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Mercedes-Benz T2

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Foto: Samson Ng . D201@EAL / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Der Mercedes-Benz T2 war ein vielseitiger Transporter der von 1967 bis 1996 produziert wurde. Als robuster Arbeitsheld mit Dieselmotoren und Nutzlasten von 1,1 bis 5,8 Tonnen prägte er fast drei Jahrzehnte das Transportgewerbe in Europa. Die Produktion endete 1996 mit der Einführung des Sprinters.

Ideal für: Liebhaber klassischer Nutzfahrzeuge und Oldtimer-Sammler mit Faible für robuste Arbeitstransporter

Technische Daten

Mercedes-Benz T2 Eckdaten

Motor & Antrieb
Leistung
37–96 kW (50–130 PS)
Kraftstoff
Diesel
Verbrauch (komb.)
9–14 l/100km
Getriebe
4-Gang/5-Gang manuell, 5-Gang Automatik (ab 1988)
Antriebsart
Heckantrieb
Zylinder
4, 5
Höchstgeschwindigkeit
100–120 km/h
Maße & Karosserie
Karosserie
Kastenwagen, Pritsche, Fahrgestell, Kleinbus
Maße (L/B/H)
5300–6500 x 2000–2400 x 2400–2800 mm
Kofferraum
Gewicht
1800–3500 kg
Sitze
2–3 (Transporter), bis 15 (Kleinbus)
Türen
2–3
Neupreis

Der Mercedes-Benz T2 ist ein legendärer Transporter, der von 1967 bis 1996 produziert wurde und als robuster Arbeitsheld in ganz Europa geschätzt wurde. Als Nachfolger des L 319 und Vorgänger des Sprinters prägte der T2 fast drei Jahrzehnte lang das Bild von Handwerksbetrieben, Kommunen und Rettungsdiensten. Der T2 wurde ausschließlich mit Dieselmotoren angeboten und zeichnete sich durch seine Zuverlässigkeit, Wartungsfreundlichkeit und vielfältige Einsatzmöglichkeiten aus. Die Bezeichnung T2 steht für "Transporter 2. Generation" und umfasst die Baureihen 207 bis 413 mit unterschiedlichen zulässigen Gesamtgewichten von 2,8 bis 9,9 Tonnen.

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Die erste Generation (1967-1977): Baureihe 207-413

Im Jahr 1967 stellte Daimler-Benz den T2 als Nachfolger des L 319 vor. Die neue Baureihe wurde in Düsseldorf entwickelt und präsentierte sich mit einer modernen, kantigen Frontpartie mit großen Rechteckscheinwerfern. Das charakteristische Merkmal war die Haubenbauweise mit dem Motor zwischen Fahrerkabine und Vorderachse (Frontlenker-Konzept). Die erste Generation umfasste Modelle von 207 D bis 413 mit Nutzlasten zwischen 1,1 und 5,8 Tonnen. Als Antrieb dienten ausschließlich Vierzylinder-Dieselmotoren vom Typ OM 615 und OM 616 mit Hubraum von 2,2 bis 3,8 Litern und Leistungen zwischen 37 kW (50 PS) beim 207 D bis 96 kW (130 PS) bei den großen Varianten. Die Kraftübertragung erfolgte über ein manuelles Schaltgetriebe mit vier oder fünf Gängen. Der T2 war als Kastenwagen, Pritschenwagen, Fahrgestell mit Kabine und Kleinbus verfügbar. Besonders geschätzt wurde die hohe Zuladung und die Möglichkeit, verschiedenste Aufbauten zu realisieren. Die Technik war bewusst einfach gehalten, um Wartung und Reparaturen auch in kleineren Werkstätten zu ermöglichen.

Die zweite Generation (1977-1986): Modernisierter T2

1977 erhielt der T2 eine umfassende Überarbeitung, die sich vor allem optisch bemerkbar machte. Die Front wurde neu gestaltet mit einer moderneren Scheinwerferanordnung und einem überarbeiteten Kühlergrill. Die Kabine wurde komfortabler ausgestattet, und die Ergonomie verbessert. Technisch blieb man weitgehend bei bewährten Lösungen, führte aber neue Motoren ein. Der OM 616 wurde überarbeitet und leistete nun in verschiedenen Ausbaustufen zwischen 44 kW (60 PS) und 66 kW (90 PS). Bei den größeren Modellen kam der Fünfzylinder-Diesel OM 617 mit 3,0 Litern Hubraum und bis zu 88 kW (120 PS) zum Einsatz. Die Bremsanlage wurde verbessert, und optional war nun auch eine Servolenkung erhältlich, was die Handhabkeit besonders bei den schweren Varianten deutlich verbesserte. Das Modellprogramm wurde übersichtlicher strukturiert: Die kleineren Versionen 207-309 D richteten sich an Gewerbetreibende und Handwerker, während die Modelle 310-413 für schwere Transportaufgaben konzipiert waren. In dieser Generation etablierte sich der T2 endgültig als meistgekaufter Transporter seiner Klasse in Deutschland.

Die dritte Generation (1986-1996): Der späte T2

1986 erhielt der T2 sein letztes großes Update, mit dem er bis 1996 produziert wurde. Die Front wurde erneut modernisiert und erhielt rechteckige Scheinwerfer in einer glatteren Karosseriefront. Der Innenraum wurde zeitgemäßer gestaltet mit einem neuen Armaturenbrett und verbesserten Sitzen. Die wichtigste technische Neuerung war die Einführung moderner Dieselmotoren mit Wirbelkammer- und später auch Direkteinspritzung. Der OM 601 mit 2,3 Litern Hubraum leistete 58-66 kW (79-90 PS), während der OM 602 mit 2,9 Litern bis zu 95 kW (129 PS) abgab. Bei den Schwergewichten kam der OM 364 mit vier Zylindern und 3,97 Litern Hubraum zum Einsatz, der 85 kW (116 PS) leistete. Ab 1988 wurde optional ein Fünfgang-Automatikgetriebe angeboten, was den Fahrkomfort besonders im städtischen Stop-and-Go-Verkehr erhöhte. Die Sicherheitsausstattung wurde sukzessive verbessert: ABS wurde optional verfügbar, und die Karosserie erhielt verstärkte Strukturen. In den 1990er-Jahren wurden die Emissionsvorschriften verschärft, weshalb die Motoren mit Oxidationskatalysatoren ausgerüstet wurden. Der Verbrauch lag je nach Modell und Beladung zwischen 9 und 14 Litern Diesel auf 100 Kilometer.

Sonderversionen und Varianten

Über die gesamte Produktionszeit entstanden zahlreiche Sonderversionen des T2. Besonders beliebt waren die Kleinbusse mit bis zu 15 Sitzplätzen, die als Betriebs- und Schulbusse eingesetzt wurden. Mercedes-Benz bot werksseitig verschiedene Radstände und Kabinenlängen an. Zahlreiche Aufbauhersteller realisierten Spezialaufbauten: Krankenwagen für Rettungsdienste, Feuerwehrfahrzeuge, mobile Verkaufswagen, Wohnmobile und Kühlkoffer waren weit verbreitet. Der T2 wurde auch als Pritschenwagen mit Doppelkabine angeboten, was ihn für Bauunternehmen attraktiv machte. Eine Besonderheit waren die Allradversionen, die in Kooperation mit Spezialfirmen entstanden und vor allem bei Forstbetrieben und in alpinen Regionen gefragt waren. Die robusten Fahrwerke mit Starrachsen vorne und hinten sowie Blattfedern machten den T2 extrem geländegängig. Die Modellbezeichnungen folgten einem klaren System: Die ersten beiden Ziffern gaben das zulässige Gesamtgewicht in Zentnern an (207 = 2,7 t, 413 = 4,1 t), das "D" stand für Diesel.

Das Ende einer Ära und das Erbe

1995 präsentierte Mercedes-Benz den Sprinter als Nachfolger des T2. Die Produktion des T2 lief 1996 nach fast 30 Jahren aus, wobei die letzten Exemplare in Spanien gefertigt wurden. Insgesamt wurden über eine Million T2 produziert. Der Sprinter übernahm mit moderner Technik, Frontantrieb und komfortablerer Kabine die Rolle des T2, konnte dessen legendären Ruf in Sachen Robustheit jedoch erst nach einigen Jahren erreichen. Heute sind gut erhaltene T2 begehrte Sammlerobjekte und werden von Liebhabern gepflegt. Besonders die frühen Modelle mit der charakteristischen runden Frontpartie und die späten, gut ausgestatteten Versionen erzielen auf dem Gebrauchtmarkt hohe Preise. Viele T2 sind noch immer im Einsatz, was die außergewöhnliche Langlebigkeit dieser Baureihe unterstreicht. Die einfache Technik ermöglicht Reparaturen auch nach Jahrzehnten, und Ersatzteile sind über Spezialanbieter weiterhin verfügbar. Der T2 gilt als einer der zuverlässigsten Transporter, die je gebaut wurden, und hat sich einen festen Platz in der Automobilgeschichte gesichert. Seine Vielseitigkeit, Robustheit und Wirtschaftlichkeit machten ihn zum perfekten Arbeitswerkzeug für eine ganze Generation von Handwerkern und Gewerbetreibenden.

Mercedes-Benz T2 leasen (bald verfügbar)

Historie

Vorgänger-Generationen

Historische Baureihen und Facelifts des Mercedes-Benz T2.

T2 Modernisierung (1977-1986)Facelift

19771986 · Kastenwagen, Pritsche, Fahrgestell, Kleinbus

1977 erhielt der T2 eine umfassende Überarbeitung mit modernerer Front und komfortablerer Kabine. Die Motoren wurden überarbeitet, bei größeren Modellen kam der Fünfzylinder OM 617 mit 3,0 Litern und bis zu 88 kW zum Einsatz. Verbesserte Bremsen und optional erhältliche Servolenkung steigerten Sicherheit und Komfort. Das Modellprogramm wurde klarer strukturiert, und der T2 etablierte sich als meistverkaufter Transporter seiner Klasse in Deutschland.

antrieb
Heckantrieb
leistung
44–88 kW (60–120 PS)
besonderheiten
Neue Front, verbesserte Kabine, optional Servolenkung, Fünfzylinder-Diesel
motorisierungen
OM 616, OM 617 (2,4–3,0 l Diesel)

T2 Baureihe 207-413 (1967-1977)

19671977 · Kastenwagen, Pritsche, Fahrgestell, Kleinbus

Die erste Generation des T2 wurde 1967 als Nachfolger des L 319 vorgestellt. Mit kantiger Front, Rechteckscheinwerfern und Frontlenker-Bauweise bot der T2 Modelle von 207 D bis 413 mit unterschiedlichen Nutzlasten. Vierzylinder-Dieselmotoren mit 2,2 bis 3,8 Litern Hubraum und 37 bis 96 kW leisteten zuverlässige Arbeit. Die einfache Technik mit Starrachsen und manuellen Schaltgetrieben machte den T2 zum beliebten Arbeitstransporter für Handwerk, Gewerbe und Kommunen.

antrieb
Heckantrieb
leistung
37–96 kW (50–130 PS)
besonderheiten
Frontlenker-Konzept, robuste Starrachsen, Nutzlast 1,1–5,8 t
motorisierungen
OM 615, OM 616 (2,2–3,8 l Diesel)

Häufige Fragen

Wie lange wurde der Mercedes-Benz T2 produziert?

Der Mercedes-Benz T2 wurde von 1967 bis 1996 produziert, also fast 30 Jahre lang. In dieser Zeit entstanden über eine Million Fahrzeuge in verschiedenen Gewichtsklassen von 2,8 bis 9,9 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht.

Welche Motoren hatte der Mercedes T2?

Der T2 wurde ausschließlich mit Dieselmotoren angeboten. Je nach Modell und Baujahr kamen Vierzylinder-Motoren (OM 615, OM 616, OM 601, OM 364) mit 2,2 bis 3,97 Litern Hubraum und Leistungen von 37 bis 96 kW (50 bis 130 PS) zum Einsatz. Größere Modelle erhielten auch Fünfzylinder-Aggregate (OM 617, OM 602).

Was bedeutet die Bezeichnung T2 bei Mercedes?

T2 steht für 'Transporter 2. Generation' und bezeichnet die Nachfolgebaureihe des Mercedes L 319. Die Modellbezeichnungen 207 bis 413 geben das zulässige Gesamtgewicht in Zentnern an, das 'D' steht für Diesel.

Was ist der Unterschied zwischen T2 und Sprinter?

Der Sprinter löste 1995 den T2 als Nachfolger ab. Während der T2 ein Frontlenker mit Motor zwischen Kabine und Vorderachse war, hat der Sprinter Frontantrieb mit quer eingebautem Motor. Der Sprinter bietet mehr Komfort und modernere Technik, der T2 gilt aber als robuster und wartungsfreundlicher.

Sind Ersatzteile für den Mercedes T2 noch erhältlich?

Ja, für den Mercedes T2 sind über Spezialanbieter und Teilehändler weiterhin Ersatzteile erhältlich. Die einfache Technik und die große Verbreitung sorgen dafür, dass viele Verschleißteile noch produziert werden oder gebraucht verfügbar sind.