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Mercedes-Benz GLK-Klasse

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Foto: M 93 / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0 de

Die Mercedes-Benz GLK-Klasse wurde von 2008 bis 2015 als kompaktes Premium-SUV mit markanter, kantiger Formensprache produziert. Das Modell basierte auf der C-Klasse-Plattform und bot eine breite Motorenpalette von sparsamen Vierzylindern bis zu kraftvollen V6-Aggregaten. 2015 wurde die Baureihe durch die GLC-Klasse ersetzt.

Ideal für: Die GLK-Klasse ist nicht mehr erhältlich, wurde 2015 durch die GLC-Klasse ersetzt.

Technische Daten

Mercedes-Benz GLK-Klasse Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
105–200 kW (143–272 PS)
Kraftstoff
Benzin, Diesel
Verbrauch (komb.)
5,1–9,8 l/100km
Getriebe
7-Gang 7G-TRONIC Automatik
Antriebsart
Hinterradantrieb, 4MATIC Allrad
Zylinder
4, 6
Höchstgeschwindigkeit
195–240 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
SUV
Maße (L/B/H)
4528 x 1840 x 1691 mm
Kofferraum
450–1550 l
Gewicht
1770–2000 kg
Sitze
5
Türen
5
Neupreis

Die Mercedes-Benz GLK-Klasse war ein kompaktes SUV der Premiumklasse, das von 2008 bis 2015 produziert wurde. Das Modell positionierte sich als robuste Alternative zu den rundlichen Konkurrenten und überzeugte mit markanter Kastenform sowie solider Verarbeitung. Anders als viele andere SUV seiner Zeit setzte der GLK bewusst auf kantiges Design statt geschwungene Linien. Mit der Einführung der GLC-Klasse 2015 wurde die GLK-Baureihe eingestellt und durch den Nachfolger ersetzt, der auf der C-Klasse-Plattform basiert.

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Erste Generation X204 (2008–2015)

Im Jahr 2008 stellte Mercedes-Benz mit dem GLK (intern X204) sein erstes kompaktes SUV vor, das sich deutlich von der weicheren Formensprache anderer Modelle der Marke abhob. Die Weltpremiere erfolgte auf der Beijing Auto Show 2008, der Marktstart in Deutschland im September desselben Jahres. Die kantigen Proportionen erinnerten an die robuste G-Klasse und sollten einen Gegenpol zu Konkurrenten wie BMW X3 oder Audi Q5 bilden. Die Kastenform war polarisierend, half dem GLK aber zu einem unverwechselbaren Auftritt. Technisch basierte der GLK auf der C-Klasse-Plattform der Baureihe W204, was Entwicklungskosten sparte und die Verwendung bewährter Aggregate ermöglichte.

Zum Marktstart bot Mercedes den GLK mit drei Motorisierungen an: dem Benziner GLK 280 mit 3,0-Liter-V6 und 231 PS sowie den Dieseln GLK 220 CDI mit 2,2-Liter-Vierzylinder und 170 PS und GLK 320 CDI mit 3,0-Liter-V6 und 224 PS. Alle Modelle waren serienmäßig mit Hinterradantrieb ausgestattet, gegen Aufpreis gab es das 4MATIC-Allradsystem. Die Kraftübertragung erfolgte über ein Sieben-Gang-Automatikgetriebe 7G-TRONIC. Der GLK verfügte über eine Einzelradaufhängung rundum mit Mehrlenkerachse hinten, was für gute Fahreigenschaften auf der Straße sorgte. Offroadfähigkeiten waren vorhanden, aber nicht die Kernkompetenz des kompakten SUV.

Im Laufe des Jahres 2009 erweiterte Mercedes die Motorenpalette um den GLK 350 mit 3,5-Liter-V6-Benziner und 272 PS sowie um den sparsamen GLK 250 CDI BlueTEC mit 2,1-Liter-Vierzylinder und 204 PS. Letzterer entwickelte sich zum Bestseller in Deutschland, da er Fahrleistungen und Verbrauch gut kombinierte. Der GLK 250 CDI verbrauchte kombiniert etwa 6,2 Liter Diesel auf 100 Kilometer und bot mit 500 Newtonmetern Drehmoment ausreichend Durchzug. Im Jahr 2010 kam der GLK 200 CDI mit 143 PS als Einstiegsdiesel hinzu, später auch als BlueEFFICIENCY-Variante mit Start-Stopp-System und optimierter Aerodynamik.

Facelift 2012

Im Frühjahr 2012 erhielt der GLK ein umfassendes Facelift, das vor allem optisch für Frische sorgte. Die überarbeitete Version debütierte auf dem Genfer Autosalon 2012 und kam im Sommer des Jahres in den Handel. Äußerlich erkennbar war die Modellpflege an der neuen Frontpartie mit modifiziertem Kühlergrill, überarbeiteten Scheinwerfern und geänderten LED-Tagfahrlichtern. Auch die Heckleuchten wurden dezent modifiziert. Im Innenraum gab es neue Materialien, ein überarbeitetes Lenkrad und aktualisierte Bedienelemente. Das Infotainmentsystem wurde auf den neuesten Stand gebracht, mit größerem Farbdisplay und verbesserter Konnektivität.

Technisch brachte das Facelift wichtige Neuerungen: Der bisherige GLK 250 CDI BlueTEC wurde durch eine effizientere Version mit 204 PS ersetzt, die nun kombiniert nur noch 5,6 Liter Diesel verbrauchte. Der neue GLK 220 BlueTEC mit 170 PS und Start-Stopp-System begnügte sich sogar mit 5,1 Litern. Bei den Benzinern ergänzte Mercedes das Programm um den GLK 250 BlueTEC 4MATIC mit Vierzylinder-Benzindirekteinspritzer und 211 PS. Besonders hervorzuheben ist die Einführung des GLK 220 CDI BlueTEC 4MATIC als sparsamstes Allradmodell der Baureihe. Alle Motoren erfüllten mindestens die Euro-5-Norm, viele schon Euro 6.

Das überarbeitete Fahrwerk bot nun optional adaptive Dämpfer (Agility Control), die sich automatisch an die Fahrsituation anpassten. Die Lenkung wurde für präziseres Feedback optimiert. Sicherheitstechnisch rüstete Mercedes mit Spurhalteassistent, Totwinkelassistent und Aufmerksamkeitsassistent nach. Der Abstandstempomat Distronic Plus mit Stauassistent war ebenfalls verfügbar und ermöglichte teilautomatisiertes Fahren im Kolonnenverkehr. Das Facelift-Modell bot zudem erstmals die Möglichkeit, LED-Scheinwerfer zu ordern.

Ende der Baureihe und Nachfolger

Die Produktion des GLK endete im Frühjahr 2015 nach insgesamt sieben Jahren Bauzeit. Weltweit wurden über 700.000 Einheiten verkauft, was den GLK zu einem kommerziellen Erfolg machte. In Deutschland zählte das Modell zu den beliebtesten Premium-SUV seiner Klasse. Als Nachfolger präsentierte Mercedes im Juni 2015 die GLC-Klasse (X253), die auf der moderneren C-Klasse-Generation W205 basiert. Der GLC verzichtete auf die kantige Formensprache und folgte der fließenderen Designlinie des Konzerns. Er war größer, komfortabler und technisch deutlich weiter entwickelt als der GLK.

Während der GLC ab Werk auch als Coupé-Variante erhältlich war, blieb der GLK stets eine klassische SUV-Karosserie treu. Die kantigen Formen des GLK haben bis heute eine treue Fangemeinde, viele sehen darin einen zeitlos-markanten Auftritt, der sich von der Masse abhebt. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind gut gepflegte GLK-Modelle nach wie vor gefragt, insbesondere die effizienten Dieselvarianten GLK 220 CDI und GLK 250 CDI mit Allradantrieb. Typische Schwachstellen sind Rost an den Radläufen sowie gelegentlich Probleme mit der 7G-TRONIC-Automatik bei hohen Laufleistungen.

Technische Besonderheiten und Ausstattung

Der GLK bot über seine gesamte Laufzeit ein hohes Maß an Sicherheit und Komfort. Zur Serienausstattung gehörten sieben Airbags, ESP mit Bremsassistent, Traktionskontrolle und ein stabiles Fahrwerk. Bereits die Basisversion verfügte über Klimaautomatik, elektrische Fensterheber rundum und ein Multifunktionslenkrad. Höhere Ausstattungslinien brachten Lederausstattung, Navigationssystem, Panorama-Schiebedach und Rückfahrkamera. Das Kofferraumvolumen betrug 450 Liter und ließ sich durch Umklappen der Rücksitzlehne auf bis zu 1550 Liter erweitern – praxisgerechte Werte für ein kompaktes SUV.

Die Sitzposition war erhöht und bot gute Rundumsicht, typisch für die SUV-Klasse. Die Verarbeitung im Innenraum entsprach Mercedes-Standards mit hochwertigen Materialien und sauberen Spaltmaßen. Die Bedienung erfolgte über den COMAND-Controller in der Mittelkonsole, das System galt als intuitiv. Kritikpunkte gab es gelegentlich beim Platzangebot auf den Rücksitzen, das etwas knapper ausfiel als bei den Konkurrenten X3 und Q5. Dafür punktete der GLK mit kompakten Außenmaßen von 4,53 Metern Länge, was ihn alltagstauglicher machte.

Marktbedeutung und Fazit

Der Mercedes-Benz GLK war ein mutiger Schritt in Richtung kantigeres Design und traf damit den Nerv vieler Kunden, die sich von der Einheitlichkeit der SUV-Designs absetzen wollten. Er etablierte Mercedes erfolgreich im wachsenden Segment der kompakten Premium-SUV und ebnete den Weg für den noch erfolgreicheren GLC. Die technische Basis der C-Klasse sorgte für Zuverlässigkeit und bewährte Antriebstechnik. Die Motorenpalette war breit gefächert und bot für jeden Bedarf die passende Lösung, von sparsamen Vierzylindern bis zu kraftvollen V6-Aggregaten. Der GLK bleibt ein interessantes Kapitel in der Mercedes-Geschichte und zeigt, dass auch mutige Designentscheidungen erfolgreich sein können.

Mercedes-Benz GLK-Klasse leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Mercedes-Benz GLK-Klasse.

X204 (2008–2012)

20082012 · SUV

Die erste Generation des Mercedes-Benz GLK (X204) debütierte 2008 und setzte mit ihrer kantigen Formensprache einen bewussten Gegenpol zu rundlichen SUV-Konkurrenten. Technisch auf der W204 C-Klasse basierend, bot der GLK eine breite Motorenpalette mit Vier- und Sechszylinder-Aggregaten in Benzin und Diesel. Die 7G-TRONIC-Automatik war serienmäßig, 4MATIC-Allrad optional verfügbar.

antrieb
Hinterrad, 4MATIC Allrad
leistung
105–200 kW (143–272 PS)
besonderheiten
Kantiges Design, C-Klasse-Basis, 7G-TRONIC
motorisierungen
GLK 200 CDI, 220 CDI, 250 CDI, 280, 300, 320 CDI, 350

Häufige Fragen

Wie lange wurde die Mercedes GLK-Klasse gebaut?

Die Mercedes-Benz GLK-Klasse wurde von 2008 bis 2015 als Generation X204 produziert. Im Jahr 2012 erhielt sie ein umfassendes Facelift. Nachfolger ist seit 2015 die GLC-Klasse.

Welche Motoren gab es im Mercedes GLK?

Der GLK war mit Vierzylinder- und V6-Motoren erhältlich, sowohl als Benziner als auch als Diesel. Die Leistungsspanne reichte von 143 PS (GLK 200 CDI) bis 272 PS (GLK 350). Beliebteste Varianten waren die Diesel GLK 220 CDI und GLK 250 CDI.

Was ist der Unterschied zwischen GLK und GLC?

Der GLC ist der Nachfolger des GLK. Während der GLK (2008-2015) durch kantiges Design auffiel, hat der GLC ab 2015 eine rundere, modernere Formensprache. Der GLC ist größer, basiert auf der neueren C-Klasse und bietet auch eine Coupé-Variante.

Ist der Mercedes GLK als Gebrauchtwagen empfehlenswert?

Ja, der GLK gilt als solider Gebrauchter mit guter Verarbeitung. Besonders gefragt sind die Diesel mit 4MATIC-Allrad. Achten sollte man auf Rost an Radläufen und den Zustand der 7G-TRONIC-Automatik bei hohen Laufleistungen.

Wie groß ist der Kofferraum im Mercedes GLK?

Der Kofferraum des Mercedes GLK fasst 450 Liter. Bei umgeklappter Rückbank erweitert sich das Volumen auf bis zu 1550 Liter, was für ein kompaktes SUV praxisgerechte Werte sind.