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Mercedes-Benz SLC

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Foto: JamesYoung8167 / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Der Mercedes-Benz SLC ist ein kompakter Roadster, der von 2016 bis 2020 produziert wurde. Mit seinem charakteristischen elektrisch versenkbaren Stahl-Vario-Dach vereint er sportliches Design mit Alltagstauglichkeit. Der SLC war die umbenannte und überarbeitete Version des SLK R172 und markierte das Ende einer erfolgreichen Roadster-Tradition bei Mercedes-Benz.

Neupreis
ab 42.158 € (2016, Deutschland)

Ideal für: Fahrer, die einen kompakten, zweisitzigen Roadster mit Stahl-Klappdach und sportlichem Charakter für Alltag und Wochenende suchen.

Technische Daten

Mercedes-Benz SLC Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
115–270 kW (156–367 PS)
Kraftstoff
Benzin
Verbrauch (komb.)
6,5–8,1 l/100km
Getriebe
9-Gang Automatik
Antriebsart
Hinterradantrieb
Zylinder
4, 6
Höchstgeschwindigkeit
230–250 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Roadster
Maße (L/B/H)
4134 x 1810 x 1301 mm
Kofferraum
225–335 l
Gewicht
1455–1545 kg
Sitze
2
Türen
2
Neupreis
ab 42.158 € (2016, Deutschland)

Der Mercedes-Benz SLC ist ein kompakter Roadster, der von 2016 bis 2020 produziert wurde und die direkte Nachfolge des SLK antrat. Mit dem Namenswechsel von SLK zu SLC wollte Mercedes-Benz die Nomenklatur seiner Modellpalette vereinheitlichen und den Roadster näher an die C-Klasse rücken. Der SLC blieb dem bewährten Konzept eines zweitürigen Roadsters mit elektrisch versenkbarem Stahl-Vario-Dach treu, bot aber überarbeitete Technik, moderneres Design und eine verfeinerte Fahrwerksabstimmung. Als letzter Vertreter seiner Art markierte der SLC das Ende einer Ära, denn nach seiner Produktionseinstellung 2020 hatte Mercedes-Benz keinen direkten Nachfolger im kompakten Roadster-Segment mehr im Programm.

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Mercedes-Benz SLC (R172, 2016–2020): Die finale Generation

Im Jahr 2016 erhielt der SLK ein umfassendes Facelift und wurde dabei in SLC umbenannt. Die Baureihe R172, die bereits 2011 als SLK eingeführt worden war, erfuhr damit eine umfassende Modellpflege. Die wichtigste optische Änderung war die neue Frontpartie mit überarbeiteten LED-Scheinwerfern, einem modifizierten Kühlergrill und einer neu gestalteten Stoßfängergestaltung, die den SLC an die damalige Designsprache der Marke anpasste. Am Heck erhielt der Roadster ebenfalls neue LED-Rückleuchten und eine überarbeitete Stoßstange. Das Interieur wurde aufgewertet: Ein größerer Bildschirm, neue Materialien und eine modernere Bedienlogik sollten den SLC zeitgemäßer machen. Technisch basierte der SLC weiterhin auf der bewährten Plattform des SLK R172, erhielt jedoch überarbeitete Motoren und ein optimiertes Fahrwerk.

Die Motorenpalette des SLC umfasste Vierzylinder-Benziner und einen Sechszylinder-Biturbo im Topmodell. Der Einstieg erfolgte mit dem SLC 180 mit 115 kW (156 PS), gefolgt vom SLC 200 mit 135 kW (184 PS) und dem SLC 300 mit 180 kW (245 PS). Das Spitzenmodell Mercedes-AMG SLC 43 bot einen 3,0-Liter-V6-Biturbo mit 270 kW (367 PS), der den Roadster in 4,7 Sekunden auf 100 km/h beschleunigte. Alle Motoren waren mit einem 9-Gang-Automatikgetriebe kombiniert. Das charakteristische Vario-Dach aus Stahl konnte in rund 20 Sekunden elektrisch ein- und ausgefahren werden, selbst während der Fahrt bis zu einer Geschwindigkeit von 40 km/h. Trotz der Modernisierung blieb der SLC eine Nische: Die Nachfrage nach kompakten Roadstern ging zurück, und Mercedes-Benz konzentrierte sich zunehmend auf SUVs und Elektrofahrzeuge. Im Jahr 2020 endete die Produktion des SLC, und mit ihm verschwand ein wichtiges Segment aus dem Portfolio der Marke.

Mercedes-Benz SLK R172 (2011–2016): Die Vorgängergeneration

Die zweite Generation des SLK mit der internen Bezeichnung R172 wurde 2011 vorgestellt und markierte einen deutlichen Wandel gegenüber dem Vorgänger R171. Das Design war deutlich sportlicher und aggressiver gestaltet, mit einer längeren Motorhaube, kürzeren Überhängen und einer muskulöseren Linienführung. Die Proportionen erinnerten stärker an klassische Sportwagen, und Mercedes-Benz setzte auf eine klarere, modernere Formensprache. Das Interieur wurde hochwertiger ausgeführt, mit besseren Materialien und einer verbesserten Ergonomie. Erstmals bot Mercedes optional das COMAND-System mit größerem Display und verbesserter Konnektivität an.

Motorenseitig startete der R172 mit dem SLK 200 BlueEFFICIENCY (135 kW/184 PS), dem SLK 250 CDI mit Vierzylinder-Diesel (150 kW/204 PS) und dem SLK 350 mit V6-Benziner (225 kW/306 PS). Eine Besonderheit war der SLK 55 AMG, der mit einem 5,5-Liter-V8-Motor mit 310 kW (421 PS) bzw. im Performance-Paket 320 kW (435 PS) ausgestattet war. Dieser Motor machte den kompakten Roadster zu einem echten Sportwagen mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,6 Sekunden. 2013 führte Mercedes den SLK 250 mit Vierzylinder-Benziner ein, der den V6 im mittleren Leistungsbereich ablöste. Das Fahrwerk wurde gegenüber dem Vorgänger deutlich verbessert und bot eine ausgewogenere Balance zwischen Komfort und Sportlichkeit. Optional war ein adaptives Dämpfungssystem erhältlich. Der R172 etablierte sich als einer der sportlichsten Roadster seiner Klasse, musste sich aber zunehmend gegen SUVs und Cabriolets mit vier Sitzen behaupten.

Mercedes-Benz SLK R171 (2004–2011): Die erste moderne Generation

Der SLK R171, vorgestellt im Jahr 2004, war die zweite Generation des SLK und brachte zahlreiche Verbesserungen gegenüber dem Ur-SLK. Das Design wurde eigenständiger und weniger rund, mit markanten Schwellern und einer sportlicheren Silhouette. Das Vario-Dach blieb das zentrale Merkmal, wurde aber technisch verfeinert. Der Innenraum bot mehr Platz und eine höhere Verarbeitungsqualität, blieb aber weiterhin ein reiner Zweisitzer. Die Motorenpalette umfasste zunächst den SLK 200 Kompressor mit 120 kW (163 PS), den SLK 280 mit V6 und 170 kW (231 PS) sowie den SLK 350 mit 200 kW (272 PS). Das absolute Highlight war der SLK 55 AMG, der mit einem 5,4-Liter-V8-Saugmotor 265 kW (360 PS) leistete und später auf 294 kW (400 PS) gesteigert wurde.

2008 erhielt der R171 ein Facelift mit überarbeiteter Front, neuen Rückleuchten und modifizierten Motoren. Der SLK 200 Kompressor wurde auf 135 kW (184 PS) aufgewertet, und es kam eine neue Einstiegsmotorisierung SLK 200 mit 135 kW hinzu. Das Facelift brachte auch mehr Sicherheits- und Komfortausstattung, darunter verbesserte ESP-Systeme und optionale LED-Tagfahrlichter. Der R171 etablierte den SLK als erschwinglichen und zugleich hochwertigen Roadster, der sich sowohl für den Alltag als auch für sportliche Ausfahrten eignete. Mit über 270.000 verkauften Einheiten war der R171 ein kommerzieller Erfolg und festigte die Position des SLK im Premiumsegment.

Mercedes-Benz SLK R170 (1996–2004): Der Pionier mit Vario-Dach

Der erste SLK (R170) revolutionierte 1996 das Roadster-Segment mit seinem elektrisch versenkbaren Stahl-Klappdach, dem Vario-Dach. Diese Technik ermöglichte es, innerhalb von 25 Sekunden vom geschlossenen Coupé zum offenen Roadster zu wechseln – ein Novum, das später von vielen Konkurrenten kopiert wurde. Das Design des R170 war für die 1990er-Jahre modern und sportlich, mit kurzen Überhängen und einer kompakten, muskulösen Form. Der Innenraum war funktional, aber auf das Wesentliche reduziert. Die erste Generation bot ausschließlich Vierzylinder-Motoren: Der SLK 200 mit Kompressor leistete 141 kW (192 PS), der SLK 230 Kompressor 142 kW (193 PS).

2000 erhielt der R170 ein umfangreiches Facelift mit neuer Front, überarbeiteten Scheinwerfern und modifizierten Rückleuchten. Gleichzeitig wurde die Motorenpalette erweitert: Der neue SLK 32 AMG mit 260 kW (354 PS) aus einem kompressorgeladenen V6-Motor machte den kleinen Roadster zum Sportwagen. Der Basismotor SLK 200 Kompressor wurde auf 120 kW (163 PS) modifiziert, später kam der SLK 200 mit 100 kW (136 PS) als Einstiegsvariante hinzu. Mit dem R170 begründete Mercedes-Benz eine neue Klasse von kompakten Premium-Roadstern, die Alltagstauglichkeit mit offenem Fahrspaß kombinierten. Bis 2004 wurden über 300.000 Einheiten des R170 produziert, was ihn zu einem der erfolgreichsten Roadster seiner Zeit machte.

Das Ende einer Ära

Mit der Einstellung des SLC im Jahr 2020 beendete Mercedes-Benz eine über 20-jährige Tradition kompakter Roadster. Der Rückgang der Nachfrage nach zweisitzigen Sportwagen, der Wandel hin zu SUVs und die Elektrifizierung der Flotte ließen keinen Raum mehr für einen Nachfolger. Der SLC und seine Vorgänger bleiben jedoch wichtige Meilensteine in der Geschichte der Marke – als technische Pioniere, als erschwingliche Einstiegsmodelle in die Welt von Mercedes-Benz und als Ikonen offenen Fahrens. Heute sind gut erhaltene SLK und SLC gesuchte Gebrauchtwagen, die den Charme eines klassischen Roadsters mit moderner Technik und Alltagstauglichkeit verbinden.

Mercedes-Benz SLC leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Mercedes-Benz SLC.

R172 (2011–2016)

20112016 · Roadster

Der R172 (2011) setzte auf aggressiveres, sportlicheres Design mit längerer Motorhaube und muskulösen Linien. Das Interieur wurde hochwertiger, die Technik moderner. Die Motorenpalette umfasste Vierzylinder-Benziner und -Diesel sowie V6- und V8-Aggregate. Highlight war der SLK 55 AMG mit 5,5-Liter-V8 und bis zu 320 kW (435 PS). Der R172 galt als einer der sportlichsten Roadster seiner Klasse, musste sich aber zunehmend gegen SUVs behaupten.

antrieb
Hinterradantrieb, 6-Gang manuell / 7-Gang Automatik
leistung
135–320 kW (184–435 PS)
besonderheiten
Sportlichstes Design, erstmals Diesel (250 CDI), V8 mit bis zu 435 PS (Performance-Paket)
motorisierungen
SLK 200, SLK 250, SLK 250 CDI, SLK 350, SLK 55 AMG

R171 Facelift (2008–2011)Facelift

20082011 · Roadster

Das Facelift 2008 brachte eine neue Front, modifizierte Rückleuchten und überarbeitete Motoren. Der SLK 200 Kompressor wurde auf 135 kW aufgewertet, der SLK 55 AMG auf 294 kW (400 PS). Zusätzlich verbesserte Mercedes Sicherheitssysteme und Ausstattung, darunter LED-Tagfahrlichter und modernere Assistenzsysteme. Der R171 blieb bis 2011 ein beliebter Premium-Roadster.

antrieb
Hinterradantrieb, 7-Gang Automatik
leistung
135–294 kW (184–400 PS)
besonderheiten
Überarbeitete Optik, stärkere Motoren, mehr Sicherheits- und Komfortausstattung
motorisierungen
SLK 200, SLK 200 Kompressor, SLK 280, SLK 350, SLK 55 AMG

R171 (2004–2008)

20042008 · Roadster

Die zweite Generation R171 (2004) bot ein sportlicheres, eigenständigeres Design mit markanten Linien und muskulöser Silhouette. Das Vario-Dach wurde technisch verfeinert, der Innenraum aufgewertet. Die Motorenpalette reichte vom SLK 200 Kompressor (120 kW) bis zum SLK 55 AMG mit 5,4-Liter-V8 und 265 kW (360 PS). Der R171 etablierte sich als hochwertiger, sportlicher Roadster mit über 270.000 verkauften Einheiten.

antrieb
Hinterradantrieb, 6/7-Gang Automatik / 6-Gang manuell
leistung
120–265 kW (163–360 PS)
besonderheiten
Sportlicheres Design, V8-Motor im SLK 55 AMG, bessere Verarbeitung
motorisierungen
SLK 200 Kompressor, SLK 280, SLK 350, SLK 55 AMG

R170 Facelift (2000–2004)Facelift

20002004 · Roadster

Das Facelift 2000 brachte eine überarbeitete Front, neue Scheinwerfer und eine erweiterte Motorenpalette. Highlight war der SLK 32 AMG mit kompressorgeladenem V6 und 260 kW (354 PS), der den kompakten Roadster zum Sportwagen machte. Auch optisch und technisch wurde der R170 modernisiert, was ihm bis 2004 anhaltenden Erfolg sicherte.

antrieb
Hinterradantrieb, 5/6-Gang Automatik / 6-Gang manuell
leistung
100–260 kW (136–354 PS)
besonderheiten
Neues Design, erstmals V6-Motor und AMG-Variante mit 260 kW
motorisierungen
SLK 200 Kompressor, SLK 230 Kompressor, SLK 320, SLK 32 AMG

R170 (1996–2000)

19962000 · Roadster

Der erste SLK (R170) revolutionierte 1996 das Roadster-Segment mit dem innovativen Vario-Dach. Das elektrisch versenkbare Stahl-Klappdach ermöglichte den Wechsel vom Coupé zum Roadster in 25 Sekunden. Mit kompaktem Design, Vierzylinder-Kompressor-Motoren (100–142 kW) und sportlicher Ausrichtung begründete der R170 eine neue Klasse von Premium-Roadstern. Bis 2000 wurden über 300.000 Einheiten produziert.

antrieb
Hinterradantrieb, 5-Gang Automatik / 6-Gang manuell
leistung
100–142 kW (136–193 PS)
besonderheiten
Erstmals Vario-Dach (elektrisch versenkbares Stahl-Klappdach), kompakter Roadster-Pionier
motorisierungen
SLK 200 Kompressor, SLK 230 Kompressor

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen SLK und SLC?

Der SLC ist die umbenannte und überarbeitete Version des SLK R172 ab 2016. Technisch basiert der SLC auf dem SLK, erhielt aber ein Facelift mit neuem Design, modernerer Ausstattung und überarbeiteten Motoren. Der Namenswechsel sollte die Nähe zur C-Klasse verdeutlichen.

Wie funktioniert das Vario-Dach beim SLC?

Das Vario-Dach ist ein elektrisch versenkbares Stahl-Klappdach, das sich in etwa 20 Sekunden öffnen oder schließen lässt. Dies ist sogar während der Fahrt bis 40 km/h möglich. Das Dach verschwindet komplett im Heck und verwandelt den SLC vom Coupé zum Roadster.

Welche Motoren gab es im Mercedes-Benz SLC?

Der SLC (2016–2020) bot Vierzylinder-Benziner mit 115 kW (156 PS) im SLC 180, 135 kW (184 PS) im SLC 200 und 180 kW (245 PS) im SLC 300. Das Topmodell Mercedes-AMG SLC 43 hatte einen 3,0-Liter-V6-Biturbo mit 270 kW (367 PS).

Warum wurde der SLC eingestellt?

Mercedes-Benz stellte den SLC 2020 ein, weil die Nachfrage nach kompakten zweisitzigen Roadstern stark zurückging. Der Trend zu SUVs, die Elektrifizierung der Modellpalette und die Konzentration auf profitablere Fahrzeugsegmente führten zum Produktionsende ohne direkten Nachfolger.

Ist der Mercedes SLC alltagstauglich?

Ja, der SLC ist trotz seiner Roadster-Bauweise alltagstauglich. Das Stahl-Vario-Dach bietet guten Wetterschutz und Geräuschisolierung, der Kofferraum fasst 335 Liter (bei geschlossenem Dach 225 Liter), und die Fahrwerksabstimmung ist komfortabel genug für den täglichen Gebrauch.