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Mercedes-Benz EQA

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Foto: Harvey Bold / Wikimedia Commons / CC0

Der Mercedes-Benz EQA ist das elektrische Einstiegs-SUV der Marke und basiert auf der GLA-Klasse. Mit bis zu 560 Kilometern Reichweite, modernem MBUX-System und typischem Mercedes-Komfort richtet sich der EQA an Kunden, die Elektromobilität mit Premium-Anspruch verbinden möchten.

Neupreis
ab 54.000 €

Ideal für: Premium-orientierte Fahrer, die ein kompaktes Elektro-SUV für Stadt und Umland mit Stern am Kühlergrill suchen.

Technische Daten

Mercedes-Benz EQA Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
140–215 kW (190–292 PS)
Kraftstoff
Elektro
Verbrauch (komb.)
16,6–19,8 kWh/100 km
Getriebe
1-Gang-Automatik
Antriebsart
Frontantrieb, 4MATIC Allrad
Zylinder
Höchstgeschwindigkeit
160–210 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
SUV
Maße (L/B/H)
4463 x 1834 x 1624 mm
Kofferraum
340–1.320 l
Gewicht
2040–2140 kg
Sitze
5
Türen
5
Neupreis
ab 54.000 €

Der Mercedes-Benz EQA ist das elektrische Einstiegsmodell der Marke im SUV-Segment und wurde 2021 als rein batterieelektrisches Fahrzeug auf Basis der zweiten Generation der GLA-Klasse eingeführt. Mit dem EQA erweiterte Mercedes-Benz sein Portfolio der EQ-Familie, um auch im kompakten Premium-SUV-Segment eine elektrische Alternative anzubieten. Der EQA nutzt die bestehende MFA2-Plattform (Modular Front Architecture), die ursprünglich für Verbrenner konzipiert wurde, aber für Elektroantriebe adaptiert wurde. Dies ermöglicht Mercedes-Benz eine kostengünstigere Produktion und schnellere Markteinführung, setzt aber auch technische Grenzen im Vergleich zu dedizierten Elektro-Plattformen.

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Markteinführung und erste Generation (2021–2023)

Der Mercedes-Benz EQA wurde im Januar 2021 offiziell vorgestellt und kam im März 2021 auf den deutschen Markt. Als Basismodell startete der EQA 250 mit Frontantrieb, einer Leistung von 140 kW (190 PS) und einer nutzbaren Batteriekapazität von 66,5 kWh. Die WLTP-Reichweite wurde mit bis zu 426 Kilometern angegeben, was für den Stadtverkehr und mittlere Strecken ausreichend war, aber im Langstreckenbereich hinter der Konkurrenz zurückblieb. Das Design orientiert sich stark an der konventionellen GLA-Klasse, allerdings mit geschlossener EQ-typischer Front, einem Black-Panel-Kühlergrill und aerodynamisch optimierten Details. Mit einem cW-Wert von 0,28 erreichte der EQA für ein SUV akzeptable, aber nicht herausragende Werte.

Neben dem EQA 250 führte Mercedes-Benz auch den EQA 300 4MATIC ein, der mit zwei Elektromotoren und Allradantrieb ausgestattet war. Die Systemleistung lag hier bei 168 kW (228 PS), wobei die Reichweite durch den höheren Verbrauch auf etwa 400 Kilometer sank. Später kamen weitere Varianten hinzu: Der EQA 250+ mit optimierter Effizienz und bis zu 491 Kilometern Reichweite sowie der leistungsstarke EQA 350 4MATIC mit 215 kW (292 PS). Die Ladeleistung betrug maximal 100 kW DC, was eine Ladung von 10 auf 80 Prozent in etwa 30 Minuten ermöglichte – ein solider, aber nicht überragender Wert im Wettbewerbsvergleich mit Modellen von Tesla, Audi oder BMW.

Technische Basis und Plattform

Die Entscheidung, den EQA auf der MFA2-Plattform aufzubauen, war primär wirtschaftlich motiviert. Mercedes-Benz konnte so Entwicklungskosten senken und bestehende Produktionslinien nutzen. Allerdings brachte dies auch Nachteile mit sich: Der Innenraum ist durch den im Unterboden verbauten Akku etwas höher als beim GLA, was zu einem leicht erhöhten Einstieg führt. Der Kofferraum fasst 340 bis 1.320 Liter, was im Klassenvergleich durchschnittlich ist. Die Sitze sind für fünf Personen ausgelegt, wobei die Fondpassagiere von einem ebenen Boden profitieren, da kein Kardantunnel vorhanden ist.

Das Interieur des EQA entspricht weitgehend dem der GLA-Klasse und setzt auf das MBUX-Infotainmentsystem mit zwei 10,25-Zoll-Bildschirmen (optional 7 und 10,25 Zoll). Die EQ-spezifischen Funktionen umfassen eine Reichweitenanzeige, Navigation mit Ladestopps und eine App zur Vorkonditionierung. Die Verarbeitung ist auf hohem Mercedes-Niveau, allerdings wirken einige Kunststoffflächen im Vergleich zu teureren EQ-Modellen etwas einfacher. Die Ausstattung umfasst serienmäßig LED-Scheinwerfer, Klimaautomatik, Spurhalteassistent und aktiven Bremsassistenten.

Facelift und Modellpflege (ab 2023)

Im Jahr 2023 erhielt der Mercedes-Benz EQA ein umfangreiches Facelift, das sowohl optische als auch technische Verbesserungen brachte. Die Front wurde dezent überarbeitet, der Kühlergrill erhielt eine neue Struktur und die Scheinwerfer wurden moderner gestaltet. Wichtiger waren jedoch die technischen Neuerungen: Mercedes-Benz erhöhte die nutzbare Batteriekapazität auf 70,5 kWh (brutto 73,5 kWh), was die Reichweite deutlich verbesserte. Der EQA 250+ kam nun auf bis zu 560 Kilometer WLTP-Reichweite, womit das Modell endlich wettbewerbsfähige Werte erreichte.

Auch die Motorisierungen wurden angepasst. Der Einstiegs-EQA 250 leistet weiterhin 140 kW (190 PS), während der EQA 300 4MATIC nun 168 kW (228 PS) bietet. Neu hinzu kam der EQA 350 4MATIC mit 215 kW (292 PS), der sich an sportlichere Fahrer richtet. Die Ladegeschwindigkeit wurde ebenfalls verbessert: Die DC-Ladeleistung stieg auf bis zu 111 kW, was die Ladezeit von 10 auf 80 Prozent auf etwa 27 Minuten reduzierte. Zudem wurde die Wärmepumpe nun serienmäßig verbaut, was die Effizienz im Winter deutlich steigert.

Ausstattungslinien und Individualisierung

Der EQA wird in verschiedenen Ausstattungslinien angeboten: Die Basisvariante bietet bereits eine umfangreiche Serienausstattung, darüber hinaus stehen die Linien Progressive, Advanced Plus und AMG Line zur Wahl. Die AMG Line bringt sportlichere Stoßfänger, größere Räder bis 20 Zoll und ein sportlicheres Interieur. Optional sind das Premium-Paket mit MBUX Augmented Reality Navigation, das Widescreen-Cockpit mit größeren Displays, ein Panorama-Schiebedach, das Burmester Surround-Soundsystem und diverse Assistenzsysteme wie der aktive Parkassistent oder der Totwinkel-Assistent verfügbar.

Die Farbpalette umfasst klassische Töne wie Polarweiß, Mountaingrau und Kosmosschwarz, aber auch auffälligere Farben wie Designo Patagonienrot oder Digitalweiß. Die Innenausstattung kann mit verschiedenen Materialien wie Artico-Kunstleder, echtem Leder oder Mikrofaser individualisiert werden. Mercedes-Benz bietet zudem verschiedene Zierelement-Optionen, von gebürstetem Aluminium bis zu offenporigem Holz.

Marktpositionierung und Wettbewerb

Der Mercedes-Benz EQA positioniert sich als Premium-Elektro-SUV im kompakten Segment und konkurriert direkt mit Modellen wie dem Audi Q4 e-tron, BMW iX1, Volvo XC40 Recharge und Tesla Model Y. Preislich startete der EQA 2021 bei etwa 47.500 Euro, nach dem Facelift 2023 liegt der Einstiegspreis bei rund 54.000 Euro, was ihn im Mittelfeld des Segments platziert. Die staatliche Förderung in Deutschland machte das Modell bis Ende 2023 attraktiver, allerdings ist der EQA ohne Förderung teurer als vergleichbare Verbrenner-SUVs.

Ein Kritikpunkt am EQA ist die Tatsache, dass er auf einer Verbrenner-Plattform basiert, was sich in Raumangebot und Effizienz bemerkbar macht. Die Konkurrenz von Volkswagen (ID.4), Audi (Q4 e-tron) oder Hyundai (Ioniq 5) setzt auf dedizierte Elektro-Plattformen, die mehr Innenraum und bessere Lademöglichkeiten bieten. Dennoch punktet der EQA mit dem Mercedes-Markenprestige, hochwertiger Verarbeitung und einem umfangreichen Händlernetz.

Fahrverhalten und Alltagstauglichkeit

Im Fahrbetrieb zeigt sich der EQA als komfortables und leises Fahrzeug, das typisch Mercedes abgestimmt ist. Das Fahrwerk ist eher auf Komfort als auf Sportlichkeit ausgelegt, wobei die AMG Line mit adaptivem Dämpfersystem eine straffere Abstimmung ermöglicht. Die Lenkung ist präzise, aber nicht besonders kommunikativ, was zum Charakter eines Premium-SUVs passt. Die Elektromotoren bieten spontanes Ansprechverhalten, wobei der EQA 350 4MATIC in 6,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt – ein respektabler Wert.

Die Reichweite im Alltag liegt realistisch bei etwa 350 bis 450 Kilometern, abhängig von Fahrstil, Witterung und Beladung. Auf der Autobahn sinkt die Reichweite bei höheren Geschwindigkeiten deutlich, da die Aerodynamik für ein SUV zwar gut, aber nicht exzellent ist. Die Rekuperation kann in mehreren Stufen eingestellt werden, wobei das One-Pedal-Driving möglich, aber nicht so ausgeprägt ist wie bei manchen Konkurrenten. Das Ladeverhalten ist solide: An AC-Wallboxen lädt der EQA mit bis zu 11 kW, an DC-Schnellladern mit bis zu 111 kW, was für Langstrecken ausreichend ist, aber nicht an die Spitzenleistungen von Porsche Taycan oder Hyundai Ioniq 6 heranreicht.

Fazit und Ausblick

Der Mercedes-Benz EQA ist ein solider Einstieg in die Elektromobilität für Kunden, die den Stern am Kühlergrill schätzen und ein kompaktes SUV suchen. Die Modellpflege 2023 brachte wichtige Verbesserungen bei Reichweite und Ladegeschwindigkeit, die den EQA wettbewerbsfähiger machen. Dennoch bleibt die Tatsache bestehen, dass der EQA auf einer adaptierten Verbrenner-Plattform basiert, was technische Limitierungen mit sich bringt. Für 2025 hat Mercedes-Benz angekündigt, die gesamte EQ-Strategie zu überarbeiten und künftige Elektromodelle auf der neuen MMA-Plattform (Mercedes Modular Architecture) aufzubauen, was vermutlich auch einen Nachfolger für den EQA umfassen wird. Bis dahin bleibt der aktuelle EQA eine interessante Option für alle, die Wert auf Marke, Verarbeitung und ein dichtes Servicenetz legen, aber bei Reichweite und Ladetechnik nicht die absolute Spitze erwarten.

Mercedes-Benz EQA leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Mercedes-Benz EQA.

H243 (2021–2023)

20212023 · SUV

Mercedes-Benz EQA H243 (2021–2023)
Foto: Tokumeigakarinoaoshima / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0
Mercedes-Benz EQA H243 (2021–2023)
Foto: Tokumeigakarinoaoshima / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Die erste Generation des Mercedes-Benz EQA wurde 2021 als elektrische Variante der GLA-Klasse eingeführt. Basierend auf der MFA2-Plattform bot der EQA zunächst eine nutzbare Batteriekapazität von 66,5 kWh und Reichweiten zwischen 400 und 491 Kilometern. Die Motorisierungen reichten vom EQA 250 mit Frontantrieb bis zum EQA 350 4MATIC mit Allrad. Das Design orientierte sich eng an der GLA-Klasse mit EQ-typischer geschlossener Front und aerodynamischen Details.

Die Ladegeschwindigkeit betrug maximal 100 kW DC, das Interieur entsprach weitgehend dem der GLA-Klasse mit MBUX-Infotainmentsystem. Der EQA positionierte sich als Premium-Einstieg in die Elektromobilität und konkurrierte mit Audi Q4 e-tron und BMW iX3. Kritikpunkte waren die begrenzte Reichweite und die Verbrenner-Plattform.

antrieb
Frontantrieb, 4MATIC Allrad
leistung
140–215 kW (190–292 PS)
besonderheiten
66,5 kWh Batterie, bis zu 491 km Reichweite, 100 kW DC-Laden, MBUX-System
motorisierungen
EQA 250, EQA 250+, EQA 300 4MATIC, EQA 350 4MATIC

Häufige Fragen

Welche Reichweite hat der Mercedes-Benz EQA?

Nach dem Facelift 2023 erreicht der EQA 250+ mit der 70,5-kWh-Batterie bis zu 560 Kilometer nach WLTP. Im Alltag sind realistisch 350–450 Kilometer möglich, abhängig von Fahrstil und Witterung.

Wie schnell lädt der Mercedes-Benz EQA?

Der EQA lädt an DC-Schnellladesäulen mit bis zu 111 kW und erreicht so eine Ladung von 10 auf 80 Prozent in etwa 27 Minuten. An AC-Wallboxen lädt er mit bis zu 11 kW.

Was kostet der Mercedes-Benz EQA?

Der Einstiegspreis für den Mercedes-Benz EQA liegt in Deutschland bei etwa 54.000 Euro für den EQA 250. Die Allrad-Varianten und höher motorisierte Modelle starten bei rund 60.000 Euro und mehr.

Welche Motorisierungen gibt es beim Mercedes-Benz EQA?

Der EQA ist als EQA 250 mit 140 kW (190 PS) Frontantrieb erhältlich sowie als EQA 300 4MATIC mit 168 kW (228 PS) und EQA 350 4MATIC mit 215 kW (292 PS), jeweils mit Allradantrieb.

Ist der Mercedes-Benz EQA auf einer Elektro-Plattform gebaut?

Nein, der EQA basiert auf der MFA2-Plattform, die ursprünglich für Verbrenner entwickelt und für Elektroantriebe angepasst wurde. Dies bringt gewisse Einschränkungen bei Raumangebot und Effizienz mit sich.