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Jaguar

Jaguar XK

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Foto: Calreyn88 / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Der Jaguar XK der zweiten Generation (X150, 2006-2014) ist ein eleganter Gran Turismo mit Aluminium-Monocoque-Karosserie und leistungsstarken V8-Motoren. Als Coupé und Cabriolet erhältlich, vereint er britische Sportlichkeit mit Luxus und Langstreckenkomfort.

Neupreis
ab 82.000 € (2009, nicht mehr erhältlich)

Ideal für: Enthusiasten, die einen exklusiven, komfortablen Gran Turismo mit kraftvollem V8-Sound und zeitlosem Design suchen.

Technische Daten

Jaguar XK Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
283–405 kW (385–550 PS)
Kraftstoff
Benzin
Verbrauch (komb.)
11,5–13,5 l/100 km (kombiniert)
Getriebe
6-Gang Automatik (ZF)
Antriebsart
Hinterradantrieb
Zylinder
8
Höchstgeschwindigkeit
250–300 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Coupé, Cabriolet
Maße (L/B/H)
4791 x 1892 x 1329 mm
Kofferraum
300–350 l
Gewicht
1665–1750 kg
Sitze
4 (2+2)
Türen
2
Neupreis
ab 82.000 € (2009, nicht mehr erhältlich)

Der Jaguar XK verkörpert als Gran Turismo die sportliche Eleganz der britischen Traditionsmarke und positioniert sich als luxuriöser Reisesportwagen zwischen dem kompakteren F-Type und den großen Limousinen. Die letzte Generation des XK wurde von 2006 bis 2014 produziert und stellte einen Meilenstein in der modernen Jaguar-Geschichte dar, bevor das Modell zugunsten des F-Type aus dem Programm genommen wurde. Mit seiner Aluminium-Monocoque-Karosserie, leistungsstarken V8-Motoren und klassischem GT-Design prägte der XK das Sportwagenimage von Jaguar über fast zwei Jahrzehnte in seiner zweiten Generation.

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Die Anfänge: Jaguar XK8 (X100, 1996-2006)

Die erste moderne XK-Generation, intern als X100 bezeichnet, debütierte 1996 als Nachfolger des legendären XJ-S und markierte den Beginn einer neuen Ära für Jaguar. Der XK8 war das erste Serienmodell mit dem neu entwickelten AJ-V8-Motor, einem 4,0-Liter-V8 mit anfänglich 294 PS. Die Karosserie wurde sowohl als Coupé als auch als Cabriolet angeboten und folgte einem klassischen, muskulösen Design mit langer Motorhaube und kurzen Überhängen. Die Basis bildete eine Stahlkarosserie mit Aluminium-Komponenten, was für Jaguar damals bereits einen wichtigen Schritt in Richtung Leichtbau darstellte. Ab 1998 erweiterte die XKR-Version das Portfolio: Sie verfügte über einen kompressorgeladenen 4,0-Liter-V8 mit 370 PS und bot deutlich sportlichere Fahrleistungen mit einer Höchstgeschwindigkeit von elektronisch begrenzten 250 km/h.

Im Jahr 2002 erhielt der X100 ein dezentes Facelift mit überarbeiteten Scheinwerfern, modernisierter Innenausstattung und technischen Verbesserungen. Der Hubraum der Motoren wuchs auf 4,2 Liter, wodurch der XK8 nun 300 PS leistete, während der XKR auf 400 PS erstarkt wurde. Die erste Generation etablierte den XK als komfortablen, aber durchaus sportlichen Gran Turismo, der sich vor allem an Kunden richtete, die mehr Alltagstauglichkeit und Eleganz als die direkte Konkurrenz von Porsche oder Aston Martin suchten. Bis 2006 wurden rund 90.000 Einheiten des X100 produziert, was für einen exklusiven GT respektable Zahlen darstellte.

Die zweite Generation: Jaguar XK (X150, 2006-2014)

Mit der Baureihe X150 läutete Jaguar 2006 eine Revolution ein. Der neue XK war das erste Serienmodell von Jaguar mit einer vollständig aus Aluminium gefertigten Monocoque-Karosserie, die auf der fortschrittlichen Aluminium-Technologie basierte, die bereits beim XJ entwickelt worden war. Diese Konstruktion reduzierte das Gewicht gegenüber dem Vorgänger um rund 90 Kilogramm, obwohl der Wagen größer und steifer wurde. Das Design stammte von Ian Callum und kombinierte klassische Jaguar-Stilelemente mit modernen, fließenden Linien. Die typische Jaguar-Frontpartie mit dem großen ovalen Kühlergrill und den mandelförmigen Scheinwerfern verlieh dem XK eine unverwechselbare Präsenz.

Zum Marktstart bot Jaguar den XK 4.2 mit dem bekannten 4,2-Liter-V8 und 300 PS sowie den XKR mit kompressorgeladenem 4,2-Liter-V8 und 420 PS an. Beide Varianten waren als Coupé und Cabriolet erhältlich. Die Kraftübertragung erfolgte über eine sechsstufige Automatik von ZF. Die Fahrwerksabstimmung tendierte klar in Richtung sportlicher GT mit straffem Setup im XKR und komfortablerer Auslegung im Basis-XK. Serienmäßige Ausstattungsmerkmale wie Ledersitze, Klimaautomatik und ein hochwertiges Soundsystem unterstrichen den Premium-Anspruch. Der deutsche Grundpreis lag 2006 bei etwa 75.000 Euro für das Coupé.

Facelift und Modellpflege (2009)

Im Jahr 2009 unterzog Jaguar den X150 einer umfassenden Überarbeitung. Optisch fielen die neuen LED-Tagfahrlichter und leicht modifizierten Stoßfänger auf, während im Innenraum modernere Materialien und ein aktualisiertes Infotainment-System Einzug hielten. Die größte technische Neuerung war jedoch die Einführung des neuen 5,0-Liter-V8-Motors mit Direkteinspritzung, der den bisherigen 4,2-Liter-Aggregat ersetzte. Der XK 5.0 leistete nun 385 PS, während der XKR mit Kompressor auf beeindruckende 510 PS kam und in nur 4,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigte.

Besonders erwähnenswert ist die Einführung der Speed-Pack-Option für den XKR, die die elektronische Höchstgeschwindigkeitsbegrenzung auf 280 km/h anhob und zusätzliche aerodynamische Elemente sowie größere Bremsen umfasste. Der Verbrauch bewegte sich trotz der Leistungssteigerung auf einem ähnlichen Niveau wie zuvor, was der effizienteren Motorentechnik zu verdanken war. Der XK 5.0 verbrauchte im Durchschnitt etwa 11,5 Liter, der XKR lag bei circa 12,5 Litern kombiniert. Für den deutschen Markt wurde das Facelift-Modell ab etwa 82.000 Euro angeboten.

Die Spitzenmodelle: XKR-S und XKR-S GT

Im Jahr 2011 krönte Jaguar die XK-Baureihe mit dem XKR-S, einer noch leistungsstärkeren und schärfer abgestimmten Variante. Der 5,0-Liter-V8-Kompressor leistete hier 550 PS und 680 Nm Drehmoment, was den Sprint auf 100 km/h in 4,2 Sekunden ermöglichte. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei elektronisch begrenzten 300 km/h. Äußerlich unterschied sich der XKR-S durch einen markanten Heckspoiler, größere Lufteinlässe, 20-Zoll-Leichtmetallräder und eine spezielle Lackierung. Das Fahrwerk wurde weiter verschärft, die Lenkung direkter ausgelegt, und das aktive Differenzial sorgte für optimale Traktion beim Herausbeschleunigen aus Kurven.

2013 folgte mit dem XKR-S GT die absolute Speerspitze der Baureihe, allerdings nur in einer streng limitierten Auflage von 30 Exemplaren, von denen keine für den deutschen Markt offiziell vorgesehen waren. Dieser Straßensportwagen für die Rennstrecke verfügte über umfangreiche Aerodynamik-Komponenten, ein noch härteres Fahrwerk, Carbon-Keramik-Bremsen und einen gewichtsreduzierten Innenraum. Mit diesen Sondermodellen demonstrierte Jaguar eindrucksvoll das sportliche Potenzial der XK-Plattform.

Produktionsende und Nachfolge

Im Sommer 2014 endete die Produktion des Jaguar XK nach acht Jahren ohne direkten Nachfolger. Jaguar konzentrierte sich stattdessen auf den 2013 eingeführten F-Type, der als kompakterer, agiler Sportwagen positioniert wurde und zunächst nur als Roadster, später auch als Coupé angeboten wurde. Der F-Type übernahm die Motorenpalette vom XK, setzte aber auf ein sportlicheres, weniger GT-orientiertes Konzept mit kürzerem Radstand und konsequenterem Zweisitzer-Layout. Der XK hingegen bot mit seinem 2+2-Layout, dem größeren Kofferraum und dem komfortableren Fahrwerk eine andere Ansprache.

Insgesamt wurden von der zweiten XK-Generation etwa 60.000 Einheiten gefertigt, was die exklusive Positionierung unterstreicht. Auf dem Gebrauchtmarkt hat sich der X150 als wertstabiler Klassiker etabliert, insbesondere die späten Modelle mit 5,0-Liter-Motor und die limitierten XKR-S-Versionen erzielen hohe Preise bei Sammlern. Die Aluminium-Konstruktion erwies sich als langlebig und korrosionsresistent, allerdings erfordern die komplexen V8-Motoren mit Kompressor eine sorgfältige Wartung, um kostspielige Reparaturen zu vermeiden.

Bedeutung und Vermächtnis

Der Jaguar XK repräsentiert eine wichtige Phase in der jüngeren Geschichte von Jaguar. Er war das letzte klassische GT-Coupé der Marke und verkörperte die britische Interpretation eines Reisesportwagens: komfortabel, elegant, kraftvoll und mit einer Prise exzentrischer Charakteristik. Während Wettbewerber wie der Porsche 911, Mercedes SL oder BMW 6er sich in verschiedene Richtungen entwickelten, blieb der XK seinem Konzept treu. Die fortschrittliche Aluminium-Technologie des X150 fand später Anwendung in weiteren Jaguar-Modellen und untermauerte die technische Kompetenz der Marke. Heute wird der XK von Enthusiasten geschätzt, die einen eleganten GT mit britischem Flair suchen, der sich vom Mainstream abhebt. Ob Jaguar jemals einen echten XK-Nachfolger im klassischen 2+2-GT-Format auflegen wird, bleibt angesichts der strategischen Neuausrichtung auf Elektromobilität und SUV-Modelle offen.

Jaguar XK leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Jaguar XK.

X150 (2006-2009)

20062009 · Coupé, Cabriolet

Der 2006 vorgestellte X150 revolutionierte die Baureihe mit der ersten vollständigen Aluminium-Monocoque-Karosserie eines Jaguar-Serienmodells. Die Gewichtsersparnis von 90 kg verbesserte Handling und Effizienz. Das elegante Design von Ian Callum kombinierte klassische Jaguar-Elemente mit modernen Linien. Anfangs wurde der 4,2-Liter-V8 mit 300 PS bzw. 420 PS (XKR mit Kompressor) angeboten. Die 6-Gang-Automatik von ZF und das hochwertige Interieur unterstrichen den Premium-Anspruch des britischen Gran Turismo.

antrieb
Hinterradantrieb
leistung
300 PS (XK 4.2), 420 PS (XKR)
besonderheiten
Vollständige Aluminium-Monocoque-Karosserie, 90 kg Gewichtsersparnis, Design von Ian Callum
motorisierungen
4,2-Liter-V8

X100 Facelift (2002-2006)Facelift

20022006 · Coupé, Cabriolet

Das Facelift von 2002 brachte einen auf 4,2 Liter vergrößerten V8-Motor mit 300 PS im XK8 und 400 PS im XKR. Optische Änderungen umfassten neue Scheinwerfer und modernisierte Stoßfänger. Der Innenraum erhielt bessere Materialien und aktualisierte Technik. Diese Version markierte den Abschluss der ersten XK-Generation und wurde bis 2006 produziert, bevor der revolutionäre X150 mit Aluminium-Karosserie folgte.

antrieb
Hinterradantrieb
leistung
300 PS (XK8), 400 PS (XKR)
besonderheiten
Vergrößerter Hubraum, überarbeitete Optik, modernisiertes Interieur
motorisierungen
4,2-Liter-V8

X100 (1996-2002)

19962002 · Coupé, Cabriolet

Die erste Generation des modernen XK debütierte 1996 als Nachfolger des XJ-S. Der XK8 führte den neuen AJ-V8-Motor mit 4,0 Litern Hubraum und 294 PS ein. Die sportliche XKR-Version mit Kompressor leistete 370 PS. Beide Varianten waren als Coupé und Cabriolet erhältlich und kombinierten klassisches Design mit moderner Technik. Die Stahlkarosserie mit Aluminium-Komponenten bildete die Basis für Jaguars spätere Leichtbau-Strategie.

antrieb
Hinterradantrieb
leistung
294 PS (XK8), 370 PS (XKR)
besonderheiten
Erster moderner XK, Stahlkarosserie mit Aluminium-Komponenten, Kompressor im XKR
motorisierungen
4,0-Liter-V8

Häufige Fragen

Wie viele Generationen des Jaguar XK gab es?

Der moderne Jaguar XK wurde in zwei Generationen gebaut: X100 (1996-2006) und X150 (2006-2014). Die letzte Generation X150 war das erste Jaguar-Serienmodell mit vollständiger Aluminium-Monocoque-Karosserie.

Welche Motoren hatte der Jaguar XK X150?

Der X150 startete 2006 mit 4,2-Liter-V8-Motoren (300 PS bzw. 420 PS mit Kompressor). Ab dem Facelift 2009 kam der 5,0-Liter-V8 mit 385 PS (XK) oder 510 PS (XKR) bzw. 550 PS (XKR-S) zum Einsatz.

Warum wurde der Jaguar XK eingestellt?

Die Produktion endete 2014, da Jaguar sich strategisch auf den kompakteren, sportlicheren F-Type konzentrierte. Der XK hatte als klassischer 2+2-Gran-Turismo seine Marktnische erfüllt, während der F-Type ein jüngeres Publikum ansprechen sollte.

Was kostet ein gebrauchter Jaguar XK heute?

Frühe X150-Modelle (2006-2009) mit 4,2-Liter-Motor sind ab etwa 20.000 Euro zu finden. Facelift-Modelle mit 5,0-Liter-Motor (ab 2009) kosten ab circa 30.000 Euro, XKR-Versionen deutlich mehr. Limitierte XKR-S-Modelle erreichen Sammlerpreise über 80.000 Euro.

Ist der Jaguar XK alltagstauglich?

Ja, der XK war als Gran Turismo konzipiert und bietet guten Komfort, ausreichend Kofferraum (300-350 Liter) und 2+2-Sitze für Notfallnutzung. Die Aluminium-Karosserie ist langlebig, allerdings können Wartungskosten bei den komplexen V8-Motoren hoch ausfallen.