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Mercedes-Benz Maybach S-Klasse

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Foto: Alexander Migl / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Die Mercedes-Maybach S-Klasse ist die luxuriöseste Interpretation der Mercedes S-Klasse und richtet sich an anspruchsvollste Kunden, die höchsten Komfort und Exklusivität erwarten. Mit verlängertem Radstand, erlesenen Materialien und modernster Technik definiert sie automobilen Luxus neu.

Neupreis
ab 181.550 €

Ideal für: Geschäftskunden und Privatiers, die höchsten Chauffeur-Komfort und maximale Exklusivität suchen.

Technische Daten

Mercedes-Benz Maybach S-Klasse Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
380–450 kW (503–612 PS)
Kraftstoff
Benzin
Verbrauch (komb.)
11,8–13,2 l/100km (WLTP kombiniert)
Getriebe
9-Gang Automatik 9G-TRONIC
Antriebsart
4MATIC Allradantrieb
Zylinder
8, 12
Höchstgeschwindigkeit
250 km/h (elektronisch begrenzt)
Maße & Karosserie
Karosserie
Limousine
Maße (L/B/H)
5470 x 1921 x 1503 mm
Kofferraum
460 l
Gewicht
2345–2485 kg
Sitze
4, 5
Türen
4
Neupreis
ab 181.550 €

Der Mercedes-Benz Maybach S-Klasse repräsentiert seit seiner Wiedereinführung im Jahr 2015 die absolute Spitze automobiler Luxuskunst aus Stuttgart. Die aktuelle Generation Z 223, die seit 2021 auf dem Markt ist, definiert die Grenzen zwischen Serienfahrzeug und maßgeschneiderter Luxuslimousine neu. Mit Radständen von bis zu 3.396 Millimetern und exklusiven Ausstattungsdetails wie Nappa-Leder in Semianilin-Qualität, Champagnerkühler und Executive-Sitzen mit Massagefunktion richtet sich der Maybach S-Klasse an eine Klientel, die höchste Ansprüche an Komfort, Diskretion und Exklusivität stellt.

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Die Wurzeln: Maybach 57 und 62 (2002-2013)

Bevor die Maybach-Marke in die S-Klasse integriert wurde, versuchte Daimler zwischen 2002 und 2013 mit den eigenständigen Modellen Maybach 57 und 62, die Marke Maybach als Konkurrenz zu Rolls-Royce und Bentley wiederzubeleben. Diese auf der W220-S-Klasse basierenden Luxuslimousinen waren technisch und gestalterisch eigenständige Fahrzeuge mit Längen von 5,73 Metern (57) beziehungsweise 6,17 Metern (62). Trotz V12-Motoren mit bis zu 463 kW (630 PS) in der 62 S-Version und exquisitester Handwerkskunst blieb der kommerzielle Erfolg hinter den Erwartungen zurück. Die hohen Entwicklungskosten und niedrigen Verkaufszahlen führten 2013 zur Einstellung der eigenständigen Maybach-Limousinen.

Neustart als Mercedes-Maybach S-Klasse: X 222 (2015-2020)

Im Februar 2015 präsentierte Mercedes-Benz auf dem Genfer Autosalon eine clevere Neuinterpretation der Maybach-Idee: Die Mercedes-Maybach S-Klasse basierte nun direkt auf der aktuellen S-Klasse der Baureihe W 222, erhielt jedoch zahlreiche exklusive Modifikationen. Der Radstand wurde gegenüber der Lang-Version der S-Klasse um weitere 200 Millimeter auf 3.365 Millimeter verlängert, was den Fondpassagieren einen deutlich spürbaren Raumvorteil verschaffte. Die Designsprache blieb bewusst näher an der S-Klasse als bei den Vorgängermodellen, mit subtilen Unterscheidungsmerkmalen wie der Maybach-typischen Kühlergrill-Gestaltung mit vertikalen Streben, speziellen Zweifarblackierungen und dem beleuchteten Maybach-Emblem in den C-Säulen.

Zum Marktstart standen zwei Motorisierungen zur Verfügung: Der S 500 mit 4,7-Liter-V8-Biturbo und 335 kW (455 PS) sowie der S 600 mit 6,0-Liter-V12-Biturbo und 390 kW (530 PS). Beide Varianten verfügten serienmäßig über Allradantrieb 4MATIC, beim V12-Modell handelte es sich um eine Premiere, da dieser Motor zuvor nur mit Hinterradantrieb kombiniert wurde. Das Fahrwerk mit Magic Body Control und Luftfederung sorgte für einen schwebenden Fahrkomfort. Im Innenraum erwartete die Passagiere ein Höchstmaß an Individualisierung: Exklusive Lederfarben, Holz- und Metallveredelungen, beheizbare und belüftete Executive-Sitze im Fond mit Massagefunktion und bis zu 18 elektrischen Einstellmöglichkeiten sowie optionale Ausstattungen wie der Refrigerator für Champagner oder das Burmester High-End 3D-Surround-Soundsystem mit 24 Lautsprechern.

Facelift X 222 (2018-2020)

Im Jahr 2018 erhielt die Mercedes-Maybach S-Klasse zusammen mit der regulären S-Klasse ein umfassendes Facelift. Die optischen Änderungen umfassten überarbeitete LED-Scheinwerfer mit MULTIBEAM-Technologie, eine modifizierte Frontschürze und neue Heckleuchten. Im Innenraum zog modernste Technologie ein: Das volldigitale Cockpit mit zwei 12,3-Zoll-Displays wurde Standard, ebenso die neueste Generation des COMAND-Infotainmentsystems mit Touchpad und Sprachsteuerung. Die Motorenpalette wurde aktualisiert: Der S 560 4MATIC ersetzte den S 500 und bot einen neu entwickelten 4,0-Liter-V8-Biturbo mit 345 kW (469 PS). Der S 650 mit V12-Motor lieferte nun 463 kW (630 PS). Neu hinzu kam der Mercedes-Maybach S 560 e, ein Plug-in-Hybrid mit 3,0-Liter-Reihenechszylinder und Elektromotor, der eine Systemleistung von 350 kW (476 PS) bot und eine rein elektrische Reichweite von etwa 50 Kilometern ermöglichte – ein wichtiger Schritt angesichts verschärfter Emissionsvorschriften.

Aktuelle Generation: Z 223 (seit 2021)

Die zweite Generation der Mercedes-Maybach S-Klasse wurde im November 2020 vorgestellt und basiert auf der Baureihe Z 223 der S-Klasse. Mit einem nochmals um 18 Zentimeter auf 5,47 Meter verlängerten Radstand und einer Gesamtlänge von 5,47 Metern bietet sie noch mehr Raum im Fond. Das Design wurde behutsam weiterentwickelt: Die Maybach-typische Kühlergrill-Chromleiste mit 25 vertikalen Streben, die zweigeteilten Scheinwerfer mit digitalem Mikro-Linsen-Licht und die eleganten Proportionen unterstreichen den exklusiven Charakter. Erstmals sind auch Zweifarblackierungen mit bis zu sechs verschiedenen Farbkombinationen erhältlich.

Technologisch setzt die Z 223 neue Maßstände: Das MBUX-Infotainmentsystem der zweiten Generation mit Augmented-Reality-Navigation, das optionale Head-up-Display mit AR-Funktionen, das Fahrassistenzsystem mit Niveau 3 autonomem Fahren (Drive Pilot, optional) und die E-ACTIVE BODY CONTROL mit 48-Volt-System, die jeden Radeinzelradstand hydraulisch ansteuert und für maximalen Komfort sorgt. Im Fond befinden sich Executive-Sitze mit bis zu zehn Massageprogrammen, beheizte Armlehnen, ausklappbare Fußstützen und auf Wunsch ein Airbag im Sicherheitsgurt.

Die Motorisierung umfasst aktuell den S 580 4MATIC mit 4,0-Liter-V8-Biturbo und 380 kW (503 PS), gekoppelt an eine 9-Gang-Automatik 9G-TRONIC. Der V12-Motor wurde vorerst nicht fortgeführt, dafür kam 2023 der Mercedes-Maybach S 680 4MATIC mit dem bewährten 6,0-Liter-V12 und 450 kW (612 PS) hinzu – als emotionale Antwort auf Kundenwünsche nach einem Zwölfzylinder. Für chinesische und asiatische Märkte ist zudem der S 680 mit verlängertem Radstand erhältlich. Die Preise beginnen in Deutschland bei etwa 181.550 Euro für den S 580, während der S 680 deutlich über 230.000 Euro liegt.

Sondermodelle und Individualisierung

Mercedes-Maybach bietet über das Programm "Maybach Manufaktur" weitreichende Individualisierungsmöglichkeiten. Kunden können aus exklusiven Lackierungen, Lederfarben, Holzfurnieren und speziellen Designpaketen wählen. Besonders begehrt sind die Maybach-exklusiven Zweifarblackierungen mit handgezogener Trennlinie. Sondermodelle wie die "Edition 100" zum 100-jährigen Maybach-Jubiläum 2021 oder limitierte Farbvarianten unterstreichen den Anspruch, jedes Fahrzeug zu einem Unikat zu machen. Die Fertigung erfolgt im Mercedes-Werk Sindelfingen in einer speziellen Maybach-Manufaktur, wo ausgewählte Spezialisten die Fahrzeuge mit hohem Handarbeitsanteil finalisieren.

Marktpositionierung und Konkurrenz

Mit der Integration von Maybach in die S-Klasse-Baureihe gelang Mercedes-Benz, was mit den eigenständigen Maybach-Modellen nicht geglückt war: eine wirtschaftlich erfolgreiche Luxusmarke zu etablieren. Die Mercedes-Maybach S-Klasse positioniert sich zwischen der regulären S-Klasse und klassischen Ultra-Luxus-Marken wie Rolls-Royce und Bentley. Sie bietet deutlich mehr Exklusivität und Komfort als eine S-Klasse, bleibt aber preislich und in der Wahrnehmung diskreter als ein Rolls-Royce Phantom. Besonders in China, dem wichtigsten Markt für Luxuslimousinen, erfreut sich die Maybach S-Klasse großer Beliebtheit. Die jährlichen Verkaufszahlen liegen weltweit im mittleren vierstelligen Bereich, deutlich höher als bei den Vorgängermodellen 57 und 62.

Ausblick

Mercedes-Benz hat angekündigt, die Marke Maybach weiterzuentwickeln. Neben der S-Klasse gibt es mittlerweile auch den Maybach GLS als SUV-Variante und mit dem Maybach EQS SUV die erste vollelektrische Maybach-Interpretation. Die Zukunft der Marke dürfte auch eine elektrische Maybach S-Klasse beinhalten, wenn die S-Klasse auf eine dezidierte Elektro-Plattform wechselt. Bis dahin bleibt die aktuelle Generation Z 223 das Flaggschiff der Marke und ein Symbol für höchsten automobilen Luxus aus deutscher Produktion.

Mercedes-Benz Maybach S-Klasse leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Mercedes-Benz Maybach S-Klasse.

X 222 Facelift (2018-2020)Facelift

20182020 · Limousine

Das 2018 eingeführte Facelift brachte optische Aufwertungen mit neuen LED-Scheinwerfern und modernisierte Technik. Die Motorenpalette wurde überarbeitet: S 560 4MATIC mit neuem 4,0-Liter-V8 (345 kW/469 PS) und S 650 mit V12 (463 kW/630 PS). Als Neuheit kam der S 560 e Plug-in-Hybrid mit 3,0-Liter-Reihensechszylinder und E-Motor (350 kW/476 PS System) hinzu, der rund 50 km elektrische Reichweite bot. Im Innenraum hielt das volldigitale Cockpit mit zwei 12,3-Zoll-Displays Einzug, ebenso wie das modernisierte COMAND-Infotainmentsystem mit Touchpad und verbesserter Sprachsteuerung.

antrieb
4MATIC Allrad
leistung
345–463 kW (469–630 PS), Plug-in: 350 kW (476 PS) System
besonderheiten
MBUX-System, S 560 e Plug-in-Hybrid, MULTIBEAM LED, S 650 mit 630 PS
motorisierungen
V8-Biturbo, V12-Biturbo, Plug-in-Hybrid

X 222 (2015-2018)

20152018 · Limousine

Die erste Generation der Mercedes-Maybach S-Klasse markierte 2015 den Neustart der Marke Maybach als Sublabel von Mercedes-Benz. Basierend auf der W 222 S-Klasse erhielt sie einen um 200 mm verlängerten Radstand auf 3.365 mm. Erhältlich waren der S 500 mit 4,7-Liter-V8 (335 kW/455 PS) und der S 600 mit 6,0-Liter-V12 (390 kW/530 PS). Die exklusive Ausstattung umfasste Executive-Sitze im Fond, Maybach-spezifischen Kühlergrill, Zweifarblackierungen und höchstwertige Materialien. Das Fahrwerk mit Magic Body Control sorgte für überlegenen Komfort.

antrieb
Hinterradantrieb, 4MATIC Allrad
leistung
335–390 kW (455–530 PS)
besonderheiten
Radstand 3.365 mm, Magic Body Control, erste Integration von Maybach in S-Klasse
motorisierungen
V8-Biturbo, V12-Biturbo

Häufige Fragen

Was unterscheidet die Mercedes-Maybach S-Klasse von der normalen S-Klasse?

Die Maybach S-Klasse hat einen um 18 cm längeren Radstand (3.396 mm), exklusive Ausstattungsdetails wie Executive-Sitze mit Massagefunktion, hochwertigere Materialien, Maybach-spezifische Designelemente (Kühlergrill, Zweifarblackierung) und erweiterte Komfortfunktionen im Fond. Der Fokus liegt auf maximalem Luxus für die Fondpassagiere.

Welche Motoren bietet die aktuelle Mercedes-Maybach S-Klasse?

Die aktuelle Generation (Z 223, seit 2021) wird als S 580 4MATIC mit 4,0-Liter-V8-Biturbo und 380 kW (503 PS) sowie als S 680 4MATIC mit 6,0-Liter-V12-Biturbo und 450 kW (612 PS) angeboten. Beide verfügen über Allradantrieb und 9-Gang-Automatikgetriebe.

Was kostet eine Mercedes-Maybach S-Klasse in Deutschland?

Die aktuelle Mercedes-Maybach S-Klasse beginnt beim S 580 4MATIC bei etwa 181.550 Euro. Das V12-Topmodell S 680 4MATIC liegt bei über 230.000 Euro. Mit Individualisierungen und Sonderausstattungen können die Preise deutlich höher ausfallen.

Seit wann gibt es die Mercedes-Maybach S-Klasse?

Die Mercedes-Maybach S-Klasse wurde 2015 als Nachfolger der eigenständigen Maybach-Modelle 57 und 62 eingeführt. Sie basiert seitdem auf der jeweiligen S-Klasse-Generation mit verlängertem Radstand und exklusiver Ausstattung. Die aktuelle zweite Generation ist seit 2021 erhältlich.

Wie lang ist die Mercedes-Maybach S-Klasse?

Die aktuelle Mercedes-Maybach S-Klasse (Z 223) hat eine Gesamtlänge von 5.470 mm bei einem Radstand von 3.396 mm. Sie ist damit deutlich länger als die reguläre S-Klasse Lang und bietet erheblich mehr Beinfreiheit im Fond.