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Ferrari FXX

Foto: emperornie / Wikimedia Commons / CC BY-SA 2.0 it

Der Ferrari FXX ist ein exklusives Track-Only-Fahrzeug, das von 2005 bis 2009 in nur 38 Exemplaren produziert wurde. Basierend auf dem Enzo, dient der FXX mit seinem 800-860 PS starken V12-Saugmotor als Performance-Labor und bleibt ausschließlich Ferrari-Besitzern bei speziellen Rennstrecken-Events vorbehalten.

Neupreis
ab ca. 1.500.000 € (2005)

Ideal für: Sammler und Rennstrecken-Enthusiasten mit Zugang zu exklusiven Track-Events

Technische Daten

Ferrari FXX Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
588–632 kW (800–860 PS)
Kraftstoff
Benzin (Super Plus)
Verbrauch (komb.)
Getriebe
6-Gang sequentiell
Antriebsart
Heckantrieb
Zylinder
12 (V12)
Höchstgeschwindigkeit
über 350 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Coupé (Track-Only)
Maße (L/B/H)
4702 x 2035 x 1150 mm
Kofferraum
Gewicht
1155 kg
Sitze
1
Türen
2
Neupreis
ab ca. 1.500.000 € (2005)

Der Ferrari FXX ist kein Straßenauto im klassischen Sinne, sondern ein exklusives Track-Only-Fahrzeug, das ausschließlich auf Rennstrecken bewegt werden darf. Vorgestellt im Jahr 2005, basiert der FXX auf dem Ferrari Enzo und repräsentiert Ferraris ambitioniertestes Kundenrennprogramm. Mit einer Produktion von lediglich 30 Einheiten (später auf 38 erweitert) gehört der FXX zu den seltensten und begehrtesten Ferrari-Modellen überhaupt. Die Besitzer erwerben nicht nur ein Fahrzeug, sondern die Mitgliedschaft in einem exklusiven Programm, bei dem Ferrari die Fahrzeuge lagert, wartet und zu ausgewählten Track-Events auf der ganzen Welt transportiert.

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Die erste Generation: Ferrari FXX (2005-2009)

Der ursprüngliche Ferrari FXX wurde 2005 auf Basis des Enzo entwickelt und stellte eine noch radikalere Interpretation des V12-Supersportwagens dar. Der 6,3 Liter große V12-Saugmotor wurde auf 800 PS bei 8.500 U/min optimiert und lieferte 700 Nm Drehmoment. Damit übertraf der FXX den Enzo um über 150 PS. Das maximale Drehmoment wurde bei 5.750 U/min erreicht, die Drehzahlgrenze lag bei spektakulären 9.000 U/min. Das sequentielle Renngetriebe mit sechs Gängen ermöglichte Gangwechsel in unter 100 Millisekunden. Das Gewicht wurde durch den Einsatz von Carbon-Composite-Materialien auf nur 1.155 kg reduziert – rund 100 kg weniger als beim Enzo.

Die Aerodynamik des FXX war deutlich aggressiver als beim Enzo. Der große Heckflügel, die ausgeprägte Unterbodenverkleidung und die aktiven Aerodynamik-Elemente generierten bei 300 km/h einen Abtrieb von über 300 kg. Das Fahrwerk verfügte über eine elektronisch gesteuerte Dämpferregelung mit vier Einstellungen (Tourist, Sport, Race und Qualifying). Die Bremsanlage mit 380 mm Carbon-Keramik-Scheiben vorne und 360 mm hinten wurde direkt aus der Formel 1 abgeleitet. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgte in 2,8 Sekunden, 0 auf 200 km/h in 6,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei über 350 km/h, wobei Ferrari auf eine exakte Angabe verzichtete, da das Fahrzeug ausschließlich für den Rundstreckengebrauch konzipiert war.

Das FXX Evoluzione-Programm (2007-2009)

Im Jahr 2007 bot Ferrari bestehenden FXX-Besitzern ein Upgrade-Paket namens "Evoluzione" an, das die Performance nochmals steigerte. Die Motorleistung wurde auf 860 PS erhöht, während das Gewicht durch weitere Carbon-Optimierungen auf 1.155 kg gehalten wurde. Die überarbeitete Aerodynamik mit einem modifizierten Frontdiffusor, neuen Lufteinlässen und einem größeren Heckflügel steigerte den Abtrieb bei 300 km/h auf über 360 kg. Das Evoluzione-Paket beinhaltete auch eine überarbeitete Traktionskontrolle, die auf den Erfahrungen aus der Formel 1 basierte und dem Fahrer mehr Eingriffsmöglichkeiten bot. Die Bremsen wurden mit einer verbesserten Kühlung versehen, um die thermische Belastung bei langen Rennstrecken-Sessions besser bewältigen zu können.

Das FXX Evoluzione-Programm demonstrierte Ferraris Philosophie der kontinuierlichen Entwicklung. Besitzer erhielten nicht nur ein statisches Produkt, sondern ein sich weiterentwickelndes Performance-Labor. Ferrari nutzte das Feedback der Fahrer und die auf der Rennstrecke gesammelten Daten, um zukünftige Straßenfahrzeuge zu verbessern. Die Reifen wurden in Zusammenarbeit mit Bridgestone speziell entwickelt und auf maximale Rundenzeiten optimiert. Das überarbeitete Fahrwerk mit härterer Federung und angepassten Stabilisatoren ermöglichte noch präziseres Handling auf der Rennstrecke.

Technologie und Innovation

Der FXX diente Ferrari als rollende Testplattform für neue Technologien. Das Fahrzeug war mit einem umfassenden Telemetrie-System ausgestattet, das über 39 verschiedene Parameter in Echtzeit aufzeichnete. Diese Daten wurden direkt an Ferraris Techniker übertragen und ausgewertet. Das System überwachte Motorparameter, Fahrwerksdaten, Aerodynamik-Effizienz und Fahrerverhalten. Die gewonnenen Erkenntnisse flossen direkt in die Entwicklung von Serienmodellen wie dem 599 GTB Fiorano, dem 458 Italia und dem LaFerrari ein. Das manettino-Drehrad am Lenkrad ermöglichte die Anpassung verschiedener Parameter wie Traktionskontrolle, Dämpferhärte und Getriebeschaltverhalten.

Die Konstruktion setzte konsequent auf Leichtbau. Die Carbon-Composite-Monocoque-Struktur wurde aus der Formel 1 übernommen und für den FXX weiterentwickelt. Selbst die Sitze wurden aus Carbon gefertigt und individuell an die Fahrer angepasst. Das Interieur war kompromisslos auf Funktionalität ausgelegt – keine Verkleidungen, sichtbare Carbon-Strukturen und ein Alcantara-bezogenes Lenkrad mit integrierten Schaltwippen. Das digitale Instrumentendisplay zeigte alle relevanten Informationen übersichtlich an und konnte zwischen verschiedenen Anzeigemodi wechseln.

Das FXX-Programm und Exklusivität

Das FXX-Programm unterschied sich fundamental vom traditionellen Fahrzeugkauf. Die ursprünglich 30 Käufer wurden von Ferrari persönlich ausgewählt und zahlten etwa 1,5 Millionen Euro. Sie durften das Fahrzeug nicht selbst lagern, sondern Ferrari behielt es in Maranello. Bei Track-Events transportierte Ferrari die Fahrzeuge mit einem eigenen Team aus Mechanikern und Ingenieuren zu den Rennstrecken. Pro Jahr fanden etwa 10-15 Events weltweit statt, bei denen die Besitzer ihre FXX fahren konnten – von Mugello über Spa-Francorchamps bis zum Circuit of the Americas. Diese Exklusivität machte den FXX zu einem der begehrtesten Ferrari-Modelle. Der Wiederverkaufswert stieg rapide, und auf dem Gebrauchtmarkt wechselten FXX-Exemplare für Preise von über 4 Millionen Euro den Besitzer.

Nachfolger: Ferrari FXX-K und FXX-K Evo

Der FXX erhielt 2014 mit dem FXX-K einen Nachfolger, der auf dem LaFerrari basierte und dessen Hybrid-Antrieb auf über 1.050 PS steigerte. 2017 folgte der FXX-K Evo mit nochmals verbesserter Aerodynamik und 1.080 PS Systemleistung. Diese Modelle führten das Konzept des ursprünglichen FXX fort und demonstrierten Ferraris Engagement für Track-Only-Performance-Fahrzeuge. Der aktuelle Vertreter dieser Linie ist der 2023 vorgestellte Ferrari 499P Modificata, der auf dem Le-Mans-Sieger basiert. Der ursprüngliche FXX bleibt jedoch das Modell, das diese exklusive Fahrzeugkategorie bei Ferrari begründete und bis heute als Meilenstein in der Markengeschichte gilt.

Bedeutung für den deutschen Markt

Für den deutschen Markt hatte der Ferrari FXX eine besondere Bedeutung, da mehrere der 38 produzierten Exemplare an deutsche Sammler gingen. Deutschland mit seinen zahlreichen Rennstrecken wie dem Nürburgring, Hockenheimring und dem Lausitzring bot ideale Bedingungen für die FXX-Track-Events. Deutsche Ferrari-Enthusiasten schätzten besonders die technische Raffinesse und die Möglichkeit, Rennstrecken-Performance ohne Homologations-Kompromisse zu erleben. Der FXX repräsentierte die Verbindung zwischen Ferraris Formel-1-Programm und exklusiven Kundenfahrzeugen. Als Track-Only-Fahrzeug unterlag der FXX keinen Straßenzulassungsvorschriften, was Ferrari maximale Freiheit bei der Entwicklung ermöglichte. Dies machte ihn zu einem reinen Performance-Instrument ohne Rücksicht auf Emissionsvorschriften, Geräuschpegel oder Alltagstauglichkeit – ein Konzept, das bei anspruchsvollen deutschen Sammlern und Rennstrecken-Enthusiasten großen Anklang fand.

Ferrari FXX leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Ferrari FXX.

FXX (2005-2007)

20052007 · Coupé

Der erste Ferrari FXX wurde 2005 vorgestellt und basierte auf dem Enzo. Mit 800 PS aus dem 6,3-Liter-V12-Saugmotor, einem Gewicht von nur 1.155 kg und fortschrittlicher Aerodynamik war er ausschließlich für den Rennstreckeneinsatz konzipiert. Die limitierte Produktion von zunächst 30 Exemplaren und das exklusive Programm machten ihn zu einem der begehrtesten Ferrari-Modelle. Das sequentielle 6-Gang-Renngetriebe ermöglichte Schaltzeiten unter 100 Millisekunden, während Carbon-Keramik-Bremsen und ein umfassendes Telemetrie-System höchste Performance ermöglichten.

antrieb
Heckantrieb, 6-Gang sequentiell
leistung
800 PS bei 8.500 U/min
besonderheiten
Track-Only, Carbon-Monocoque, aktive Aerodynamik, Formel-1-Technologie
motorisierungen
6,3 l V12 Saugmotor

Häufige Fragen

Darf der Ferrari FXX auf öffentlichen Straßen gefahren werden?

Nein, der Ferrari FXX ist ausschließlich für den Einsatz auf Rennstrecken konzipiert und besitzt keine Straßenzulassung. Ferrari lagert die Fahrzeuge und transportiert sie zu exklusiven Track-Events.

Wie viele Ferrari FXX wurden produziert?

Ferrari produzierte ursprünglich 30 Einheiten des FXX. Später wurde die Produktion auf 38 Exemplare erweitert, was ihn zu einem der seltensten Ferrari-Modelle macht.

Was ist der Unterschied zwischen FXX und FXX Evoluzione?

Das FXX Evoluzione-Programm von 2007 steigerte die Leistung von 800 auf 860 PS, verbesserte die Aerodynamik für mehr Abtrieb und optimierte Fahrwerk sowie Traktionskontrolle basierend auf Formel-1-Technologie.

Welcher Motor treibt den Ferrari FXX an?

Der FXX nutzt einen 6,3 Liter großen V12-Saugmotor mit anfänglich 800 PS bei 8.500 U/min und 700 Nm Drehmoment. Die Drehzahlgrenze liegt bei 9.000 U/min.

Was kostete ein Ferrari FXX beim Neukauf?

Der Neupreis des Ferrari FXX lag bei etwa 1,5 Millionen Euro. Auf dem Gebrauchtmarkt werden FXX-Exemplare heute für über 4 Millionen Euro gehandelt.