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Mercedes-Benz SLS

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Foto: Julian Herzog (Website) / Wikimedia Commons / CC BY 4.0

Der Mercedes-Benz SLS AMG (2010-2014) ist ein Supersportwagen mit charakteristischen Flügeltüren und 6,2-Liter-V8-Saugmotor. Als erster vollständig von AMG entwickelter Sportwagen vereint er klassisches Design mit moderner Technik und bis zu 631 PS in der Black Series.

Neupreis
177.310–276.060 € (2010-2014, Neupreis historisch)

Ideal für: Sportwagen-Enthusiasten und Sammler, die einen exklusiven V8-Supersportwagen mit Flügeltüren und Handarbeit suchen

Technische Daten

Mercedes-Benz SLS Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
420–464 kW (571–631 PS)
Kraftstoff
Benzin (Super Plus)
Verbrauch (komb.)
13,2–13,5 l/100km
Getriebe
7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (AMG Speedshift DCT)
Antriebsart
Hinterradantrieb
Zylinder
8 (V8)
Höchstgeschwindigkeit
315–317 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Coupé mit Flügeltüren, Roadster
Maße (L/B/H)
4638 x 1939 x 1262 mm
Kofferraum
176 l
Gewicht
1550–1660 kg
Sitze
2
Türen
2 (Flügeltüren beim Coupé)
Neupreis
177.310–276.060 € (2010-2014, Neupreis historisch)

Der Mercedes-Benz SLS AMG ist ein Supersportwagen, der von 2010 bis 2014 produziert wurde und als spiritueller Nachfolger des legendären 300 SL Flügeltürers gilt. Mit seinen charakteristischen Flügeltüren, einem 6,2-Liter-V8-Saugmotor und einer Aluminium-Spaceframe-Karosserie verkörperte der SLS die Essenz eines klassischen Sportwagens im modernen Gewand. Der SLS AMG war das erste vollständig von AMG entwickelte Fahrzeug und markierte einen Meilenstein in der Geschichte der Performance-Marke von Mercedes-Benz. Die Produktion erfolgte in Sindelfingen in Handarbeit, wobei jedes Fahrzeug nach dem "One Man, One Engine"-Prinzip gefertigt wurde.

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Die erste Generation (2010-2014)

Der Mercedes-Benz SLS AMG (C197) wurde 2009 auf der IAA Frankfurt vorgestellt und kam 2010 auf den Markt. Das markanteste Merkmal waren die nach oben schwenkenden Flügeltüren, die an den legendären 300 SL der 1950er Jahre erinnerten. Die Karosserie bestand komplett aus Aluminium und wurde in Spaceframe-Bauweise gefertigt, was zu einem Leergewicht von nur 1.620 Kilogramm führte. Der 6,3-Liter-V8-Saugmotor (intern als M159 bezeichnet) leistete 420 kW (571 PS) und 650 Nm Drehmoment. Die Kraft wurde über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an die Hinterachse übertragen. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelang in 3,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit war elektronisch auf 317 km/h begrenzt. Das Getriebe war als Transaxle-Einheit an der Hinterachse montiert, was für eine optimale Gewichtsverteilung von 47:53 sorgte.

Ab 2011 wurde das Angebot um das Roadster-Modell erweitert, das anstelle der Flügeltüren ein klassisches Stoffverdeck besaß. Das Roadster war mit 1.660 Kilogramm etwas schwerer als das Coupé, bot aber ein authentisches Open-Air-Fahrerlebnis. Die Performance blieb nahezu identisch mit einem 0-100-km/h-Sprint in 3,8 Sekunden. Technisch unterschied sich der Roadster kaum vom Coupé, da die Aluminium-Spaceframe-Konstruktion bereits beim Coupé extrem steif ausgelegt war und keine nennenswerten Verstärkungen benötigte.

Leistungsgesteigerte Varianten

Im Jahr 2013 präsentierte Mercedes-AMG die GT-Version des SLS. Der SLS AMG GT erhielt Optimierungen am Motor, die die Leistung auf 435 kW (591 PS) steigerten. Das maximale Drehmoment blieb bei 650 Nm. Neben der Leistungssteigerung erhielt die GT-Version eine sportlichere Fahrwerksabstimmung mit härtere Stabilisatoren, modifizierte Dämpfer und eine schnellere Lenkübersetzung. Äußerlich war der GT an einem neuen Kühlergrill, überarbeiteten Lufteinlässen und einer modifizierten Motorhaube zu erkennen. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h verbesserte sich auf 3,7 Sekunden. Auch der Roadster wurde als GT-Variante angeboten.

Die extremste Version des SLS war der SLS AMG Black Series, der 2013 vorgestellt wurde. Diese auf Rennstrecken-Performance ausgelegte Variante leistete 464 kW (631 PS) und 635 Nm Drehmoment. Durch umfangreiche Gewichtsreduzierungen – unter anderem durch den Verzicht auf das Doppelkupplungsgetriebe zugunsten eines konventionellen sequentiellen Getriebes, Titanauspuff, Karbonfaser-Karosserieteile und den Ausbau der Komfortausstattung – wog die Black Series nur noch 1.550 Kilogramm. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelang in 3,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit lag bei 315 km/h. Optisch erhielt die Black Series einen massiven Heckspoiler, eine breitere Karosserie mit ausgestellten Radläufen, einen großen Frontsplitter und zahlreiche Karbonelemente. Die Produktion war auf 350 Exemplare weltweit limitiert.

Die elektrische Revolution: SLS AMG Electric Drive

Eine technische Sensation war der SLS AMG Electric Drive (auch als SLS AMG Coupé Electric Drive bezeichnet), der 2013 vorgestellt wurde und 2014 in Kleinserie produziert wurde. Er war zum Zeitpunkt seiner Markteinführung das stärkste Serien-Elektrofahrzeug der Welt. Vier Elektromotoren – je einer pro Rad – erzeugten eine Systemleistung von 552 kW (751 PS) und ein maximales Drehmoment von 1.000 Nm. Die 60-kWh-Lithium-Ionen-Batterie war im Mitteltunnel und im Kardantunnel untergebracht. Trotz des Batteriegewichts wog der Electric Drive 2.110 Kilogramm. Der Sprint von 0 auf 100 km/h erfolgte in 3,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit war auf 250 km/h begrenzt. Die Reichweite lag bei etwa 250 Kilometern nach NEFZ. Das Fahrzeug verfügte über ein ausgeklügeltes Torque-Vectoring-System, das die Kraft individuell auf jedes Rad verteilen konnte. Von dieser Version wurden nur neun Exemplare produziert, was sie zu einem der seltensten Mercedes-Modelle macht.

Technik und Konstruktion

Die Aluminium-Spaceframe-Konstruktion des SLS AMG bestand aus 200 einzelnen Aluminiumteilen, die miteinander verschweißt, genietet und verklebt wurden. Diese Bauweise bot eine hohe Steifigkeit bei niedrigem Gewicht. Die Karosserieteile aus Aluminium wurden größtenteils im Außenhautverfahren gefertigt. Das Fahrwerk bestand aus Doppelquerlenker-Achsen vorne und hinten, die Radaufhängung war komplett aus Aluminium gefertigt. Das adaptive Dämpfungssystem AMG Ride Control bot drei Fahrmodi: Comfort, Sport und Sport Plus. Die Bremsanlage bestand aus innenbelüfteten und gelochten Keramik-Verbundbremsscheiben mit einem Durchmesser von 402 mm vorne und 360 mm hinten. Das Leergewicht verteilte sich mit 47 Prozent auf die Vorderachse und 53 Prozent auf die Hinterachse.

Marktpositionierung und Erbe

Der SLS AMG kostete in Deutschland bei Markteinführung 177.310 Euro für das Coupé und 195.310 Euro für den Roadster. Die Black Series war mit 276.060 Euro deutlich teurer. Der Electric Drive kostete stolze 416.500 Euro. Insgesamt wurden von 2010 bis 2014 etwa 13.000 Exemplare des SLS AMG produziert, davon etwa 2.000 Roadster. Die Produktion endete im Sommer 2014. Der Nachfolger Mercedes-AMG GT (C190) erschien im Herbst 2014 und setzte auf ein moderneres Konzept mit kleinerem 4,0-Liter-V8-Biturbo-Motor, konventionellen Türen und einer Front-Mittelmotor-Anordnung. Der SLS AMG gilt heute als Sammlerstück und hat in den letzten Jahren an Wert gewonnen, insbesondere die limitierten Versionen wie die Black Series und der Electric Drive. Als letzter Supersportwagen von Mercedes mit Saugmotor und als erstes eigenständiges AMG-Modell nimmt der SLS eine besondere Stellung in der Firmengeschichte ein.

Der SLS AMG wurde ausschließlich bei AMG in Affalterbach von Hand gefertigt. Jeder Motor wurde von einem einzelnen Techniker zusammengebaut, dessen Signatur auf einer Plakette auf dem Motor verewigt wurde. Diese Handarbeit und Exklusivität machten den SLS zu einem echten Sportwagen-Klassiker. Die Flügeltüren erforderten einen Mindestabstand von 50 Zentimetern zur Seite zum Öffnen und schwenkten in einem Winkel von etwa 45 Grad nach oben. Im Notfall konnten die Türen durch kleine Sprengladungen abgesprengt werden, um ein schnelles Verlassen des Fahrzeugs zu ermöglichen.

Mercedes-Benz SLS leasen (bald verfügbar)

Häufige Fragen

Wie viel PS hat der Mercedes-Benz SLS AMG?

Der Mercedes-Benz SLS AMG leistet in der Basisversion 571 PS (420 kW), die GT-Version 591 PS (435 kW) und die Black Series 631 PS (464 kW). Der Electric Drive kommt auf 751 PS (552 kW) aus vier Elektromotoren.

Was kostet ein Mercedes-Benz SLS AMG?

Der SLS AMG kostete neu ab 177.310 Euro für das Coupé und ab 195.310 Euro für den Roadster. Die Black Series lag bei 276.060 Euro, der Electric Drive bei 416.500 Euro. Gebrauchte Exemplare liegen heute je nach Zustand und Laufleistung zwischen 150.000 und über 300.000 Euro.

Wie viele Mercedes-Benz SLS AMG wurden gebaut?

Von 2010 bis 2014 wurden insgesamt etwa 13.000 Exemplare des SLS AMG produziert, davon rund 2.000 Roadster. Die Black Series war auf 350 Stück limitiert, vom Electric Drive wurden nur neun Exemplare gebaut.

Wie schnell ist der Mercedes-Benz SLS AMG?

Der SLS AMG erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 317 km/h (elektronisch begrenzt). Die Black Series kommt auf 315 km/h. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 3,6 bis 3,9 Sekunden, je nach Version.

Hat der Mercedes-Benz SLS AMG Flügeltüren?

Ja, das Coupé des SLS AMG verfügt über charakteristische Flügeltüren, die nach oben schwenken – eine Hommage an den legendären 300 SL. Der Roadster hat hingegen konventionelle Türen und ein Stoffverdeck.

Welchen Motor hat der Mercedes-Benz SLS AMG?

Der SLS AMG ist mit einem 6,2-Liter-V8-Saugmotor (M159) ausgestattet, der 571 bis 631 PS leistet. Es handelt sich um einen Achtzylinder ohne Turboaufladung mit 6.208 ccm Hubraum und 650 Nm Drehmoment.