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Hyundai S-Coupe

Das Hyundai S-Coupé war ein Kompakt-Coupé, das von 1990 bis 1996 produziert wurde. Basierend auf der Excel-Plattform und mit Design von Bertone sollte es eine günstige Alternative im Coupé-Segment darstellen. Heute ist das Modell in Deutschland nahezu vergessen.

Ideal für: Das Modell wurde 1996 eingestellt und ist nicht mehr als Neuwagen erhältlich.

Technische Daten

Hyundai S-Coupe Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
62–75 kW (84–102 PS)
Kraftstoff
Benzin
Verbrauch (komb.)
6,8–7,5 l/100km
Getriebe
5-Gang manuell
Antriebsart
Frontantrieb
Zylinder
4
Höchstgeschwindigkeit
165–180 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Coupé (3-türig)
Maße (L/B/H)
4100 x 1650 x 1330 mm
Kofferraum
280–700 l
Gewicht
980–1050 kg
Sitze
4
Türen
3
Neupreis

Der Hyundai S-Coupé war ein Kompakt-Coupé, das der koreanische Hersteller von 1990 bis 1996 produzierte und primär auf dem europäischen Markt positionierte. Das Fahrzeug basierte technisch auf dem Hyundai Excel (auch bekannt als Hyundai Pony) und sollte eine sportliche, erschwingliche Alternative im hart umkämpften Coupé-Segment darstellen. Mit seinem markanten Keildesign und den für die frühen 1990er-Jahre typischen Popklappen-Scheinwerfern versuchte Hyundai, eine junge, preisbewusste Käuferschicht anzusprechen. Das S-Coupé war ein wichtiger Baustein in Hyundais Strategie, sich in Europa als Vollsortimenter zu etablieren und über die Rolle des reinen Budget-Anbieters hinauszuwachsen.

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Die erste und einzige Generation (1990-1996)

Das Hyundai S-Coupé debütierte 1990 auf Basis der Excel-Plattform und wurde ausschließlich als dreitüriges Coupé angeboten. Die Karosserie entwarf das italienische Designhaus Bertone, was dem Fahrzeug eine eigenständige, europäisch anmutende Formgebung verlieh. Mit einer Länge von etwa 4.100 mm und einer Breite von knapp 1.650 mm entsprach das S-Coupé den Dimensionen damaliger Kompakt-Coupés wie dem Opel Astra Coupé oder dem Renault 19 Coupé. Die flache Dachlinie und die große Heckklappe mit integrierter Heckscheibe sollten Dynamik und Alltagstauglichkeit verbinden.

Zum Marktstart bot Hyundai das S-Coupé in Deutschland mit zwei Motorisierungen an: einem 1,5-Liter-Vierzylinder-Ottomotor mit 84 PS und einer stärkeren 1,5-Liter-Variante mit 102 PS. Beide Aggregate stammten aus Mitsubishi-Kooperation und waren für ihre Laufruhe und Zuverlässigkeit bekannt. Die Kraftübertragung erfolgte über ein manuelles Fünfgang-Getriebe an die Vorderräder; eine Automatik wurde nicht angeboten. Die Fahrleistungen waren für die Klasse angemessen: Der 102-PS-Motor beschleunigte das rund 1.000 kg schwere Coupé in etwa 10,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von rund 180 km/h.

Ausstattung und Marktpositionierung

Das Hyundai S-Coupé wurde bewusst als Einstiegsmodell im Coupé-Segment positioniert und unterbietete die europäische Konkurrenz beim Preis deutlich. In der Basisversion kostete das Fahrzeug in Deutschland Ende 1990 rund 16.000 DM, während vergleichbare europäische Modelle häufig über 20.000 DM lagen. Trotz des günstigen Preises bot Hyundai bereits serienmäßig elektrische Fensterheber vorn, ein Radio-Kassettendeck, höhenverstellbare Vordersitze und eine Zentralverriegelung. Höherwertige Ausstattungslinien ergänzten das Angebot um Nebelscheinwerfer, Leichtmetallräder und ein Sportschiebedach.

Im Interieur dominierten dunkle Kunststoffe und textile Sitzbezüge. Die Verarbeitung entsprach dem damaligen Standard asiatischer Importeure: funktional, aber nicht auf dem Niveau deutscher oder französischer Hersteller. Der Kofferraum fasste rund 280 Liter und ließ sich durch Umklappen der asymmetrisch geteilten Rückbanklehne auf etwa 700 Liter erweitern – ein praxisgerechter Wert für ein Coupé dieser Klasse.

Technische Basis und Fahrverhalten

Technisch setzte das S-Coupé auf MacPherson-Federbeine vorn und eine Verbundlenkerachse hinten – eine für die frühen 1990er-Jahre typische Konstruktion im Kompaktsegment. Die Lenkung arbeitete ohne Servoassistenz, was bei niedrigen Geschwindigkeiten durchaus Kraft erforderte, dem Fahrzeug aber ein direktes Lenkgefühl verlieh. Scheibenbremsen vorn und Trommelbremsen hinten sorgten für eine ausreichende Verzögerung, erreichten aber nicht die Ansprechqualität europäischer Wettbewerber. Das Fahrwerk war komfortorientiert abgestimmt und neigte bei sportlicher Fahrweise zu stärkeren Wankbewegungen.

Ein Schwachpunkt des S-Coupé war die mangelnde passive Sicherheit: Airbags, ABS oder andere elektronische Assistenzsysteme waren weder serienmäßig noch optional verfügbar. Dies entsprach zwar dem damaligen Standard in der unteren Preisklasse, stellte aber bereits Mitte der 1990er-Jahre einen zunehmenden Nachteil gegenüber moderneren Wettbewerbern dar, die solche Systeme zunehmend auch in günstigeren Modellen anboten.

Facelift und Modellpflege (1992)

1992 erhielt das Hyundai S-Coupé eine dezente Modellpflege. Die auffälligste Änderung betraf die Frontpartie: Die Popklappen-Scheinwerfer wichen fest stehenden Scheinwerfern mit klarer Abdeckung, was dem Fahrzeug ein moderneres Gesicht verlieh und gleichzeitig die Anfälligkeit für Defekte reduzierte. Auch die Rückleuchten wurden überarbeitet und erhielten einen dunkleren Hintergrund. Im Innenraum verbesserte Hyundai die Materialqualität punktuell und führte neue Stoffmuster ein.

Motorenseitig blieb es bei den beiden 1,5-Liter-Aggregaten, allerdings wurde die Abgasreinigung optimiert, um strengere Emissionsnormen zu erfüllen. Die Leistungswerte blieben unverändert. Optional war nun auch ein höherwertiges Audiosystem mit CD-Spieler erhältlich – ein Zugeständnis an die fortschreitende Entwicklung der Unterhaltungselektronik in Fahrzeugen.

Marktentwicklung und Verkaufszahlen in Deutschland

In Deutschland erreichte das Hyundai S-Coupé nie nennenswerte Verkaufszahlen. Die Marke Hyundai war Anfang der 1990er-Jahre noch relativ unbekannt, und das Image als Billiganbieter erschwerte den Zugang zu Käuferschichten, die Wert auf Markenimage legten. Zudem war das Coupé-Segment von etablierten Herstellern wie Opel, Volkswagen, Ford und den japanischen Wettbewerbern Honda und Toyota dominiert. Zwischen 1990 und 1996 wurden in Deutschland schätzungsweise weniger als 3.000 Einheiten des S-Coupé zugelassen – eine Zahl, die deutlich unter den Erwartungen blieb.

Ein weiterer Faktor für den mäßigen Erfolg war das begrenzte Händlernetz von Hyundai in Deutschland. Potenzielle Käufer mussten häufig weite Strecken zurücklegen, um eine Probefahrt zu vereinbaren oder Service in Anspruch zu nehmen. Dies schreckte viele Interessenten ab, die sich dann doch für ein besser verfügbares Konkurrenzprodukt entschieden. Trotz wettbewerbsfähiger Garantieleistungen – Hyundai bot bereits damals eine für koreanische Hersteller typische Drei-Jahres-Garantie – konnte das S-Coupé nicht gegen die etablierte Konkurrenz bestehen.

Produktionsende und Nachfolge

1996 stellte Hyundai die Produktion des S-Coupé ohne direkten Nachfolger ein. Der koreanische Hersteller konzentrierte sich fortan auf andere Segmente und brachte stattdessen das Hyundai Coupé (intern als RD bezeichnet) auf den Markt, das jedoch auf einer anderen, moderneren Plattform basierte und eine deutlich höherwertige Positionierung anstrebte. Das Hyundai Coupé der RD-Generation war größer, leistungsstärker und technisch anspruchsvoller – und sollte sich als deutlich erfolgreicher erweisen.

Heute ist das Hyundai S-Coupé weitgehend in Vergessenheit geraten. Nur wenige Exemplare haben in Deutschland überlebt, und Ersatzteile sind kaum noch verfügbar. In Sammlerkreisen gilt das Fahrzeug als Kuriosität aus der Frühphase von Hyundais Europapräsenz, ohne nennenswerten Sammlerwert zu besitzen. Dennoch markiert das S-Coupé einen wichtigen Schritt in der Entwicklung von Hyundai: Es zeigte den Willen des Herstellers, über reine Volumenmodelle hinaus auch emotionalere Fahrzeugkonzepte anzubieten – ein Ansatz, der in späteren Jahren mit Modellen wie dem Hyundai i30 N oder dem Genesis-Submarken-Portfolio weiterentwickelt wurde.

Technische Besonderheiten und Einordnung

Aus heutiger Sicht war das Hyundai S-Coupé ein typisches Produkt seiner Zeit: funktional, günstig, aber ohne besondere technische Highlights. Die Verwendung von Mitsubishi-Motoren war für Hyundai in dieser Phase noch üblich, da der Konzern erst schrittweise eigene Antriebsstränge entwickelte. Die Zusammenarbeit mit Bertone für das Design zeigte jedoch, dass Hyundai bereits früh versuchte, durch Kooperationen mit etablierten europäischen Partnern an Glaubwürdigkeit zu gewinnen.

Im Vergleich zu japanischen Konkurrenten wie dem Honda CRX oder dem Toyota Paseo bot das S-Coupé weniger Fahrfreude und eine schlechtere Verarbeitungsqualität. Gegenüber europäischen Wettbewerbern wie dem Opel Astra Coupé oder dem Fiat Coupé fehlte es an Markenprestige und Händlernetz. Das S-Coupé blieb damit ein Nischenprodukt für preisbewusste Käufer, die bereit waren, Kompromisse bei Ausstattung, Image und Verfügbarkeit einzugehen.

Hyundai S-Coupe leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Hyundai S-Coupe.

Erste Generation (1990-1992)

19901992 · Coupé

Die erste Version des Hyundai S-Coupé (1990-1992) präsentierte sich mit charakteristischen Popklappen-Scheinwerfern und einer keilförmigen Silhouette im Stil der frühen 1990er-Jahre. Das von Bertone entworfene Design sollte europäische Käufer ansprechen. Technisch basierte das Fahrzeug auf der Hyundai-Excel-Plattform und bot zwei 1,5-Liter-Motoren mit 84 oder 102 PS. Die Ausstattung war für den günstigen Preis ordentlich, Sicherheitsfeatures wie ABS oder Airbags fehlten jedoch vollständig.

antrieb
Frontantrieb, 5-Gang manuell
leistung
62–75 kW (84–102 PS)
besonderheiten
Design von Bertone, Popklappen-Scheinwerfer, Mitsubishi-Motoren, Einstiegspreis unter 20.000 DM
motorisierungen
1,5-Liter-Vierzylinder (84 PS / 102 PS)

Häufige Fragen

Wie viele Generationen gab es vom Hyundai S-Coupé?

Das Hyundai S-Coupé wurde nur in einer Generation von 1990 bis 1996 produziert. 1992 erhielt das Modell ein Facelift mit überarbeiteter Front und Rückleuchten.

Welche Motoren hatte das Hyundai S-Coupé?

Das S-Coupé wurde mit zwei 1,5-Liter-Vierzylinder-Ottomotoren angeboten: einem Basismotor mit 84 PS und einer stärkeren Variante mit 102 PS. Beide stammten aus der Kooperation mit Mitsubishi.

Was kostete das Hyundai S-Coupé in Deutschland?

Bei Markteinführung 1990 lag der Einstiegspreis des Hyundai S-Coupé in Deutschland bei rund 16.000 DM, was es deutlich günstiger machte als die meisten europäischen Konkurrenten.

Warum war das Hyundai S-Coupé in Deutschland nicht erfolgreich?

Das S-Coupé litt unter dem damals schwachen Markenimage von Hyundai, einem dünnen Händlernetz, fehlenden Sicherheitsfeatures und starker Konkurrenz durch etablierte europäische und japanische Hersteller.

Gibt es einen Nachfolger des Hyundai S-Coupé?

Einen direkten Nachfolger gab es nicht. 1996 stellte Hyundai das S-Coupé ein und brachte stattdessen das größere und modernere Hyundai Coupé (RD-Generation) auf den Markt, das auf einer anderen Plattform basierte.