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Hyundai ix55

Foto: Elise240SX / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Der Hyundai ix55 war ein großer, siebensitziger SUV mit permanentem Allradantrieb, der von 2008 bis 2013 in Deutschland verkauft wurde. Das Fahrzeug bot üppigen Platz, umfangreiche Serienausstattung und wurde ausschließlich mit einem 3,0-Liter-V6-Diesel angeboten. Er stellte Hyundais ersten Versuch dar, im Segment der Premium-SUV zu etablieren.

Ideal für: Familien mit Bedarf an sieben Sitzplätzen und Käufer gebrauchter, großer SUV mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis

Technische Daten

Hyundai ix55 Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
176 kW (240 PS)
Kraftstoff
Diesel
Verbrauch (komb.)
9,9 l/100 km (kombiniert)
Getriebe
5-Gang-Automatik
Antriebsart
Allradantrieb (permanent)
Zylinder
6 (V6)
Höchstgeschwindigkeit
196 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
SUV (5-türig)
Maße (L/B/H)
4888 x 1927 x 1755 mm
Kofferraum
585–1.951 l
Gewicht
ca. 2100 kg
Sitze
7
Türen
5
Neupreis

Der Hyundai ix55 war ein großer SUV des südkoreanischen Herstellers Hyundai, der von 2008 bis 2013 auf dem deutschen Markt angeboten wurde. Das Fahrzeug stellte den ersten Versuch der Marke dar, im Segment der großen, siebensitzigen Geländewagen Fuß zu fassen und gegen etablierte Konkurrenten wie den VW Touareg, Toyota Land Cruiser oder Nissan Pathfinder anzutreten. Der ix55 war technisch eng mit dem Hyundai Veracruz verwandt, der primär für den nordamerikanischen Markt entwickelt wurde, und trug in einigen Märkten auch diesen Namen. In Europa vermarktete Hyundai das Modell unter der Bezeichnung ix55, um es in die damals neue "i"-Nomenklatur einzugliedern. Das Fahrzeug bot Platz für bis zu sieben Personen, wurde ausschließlich mit Allradantrieb angeboten und sollte eine Kombination aus Komfort, Geräumigkeit und Geländetauglichkeit bieten. Trotz seiner Qualitäten und eines attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnisses blieb der ix55 auf dem deutschen Markt ein Nischenprodukt und wurde 2013 ohne direkten Nachfolger eingestellt. Der Hyundai Santa Fe der nachfolgenden Generation übernahm teilweise die Rolle des großen SUV im Hyundai-Portfolio, allerdings mit etwas kompakteren Außenmaßen.

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Die erste und einzige Generation (2008-2013)

Der Hyundai ix55 wurde im Jahr 2008 in Europa eingeführt und basierte auf der in Nordamerika bereits 2006 vorgestellten ersten Generation des Veracruz. Das Design stammte vom ehemaligen Audi-Designer Peter Schreyer, der kurz zuvor zu Kia und Hyundai gewechselt war und dem Konzern zu einer deutlich moderneren Formensprache verhalf. Der ix55 präsentierte sich als großer, kastenförmiger SUV mit markanten Proportionen: Eine Länge von 4.888 mm, eine Breite von 1.927 mm und eine Höhe von 1.755 mm machten ihn zu einem der größten Fahrzeuge im Hyundai-Programm. Der Radstand von 2.805 mm sorgte für großzügige Platzverhältnisse in allen drei Sitzreihen. Das Fahrzeug bot serienmäßig sieben Sitzplätze, wobei die dritte Sitzreihe bei Bedarf versenkt werden konnte, um das Kofferraumvolumen von 585 Litern auf bis zu 1.951 Liter zu erweitern.

In Deutschland wurde der ix55 ausschließlich mit Dieselmotoren angeboten, während in anderen Märkten auch Benziner verfügbar waren. Der wichtigste Motor für den deutschen Markt war ein 3,0-Liter-V6-Dieselaggregat mit 176 kW (240 PS) und einem maximalen Drehmoment von 451 Nm. Dieser Motor wurde mit einer Fünfgang-Automatik kombiniert und trieb alle vier Räder über ein permanentes Allradsystem an. Die Kraftübertragung erfolgte normalerweise im Verhältnis 60:40 zugunsten der Vorderräder, konnte aber bei Bedarf bis zu 50:50 verteilt werden. Der ix55 erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 196 km/h und beschleunigte in 10,2 Sekunden von null auf 100 km/h – respektable Werte für ein Fahrzeug dieser Größe und mit einem Leergewicht von rund 2.100 kg. Der kombinierte Normverbrauch lag bei 9,9 Litern Diesel pro 100 Kilometer, was einem CO2-Ausstoß von 261 g/km entsprach. Diese Werte waren für die damalige Zeit im Segment durchaus wettbewerbsfähig.

Ausstattung und Positionierung

Hyundai positionierte den ix55 als Premium-SUV mit gehobener Serienausstattung. Bereits in der Basisversion "Style" waren Ausstattungsmerkmale wie Klimaautomatik, Ledersitze, elektrisch verstellbare Vordersitze mit Heizung, ESP, sieben Airbags, Xenon-Scheinwerfer und 18-Zoll-Leichtmetallfelgen enthalten. Die höheren Ausstattungsvarianten "Comfort" und "Premium" ergänzten das Angebot um Features wie ein Panorama-Glasschiebedach, Navigationssystem, rückwärtige Einparkhilfe, Rückfahrkamera und ein Premium-Soundsystem. Besonders hervorzuheben war die Vollausstattung der Top-Version "Premium", die kaum Wünsche offenließ und dennoch deutlich günstiger war als vergleichbar ausgestattete Konkurrenten deutscher Premiumhersteller. Der Einstiegspreis lag 2008 bei etwa 39.900 Euro, während vollausgestattete Modelle knapp unter 50.000 Euro kosteten.

Die Verarbeitungsqualität des ix55 wurde von Fachzeitschriften überwiegend positiv bewertet. Die Materialien im Innenraum wirkten wertig, die Spaltmaße waren gleichmäßig, und die Haptik der Bedienelemente entsprach weitgehend dem gehobenen Anspruch. Allerdings bemängelten Kritiker das etwas konservative Design des Interieurs sowie die fehlende Dynamik in Fahrwerk und Lenkung. Der ix55 war primär auf Komfort ausgelegt: Die Federung schluckte Unebenheiten souverän, und die Geräuschdämmung sorgte für ein ruhiges Reisen. Sportlichkeit gehörte jedoch nicht zu den Stärken des Fahrzeugs. Die Lenkung arbeitete präzise, vermittelte aber wenig Rückmeldung, und in schnell gefahrenen Kurven neigte der hohe Aufbau zu deutlichen Wankbewegungen.

Facelift 2010

Im Jahr 2010 erhielt der ix55 ein dezentes Facelift, das vor allem optische Retuschen umfasste. Die Front wurde leicht überarbeitet: Der Kühlergrill erhielt eine stärker dreidimensionale Struktur, die Nebelscheinwerfer wurden neu gestaltet, und die Scheinwerfer bekamen eine modifizierte Innengrafik. Am Heck wurden die Rückleuchten leicht angepasst. Im Innenraum gab es kleinere Änderungen an den Materialien und der Farbgebung sowie ein aktualisiertes Infotainment-System mit verbesserter Bedienoberfläche. Technisch blieb das Fahrzeug weitgehend unverändert; der 3,0-Liter-V6-Diesel blieb die einzige Motoroption für Deutschland. Hyundai nutzte das Facelift auch, um die Serienausstattung weiter aufzuwerten und die Ausstattungslinien neu zu strukturieren. Die Preise blieben weitgehend stabil, was die Attraktivität des ix55 im Wettbewerbsumfeld aufrechterhalten sollte.

Marktperformance und Ende der Produktion

Trotz seiner objektiven Qualitäten blieb der Hyundai ix55 auf dem deutschen Markt ein Außenseiter. Die Verkaufszahlen erreichten nie die erhofften Größenordnungen. Mehrere Faktoren trugen zu diesem kommerziellen Misserfolg bei: Erstens war das Image der Marke Hyundai Anfang der 2010er-Jahre in Europa noch nicht stark genug etabliert, um im Premium-Segment gegen deutsche und japanische Konkurrenten zu bestehen. Zweitens war der ix55 mit fast fünf Metern Länge für europäische Verhältnisse sehr groß, was ihn in engen Innenstädten unpraktisch machte. Drittens konkurrierten im eigenen Konzern der kleinere und modernere Hyundai Santa Fe sowie verschiedene Kia-Modelle um eine ähnliche Käuferschicht. Viertens setzte im Laufe der Jahre ein Trend zu effizienteren und kompakteren SUV ein, während große Siebensitzer mit hohem Verbrauch an Attraktivität verloren.

Im Jahr 2012 stellte Hyundai die Produktion des ix55 in Nordamerika ein, wo das Modell als Veracruz vermarktet wurde. In Europa lief der Verkauf noch bis 2013 weiter, dann wurde das Modell auch hier vom Markt genommen. Ein direkter Nachfolger wurde nicht entwickelt. Stattdessen konzentrierte sich Hyundai auf die Weiterentwicklung des Santa Fe, der in seiner dritten Generation ab 2012 auch als Langversion mit sieben Sitzen angeboten wurde und die Lücke des ix55 zumindest teilweise füllte. Der ix55 bleibt heute eine Fußnote in der Hyundai-Geschichte – ein ambitionierter Versuch, im Segment der großen SUV Fuß zu fassen, der jedoch an Marktgegebenheiten und Markenimage scheiterte.

Technische Besonderheiten und Fahrdynamik

Der Hyundai ix55 basierte auf einer eigenständigen Plattform, die speziell für große SUV entwickelt worden war. Die selbsttragende Karosserie kombinierte Stahl mit hochfesten Stählen in tragenden Bereichen, um Steifigkeit und Crashsicherheit zu gewährleisten. Das Fahrwerk bestand vorne aus einer MacPherson-Federbeinachse und hinten aus einer Mehrlenker-Konstruktion. Beide Achsen verfügten über Schraubenfedern und Stabilisatoren. Die Serienausstattung umfasste bereits eine elektrische Servolenkung, die je nach Geschwindigkeit die Lenkkraftunterstützung anpasste. Das permanente Allradsystem verteilte die Antriebskraft elektronisch gesteuert und konnte bei Bedarf eine Achse vollständig entkoppeln, um Kraftstoff zu sparen. Eine Geländeuntersetzung fehlte jedoch, was die Offroad-Fähigkeiten auf moderate Anforderungen beschränkte. Der ix55 war eher ein Straßen-SUV mit Allwetter-Fähigkeiten als ein ernsthaftes Geländefahrzeug.

Die Bremsanlage bestand aus belüfteten Scheibenbremsen an allen vier Rädern, wobei vorne 320-mm-Scheiben und hinten 302-mm-Scheiben zum Einsatz kamen. Serienmäßig waren ABS, ESP, Traktionskontrolle, Bremsassistent und Berganfahrhilfe verbaut. Die Sicherheitsausstattung umfasste sieben Airbags, darunter Fahrer-, Beifahrer-, Seiten- und Kopfairbags. Im Euro NCAP-Crashtest erhielt der baugleiche Veracruz fünf Sterne, wobei besonders der Insassenschutz für Erwachsene mit 91 Prozent hervorragend bewertet wurde. Der Fußgängerschutz erreichte damals typische 25 Prozent. Kindersitze konnten mit Isofix-Halterungen in der zweiten Sitzreihe befestigt werden.

Fazit und heutige Bedeutung

Der Hyundai ix55 war seiner Zeit ein solides, geräumiges und gut ausgestattetes SUV, das jedoch nie die erhoffte Resonanz beim europäischen Publikum fand. Seine Stärken lagen in der großzügigen Platzausnutzung, der umfangreichen Serienausstattung und dem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Seine Schwächen waren das etwas konservative Design, die fehlende Dynamik und vor allem das noch nicht ausreichend etablierte Premium-Image der Marke Hyundai. Heute ist der ix55 auf dem Gebrauchtwagenmarkt ein Geheimtipp für Käufer, die einen großen, zuverlässigen Siebensitzer zu günstigen Preisen suchen. Die Ersatzteilversorgung ist durch die Konzernzugehörigkeit weiterhin gesichert, und die Motoren gelten als robust und langlebig. Als Klassiker wird der ix55 wohl nie gelten, aber als praktisches Familienfahrzeug mit viel Platz und moderater Wertstabilität bietet er auch Jahre nach Produktionsende noch einen gewissen Reiz für preisbewusste Käufer großer SUV.

Hyundai ix55 leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Hyundai ix55.

Erste Generation (2008-2013)

20082013 · SUV

Die erste und einzige Generation des Hyundai ix55 wurde 2008 in Europa eingeführt und basierte auf dem nordamerikanischen Veracruz. Mit 4,88 Metern Länge und sieben Sitzen bot der ix55 großzügige Platzverhältnisse und eine gehobene Serienausstattung. Der 3,0-Liter-V6-Diesel mit 240 PS war die einzige in Deutschland verfügbare Motorisierung und wurde mit permanentem Allradantrieb sowie Fünfgang-Automatik kombiniert. Trotz guter Qualitäten blieb das Modell kommerziell erfolglos und wurde 2013 ohne Nachfolger eingestellt.

antrieb
Allradantrieb permanent
leistung
176 kW (240 PS)
besonderheiten
Sieben Sitze serienmäßig, umfangreiche Ausstattung, nur als Diesel in Deutschland
motorisierungen
3.0 V6 Diesel

Häufige Fragen

Wie viele Sitze hat der Hyundai ix55?

Der Hyundai ix55 verfügt serienmäßig über sieben Sitze in drei Reihen. Die dritte Sitzreihe kann bei Bedarf vollständig im Boden versenkt werden, um das Kofferraumvolumen zu maximieren.

Welcher Motor ist im Hyundai ix55 verbaut?

In Deutschland wurde der ix55 ausschließlich mit einem 3,0-Liter-V6-Dieselmotor angeboten, der 176 kW (240 PS) leistet und über eine Fünfgang-Automatik sowie permanenten Allradantrieb verfügt.

Wie hoch ist der Verbrauch des Hyundai ix55?

Der Hyundai ix55 3.0 V6 Diesel verbraucht nach NEFZ-Norm kombiniert 9,9 Liter Diesel auf 100 Kilometer, was einem CO2-Ausstoß von 261 g/km entspricht.

Wie groß ist der Kofferraum des Hyundai ix55?

Das Kofferraumvolumen beträgt bei aufgestellter dritter Sitzreihe 585 Liter. Bei umgeklappten hinteren Sitzen erweitert sich das Volumen auf maximal 1.951 Liter.

Bis wann wurde der Hyundai ix55 gebaut?

Der Hyundai ix55 wurde von 2008 bis 2013 auf dem europäischen Markt angeboten. Ein direkter Nachfolger wurde nicht entwickelt; der Santa Fe übernahm teilweise seine Rolle im Modellprogramm.

Was kostete der Hyundai ix55 neu?

Der Einstiegspreis des Hyundai ix55 lag bei seiner Markteinführung 2008 bei etwa 39.900 Euro. Vollausgestattete Premium-Modelle kosteten knapp unter 50.000 Euro.