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Jaguar S-Type

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Foto: Wikisympathisant / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Der Jaguar S-Type war eine Mittelklasse-Limousine, die von 1999 bis 2008 produziert wurde. Mit ihrem retro-inspirierten Design und britischem Premium-Anspruch positionierte sich die Limousine gegen BMW 5er und Mercedes E-Klasse. Die Produktion endete 2008, eine aktuelle Generation existiert nicht mehr.

Ideal für: Liebhaber britischer Limousinen mit Faible für klassisches Design und komfortables Reisen auf dem Gebrauchtwagenmarkt

Technische Daten

Jaguar S-Type Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
150–294 kW (204–400 PS)
Kraftstoff
Benzin, Diesel
Verbrauch (komb.)
7.8–13.5 l/100km
Getriebe
6-Gang Automatik
Antriebsart
Hinterradantrieb, Allradantrieb
Zylinder
6, 8
Höchstgeschwindigkeit
210–250 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Limousine (4-türig)
Maße (L/B/H)
4789 x 1820 x 1430 mm
Kofferraum
400 l
Gewicht
1710–1880 kg
Sitze
5
Türen
4
Neupreis

Der Jaguar S-Type war eine viertürige Mittelklasse-Limousine des britischen Automobilherstellers Jaguar, die von 1999 bis 2008 produziert wurde. Das Modell sollte Jaguar in der oberen Mittelklasse zwischen dem BMW 5er und der Mercedes-Benz E-Klasse positionieren und wurde entwickelt, um die Marke zurück zu ihren gestalterischen Wurzeln zu führen. Der S-Type basierte technisch auf der DEW-Plattform, die er sich mit dem Lincoln LS von Ford teilte, da Jaguar zu dieser Zeit zum Ford-Konzern gehörte. Die Produktion endete 2008, als Nachfolger trat der Jaguar XF an. Seitdem gibt es keine neue Generation des S-Type mehr – das Modell wurde nicht wieder aufgelegt.

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Jaguar S-Type Erste Generation (1999–2008)

Der Jaguar S-Type der ersten Generation wurde im Januar 1999 auf der North American International Auto Show in Detroit vorgestellt und kam im Frühjahr 1999 auf den Markt. Das Design stammte von Geoff Lawson und orientierte sich bewusst an klassischen Jaguar-Limousinen der 1960er Jahre, insbesondere dem originalen S-Type und dem Mark 2. Die charakteristische Form mit dem großen Chromgrill, den vier runden Scheinwerfern und der gerundeten Heckpartie sollte an die goldene Ära der Marke erinnern und traditionsbewusste Käufer ansprechen. Diese retro-inspirierte Gestaltung war zum Marktstart durchaus umstritten, prägte aber das Gesicht der Marke für mehrere Jahre.

Zum Verkaufsstart bot Jaguar den S-Type mit drei verschiedenen Motorisierungen an. Als Einstiegsmodell diente der 3.0 V6 mit 238 PS, der aus dem Duratec-Programm von Ford stamm. Darüber rangierte der 4.0 V8 mit 281 PS, während die Topversion mit dem 4.0 V8 auf 300 PS kam. Alle Motoren wurden zunächst mit einer Fünfgang-Automatik kombiniert. Der V6 war standardmäßig mit Hinterradantrieb ausgestattet, während für die V8-Modelle optional ein Allradantrieb verfügbar war. Im Jahr 2002 erweiterte Jaguar das Programm um einen 2.5-Liter-V6 mit 201 PS als neues Einstiegsmodell für preissensible Märkte wie Deutschland. Gleichzeitig wurde für die V8-Motoren eine neue Sechsgang-Automatik eingeführt, die sanftere Schaltvorgänge und bessere Fahrleistungen bot.

Ein besonderes Highlight war die Einführung des S-Type R im Jahr 2002. Diese Sportversion verfügte über den kompressorgeladenen 4.2-Liter-V8-Motor aus dem XKR mit beeindruckenden 400 PS und 553 Nm Drehmoment. Der S-Type R beschleunigte in 5,3 Sekunden von null auf 100 km/h und erreichte eine elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Er war serienmäßig mit Allradantrieb, adaptiver Luftfederung, Brembo-Bremsen und 18-Zoll-Leichtmetallrädern ausgestattet. Optisch unterschied er sich durch eine sportlichere Karosserie mit Bodystyling, Mesh-Grill und vier Doppelendrohren. Der S-Type R konkurrierte direkt mit dem BMW M5 und Mercedes E55 AMG, konnte deren Verkaufszahlen aber nie erreichen.

Facelift 2004

Im Frühjahr 2004 erhielt der S-Type eine umfassende Modellpflege, die auf dem Genfer Automobilsalon präsentiert wurde. Das überarbeitete Modell kam im Herbst 2004 in den deutschen Handel. Die Designänderungen konzentrierten sich auf Front und Heck: Die Frontpartie erhielt neue Scheinwerfer mit Klarglas-Optik und integrierten Blinkern, einen modifizierten Kühlergrill sowie eine neu gestaltete Stoßfänger. Am Heck wurden die Rückleuchten komplett neu gezeichnet und erhielten ebenfalls Klarglas-Elemente. Die Veränderungen verliehen dem S-Type ein moderneres und kohärenteres Erscheinungsbild, auch wenn die Grundproportionen unverändert blieben.

Technisch brachte das Facelift ebenfalls Neuerungen. Die Motorenpalette wurde überarbeitet: Der bisherige 3.0-Liter-V6 wurde durch einen neuen 3.0-Liter-V6 mit 238 PS ersetzt, der 2.5-Liter-V6 blieb mit nun 204 PS im Programm. Bei den V8-Motoren ersetzte ein neuer 4.2-Liter-V8 mit 300 PS die bisherigen 4.0-Liter-Aggregate. Der S-Type R behielt seinen kompressorgeladenen 4.2-Liter-V8 mit 400 PS. Alle Motoren wurden nun mit einer moderneren Sechsgang-Automatik gekoppelt. Im Innenraum gab es neue Materialien, überarbeitete Sitze und ein aktualisiertes Infotainmentsystem mit größerem Bildschirm und verbesserter Navigation. Die Verarbeitungsqualität wurde spürbar gehoben, um den Abstand zu deutschen Premiumherstellern zu verringern.

Ab 2005 führte Jaguar für den europäischen Markt auch eine Diesel-Variante ein. Der S-Type 2.7D war mit einem 2.7-Liter-V6-Dieselmotor von PSA Peugeot Citroën ausgestattet, der 207 PS und 435 Nm Drehmoment leistete. Dieser Motor war bereits aus dem Land Rover Discovery 3 und dem Jaguar XJ bekannt. Der Diesel-S-Type verbrauchte kombiniert etwa 8,0 Liter auf 100 Kilometer und bot damit eine wirtschaftlichere Alternative zu den durstigen Benzinern. In Deutschland entwickelte sich der Diesel schnell zur meistverkauften Variante, da er die geforderten Fahrleistungen mit moderaterem Verbrauch verband. Mit Hinterradantrieb und der Sechsgang-Automatik bot der 2.7D eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h und einen Sprint von 0 auf 100 km/h in 7,5 Sekunden.

Marktende und Nachfolge

Trotz des Facelifts und der erweiterten Motorenpalette konnte der S-Type nie wirklich an die Verkaufserfolge der deutschen Konkurrenz anschließen. Zwar wurde er von der Fachpresse für sein komfortables Fahrwerk, die gute Verarbeitung nach dem Facelift und das charakteristische Design gelobt, doch fehlte es ihm an der technischen Raffinesse und dem modernen Auftritt eines BMW 5er oder Mercedes E-Klasse. Die retro-inspirierte Formensprache wirkte gegen Ende der Produktionszeit zunehmend altbacken. Zudem kämpfte Jaguar mit seinem Image als etwas angestaubte Traditionsmarke, die nicht mit den innovativen Deutschen mithalten konnte.

Im Jahr 2007 kündigte Jaguar an, den S-Type durch ein völlig neues Modell zu ersetzen. Der Nachfolger Jaguar XF wurde im September 2007 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt und markierte einen radikalen Bruch mit der bisherigen Design-Philosophie. Statt Retro-Elementen setzte der XF auf moderne, fließende Linien und innovative Details wie die drehbaren Lüftungsdüsen und den rotierenden Gangwahlschalter. Die Produktion des S-Type endete im April 2008 im Werk Castle Bromwich. Insgesamt wurden in neun Produktionsjahren etwa 272.000 Einheiten des S-Type gebaut. Heute ist der S-Type auf dem Gebrauchtwagenmarkt verfügbar und hat sich seinen Platz als erschwingliche Luxuslimousine mit britischem Charakter gesichert. Besonders gesuchte Versionen sind der S-Type R und gut gepflegte Diesel-Modelle nach dem Facelift.

Technische Basis und Konkurrenz

Die DEW-Plattform (DEW steht für "DEWitt", einem Ford-Entwicklungszentrum) war eine der ersten gemeinsamen Entwicklungen von Jaguar nach der Übernahme durch Ford. Sie nutzte eine Frontmotor-Hinterradantrieb-Konfiguration mit doppelten Querlenkern vorne und einer Mehrlenker-Hinterachse. Die Plattform erlaubte sowohl Hinterrad- als auch Allradantrieb und wurde so konzipiert, dass sie verschiedene Motorisierungen vom V6 bis zum V8 aufnehmen konnte. Das Fahrwerk war auf Komfort ausgelegt, bot aber in der Sport-Ausführung und besonders beim S-Type R auch durchaus sportliche Qualitäten. Die Lenkung war präzise, wenn auch nicht ganz so direkt wie bei BMW.

Auf dem deutschen Markt konkurrierte der S-Type vor allem mit dem BMW 5er (E39, später E60), der Mercedes-Benz E-Klasse (W210, später W211) und dem Audi A6 (C5, später C6). Im Vergleich zu diesen etablierten Modellen hatte der Jaguar stets einen schweren Stand. Die deutschen Hersteller punkteten mit modernerer Technik, größeren Händlernetzen, besserem Wiederverkaufswert und einem stärkeren Markenimage. Der S-Type versuchte, sich über Design, Exklusivität und britischen Charme abzusetzen, erreichte aber nie die Verkaufszahlen seiner Rivalen. In der Zuverlässigkeit hatte Jaguar anfangs mit Elektronikproblemen zu kämpfen, was das Image weiter belastete. Nach 2004 verbesserte sich die Qualität jedoch spürbar.

Jaguar S-Type leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Jaguar S-Type.

Erste Generation (1999–2004)

19992004 · Limousine

Die erste Generation des Jaguar S-Type startete 1999 mit charakteristischem, an klassische Jaguars angelehntem Design. Angeboten wurden V6-Motoren mit 2.5 und 3.0 Litern sowie V8-Aggregate mit 4.0 Litern. Der Hinterradantrieb war Standard, Allradantrieb bei V8-Modellen optional. 2002 kam der S-Type R mit kompressorgeladenem 4.2-Liter-V8 und 400 PS als Topmodell hinzu. Die Limousine bot hohen Komfort, britisches Flair und solide Verarbeitung, kämpfte aber gegen die deutsche Konkurrenz um Marktanteile.

antrieb
Hinterradantrieb, Allradantrieb (V8)
leistung
201–400 PS
besonderheiten
Retro-Design, DEW-Plattform, S-Type R ab 2002 mit 400 PS
motorisierungen
2.5 V6, 3.0 V6, 4.0 V8, 4.2 V8 Kompressor

Häufige Fragen

Welche Motorisierungen gab es beim Jaguar S-Type?

Der Jaguar S-Type wurde mit V6-Benzinern (2.5, 3.0 Liter), V8-Benzinern (4.0, 4.2 Liter) und einem 2.7-Liter-V6-Diesel angeboten. Die Leistung reichte von 201 PS bis 400 PS beim S-Type R. Alle Motoren waren mit Automatikgetriebe kombiniert.

Wie zuverlässig ist der Jaguar S-Type?

Die Zuverlässigkeit des S-Type verbesserte sich nach dem Facelift 2004 deutlich. Frühe Modelle hatten gelegentlich Probleme mit der Elektronik und der Luftfederung. Der 2.7-Diesel gilt als robust, bei den Benzinern sollte auf regelmäßige Wartung geachtet werden.

Was ist der Unterschied zwischen S-Type und S-Type R?

Der S-Type R ist die Sportversion mit kompressorgeladenem 4.2-Liter-V8 (400 PS), Allradantrieb, adaptiver Luftfederung, sportlicherem Fahrwerk, Brembo-Bremsen und exklusivem Design mit vier Endrohren. Normale S-Type-Modelle haben bis zu 300 PS und meist Hinterradantrieb.

Wann endete die Produktion des Jaguar S-Type?

Die Produktion des Jaguar S-Type endete im April 2008. Als Nachfolger trat der Jaguar XF an, der mit modernerem Design und aktualisierter Technik die Mittelklasse-Limousine von Jaguar neu definierte. Eine neue Generation des S-Type wurde nicht entwickelt.

Welcher Motor ist beim Jaguar S-Type empfehlenswert?

Für den Alltag ist der 2.7-Liter-V6-Diesel ab 2005 ideal: gute Fahrleistungen (207 PS), moderater Verbrauch (ca. 8 l/100km) und solide Technik. Alternativ bietet der 3.0-V6-Benziner einen guten Kompromiss. Enthusiasten greifen zum 4.2-V8 oder zum 400-PS-starken S-Type R.