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Ferrari Testarossa

Der Ferrari Testarossa wurde von 1984 bis 1996 produziert und ist ein legendärer Mittelmotor-Supersportwagen mit Zwölfzylinder-Boxermotor. Eine aktuelle Generation existiert nicht mehr – die Produktion endete 1996 mit dem F512 M. Die folgenden Daten beziehen sich auf die letzte Variante F512 M.

Ideal für: Sammler und Enthusiasten klassischer Supersportwagen mit Faible für 1990er-Jahre-Ferraris

Technische Daten

Ferrari Testarossa Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
324 kW (440 PS)
Kraftstoff
Benzin
Verbrauch (komb.)
18,5 l/100km
Getriebe
5-Gang manuell
Antriebsart
Hinterradantrieb
Zylinder
12
Höchstgeschwindigkeit
315 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Coupé
Maße (L/B/H)
4480 x 1976 x 1130 mm
Kofferraum
Gewicht
1473 kg
Sitze
2
Türen
2
Neupreis

Der Ferrari Testarossa ist ein Sportwagen, der von 1984 bis 1996 produziert wurde und als einer der ikonischsten Ferraris der 1980er Jahre gilt. Mit seinem markanten Design, dem leistungsstarken Zwölfzylinder-Mittelmotor und den charakteristischen seitlichen Kühlluftschlitzen wurde er zum Symbol einer Ära und ist heute ein begehrter Klassiker. Eine aktuelle Generation des Testarossa existiert nicht – die Produktion endete 1996 mit dem F512 M. Der Testarossa und seine Nachfolger 512 TR und F512 M bildeten eine geschlossene Modellreihe, die durch modernere Mittelmotorsportwagen wie den 550 Maranello und später den F8 Tributo abgelöst wurde.

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Die Ursprünge: Ferrari Testarossa (1984–1991)

Der originale Ferrari Testarossa wurde 1984 auf dem Pariser Autosalon vorgestellt und trat die Nachfolge des Ferrari 512 BBi an. Der Name "Testarossa" (italienisch für "Rotkopf") erinnerte an die legendären Ferrari-Rennwagen der 1950er und 1960er Jahre mit ihren rot lackierten Ventildeckeln. Das Design stammte von Pininfarina und war radikal: Die breiten, flachen Proportionen, die bis zu den Heckleuchten verlaufenden Seitenschlitze ("cheese grater") und der große Heckspoiler machten den Testarossa unverwechselbar. Mit einer Breite von 1.976 mm war er einer der breitesten Straßensportwagen seiner Zeit. Der 4,9-Liter-Boxermotor mit zwölf Zylindern leistete 291 kW (390 PS) und ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von rund 290 km/h. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgte in 5,2 Sekunden. Das Fünfgang-Schaltgetriebe war hinter dem Motor angeordnet, was zu einer besseren Gewichtsverteilung führte. Der Testarossa war nicht nur schnell, sondern auch luxuriös ausgestattet, mit Lederinterieur, Klimaanlage und elektrischen Fensterhebern – für einen Supersportwagen der damaligen Zeit bemerkenswert alltagstauglich.

Ferrari 512 TR (1991–1994)

1991 präsentierte Ferrari den 512 TR als weiterentwickelte Version des Testarossa. Die Bezeichnung stand für "5 Liter, 12 Zylinder, Testarossa". Obwohl das Grunddesign erhalten blieb, erhielt der Wagen zahlreiche Detail-Verbesserungen: Die Front wurde überarbeitet mit einem einzigen, tiefer liegenden Kühlergrill, die Heckpartie erhielt neue, runde Rückleuchten und einen überarbeiteten Diffusor. Der Motor wurde auf 4,9 Liter beibehalten, aber durch Überarbeitung auf 316 kW (428 PS) gesteigert. Die Beschleunigung verbesserte sich auf 4,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit lag nun bei 309 km/h. Auch das Fahrwerk wurde überarbeitet: Die Federung wurde straffer, die Bremsen größer dimensioniert. Im Innenraum gab es ebenfalls Modernisierungen mit einem neu gestalteten Armaturenbrett und verbesserten Sitzen. Der 512 TR war spürbar agiler und handlicher als sein Vorgänger, behielt aber den luxuriösen Grand-Tourer-Charakter bei.

Ferrari F512 M (1994–1996)

Die finale Evolution der Testarossa-Baureihe war der F512 M, vorgestellt 1994. Das "M" stand für "Modificata" und unterstrich die umfangreichen Änderungen. Äußerlich erhielt der Wagen eine komplett überarbeitete Front mit festen, statt der zuvor versenkbaren Scheinwerfer, was ihm ein aggressiveres Gesicht verlieh. Die Motorhaube und die Heckpartie wurden ebenfalls neu gestaltet. Der 4,9-Liter-Boxermotor wurde auf 324 kW (440 PS) gesteigert, womit der F512 M in 4,7 Sekunden auf 100 km/h beschleunigte und eine Spitzengeschwindigkeit von 315 km/h erreichte. Die technischen Verbesserungen umfassten ein optimiertes Motormanagement, leichtere Materialien und eine weiter verfeinerte Abstimmung von Fahrwerk und Lenkung. Die Produktion des F512 M endete 1996 nach nur etwa 500 gebauten Exemplaren, womit er zur seltensten Variante der Testarossa-Familie wurde. Mit ihm endete auch die Ära der Zwölfzylinder-Boxermotoren bei Ferrari – die Nachfolger wie der 550 Maranello setzten auf V12-Frontmotoren.

Design und kulturelle Bedeutung

Der Testarossa wurde nicht nur durch seine technischen Daten, sondern auch durch zahlreiche Auftritte in Film und Fernsehen zur Ikone. In der TV-Serie "Miami Vice" fuhr Don Johnson einen weißen Testarossa (zunächst eine Replica, später einen echten), was dem Auto Kultstatus verlieh. Auch in Videospielen wie "Out Run" und auf unzähligen Postern in Jugendzimmern war der Testarossa präsent. Das Design von Pininfarina mit den charakteristischen Seitenschlitzen war so markant, dass es bis heute sofort erkennbar ist. Die extrem breite Bauweise war nicht nur Designentscheidung, sondern notwendig, um die großen Kühler für den mittschiffs montierten Motor unterzubringen. Die flache Silhouette mit einer Höhe von nur 1.130 mm unterstrich den exotischen Charakter.

Technische Besonderheiten

Der Testarossa und seine Nachfolger waren technisch anspruchsvolle Fahrzeuge. Der Mittelmotor in Boxerbauweise war eine Ferrari-Spezialität: Die gegenüberliegenden Zylinderbänke ermöglichten einen tiefen Schwerpunkt und eine optimale Gewichtsverteilung von etwa 40:60 (vorne:hinten). Die Kraftübertragung erfolgte über ein manuelles Fünfgang-Getriebe – eine Automatik wurde nie angeboten. Das Rohrrahmen-Chassis bestand aus Stahlrohren, die Karosserie aus Aluminium und Stahl. Die Einzelradaufhängung rundum mit Doppelquerlenkern sorgte für präzises Handling. Die großen Scheibenbremsen wurden von Brembo geliefert, später mit ABS-Unterstützung. Der Testarossa war für seine Zeit relativ zuverlässig, benötigte aber aufwendige Wartung – insbesondere der berüchtigte "major service" alle 5 Jahre, bei dem der Motor ausgebaut werden musste, um die Zahnriemen zu wechseln.

Marktsituation und Sammlerwert heute

Heute sind alle drei Varianten – Testarossa, 512 TR und F512 M – gefragte Sammlerobjekte. Die Preise sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Während frühe Testarossa lange Zeit als "günstige Einstiegs-Ferraris" galten, werden gut erhaltene Exemplare heute im deutschen Markt zu Preisen zwischen 100.000 und 150.000 Euro gehandelt. Der 512 TR liegt meist zwischen 150.000 und 200.000 Euro, während der seltene F512 M oft über 250.000 Euro kostet. Besonders wertvoll sind Fahrzeuge mit lückenloser Wartungshistorie, geringer Laufleistung und originaler Lackierung. Die Unterhaltskosten sind erheblich: Neben dem aufwendigen Service müssen Verschleißteile, Reifen und Versicherung einkalkuliert werden. Dennoch bleibt der Testarossa für viele Enthusiasten der Traumwagen schlechthin – ein Stück Automobilgeschichte aus einer Zeit, als Supersportwagen noch analog, laut und kompromisslos waren.

Ferrari Testarossa leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Ferrari Testarossa.

512 TR (1991-1994)Facelift

19911994 · Coupé

Der 512 TR von 1991 war eine umfassende Weiterentwicklung des Testarossa. Die Leistung stieg auf 428 PS, die Beschleunigung verbesserte sich auf 4,7 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit auf 309 km/h. Äußerlich erhielt der Wagen eine neu gestaltete Front mit einheitlichem Kühlergrill, runde Heckleuchten und einen verbesserten Unterboden. Das Fahrwerk wurde straffer abgestimmt, die Bremsen vergrößert. Auch der Innenraum wurde modernisiert mit neuem Armaturenbrett und verbesserten Sitzen. Der 512 TR bot deutlich agileres Handling bei gleichzeitig höherem Komfort.

antrieb
Hinterradantrieb, 5-Gang manuell
leistung
316 kW (428 PS)
besonderheiten
Überarbeitete Front, runde Rückleuchten, gesteigerte Leistung, verbesserte Fahrdynamik
motorisierungen
4,9-Liter-Boxer-12-Zylinder

Testarossa (1984-1991)

19841991 · Coupé

Der originale Ferrari Testarossa wurde 1984 vorgestellt und war der Nachfolger des 512 BBi. Mit seinem von Pininfarina gestalteten, extrem breiten Design (1.976 mm) und den markanten seitlichen Kühlluftschlitzen wurde er zur Ikone der 1980er Jahre. Der 4,9-Liter-Boxermotor mit zwölf Zylindern leistete 390 PS und ermöglichte 290 km/h Höchstgeschwindigkeit. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgte in 5,2 Sekunden. Trotz seiner Performance bot der Testarossa für damalige Verhältnisse hohen Alltagskomfort mit Klimaanlage, elektrischen Fensterhebern und luxuriösem Lederinterieur.

antrieb
Hinterradantrieb, 5-Gang manuell
leistung
291 kW (390 PS)
besonderheiten
Charakteristische Seitenschlitze, Pininfarina-Design, Mittelmotor, Kultstatus durch Miami Vice
motorisierungen
4,9-Liter-Boxer-12-Zylinder

Häufige Fragen

Wie viel PS hat ein Ferrari Testarossa?

Der originale Ferrari Testarossa (1984-1991) leistet 390 PS (291 kW). Der 512 TR (1991-1994) hat 428 PS (316 kW), und der finale F512 M (1994-1996) bietet 440 PS (324 kW) aus dem 4,9-Liter-Boxermotor mit zwölf Zylindern.

Was kostet ein Ferrari Testarossa heute?

Ein gut erhaltener Ferrari Testarossa kostet heute zwischen 100.000 und 150.000 Euro. Der 512 TR liegt bei 150.000 bis 200.000 Euro, während der seltene F512 M oft über 250.000 Euro kostet. Der Preis hängt stark von Zustand, Historie und Laufleistung ab.

Warum heißt der Testarossa so?

Testarossa ist italienisch und bedeutet "Rotkopf". Der Name erinnert an legendäre Ferrari-Rennwagen der 1950er und 1960er Jahre, deren Ventildeckel rot lackiert waren. Auch beim Straßen-Testarossa sind die Ventildeckel traditionell rot.

Wie schnell ist ein Ferrari Testarossa?

Der originale Testarossa erreicht etwa 290 km/h Höchstgeschwindigkeit und beschleunigt in 5,2 Sekunden auf 100 km/h. Der 512 TR schafft 309 km/h und 4,7 Sekunden, der F512 M erreicht 315 km/h bei ebenfalls 4,7 Sekunden auf 100 km/h.

Wie teuer ist der Unterhalt eines Testarossa?

Der Unterhalt ist sehr kostspielig. Der große Service alle 5 Jahre (mit Motorausbau für Zahnriemenwechsel) kostet 10.000-15.000 Euro. Hinzu kommen Versicherung (3.000-5.000 Euro/Jahr), Steuern, Reifen und Ersatzteile, die oft mehrere Tausend Euro kosten können.