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Ferrari Monza

Der Ferrari Monza SP1 und SP2 sind limitierte Barchetta-Supersportwagen der Icona-Serie mit 810 PS starkem V12-Saugmotor. Nur 499 Exemplare wurden zwischen 2019 und 2021 gebaut. Die Modelle verzichten auf Windschutzscheibe und interpretieren legendäre Ferrari-Rennwagen der 1950er Jahre neu.

Neupreis
ab 1.600.000 €

Ideal für: Exklusive Ferrari-Sammler, die einen der seltensten modernen Barchetta mit V12-Saugmotor suchen

Technische Daten

Ferrari Monza Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
610 kW (810 PS)
Kraftstoff
Benzin
Verbrauch (komb.)
15,7 l/100km (NEFZ)
Getriebe
7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
Antriebsart
Hinterradantrieb
Zylinder
12
Höchstgeschwindigkeit
über 300 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Roadster/Barchetta (Einsitzer SP1, Zweisitzer SP2)
Maße (L/B/H)
4657 x 1998 x 1145 mm
Kofferraum
Gewicht
1500 kg (SP1), 1540 kg (SP2)
Sitze
1 (SP1), 2 (SP2)
Türen
Neupreis
ab 1.600.000 €

Der Ferrari Monza SP1 und SP2 repräsentieren eine exklusive Icona-Serie, die Ferrari 2018 vorstellte. Diese auf lediglich 499 Exemplare limitierten Sportwagen verbinden modernste Technik mit der Designsprache legendärer Ferrari-Barchetta aus den 1950er Jahren. Mit einem 6,5-Liter-V12-Saugmotor ohne Windschutzscheibe verkörpern die Monza-Modelle puren Fahrspaß im Retro-Stil. In Deutschland wurden die Fahrzeuge ausschließlich an ausgewählte Kunden ausgeliefert, der Neupreis lag bei rund 1,6 Millionen Euro aufwärts.

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Die Icona-Serie: Konzept und Philosophie

Mit der Monza-Familie führte Ferrari 2018 ein völlig neues Konzept ein: Die Icona-Serie sollte limitierte Sondermodelle hervorbringen, die historische Ferrari-Rennwagen neu interpretieren. Anders als die üblichen Sonderserien basieren die Icona-Modelle nicht auf aktuellen Serienfahrzeugen, sondern erhalten eigenständige Karosserien und speziell abgestimmte Technik. Die Monza SP1 und SP2 waren die ersten Vertreter dieser exklusiven Reihe und orientierten sich gestalterisch an den 750 Monza und 860 Monza Rennwagen aus den Jahren 1954 bis 1957. Diese Rennwagen prägten die Sportwagen-Weltmeisterschaft ihrer Ära und trugen maßgeblich zum Mythos der Marke bei.

Design und Karosserie

Das Design der Monza-Modelle stammt vom Ferrari-Designzentrum unter Leitung von Flavio Manzoni. Die Karosserie besteht vollständig aus Karbon und verzichtet bewusst auf eine Windschutzscheibe – stattdessen lenkt ein ausgeklügeltes aerodynamisches System namens Virtual Wind Shield den Luftstrom über die Köpfe der Insassen hinweg. Zwei kleine Windabweiser vor den Sitzen sollen bei Geschwindigkeiten bis 300 km/h für einen erträglichen Luftstrom sorgen. Die SP1-Variante ist ein reiner Einsitzer mit einer eleganten Kuppel hinter dem Fahrersitz, während die SP2 einen zweiten Sitz für einen Beifahrer bietet. Beide Versionen teilen sich die markanten Kotflügelwölbungen, die schmale Gürtellinie und die fließenden Linien, die an die historischen Vorbilder erinnern. Die Scheinwerfer sind tief in die Karosserie integriert, das Heck zeigt klassische runde Rückleuchten.

Antrieb und Fahrwerk

Herzstück beider Monza-Modelle ist der 6,5-Liter-V12-Saugmotor, der in modifizierter Form aus dem 812 Superfast stammt. Ferrari steigerte die Leistung auf 610 kW (810 PS) bei 8500 U/min, das maximale Drehmoment von 719 Nm liegt bei 7000 U/min an. Damit sind die Monza-Modelle die leistungsstärksten Serien-Barchetta, die Ferrari je gebaut hat. Die Kraftübertragung erfolgt ausschließlich auf die Hinterachse über ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 2,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird mit über 300 km/h angegeben. Das Fahrwerk kombiniert Doppelquerlenker vorne und hinten mit magnetorheologischen Dämpfern, die Lenkung arbeitet elektrisch unterstützt. Carbon-Keramik-Bremsscheiben mit 398 mm Durchmesser vorne und 360 mm hinten sorgen für Verzögerung.

Technische Besonderheiten

Die Monza-Modelle wiegen dank der vollständigen Karbonkarosserie und des Aluminium-Space-Frame lediglich rund 1500 kg (SP1) bzw. 1540 kg (SP2). Ferrari verbaute zahlreiche Leichtbau-Komponenten, darunter Karbon-Schalensitze und Titan-Radmuttern. Das erwähnte Virtual Wind Shield nutzt eine spezielle Formgebung der vorderen Karosseriepartie: Die Luft wird durch einen Kanal an der Fahrzeugfront nach oben geleitet und trifft auf einen aerodynamischen Spoiler, der den Luftstrom über die Insassen hinweg beschleunigt. Ergänzt wird dies durch zwei kleine physische Windabweiser. Das System wurde im Windkanal entwickelt und soll bei hohen Geschwindigkeiten die Verwirbelungen im Cockpit minimieren. Die Aerodynamik generiert bei 300 km/h über 100 kg Abtrieb am Heck.

Ausstattung und Individualisierung

Die Monza-Modelle wurden nicht über den regulären Vertrieb angeboten, sondern ausschließlich an ausgewählte Ferrari-Kunden. Diese konnten ihre Fahrzeuge über das Programma di Personalizzazione individualisieren. Zur Ausstattung gehören serienmäßig Full-LED-Scheinwerfer, eine elektrohydraulische Servolenkung, das Side Slip Control-System (SSC) mit E-Diff3 elektronischem Differenzial sowie ein 8,8 Zoll großes Touchscreen-Display. Die Sitze sind fest in die Karosserie integriert, lediglich Pedalerie und Lenkrad lassen sich verstellen. Ferrari lieferte zu jedem Fahrzeug einen speziellen Helm und eine maßgeschneiderte Fahrerjacke, beides in den Farben des jeweiligen Fahrzeugs. Kunden konnten aus zahlreichen Lack- und Lederfarben wählen, viele Fahrzeuge erhielten historische Rennlackierungen.

Marktpositionierung und Verfügbarkeit in Deutschland

Die Produktion der Monza-Modelle startete 2019 in Maranello und endete 2021 nach der Fertigstellung aller 499 Einheiten. Die Aufteilung zwischen SP1 und SP2 ist nicht offiziell bekannt, Schätzungen zufolge wurden deutlich mehr SP2 als SP1 gebaut. In Deutschland wurden schätzungsweise 20 bis 30 Fahrzeuge ausgeliefert, genaue Zahlen veröffentlicht Ferrari traditionell nicht. Der offizielle Listenpreis in Deutschland betrug etwa 1,6 Millionen Euro für die SP1 und rund 1,75 Millionen Euro für die SP2, allerdings lagen die tatsächlichen Transaktionspreise häufig deutlich höher. Auf dem Gebrauchtmarkt erzielen gut erhaltene Exemplare mittlerweile Preise deutlich über dem ursprünglichen Neupreis, teilweise über 3 Millionen Euro.

Technische Daten und Verbrauch

Der kombinierte Kraftstoffverbrauch der Monza-Modelle liegt nach NEFZ bei etwa 15,7 Litern auf 100 Kilometer, die CO2-Emissionen bei 357 g/km. Nach WLTP-Zyklus steigt der Verbrauch auf über 17 Liter. Für Langstreckenfahrten ist der 85 Liter fassende Tank ausgelegt, der eine theoretische Reichweite von rund 450 Kilometern ermöglicht. In der Praxis liegen die Verbrauchswerte bei sportlicher Fahrweise deutlich höher. Die Bereifung misst 275/35 R20 vorne und 315/35 R20 hinten, die speziell entwickelten Reifen stammen von Pirelli. Das Fahrzeug ist ausschließlich für den Einsatz bei trockenen Bedingungen konzipiert, Ferrari empfiehlt die Nutzung nur bei guten Wetterverhältnissen.

Nachfolger und Ausblick

Als zweites Modell der Icona-Serie folgte 2020 der Ferrari Daytona SP3, der sich an den Prototypen-Rennwagen der 1960er Jahre orientiert. Anders als die Monza-Modelle verfügt der Daytona SP3 über ein geschlossenes Cockpit mit Targa-Dach und einen Mittelmotor. Die Monza-Baureihe selbst erhielt keine Nachfolger oder Facelifts, die Produktion endete planmäßig nach den vorgesehenen 499 Einheiten. Ferrari plant, die Icona-Serie mit weiteren limitierten Sondermodellen fortzusetzen, Details zu kommenden Modellen gibt das Unternehmen traditionell erst kurz vor der Präsentation bekannt. Die Monza-Modelle bleiben die einzigen modernen Ferrari ohne Windschutzscheibe und repräsentieren einen einzigartigen Ansatz im aktuellen Modellprogramm.

Sammler- und Investitionswert

Bereits während der Produktionsphase galt die Monza-Serie als sichere Wertanlage. Die strikte Limitierung, die exklusive Kundenauswahl und die Verbindung zur Ferrari-Historie machten die Modelle zu begehrten Sammlerobjekten. Viele Käufer orderten ihre Fahrzeuge in historischen Rennlackierungen, die an erfolgreiche Monza-Rennwagen der 1950er Jahre erinnern. Die meisten Exemplare werden kaum bewegt und verbleiben in klimatisierten Sammlungen. Auf Auktionen erzielen die Fahrzeuge regelmäßig Spitzenpreise, besonders gut dokumentierte Fahrzeuge mit niedriger Laufleistung und prominenter Vorbesitzerhistorie. Die SP1-Variante gilt aufgrund der geringeren Stückzahl als etwas exklusiver, während die SP2 als alltagstauglicher gilt.

Ferrari Monza leasen (bald verfügbar)

Häufige Fragen

Was kostet ein Ferrari Monza SP1/SP2?

Der offizielle Neupreis in Deutschland lag bei etwa 1,6 Millionen Euro für den SP1 und rund 1,75 Millionen Euro für den SP2. Auf dem Gebrauchtmarkt werden mittlerweile deutlich höhere Preise aufgerufen, teilweise über 3 Millionen Euro für gut erhaltene Exemplare.

Wie viele Ferrari Monza wurden gebaut?

Ferrari produzierte insgesamt 499 Exemplare der Monza-Modelle (SP1 und SP2 zusammen). Die Produktion lief von 2019 bis 2021. In Deutschland wurden schätzungsweise 20 bis 30 Fahrzeuge ausgeliefert.

Was leistet der Ferrari Monza?

Der Ferrari Monza SP1 und SP2 verfügen über einen 6,5-Liter-V12-Saugmotor mit 610 kW (810 PS) bei 8500 U/min und 719 Nm Drehmoment. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 2,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 300 km/h.

Wo liegt der Unterschied zwischen Monza SP1 und SP2?

Der SP1 ist ein reiner Einsitzer mit einer aerodynamischen Kuppel hinter dem Fahrersitz, während der SP2 über einen zweiten Sitz für einen Beifahrer verfügt. Der SP2 wiegt etwa 40 kg mehr als der SP1 und kostete im Neupreis rund 150.000 Euro mehr.

Hat der Ferrari Monza eine Windschutzscheibe?

Nein, beide Monza-Modelle verzichten auf eine Windschutzscheibe. Stattdessen nutzt Ferrari ein Virtual Wind Shield genanntes aerodynamisches System, das den Luftstrom über die Köpfe der Insassen hinweg leitet. Zwei kleine Windabweiser vor den Sitzen ergänzen dieses System.

Kann man einen Ferrari Monza noch kaufen?

Die Produktion endete 2021 nach 499 Einheiten. Neuwagen sind nicht mehr verfügbar. Gelegentlich werden Gebrauchtwagen über spezialisierte Händler oder Auktionen angeboten, allerdings zu deutlich höheren Preisen als der ursprüngliche Listenpreis.