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Hyundai Porter

Der Hyundai Porter ist ein seit 1977 gebauter leichter Nutzfahrzeug-Transporter, der vor allem in Südkorea und Asien verbreitet ist. In Deutschland nicht offiziell erhältlich, überzeugt die aktuelle Generation mit modernen Diesel- und Elektromotoren sowie hoher Nutzlast bis 2,2 Tonnen.

Neupreis
In Deutschland nicht offiziell verfügbar

Ideal für: Gewerbliche Nutzer in Asien, die einen robusten Kleintransporter mit hoher Nutzlast und optional emissionsfreiem Elektroantrieb suchen.

Technische Daten

Hyundai Porter Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
110–150 PS (Diesel), 136 PS (Electric)
Kraftstoff
Diesel, Elektro
Verbrauch (komb.)
7,5–8,5 l/100 km (Diesel), ca. 25 kWh/100 km (Electric)
Getriebe
6-Gang manuell, 6-Gang Automatik (Electric: 1-Gang-Reduktion)
Antriebsart
Hinterradantrieb
Zylinder
4 (Diesel)
Höchstgeschwindigkeit
130–140 km/h (Diesel), 100 km/h (Electric)
Maße & Karosserie
Karosserie
Pritschenwagen, Kastenwagen, Kipper, Doppelkabine
Maße (L/B/H)
4750 x 1740 x 1995 mm (je nach Aufbau)
Kofferraum
Gewicht
1650–1850 kg (Leergewicht, je nach Aufbau)
Sitze
2–3 (je nach Kabinenvariante)
Türen
2
Neupreis
In Deutschland nicht offiziell verfügbar

Der Hyundai Porter ist ein leichter Nutzfahrzeug-Transporter, der seit 1977 produziert wird und in Südkorea sowie vielen asiatischen Märkten eine feste Größe darstellt. In Deutschland ist der Porter jedoch nicht offiziell erhältlich und wird auch nicht vom Hersteller für den europäischen Markt vermarktet. Hyundai konzentriert sich in Europa auf andere Nutzfahrzeugmodelle und Personenwagen. Dennoch wird der Porter vereinzelt über Importeure nach Europa gebracht, meist als Spezialfahrzeug oder für bestimmte gewerbliche Anwendungen. Die aktuelle sechste Generation setzt auf moderne Antriebstechnologien und bietet wahlweise Diesel- oder Elektromotoren.

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Die Anfänge: Erste Generation (1977–1986)

Der Hyundai Porter debütierte 1977 als kompakter Kleintransporter für den koreanischen Markt. Entwickelt in Zusammenarbeit mit Mitsubishi, basierte die erste Generation auf dem Mitsubishi Delica und nutzte einen 1,4-Liter-Benzinmotor mit rund 67 PS. Der Porter war als Pritschenwagen und Kastenwagen verfügbar und richtete sich an kleine Gewerbetreibende sowie Landwirte. Die Nutzlast lag bei etwa 1.000 kg, was für damalige Verhältnisse im Segment ausreichend war. Das Design war funktional und robust gehalten, mit einfacher Technik für niedrige Wartungskosten. Eine Export nach Europa fand in dieser frühen Phase nicht statt, da Hyundai zunächst auf den heimischen Markt fokussiert war.

Zweite Generation (1986–1996)

1986 folgte die zweite Porter-Generation, die technisch eigenständiger wurde und sich vom Mitsubishi-Erbe löste. Hyundai setzte nun auf eigene Dieselmotoren, darunter einen 2,5-Liter-Vierzylinder mit etwa 80 PS. Die Nutzlast stieg auf bis zu 1,2 Tonnen, und die Karosserie wurde aerodynamisch leicht überarbeitet. Die zweite Generation etablierte den Porter als wichtiges Arbeitspferd für kleine und mittelständische Unternehmen in Asien. Neben Pritschen- und Kastenwagen wurden auch Kipper- und Doppelkabinen-Varianten angeboten. Ein europäischer Vertrieb blieb weiterhin aus, da Hyundai in dieser Ära erst begann, mit Pkw-Modellen in Europa Fuß zu fassen.

Dritte Generation (1996–2004)

Die dritte Generation brachte 1996 ein moderneres Design mit einer höher gelegten Frontpartie und verbesserten Sicherheitsmerkmalen. Hyundai führte neue Dieselmotoren ein, darunter einen 2,5-Liter-Turbodiesel mit bis zu 99 PS, der für mehr Durchzugskraft und bessere Autobahneignung sorgte. Die Kabine wurde komfortabler, und erstmals gab es optional eine Servolenkung sowie ABS. Die Nutzlast lag je nach Variante zwischen 1,0 und 1,5 Tonnen. In Südostasien und dem Nahen Osten wurde der Porter zum Verkaufsschlager, während der europäische Markt weiterhin von etablierten Herstellern wie Iveco, Renault oder Ford bedient wurde.

Vierte Generation (2004–2013)

2004 präsentierte Hyundai die vierte Porter-Generation mit deutlich modernerer Optik, einer größeren Kabine und verbessertem Fahrkomfort. Die Motorenpalette umfasste nun 2,5-Liter-Dieselmotoren mit bis zu 133 PS sowie erstmals Common-Rail-Einspritztechnik für niedrigere Emissionen und ruhigeren Lauf. Die Nutzlast wurde auf bis zu 1,8 Tonnen erhöht, und die Modellvielfalt wuchs weiter: Neben Standard-Pritschenwagen gab es Kühlkofferaufbauten, Müllwagen und Feuerwehrfahrzeuge. In dieser Generation erhielt der Porter erstmals moderne Sicherheitsausstattungen wie Airbags und elektronische Stabilitätskontrolle (ESC) als Option. In Europa blieb der Porter jedoch eine Randerscheinung, da Hyundai keine offizielle Vertriebsstruktur für leichte Nutzfahrzeuge aufbaute.

Fünfte Generation (2013–2023)

Die fünfte Generation startete 2013 und brachte eine deutlich modernisierte Frontpartie mit größeren Scheinwerfern und einer markanten Kühlergrilllinie im Hyundai-Design. Die Motoren wurden weiter überarbeitet: Ein 2,5-Liter-CRDi-Diesel mit bis zu 136 PS sowie ein 2,5-Liter-LPG-Motor standen zur Wahl. Die Nutzlast stieg auf bis zu 2,0 Tonnen, und die Kabine bot nun serienmäßig Klimaanlage, elektrische Fensterheber und moderne Infotainment-Systeme mit Touchscreen. 2018 erhielt die fünfte Generation ein Facelift mit überarbeiteter Front, LED-Tagfahrlicht und neuen Assistenzsystemen wie Spurhaltewarner und Rückfahrkamera. In Südkorea wurde der Porter zunehmend als Basis für Spezialfahrzeuge wie Rettungswagen, mobile Verkaufsstände und Baustellenfahrzeuge genutzt. Ab 2019 führte Hyundai in Südkorea den Porter Electric ein, einen vollelektrischen Transporter mit rund 60 kWh Batteriekapazität und einer Reichweite von etwa 200 km, der vor allem im innerstädtischen Lieferverkehr zum Einsatz kam.

Sechste Generation (2023–heute)

Die aktuelle, sechste Generation des Hyundai Porter wurde 2023 vorgestellt und markiert einen technologischen Sprung. Das Design ist kantiger und moderner, mit LED-Scheinwerfern, einem großen Kühlergrill und einer höher positionierten Gürtellinie für bessere Übersicht. Die Motorenpalette umfasst einen überarbeiteten 2,5-Liter-CRDi-Diesel mit bis zu 150 PS sowie eine rein elektrische Variante (Porter II Electric) mit einer Batteriekapazität von 72 kWh und einer WLTP-Reichweite von bis zu 230 km. Die Nutzlast liegt bei bis zu 2,2 Tonnen, und das zulässige Gesamtgewicht reicht je nach Konfiguration bis 3,5 Tonnen. Die Kabine bietet nun serienmäßig ein digitales Kombiinstrument, einen großen Touchscreen mit Apple CarPlay und Android Auto sowie umfangreiche Sicherheitsfeatures wie autonome Notbremsung, Müdigkeitswarner und Toter-Winkel-Assistent. In Südkorea wird der Porter in zahlreichen Aufbauvarianten angeboten, darunter Pritschen, Kühlkoffer, Kipper und Doppelkabinen. Der elektrische Porter richtet sich vor allem an urbane Logistikunternehmen und kommunale Betriebe, die emissionsfrei arbeiten möchten. In Deutschland und Europa bleibt der Porter offiziell nicht verfügbar, da Hyundai den europäischen Nutzfahrzeugmarkt nicht aktiv bedient und sich auf Pkw sowie leichte Nutzfahrzeuge wie den H350 (in ausgewählten Märkten) konzentriert.

Marktpositionierung und Besonderheiten

Der Hyundai Porter ist in Südkorea und weiten Teilen Asiens ein unverzichtbares Arbeitsmittel für Kleinunternehmer, Handwerker und Lieferdienste. Seine Stärken liegen in der robusten Konstruktion, niedrigen Betriebskosten und hohen Nutzlast. Die Einführung der Elektroversion unterstreicht Hyundais Engagement für nachhaltige Mobilität auch im Nutzfahrzeugsektor. Für den deutschen Markt ist der Porter jedoch keine relevante Größe, da hiesige Kunden auf etablierte Modelle wie Mercedes Sprinter, VW Crafter, Ford Transit oder Iveco Daily zurückgreifen, die über ein flächendeckendes Service-Netz und umfangreiche Finanzierungs- sowie Garantieangebote verfügen. Sollte Hyundai künftig den europäischen Nutzfahrzeugmarkt erschließen wollen, müsste der Porter an europäische Normen, Kundenwünsche und Infrastruktur angepasst werden – eine Strategie, die derzeit nicht verfolgt wird.

Hyundai Porter leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Hyundai Porter.

Facelift der fünften Generation (2018–2023)Facelift

20182023 · Pritschenwagen, Kastenwagen, Kipper, Doppelkabine, Kühlkoffer

Das Facelift 2018 brachte eine überarbeitete Frontpartie mit LED-Tagfahrlicht und neue Assistenzsysteme wie Spurhaltewarner und Rückfahrkamera. Ab 2019 ergänzte der Porter Electric mit 60 kWh Batterie und rund 200 km Reichweite die Palette und richtete sich an emissionsfreie Stadtlogistik.

antrieb
Hinterradantrieb
leistung
bis 136 PS (Diesel), 136 PS (Electric)
besonderheiten
Überarbeitete Front, LED-Tagfahrlicht, Spurhaltewarner, Rückfahrkamera, Porter Electric ab 2019
motorisierungen
2,5-Liter-CRDi-Diesel, 2,5-Liter-LPG, Elektro

Fünfte Generation (2013–2023)

20132023 · Pritschenwagen, Kastenwagen, Kipper, Doppelkabine, Kühlkoffer

Die fünfte Generation (2013–2023) brachte ein deutlich moderneres Design und bessere Ausstattung mit Klimaanlage, Infotainment-System und elektrischen Fensterhebern. 2018 folgte ein Facelift mit LED-Tagfahrlicht und Assistenzsystemen. Ab 2019 wurde der Porter Electric mit 60 kWh Batterie und rund 200 km Reichweite eingeführt, vor allem für urbane Logistik.

antrieb
Hinterradantrieb
leistung
bis 136 PS
besonderheiten
Modernes Design, Klimaanlage serienmäßig, ab 2019 Porter Electric mit ca. 200 km Reichweite
motorisierungen
2,5-Liter-CRDi-Diesel, 2,5-Liter-LPG

Vierte Generation (2004–2013)

20042013 · Pritschenwagen, Kastenwagen, Kipper, Doppelkabine, Kühlkoffer

Die vierte Generation (2004–2013) setzte auf Common-Rail-Dieseltechnik und bot bis zu 133 PS. Die Kabine wurde größer und komfortabler, und erstmals gab es moderne Sicherheitsausstattung wie Airbags und ESC. Die Nutzlast stieg auf bis zu 1,8 Tonnen, und die Modellvielfalt wuchs mit Kühlkoffern und Spezialaufbauten.

antrieb
Hinterradantrieb
leistung
bis 133 PS
besonderheiten
Common-Rail-Technik, Nutzlast bis 1,8 Tonnen, erstmals Airbags und ESC optional
motorisierungen
2,5-Liter-CRDi-Diesel

Dritte Generation (1996–2004)

19962004 · Pritschenwagen, Kastenwagen, Kipper, Doppelkabine

Die dritte Generation (1996–2004) brachte ein moderneres Design mit höher gelegter Frontpartie und verbesserte Sicherheit. Der 2,5-Liter-Turbodiesel leistete bis zu 99 PS, und erstmals gab es Servolenkung sowie ABS als Option. Die Nutzlast lag zwischen 1,0 und 1,5 Tonnen, und die Kabine wurde komfortabler gestaltet.

antrieb
Hinterradantrieb
leistung
bis 99 PS
besonderheiten
Moderneres Design, optional Servolenkung und ABS, Nutzlast bis 1,5 Tonnen
motorisierungen
2,5-Liter-Turbodiesel

Zweite Generation (1986–1996)

19861996 · Pritschenwagen, Kastenwagen, Kipper, Doppelkabine

Die zweite Generation (1986–1996) löste sich von Mitsubishi und nutzte eigene Dieselmotoren, vor allem einen 2,5-Liter-Vierzylinder mit rund 80 PS. Die Nutzlast stieg auf 1,2 Tonnen, und neben Pritschen gab es nun auch Kipper und Doppelkabinen. Der Porter etablierte sich in Asien als zuverlässiges Arbeitspferd für Kleinunternehmer.

antrieb
Hinterradantrieb
leistung
ca. 80 PS
besonderheiten
Erste eigenständige Hyundai-Entwicklung, Nutzlast bis 1,2 Tonnen
motorisierungen
2,5-Liter-Diesel

Erste Generation (1977–1986)

19771986 · Pritschenwagen, Kastenwagen

Die erste Generation des Hyundai Porter (1977–1986) war eng mit Mitsubishi verbunden und basierte technisch auf dem Delica. Mit einem 1,4-Liter-Benzinmotor und etwa 67 PS war der Porter ein einfacher, robuster Kleintransporter für den koreanischen Markt. Die Nutzlast lag bei rund 1.000 kg, und das Fahrzeug war als Pritsche oder Kastenwagen verfügbar.

antrieb
Hinterradantrieb
leistung
ca. 67 PS
besonderheiten
Basierend auf Mitsubishi Delica, Nutzlast ca. 1.000 kg
motorisierungen
1,4-Liter-Benzin

Häufige Fragen

Ist der Hyundai Porter in Deutschland erhältlich?

Nein, der Hyundai Porter wird offiziell nicht für den deutschen oder europäischen Markt angeboten. Vereinzelte Importe über Spezialhändler sind möglich, jedoch ohne Herstellergarantie und Service-Netz.

Welche Motorisierungen bietet die aktuelle Porter-Generation?

Die sechste Generation (ab 2023) wird mit einem 2,5-Liter-CRDi-Diesel mit bis zu 150 PS sowie als vollelektrische Variante (Porter II Electric) mit 72 kWh Batterie und ca. 230 km Reichweite angeboten.

Wie hoch ist die Nutzlast des Hyundai Porter?

Je nach Generation und Konfiguration liegt die Nutzlast zwischen 1,0 und 2,2 Tonnen. Die aktuelle Generation bietet bis zu 2,2 Tonnen Nutzlast bei einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen.

Gibt es den Hyundai Porter auch als Elektrofahrzeug?

Ja, seit 2019 gibt es den Porter Electric, der in der aktuellen Generation als Porter II Electric mit 72 kWh Batterie und rund 230 km Reichweite angeboten wird. Er ist vor allem in Südkorea für urbane Logistik im Einsatz.

Seit wann wird der Hyundai Porter gebaut?

Der Hyundai Porter wird seit 1977 produziert und befindet sich aktuell in der sechsten Generation (ab 2023). Er ist vor allem in Südkorea und asiatischen Märkten verbreitet.