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Mercedes-Benz SLR

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Foto: Cars en travel / Wikimedia Commons / Public domain

Der Mercedes-Benz SLR McLaren wurde von 2003 bis 2010 produziert und stellte eine einzigartige Kooperation zwischen Mercedes-Benz und McLaren dar. Als Supersportwagen mit Formel-1-Technologie und Langstreckentauglichkeit verkörperte er die Vision eines modernen Grand Tourers. Die Produktion ist seit 2009 eingestellt.

Neupreis
ab 450.000 € (historisch, Produktion eingestellt)

Ideal für: Sammler und Enthusiasten, die einen exklusiven Supersportwagen mit historischer Bedeutung und Wertsteigerungspotenzial suchen

Technische Daten

Mercedes-Benz SLR Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
460–478 kW (626–650 PS)
Kraftstoff
Benzin
Verbrauch (komb.)
17,5–18,2 l/100 km
Getriebe
5-Gang Automatik
Antriebsart
Hinterradantrieb
Zylinder
8
Höchstgeschwindigkeit
332–350 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Coupé, Roadster, Speedster
Maße (L/B/H)
4656 x 1908 x 1261 mm
Kofferraum
272 l
Gewicht
1534–1845 kg
Sitze
2
Türen
2
Neupreis
ab 450.000 € (historisch, Produktion eingestellt)

Der Mercedes-Benz SLR McLaren ist ein automobiles Denkmal der deutsch-britischen Ingenieurskunst und markiert eine einzigartige Zusammenarbeit zwischen Mercedes-Benz und McLaren. Zwischen 2003 und 2010 wurde dieser Supersportwagen in kleiner Stückzahl produziert und verkörperte die Vision eines modernen Grand Tourers mit Formel-1-Technologie. Der Name SLR steht für "Sport Leicht Rennsport" und nimmt direkten Bezug auf die legendären 300 SLR Rennwagen der 1950er Jahre. Mit seiner markanten Motorhaube, den Flügeltüren und dem vor der Windschutzscheibe montierten V8-Kompressormotor schrieb der SLR ein besonderes Kapitel in der Geschichte von Mercedes-Benz.

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Die Entstehung und erste Generation (2003-2007)

Die Entwicklung des SLR McLaren begann Ende der 1990er Jahre als gemeinsames Projekt von Mercedes-Benz und McLaren. Die Vision war klar: Ein Supersportwagen, der Formel-1-Technologie mit Langstreckentauglichkeit verbindet. Im November 2003 startete die Serienproduktion im englischen Woking bei McLaren. Der SLR verfügte über einen 5,4-Liter-V8-Kompressormotor mit 460 kW (626 PS), der aus dem AMG-Programm stammte und speziell für dieses Fahrzeug modifiziert wurde. Die Leistung wurde über ein 5-Gang-Automatikgetriebe auf die Hinterräder übertragen.

Die Karosserie bestand größtenteils aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK), was das Gewicht auf etwa 1.768 kg reduzierte – bemerkenswert für ein Fahrzeug dieser Größe. Die charakteristischen Flügeltüren öffneten sich in einem Winkel von 45 Grad nach oben und vorne. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 334 km/h, der Sprint von 0 auf 100 km/h erfolgte in 3,8 Sekunden. Besonders innovativ waren die keramischen Bremsscheiben, die erstmals in einem Serienfahrzeug von Mercedes-Benz zum Einsatz kamen und eine Verzögerung von 100 auf 0 km/h in nur 31 Metern ermöglichten.

Das Design stammte von Gordon Murray und Steve Crijns und orientierte sich an den historischen Silberpfeilen. Die lange Motorhaube, die kurzen Überhänge und die charakteristische Schweller-Seitenlinie prägten das Erscheinungsbild. Der Innenraum war mit Leder und Alcantara ausgestattet und bot trotz der sportlichen Ausrichtung einen überraschend hohen Komfort. Der Listenpreis in Deutschland lag bei 450.000 Euro.

Der SLR 722 Edition (2006-2007)

Im Jahr 2006 präsentierte Mercedes-Benz die SLR 722 Edition als leistungsgesteigerte Variante. Die Zahl 722 erinnerte an den legendären Sieg von Stirling Moss und Denis Jenkinson bei der Mille Miglia 1955, die um 7:22 Uhr starteten. Die Motorleistung wurde auf 478 kW (650 PS) erhöht, das Drehmoment stieg auf 820 Nm. Die Karosserie erhielt aerodynamische Optimierungen, darunter einen neuen Frontspoiler und einen größeren Heckdiffusor. Das Fahrwerk wurde um 10 mm tiefergelegt und straffer abgestimmt.

Die Höchstgeschwindigkeit stieg auf 337 km/h, der Sprint auf 100 km/h gelang nun in 3,6 Sekunden. Optisch unterschied sich die 722 Edition durch rote Akzente im Interieur, Carbon-Applikationen und exklusive Leichtmetallräder. Die Produktion war auf 150 Exemplare limitiert, der Preis lag bei etwa 500.000 Euro. Diese Edition gilt heute als eine der begehrtesten Varianten des SLR.

SLR Roadster (2007-2009)

Auf der North American International Auto Show 2007 in Detroit stellte Mercedes-Benz den SLR Roadster vor. Diese offene Variante verzichtete auf die Flügeltüren zugunsten konventioneller Türen, behielt aber die mechanischen Komponenten des Coupés weitgehend bei. Der 5,4-Liter-V8-Kompressor leistete wie beim Basismodell 460 kW (626 PS). Das Stoffverdeck ließ sich in etwa zehn Sekunden elektrisch öffnen und schließen.

Trotz der umfangreichen Verstärkungen der Karosseriestruktur stieg das Gewicht nur um etwa 50 kg auf 1.845 kg. Die Fahrleistungen blieben nahezu identisch: 0-100 km/h in 3,8 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 332 km/h. Der Roadster kostete in Deutschland rund 470.000 Euro. Die Produktion wurde ebenfalls bei McLaren in Woking durchgeführt, die Stückzahl blieb bewusst limitiert.

SLR 722 S Roadster (2009)

Als Pendant zur 722 Edition des Coupés erschien 2009 der SLR 722 S Roadster. Diese Version kombinierte die Leistungssteigerung auf 478 kW (650 PS) mit dem offenen Fahrerlebnis. Die technischen Modifikationen entsprachen weitgehend denen des 722 Coupés, einschließlich des optimierten Fahrwerks und der aerodynamischen Verbesserungen. Die Produktion war noch stärker limitiert als beim geschlossenen Modell – nur 150 Einheiten wurden gebaut. Der Preis lag bei etwa 530.000 Euro.

SLR Stirling Moss (2009)

Als Hommage an den legendären Rennfahrer Stirling Moss präsentierte Mercedes-Benz 2009 eine extreme Speedster-Variante ohne Dach und ohne Frontscheibe. Der SLR Stirling Moss war auf 75 Exemplare limitiert und ausschließlich für bisherige SLR-Besitzer verfügbar. Die Leistung blieb bei 478 kW (650 PS), doch durch umfangreiche Gewichtsreduktionen und aerodynamische Optimierungen wurden die Fahrleistungen nochmals verbessert.

Die Karosserie wurde komplett neu gestaltet mit zwei Lufthutzen hinter den Sitzen, die an historische Rennwagen erinnerten. Statt einer Windschutzscheibe gab es lediglich zwei kleine Windabweiser. Das Gewicht sank auf 1.534 kg. Die Höchstgeschwindigkeit lag elektronisch begrenzt bei 350 km/h, theoretisch wären über 380 km/h möglich gewesen. Der Preis von 750.000 Euro machte den Stirling Moss zum teuersten Serienfahrzeug von Mercedes-Benz bis zu diesem Zeitpunkt. Die Produktion endete im Dezember 2009 und markierte gleichzeitig das Ende der gesamten SLR-Baureihe.

Technische Besonderheiten und Innovationen

Der SLR McLaren führte zahlreiche technische Innovationen ein, die später in anderen Mercedes-Modellen Anwendung fanden. Die extensive Verwendung von Carbon in der Karosseriestruktur war für einen Mercedes-Benz revolutionär. Die Kohlefaser-Monocoque-Zelle bot nicht nur Gewichtsvorteile, sondern auch eine außergewöhnliche Steifigkeit und Sicherheit. Die Position des Motors vor der Vorderachse, eine Besonderheit unter Supersportwagen, sorgte für eine ausgewogene Gewichtsverteilung von 47:53 (vorne:hinten).

Die Bremsanlage mit keramischen Scheiben (390 mm vorne, 360 mm hinten) war zur Markteinführung wegweisend. Der aerodynamisch aktive Heckflügel fuhr bei Geschwindigkeiten über 95 km/h aus und diente bei Vollbremsungen als Luftbremse, indem er sich auf 65 Grad aufstellte. Das Fahrwerk kombinierte doppelte Querlenker an der Vorderachse mit einer Mehrlenkerachse hinten, die Dämpfer waren speziell von McLaren entwickelt worden.

Produktion und Markterfolg

Zwischen 2003 und 2010 wurden insgesamt 2.157 Exemplare aller SLR-Varianten produziert, deutlich weniger als ursprünglich geplant. Die weltweite Finanzkrise 2008/2009 und der sehr hohe Preis begrenzten die Nachfrage. In Deutschland wurden etwa 250 Fahrzeuge zugelassen. Die Zusammenarbeit zwischen Mercedes-Benz und McLaren endete 2010, beide Unternehmen verfolgten danach eigene Supersportwagen-Projekte.

Vermächtnis und heutige Bedeutung

Der Mercedes-Benz SLR McLaren gilt heute als Sammlerstück und Wertanlage. Gut erhaltene Exemplare, insbesondere die limitierten Editionen wie die 722 oder der Stirling Moss, erzielen auf dem Gebrauchtwagenmarkt oft Preise deutlich über dem ursprünglichen Listenpreis. Der SLR markierte den Höhepunkt der Zusammenarbeit zwischen Mercedes-Benz und McLaren und zeigte, was möglich ist, wenn deutsche Ingenieurskunst auf britisches Motorsport-Know-how trifft. Obwohl die Produktion seit über einem Jahrzehnt eingestellt ist, bleibt der SLR ein faszinierendes Kapitel in der Geschichte des Automobilbaus – ein Supersportwagen, der Rennstreckenleistung mit Alltagstauglichkeit zu verbinden versuchte und dabei seinen ganz eigenen Charakter entwickelte.

Mercedes-Benz SLR leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Mercedes-Benz SLR.

SLR 722 S Roadster (2009)Facelift

20092009 · Roadster

Die offene Version der 722 Edition erschien 2009 als SLR 722 S Roadster. Mit 650 PS und den technischen Verbesserungen des Coupés bot er maximale Leistung mit offenem Fahrerlebnis. Die Limitierung auf 150 Exemplare und der Preis von 530.000 Euro machten ihn zu einem begehrten Sammlerobjekt.

antrieb
Hinterradantrieb, 5-Gang Automatik
leistung
478 kW (650 PS)
besonderheiten
Leistungsgesteigerter Roadster, limitiert auf 150 Stück, optimiertes Fahrwerk
motorisierungen
5,4-Liter-V8-Kompressor

R199 Roadster (2007-2009)

20072009 · Roadster

Der 2007 vorgestellte SLR Roadster verzichtete auf die Flügeltüren und bot ein elektrisches Stoffverdeck. Trotz verstärkter Karosseriestruktur stieg das Gewicht nur um 50 kg. Die Fahrleistungen blieben auf dem Niveau des Coupés. Mit einem Preis von 470.000 Euro war auch der Roadster ein exklusives Sammlerstück.

antrieb
Hinterradantrieb, 5-Gang Automatik
leistung
460 kW (626 PS)
besonderheiten
Elektrisches Stoffverdeck, konventionelle Türen, 0-100 km/h in 3,8 s, Vmax 332 km/h
motorisierungen
5,4-Liter-V8-Kompressor

SLR 722 Edition (2006-2007)Facelift

20062007 · Coupé

Die 722 Edition von 2006 ehrte Stirling Moss' Mille-Miglia-Sieg von 1955. Mit 650 PS, verbesserter Aerodynamik und sportlicherer Abstimmung bot sie nochmals gesteigerte Fahrleistungen. Die auf 150 Exemplare limitierte Edition zeichnete sich durch rote Akzente im Interieur und exklusive Carbon-Applikationen aus. Der Preis lag bei etwa 500.000 Euro.

antrieb
Hinterradantrieb, 5-Gang Automatik
leistung
478 kW (650 PS)
besonderheiten
Leistungssteigerung, optimierte Aerodynamik, tiefergelegtes Fahrwerk, limitiert auf 150 Stück, 0-100 km/h in 3,6 s
motorisierungen
5,4-Liter-V8-Kompressor

C199 Coupé (2003-2007)

20032007 · Coupé

Das ursprüngliche SLR McLaren Coupé startete 2003 als gemeinsames Projekt von Mercedes-Benz und McLaren. Mit seinem 5,4-Liter-V8-Kompressor mit 626 PS, einer Carbon-Karosserie und charakteristischen Flügeltüren setzte es neue Maßstäbe. Die innovative Keramikbremsanlage und die aufwendige Aerodynamik mit aktivem Heckflügel waren wegweisend. Der Listenpreis lag bei 450.000 Euro.

antrieb
Hinterradantrieb, 5-Gang Automatik
leistung
460 kW (626 PS)
besonderheiten
Carbon-Monocoque, Flügeltüren, Keramikbremsen, 0-100 km/h in 3,8 s, Vmax 334 km/h
motorisierungen
5,4-Liter-V8-Kompressor

Häufige Fragen

Wie viele Mercedes-Benz SLR McLaren wurden gebaut?

Zwischen 2003 und 2010 wurden insgesamt 2.157 Exemplare aller SLR-Varianten produziert, darunter Coupés, Roadster und Sondermodelle wie die 722 Edition und der Stirling Moss.

Was kostet ein Mercedes-Benz SLR McLaren heute?

Der Neupreis lag zwischen 450.000 und 750.000 Euro. Heute variieren die Preise je nach Modell, Zustand und Laufleistung zwischen 250.000 Euro für frühe Coupés und über 3 Millionen Euro für den Stirling Moss.

Welche Motorisierung hat der SLR McLaren?

Alle SLR-Varianten verfügen über einen 5,4-Liter-V8-Kompressormotor. Die Basismodelle leisten 460 kW (626 PS), die 722-Editionen 478 kW (650 PS) bei 820 Nm Drehmoment.

Was bedeutet die Zahl 722 beim SLR?

Die Bezeichnung 722 erinnert an die Startnummer 722 (7:22 Uhr) von Stirling Moss bei der Mille Miglia 1955, die er mit einem Mercedes-Benz 300 SLR gewann. Die 722 Edition war eine leistungsgesteigerte Version.

Wird der Mercedes-Benz SLR McLaren noch produziert?

Nein, die Produktion endete im Dezember 2009 mit dem letzten Stirling Moss. Nachfolger im Supersportwagen-Segment von Mercedes-AMG ist seit 2010 der SLS AMG und später der AMG GT.

Was ist die seltenste SLR-Variante?

Der seltenste SLR ist der Stirling Moss von 2009 mit nur 75 produzierten Exemplaren. Diese Speedster-Variante ohne Dach und Windschutzscheibe war ausschließlich für bestehende SLR-Besitzer verfügbar.