Erste Generation SM (2000–2006): Der Pionier aus Korea
Der erste Hyundai Santa Fe (SM) debütierte im Jahr 2000 und war das erste SUV der Marke für den globalen Markt. Mit seiner klassischen Geländewagen-Silhouette, erhöhten Bodenfreiheit und optional zuschaltbarem Allradantrieb richtete er sich an preisbewusste Käufer, die ein geräumiges Familienauto suchten. In Deutschland wurde der Santa Fe zunächst mit einem 2,4-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 145 PS sowie einem 2,0-Liter-Diesel mit 112 PS angeboten. Später kam ein 2,7-Liter-V6-Benziner mit 173 PS hinzu. Das Design war zweckmäßig, die Verarbeitung solide, und der Preis deutlich unter dem der etablierten Konkurrenz von Toyota, Honda oder Nissan. 2004 erhielt die erste Generation ein Facelift mit überarbeiteter Front, neuem Kühlergrill und modifizierten Scheinwerfern. Die Motorenpalette wurde um einen stärkeren 2,2-Liter-Diesel mit 150 PS erweitert. Der Santa Fe I legte den Grundstein für Hyundais Erfolg im SUV-Segment und überzeugte vor allem durch sein Preis-Leistungs-Verhältnis.
Zweite Generation CM (2006–2012): Mehr Komfort und Raffinesse
Im Jahr 2006 startete die zweite Generation des Santa Fe (CM) mit deutlich modernerem Design und verbesserter Qualität. Die Karosserie wurde größer, die Linienführung fließender und die Innenausstattung hochwertiger. Hyundai bot den CM erstmals auch als Langversion mit sieben Sitzen an, was ihn für größere Familien attraktiv machte. Die Motorenpalette umfasste zunächst einen 2,2-Liter-Diesel mit 155 PS und einen 2,7-Liter-V6-Benziner mit 189 PS. Später gesellte sich ein 2,0-Liter-Diesel mit 150 PS hinzu. Alle Motoren konnten mit Frontantrieb oder permanentem Allradantrieb kombiniert werden. Das Fahrwerk wurde komfortabler abgestimmt, die Sicherheitsausstattung deutlich erweitert. 2009 erhielt der Santa Fe CM ein umfassendes Facelift mit neu gestalteter Front, LED-Rückleuchten und überarbeitetem Interieur. Die Motoren wurden effizienter, und die Ausstattungslinien wurden neu strukturiert. Mit der zweiten Generation gelang Hyundai der Sprung in die Mittelklasse der SUV, und der Santa Fe wurde zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für etablierte Modelle wie den VW Tiguan oder Ford Kuga.
Dritte Generation DM (2012–2018): Eigenständiges Design
Die dritte Generation (DM) markierte 2012 einen weiteren Evolutionsschritt. Hyundai präsentierte ein eigenständigeres Design mit der charakteristischen Fluidic-Sculpture-Designsprache, die durch fließende Linien und dynamische Proportionen gekennzeichnet war. Der Radstand wuchs auf 2,7 Meter, was sich positiv auf den Innenraum auswirkte. Die Motorenpalette wurde modernisiert: Ein 2,2-Liter-Diesel mit 197 PS wurde zum Kernmotor in Europa, ergänzt durch einen 2,0-Liter-Diesel mit 150 PS für preisbewusste Käufer. Benziner-Versionen mit 2,4 Liter (175 PS) und 3,3 Liter V6 (270 PS) wurden ebenfalls angeboten, blieben in Deutschland aber Randerscheinungen. Serienmäßig war nun eine Sechsgang-Schaltung verbaut, optional gab es eine Sechsgang-Automatik. Der Allradantrieb arbeitete mit elektronisch geregelter Lamellenkupplung. 2015 folgte ein Facelift mit überarbeiteter Front, neuem Kühlergrill im Hexagon-Design und LED-Scheinwerfern. Im Innenraum hielt ein größerer Touchscreen Einzug, und die Assistenzsysteme wurden erweitert. Der Santa Fe DM etablierte sich als solider Familien-SUV mit überdurchschnittlicher Garantie und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Vierte Generation TM (2018–2023): Premium-Anspruch
Mit der vierten Generation (TM), die 2018 vorgestellt wurde, vollzog Hyundai einen deutlichen Schritt in Richtung Premium-Segment. Das Design wurde kantiger und massiver, die Verarbeitung nochmals verbessert. Der Santa Fe wuchs auf 4,77 Meter Länge und war ausschließlich als Siebensitzer konzipiert. In Deutschland startete er mit einem 2,2-Liter-Diesel in zwei Leistungsstufen (200 PS und 202 PS) sowie einem 2,0-Liter-Turbobenziner mit 235 PS. Alle Motoren waren mit Achtgang-Automatik und optional Allradantrieb kombiniert. Die Ausstattung umfasste serienmäßig LED-Scheinwerfer, digitales Kombiinstrument und zahlreiche Assistenzsysteme. 2020 erfolgte ein Facelift mit überarbeiteter Front, größerem Kühlergrill und neuen Rückleuchten. Die Motorenpalette wurde um einen Plug-in-Hybrid mit 265 PS Systemleistung erweitert, der einen 1,6-Liter-Turbobenziner mit einem Elektromotor kombinierte. Die rein elektrische Reichweite betrug bis zu 58 Kilometer. Das Infotainment-System wurde modernisiert, und die Online-Dienste erweitert. Der Santa Fe TM positionierte sich deutlich über dem kompakten Tucson und konkurrierte mit Modellen wie dem Skoda Kodiaq oder Peugeot 5008. Die siebenjährige Garantie blieb ein wichtiges Verkaufsargument.
Fünfte Generation MX5 (ab 2024): Radikaler Neuanfang
Die aktuelle fünfte Generation (MX5) setzt auf ein vollkommen neues Designkonzept mit kantigen Formen und markanten Details. Die Front wird dominiert von zwei vertikalen LED-Einheiten, die das H von Hyundai nachbilden. Die Seitenlinie ist kantig und muskulös, das Heck massiv mit vertikal angeordneten Rückleuchten. Im Innenraum dominieren zwei 12,3-Zoll-Bildschirme, die digital-analoge Kombiinstrument und Infotainment-System darstellen. Die Materialqualität wurde nochmals gesteigert mit Kunstleder, Stoff aus recycelten Materialien und optionalen Nappaleder-Bezügen. Erstmals gibt es eine Panorama-Dachkonstruktion mit zwei separaten Glasflächen. Die Antriebspalette wurde komplett überarbeitet: Der Einstieg bildet ein 1,6-Liter-Turbobenziner mit 180 PS und 48-Volt-Mildhybrid-Technik. Darüber stehen zwei Plug-in-Hybride mit 253 PS und 367 PS zur Verfügung, die rein elektrische Reichweiten von bis zu 54 Kilometer ermöglichen. Diesel werden nicht mehr angeboten. Alle Motoren sind serienmäßig mit Achtgang-Automatik und Allradantrieb ausgestattet. Der Santa Fe MX5 bietet wahlweise fünf oder sieben Sitze, wobei die dritte Sitzreihe nun auch für Erwachsene nutzbar ist. Die Assistenzsysteme umfassen adaptive Geschwindigkeitsregelung, Spurhalteassistent, Totwinkelwarner mit Querverkehrserkennung und einen Stauassistenten. Optional gibt es einen digitalen Außenspiegel auf der Fahrerseite. Mit der fünften Generation unterstreicht Hyundai den Premium-Anspruch des Santa Fe und positioniert ihn als Alternative zu europäischen Konkurrenten im Segment der großen SUV.