsstufe des klassischen Mittelmotor-V8-Sportwagens von Ferrari, bevor die Marke mit dem 296 GTB zur Hybridtechnologie überging. Der F8 Tributo ist eine Hommage an den legendären V8-Motor von Ferrari, der über vier Jahrzehnte lang in Maranello entwickelt wurde. Mit 720 PS aus 3,9 Litern Hubraum stellt er die reinste und kompromissloseste Interpretation des Ferrari-V8-Konzepts dar. Der Name "Tributo" würdigt die Geschichte des Ferrari-V8, der seit 1975 im 308 GTB seinen Anfang nahm und über die Jahrzehnte kontinuierlich weiterentwickelt wurde.

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Die technische Basis des F8 Tributo stammt vom 488 Pista, dem extremen Track-Modell der Vorgängergeneration. Ferrari übertrug die Hochleistungstechnologie des Pista in ein alltagstauglicheres Paket. Der 3,9-Liter-V8-Biturbo leistet 720 PS bei 8.000 U/min und erzeugt ein maximales Drehmoment von 770 Nm ab 3.000 U/min. Das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe beschleunigt den F8 Tributo in 2,9 Sekunden von null auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 340 km/h. Mit einem Leergewicht von 1.330 kg erreicht der Sportwagen ein Leistungsgewicht von 1,85 kg/PS.

Design und Aerodynamik des F8 Tributo

Das Design des F8 Tributo wurde vom Ferrari Styling Centre unter Leitung von Flavio Manzoni entwickelt und unterscheidet sich deutlich vom 488 GTB. Die markanteste Änderung ist das Heck mit der charakteristischen vierfachen Rundleuchten-Grafik und dem Plexiglas-Motordeckel, der den V8-Motor sichtbar macht. Die Front erhielt schmalere Scheinwerfer und eine überarbeitete Frontschürze mit S-Duct, einem aerodynamischen Element, das erstmals beim 488 Pista eingesetzt wurde und den Abtrieb um 15 Prozent steigert. Die seitlichen Lufteinlässe wurden vergrößert und neu gestaltet, um die Kühlung des Twin-Turbo-Motors zu optimieren. Der Abtrieb wurde gegenüber dem 488 GTB um 10 Prozent auf 98 kg bei 250 km/h gesteigert, während der Luftwiderstandsbeiwert gleichzeitig gesenkt wurde.

Die 488-Generation (2015-2019)

Der Ferrari 488 GTB wurde 2015 auf dem Genfer Autosalon als Nachfolger des 458 Italia präsentiert und markierte eine technische Zeitenwende bei Ferrari. Erstmals seit dem F40 kehrte Ferrari bei einem V8-Mittelmotor-Sportwagen zur Turboaufladung zurück. Der 3,9-Liter-V8-Biturbo leistete 670 PS und 760 Nm Drehmoment – deutlich mehr als die 570 PS des naturally aspirated 4,5-Liter-V8 im 458 Italia. Die Bezeichnung 488 steht für 488 cm³ Hubraum pro Zylinder. Der 488 GTB beschleunigte in 3,0 Sekunden auf 100 km/h und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 330 km/h. Das Fahrwerk wurde mit dem Side Slip Control System 2.0 (SSC2) ausgestattet, das kontrollierte Drifts ermöglichte und gleichzeitig die Traktion optimierte.

2016 folgte der 488 Spider als offene Variante mit elektrisch versenkbarem Hardtop, das in 14 Sekunden öffnet und schließt. 2018 präsentierte Ferrari den 488 Pista als extreme Track-Version mit 720 PS, reduziertem Gewicht von 1.280 kg und aerodynamischen Optimierungen aus der Formel 1. Der Pista erreichte eine Rundenzeit auf dem Fiorano-Testkurs von 1:21,5 Minuten und war damit 1,5 Sekunden schneller als der 488 GTB. Die Pista-Version verfügte über den V8-Motor, der 2018 zum dritten Mal in Folge zum International Engine of the Year gekürt wurde.

Der 458 Italia und seine Evolution (2009-2015)

Der Ferrari 458 Italia wurde 2009 vorgestellt und gilt bis heute als einer der besten Sportwagen, die Ferrari je gebaut hat. Der 4,5-Liter-V8-Saugmotor mit 570 PS und 540 Nm drehte bis 9.000 U/min und bot ein außergewöhnliches Klangerlebnis ohne Turboaufladung. Die Bezeichnung 458 steht für 4,5 Liter Hubraum und acht Zylinder, "Italia" würdigt die italienische Herkunft. Der 458 Italia beschleunigte in 3,4 Sekunden auf 100 km/h und erreichte 325 km/h Höchstgeschwindigkeit. Das Doppelkupplungsgetriebe schaltete in nur 60 Millisekunden. Ferrari setzte erstmals auf elektrische Servolenkung und ein E-Diff3-Differenzial mit elektronischer Traktionskontrolle.

2011 folgte der 458 Spider mit versenkbarem Aluminiumdach, das in nur 14 Sekunden öffnet. 2013 präsentierte Ferrari den 458 Speciale als Performance-Version mit 605 PS, optimierter Aerodynamik und aktivem Aerodynamiksystem. Der Speciale erreichte eine Rundenzeit von 1:23,5 Minuten auf dem Fiorano-Kurs. Das Side Slip Angle Control System ermöglichte präzise kontrollierbare Drifts. 2014 folgte der 458 Speciale A (Aperta) als offene Version, limitiert auf 499 Exemplare weltweit.

Die F430-Ära (2004-2009)

Der Ferrari F430 wurde 2004 als Nachfolger des 360 Modena eingeführt und brachte zahlreiche technische Innovationen aus der Formel 1 in die Straßenversion. Der 4,3-Liter-V8-Saugmotor leistete 490 PS und 465 Nm bei einem Gewicht von nur 1.450 kg. Die Bezeichnung F430 steht für Ferrari und 4,3 Liter Hubraum. Der F430 beschleunigte in 4,0 Sekunden auf 100 km/h und erreichte 315 km/h. Erstmals kam das E-Diff-System zum Einsatz, ein elektronisch gesteuertes Differenzial, das die Traktionskontrolle revolutionierte. Das Manettino am Lenkrad ermöglichte die Wahl zwischen verschiedenen Fahrmodi.

2005 folgte der F430 Spider mit elektrisch versenkbarem Stoffverdeck. 2007 präsentierte Ferrari den F430 Scuderia als leichtgewichtige Performance-Version mit 510 PS, reduziertem Gewicht von 1.250 kg und F1-Trac-Traktionskontrolle direkt aus der Formel 1. Der Scuderia war 1,3 Sekunden schneller auf dem Fiorano-Kurs als der Standard-F430. 2008 folgte der Scuderia Spider 16M als offene Version, limitiert auf 499 Exemplare zum 16. Konstrukteurs-Weltmeistertitel von Ferrari.

F8 Spider und F8 Tributo im Vergleich

2019 präsentierte Ferrari parallel zum F8 Tributo auch den F8 Spider als offene Variante. Der Spider teilt sich die gesamte Technik mit dem Coupé, wiegt jedoch 70 kg mehr bei 1.400 kg Leergewicht. Das elektrisch versenkbare Hardtop öffnet und schließt in 14 Sekunden bei Geschwindigkeiten bis 45 km/h. Die Leistung von 720 PS bleibt identisch, die Beschleunigung auf 100 km/h dauert ebenfalls 2,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 340 km/h. Der F8 Spider bietet das gleiche Fahrerlebnis wie das Coupé, jedoch mit der Möglichkeit, den V8-Sound ohne Dach zu genießen.

Technische Highlights und Fahrwerk

Der F8 Tributo verfügt über das Side Slip Control System 6.0 (SSC6), das die neueste Evolution der Ferrari-Fahrdynamikregelung darstellt. Das System integriert die elektronische Traktionskontrolle F1-Trac, das E-Diff3-Differenzial und die Ferrari Dynamic Enhancer (FDE), die erstmals im 488 Pista eingesetzt wurde. Die FDE nutzt die Bremsanlage, um in Kurven das Heck kontrolliert ausbrechen zu lassen und gleichzeitig die Kontrolle zu behalten. Das magnetorheologische Dämpfersystem SCM-E (Magnetorheological Suspension Control) passt die Dämpfung in Echtzeit an. Die Brembo-Carbon-Ceramic-Bremsanlage mit 398 mm Scheiben vorne und 360 mm hinten bietet extreme Verzögerungswerte.

Der F8 Tributo wurde bis 2022 produziert und markiert das Ende einer Ära bei Ferrari. Mit dem Nachfolger 296 GTB wechselte Ferrari 2022 zu einem V6-Hybrid-Konzept. Der F8 Tributo bleibt als letzter reiner V8-Mittelmotor-Sportwagen von Ferrari ohne Hybridisierung ein gesuchtes Sammlerstück. In Deutschland starteten die Preise bei etwa 230.000 Euro für den F8 Tributo und 250.000 Euro für den F8 Spider. Die Produktion blieb begrenzt, genaue Stückzahlen kommunizierte Ferrari nicht offiziell.

Ferrari F8 Tributo leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Ferrari F8 Tributo.

488 GTB (2015-2019)

20152019 · Coupé, Spider

Mit dem 488 GTB kehrte Ferrari 2015 zur Turboaufladung zurück. Der 3,9-Liter-V8-Biturbo lieferte 670 PS und 760 Nm – ein gewaltiger Leistungssprung gegenüber dem Saugmotor. Das Side Slip Control 2.0 ermöglichte kontrollierte Drifts bei maximaler Sicherheit. 2018 folgte der 488 Pista als Track-Version mit 720 PS und extremen Aerodynamik-Optimierungen aus der Formel 1. Der V8-Motor wurde dreimal zum International Engine of the Year gekürt.

antrieb
Heckantrieb, Side Slip Control 2.0
leistung
492 kW (670 PS), Pista: 530 kW (720 PS)
besonderheiten
Rückkehr zum Turbo, 488 Pista mit 1.280 kg, dreifacher Engine of the Year Award
motorisierungen
3,9-Liter-V8-Biturbo

458 Italia (2009-2015)

20092015 · Coupé, Spider

Der Ferrari 458 Italia gilt als einer der besten Sportwagen aller Zeiten. Der 4,5-Liter-V8-Saugmotor drehte bis 9.000 U/min und lieferte 570 PS puren Sound. 2013 folgte der 458 Speciale mit 605 PS und revolutionärem Side Slip Angle Control für präzise kontrollierbare Drifts. Die elektrische Servolenkung setzte neue Maßstäbe für Präzision und Rückmeldung. Der 458 Spider bot mit Aluminiumdach das gleiche Fahrerlebnis unter freiem Himmel.

antrieb
Heckantrieb, E-Diff3-Differenzial
leistung
419 kW (570 PS), Speciale: 445 kW (605 PS)
besonderheiten
9.000 U/min Drehzahl, Side Slip Control, 458 Speciale mit aktiver Aerodynamik
motorisierungen
4,5-Liter-V8-Saugmotor

F430 (2004-2009)

20042009 · Coupé, Spider

Der Ferrari F430 revolutionierte 2004 die V8-Mittelmotor-Baureihe mit Technologien direkt aus der Formel 1. Der 4,3-Liter-V8 leistete 490 PS, das elektronisch gesteuerte E-Diff-Differenzial optimierte die Traktion. 2007 folgte der F430 Scuderia als extreme Performance-Version mit 510 PS und nur 1.250 kg Gewicht. Das Manettino am Lenkrad ermöglichte erstmals die Wahl zwischen verschiedenen Fahrmodi von Komfort bis Race.

antrieb
Heckantrieb, E-Diff-Differenzial
leistung
360 kW (490 PS), Scuderia: 375 kW (510 PS)
besonderheiten
Formel-1-Technologie, Manettino-Fahrmodi, F430 Scuderia mit 1.250 kg
motorisierungen
4,3-Liter-V8-Saugmotor

Häufige Fragen

Wie viel PS hat der Ferrari F8 Tributo?

Der Ferrari F8 Tributo leistet 720 PS (530 kW) aus einem 3,9-Liter-V8-Biturbo-Motor. Das maximale Drehmoment beträgt 770 Nm und liegt zwischen 3.000 und 6.000 U/min an.

Wie schnell beschleunigt der F8 Tributo?

Der Ferrari F8 Tributo beschleunigt in 2,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht 200 km/h in 7,8 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 340 km/h.

Was ist der Unterschied zwischen F8 Tributo und 488 GTB?

Der F8 Tributo hat 50 PS mehr (720 statt 670 PS), wiegt 40 kg weniger, bietet 10% mehr Abtrieb und verfügt über den S-Duct vom 488 Pista. Das Design wurde komplett überarbeitet, besonders am Heck mit Plexiglas-Motorabdeckung.

Was kostet ein Ferrari F8 Tributo in Deutschland?

Der Ferrari F8 Tributo startete in Deutschland ab etwa 230.000 Euro Listenpreis. Der F8 Spider lag bei rund 250.000 Euro. Die Produktion endete 2022, heute sind nur noch Gebrauchtwagen verfügbar.

Ist der F8 Tributo der letzte Ferrari ohne Hybrid?

Ja, der F8 Tributo ist der letzte V8-Mittelmotor-Ferrari ohne Hybridtechnologie. Der Nachfolger 296 GTB nutzt einen V6-Hybrid-Antrieb. Der F8 Tributo markiert damit das Ende der reinen Verbrennungsmotor-Ära bei Ferraris V8-Mittelmotorsportwagen.